AV-Depot - Aufteilung?

  • Das Bildchen hatte ich nicht ganz verstanden, da die AfD eine liberale Partei ist, die ganz sicher nicht Geringverdiener verteidigen wird. Es wird eher so sein, dass Gruppen, die ich erwähnt hatte, eher dazu neigen könnten das Kreuzchen bei Blau zu setzen.

    Das merke ich, dass du das „Bildchen“ nicht verstanden hast. Ich helfe aber gerne aus :)

    „Die AfD findet ihre Wähler laut einer Analyse der Universität Leipzig vor allem unter Menschen mit mittlerem Einkommen und Arbeitslosen. Nur relativ wenige Wähler der rechtspopulistischen Partei haben demnach ein hohes Bildungsniveau.“

    Quelle: https://www.rnd.de/politik/afd-wa…APVITYF3M4.html

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Auf dieser Einstellung ruht man sich aktuell aus, weil man Äpfel mit Birnen vergleicht. Deutschland 1980-2015 und 2015-2026 ist nicht zu vergleichen. Man verkennt, dass sich die Parameter drastisch ändern (werden) und es selbstverständlich zu erhöhter Abwanderung von Fachkräften kommen wird. Ist einfach nur eine logische Konsequenz.

    Was bitte ist denn die Aussage dahinter? Kein Land auf der Welt kann man in den Jahren 1980-2015 und 2015-2026 vergleichen. Es sind einfach andere Zeiten nicht nur politisch. Die Mode, Musik, Steuern, Zinsen, Autos, Schulen, Sportarten, Sprache funktioniert heute alles anders als früher. Das aber als Argument für irgendwas zu sehen ist inhaltslos.

    Gib doch bitte an was genau die Leute früher so geil hier fanden, was heute anders und schlecht ist. Kryptische Andeutungen mit scheinbar wahllosen Parametern bringen uns/mich nicht wirklich weiter.

  • Und die stecken ihre Beiträge zum AV Depot dann voll und ganz in den FTSE Germany All Cap ETF, oder wie bezieht sich das hier aufs Thema?

    Siehe Beitrag #54

    Auslöser waren folgende Kommentare:

    Ich sehe zu wenig bzw. fast keine Anreize für die Mittelschicht des Landes (70k-120k Jahresgehalt Brutto). Deswegen muss ich deine Aussage verneinen, weil mir das Gleichgewicht fehlt.

    Natürlich muss es für alle Schichten Anreize geben. Lösungen sollten ganzheitlich durchdacht werden.

    Ich halte es nicht für problematisch, wenn das AV-Depot für die Oberschicht weniger attraktiv ist, solange gezielt niedrigere Einkommen gefördert werden. Wenn man sozial schwächere Gruppen in der Altersvorsorge nicht ausreichend unterstützt – etwa durch staatliche Fördermittel – drohen langfristig Altersarmut, Unzufriedenheit, Frust und Perspektivlosigkeit. Das kann wiederum ein Nährboden für extreme gesellschaftliche und politische Strömungen sein.

    Damit schließt sich dann wieder Kreis, hoffe ich ;)

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Das passt ins Bild. Es müssen erst einmal alle am Hungertuch nagen, dann wird das Hirn eingeschaltet und nachhaltige Lösungen eingeführt?

    Das habe ich nicht behauptet, und zugegeben, du auch nicht (war ja ein ? statt eines .)

    Aber hier geht es doch um Förderungen, die ich nicht nötig habe, und du (hoffentlich?) auch nicht.

    Soll aber auch Fälle geben, in denen es eine nicht nötig hat und trotzdem am "lautesten" die Hand aufhält. Und das ganz ohne ?. 8)

    Auch das kleinere von zwei Übeln kann ein größeres sein.

  • Um mal wieder etwas näher zur Ausgangsfrage des Threads zurückzukehren: Von meiner Seite aus mal ein explizites Danke an diverse Teilnehmer hier im Thread, welche das Für und Wider beleuchtet oder sogar Rechner erstellt haben.

    Ich hatte auch erst damit geliebäugelt, einen Teil meiner ETF-Einzahlungen in das AV-Depot umzuschichten, aber das scheint sich, v.a. unter Berücksichtigung der Steuerlast bei Auszahlung, wohl nicht zu lohnen. Zumal ich noch einen ordentlichen Betrag in meinem Verlustverrechnungstopf habe, der aufgebraucht werden will.

    Meiner Frau hingegen werde ich das AV-Depot ans Herz legen...da kann sie ihren stillgelegten Riester-Vertrag weiterbesparen, denn sie will schon Geld für's Alter zurücklegen, aber mein normales ETF-Depot käme für sie nicht in Frage.

  • Wenn ich diese sonderbare Auszahlung Problematik so richtig verstehe, ist es wahrscheinlich sinnvoll jährlich 360 € zu sparen und nicht mehr.

    Das überlege ich tatsächlich noch. Wenn's von einer der Banken oder Versicherungen, bei denen ich bin, ein attraktives Angebot gibt, würde ich das vielleicht doch noch mitnehmen.

  • Ich hatte auch erst damit geliebäugelt, einen Teil meiner ETF-Einzahlungen in das AV-Depot umzuschichten, aber das scheint sich, v.a. unter Berücksichtigung der Steuerlast bei Auszahlung, wohl nicht zu lohnen.

    Ich warte mal ab, bis es konkrete Produkte gibt. Und dann rechne ich nochmal genau nach.
    Ich plane aktuell immer noch mit 63 aus dem Arbeitsleben auszuscheiden. So blieben mir gerade mal 8 Jahre in denen es sich überhaupt lohnen würde das AV-Depot zu besparen.:/
    Dann muss man halt schauen, ob es sich lohnen würde, das Guthaben des AV-Depots bis zum 70. Lebensjahr stehen zu lassen und dann einen Auszahlplan bis zum 85 Lebensjahr zu machen. Ggf. mit 70 dann auch 30% direkt auszahlen lassen.:/
    Kommt auch noch darauf an, welche Ergebnisse sich aus der kommenden Rentenreform ergeben. Evtl. wird ja die Möglichkeit einer Rente mit 63 (und Abschlägen) abgeschafft oder so teuer, dass es nicht mehr realistisch für mich ist. :/

  • Wenn ich diese sonderbare Auszahlung Problematik so richtig verstehe, ist es wahrscheinlich sinnvoll jährlich 360 € zu sparen und nicht mehr.

    Interessante Diskussion. Ich bin selbst auch noch zu keiner Lösung für mich gekommen und überlege mir das genauso zu machen (bzw. für meine in TZ arbeitende Gattin, welche noch die 2 Kinderzulagen mitnehmen könnte).

    Ich werde als Beamter irgendwann nach 2050 in Pension gehen und vermute (habe noch nicht die Kraft und Muse gefunden das genau zu recherchieren), dass es für mich dann weniger eine Rolle spielt ob ich Kapitalertragsteuer oder mit dem persönlichen Einkommensteuersatz die Altersvorsorge versteuern muss.

    Aus dem Bauch heraus wäre es für mich vlt. günstiger die Kapitalertragssteuer zu zahlen (auf ein normales Depot) anstatt im Altersvorsorgedepot etwas von der Steuer absetzen zu können um es später mit der Einkommensteuer zu belasten.... ganz steuerfrei wäre doch auch mal schön :)

  • Ich hatte auch erst damit geliebäugelt, einen Teil meiner ETF-Einzahlungen in das AV-Depot umzuschichten, aber das scheint sich, v.a. unter Berücksichtigung der Steuerlast bei Auszahlung, wohl nicht zu lohnen. Zumal ich noch einen ordentlichen Betrag in meinem Verlustverrechnungstopf habe, der aufgebraucht werden will.

    Das verstehe ich nicht. Du sparst doch voll die Kapitalertragssteuer und mindestens die Differenz zwischen deinem aktuellen Steuersatz und dem Steuersatz zur Rente. Ggf. noch Soli.

    Die 1.800€ scheinen für mich ein nobrainer zu sein. Oder mache ich nen Denkfehler?

  • Das verstehe ich nicht. Du sparst doch voll die Kapitalertragssteuer und mindestens die Differenz zwischen deinem aktuellen Steuersatz und dem Steuersatz zur Rente. Ggf. noch Soli.

    Die 1.800€ scheinen für mich ein nobrainer zu sein. Oder mache ich nen Denkfehler?

    Es kommt halt stark darauf an was du verdienst. Wenn man den Höchststeuersatz als Rentner (derzeit ab 260k brutto als letzten Jahresarbeitslohn, wenn ich das richtig verstanden hab) bezahlen muss sind das 45% zzgl Kirchensteuer falls zutreffend.

    Packst du das Geld in einem ETF im normalen Depot zahlst du Kapitalertragssteuer sowie soli und ggf Kirchensteuer. Das wären all in maximal 28.625%.

    Jeder der einen Steuersatz unter 30% hat, für den sollte das ein nobrainer sein, solange man es ok findet 85 werden zu müssen um das Geld rauszubekommen. Mit der Förderung sowie der Steuerstundung sollte sich das schon ausgehen. Aber irgendwo beginnt danach dann das Rechnen.

    Problematisch sind Details ob z.b. die Ansprüche vererbbar sind und zu welchen Konditionen. Ist es dem Schonvermögen zuzurechnen. Wie sind die Lebensumstände und Ansprüche an die (in der) Rente. Wie hoch sind die Kosten tatsächlich. Usw.

    Riesen Vorteil (und eventuell riesen Nachteil) des eigenen Depots ist, das ich mir morgen das Geld auszahlen lassen kann. Wenn man alleinstehend mit Ende 40 ne fiese Diagnose vom Arzt bekommt und noch x Jahre hat ist das Geld im AVD praktisch weg. Von meinem ETF kann ich mir nen letzten Wunsch erfüllen oder angenehme Jahre machen. Ist dann ein gigantischer Unterschied ob man mit 1k Krankengeld seinen Unterhalt bestreitet oder mit 1k Krankengeld und nem Depot von z.B. 200k.

    Gibt halt viele Situationen die man mitdenken kann. Ich vermute für mindestens 60% der Bevölkerung ist es sinnvoll hier was reinzustecken. Ich gehe davon aus das ich das AVD auch nutzen werde. In welchem Umfang werden wir sehen wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen und man konkrete Angebote hat. Ich bin für meine Situation schon zuversichtlich das es sich lohnt.

  • Es kommt halt stark darauf an was du verdienst. Wenn man den Höchststeuersatz als Rentner (derzeit ab 260k brutto als letzten Jahresarbeitslohn, wenn ich das richtig verstanden hab) bezahlen muss sind das 45% zzgl Kirchensteuer falls zutreffend.

    Also wenn man die Maximalrente erhält, liegt der Grenzsteuersatz doch irgendwo bei 35% oder so. Geht dann durch das AV Depot nochmal hoch. Das ist doch weniger, als jetzt der Spitzensteuersatz + Soli. Also dass man als Rentner 45% zahlt ist doch eher ungewöhnlich. Hinzu kommt, die Kapitalertragsteuer, die man sich komplett spart.

    Hinzu kommt, dass die Steuerrückerstattung, die man jetzt erhält, garnicht ins AV Depot einzahlt. Hier ist tatsächlich ein Betrag, auf den man nie Steuern zahlt.

    Kommt die Gretchenfrage der Gebühren für das Depot. Aber hier bin ich optimistisch, dass die bei den Neobrokern sehr überschaubar bleiben.

    Ja, die Verrentung ist ein Thema. Aber bis 85 sollten die meisten ihre Rücklagen eh planen.

    Ich hatte das drüben im Thread schon geschrieben, der Killer Move scheint die Nutzung zur Immobilienkredit Bedienung zu sein. Quasi ein kostenloser Kredit und die Gewinne aus der Immobilie werden nicht mehr separat besteuert.

  • Ich habs jetzt mal im Vergleich gerechnet:


    Einzahlung 1800

    Laufzeit 20

    Grenzsteuersatz +Soli + Kirche 0,475

    Steuersatz Rente 0,38

    Rendite 5

    Gebühren 0,5

    Förderung 540

    Steuerersparnis 571,5

    AV Depot brutto 5.643,41 €

    AV Depot netto 3.498,91 €

    Steuerersparnis angelegt brutto 1.516,36 €

    Steuerersparnis netto 1.339,20 €

    Summe 4.838,11 €


    alternativ Anlage brutto 4.775,94 €

    Alternativ Anlage netto 4.217,95 €


    Differenz 620,17

    im Vergleich zur Alternative 15%


    Ich weiss, ist etwas unsauber, aber die Logik dahinter müsste passen. Zumindest sagt die KI es wäre tippi toppi ;)

    Ich komme dazu, dass dieses Szenario mich 15% besser stellt. Das ist nicht die Welt, aber kann man mal machen.

    Interessant war, dass wenn ich das für meine Frau mit 3 Kindern durchspiele, kommt quasi genau das gleiche Ergebnis raus. Dass der Cashback durch Steuern nicht im AV Depot landet, macht den Unterschied. Hier wäre zu überlegen, ob wir die Kinderförderung überhaupt beantragen oder lieber den Cashback wählen. Wenn das denn geht.

    Ich hab noch einen großen Hacken für Geringverdiener gefunden, der mich grübeln lässt. Nach meinem Verständnis, macht das ganze nur Sinn, wenn der Sparer Pausch Betrag schon ausgeschöpft ist. Welcher Geringverdiener hat das schon. Da wäre die Alternativanlage mir regelmäßigem rollen wahrscheinlich günstiger.

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