Wertermittlung Eigentumswohnung

  • Hallo zusammen,

    in der Familie haben wir eine kleine vermietete Eigentumswohnung, die in den nächsten Monaten verkauft werden soll.

    Bevor wir einen Makler beauftragen, würden wir gern erst einmal in der Eigentümergemeinschaft, sowie dem langjährigen Mieter anbieten, vielleicht können wir uns und dem potentiellen Käufer den Makler ja sparen.

    Jetzt ist die Frage nach der Preisgestaltung offen, welche Möglichkeiten gibt es einen realistischen Preis zu ermitteln?

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  • Jetzt ist die Frage nach der Preisgestaltung offen, welche Möglichkeiten gibt es einen realistischen Preis zu ermitteln?

    Ich würde auf den einschlägigen Immoportalen schauen, was so auf dem Markt ist und welche Preise aufgerufen werden. Bei genug Angeboten sollte sich dann schon ein Gefühl einstellen, wie der Markt vor Ort ist - auch wenn die ausgeschriebenen Preise nicht unbedingt jene sind, zu denen der Verkauf stattfindet.

  • Hallo zusammen,

    in der Familie haben wir eine kleine vermietete Eigentumswohnung, die in den nächsten Monaten verkauft werden soll.

    Bevor wir einen Makler beauftragen, würden wir gern erst einmal in der Eigentümergemeinschaft, sowie dem langjährigen Mieter anbieten, vielleicht können wir uns und dem potentiellen Käufer den Makler ja sparen.

    Jetzt ist die Frage nach der Preisgestaltung offen, welche Möglichkeiten gibt es einen realistischen Preis zu ermitteln?

    Gibt es in dem Objekt andere Wohnungen, die eventuell in der letzten Zeit zum Verkauf angeboten wurden - hier könnte man z.B. den Verwalter fragen.

    Eine weitere Möglichkeit ergibt sich eventuell aus den bekannten Internetportalen, in denen Immobilien angeboten werden, vielleicht findet man dort am Ort vergleichbare Wohnungen (Größe - Lage - Baujahr)
    Der Preis ist nicht nur von den genannten Kriterien abhängig, sondern natürlich auch von dem Zustand.

    Günstig ist es immer, wenn man in der Eigentümergemeinschaft einen Käufer findet oder gar den Mieter für den Kauf begeistern kann, der den Zustand der Immobilie kennt und auch um die Besonderheiten des Objektes Bescheid weiß.
    Da würde ich gern auch auf meinen Anteil der Provision für einen Makler verzichten.

  • Bevor wir einen Makler beauftragen, würden wir gern erst einmal in der Eigentümergemeinschaft, sowie dem langjährigen Mieter anbieten, vielleicht können wir uns und dem potentiellen Käufer den Makler ja sparen.

    Das sind genau die Konstellationen in denen der Käufer häufig die Chance auf ein Schnäppchen bekommt.

    Den echten Marktpreis bekommst du leider nur dann, wenn du das Objekt auch auf dem Markt anbietest oder sehr zufällig genau einen Preis von einem gleichen, ähnlichen Objekt finden kannst.

  • Ich würde auf den einschlägigen Immoportalen schauen, was so auf dem Markt ist und welche Preise aufgerufen werden. Bei genug Angeboten sollte sich dann schon ein Gefühl einstellen, wie der Markt vor Ort ist - auch wenn die ausgeschriebenen Preise nicht unbedingt jene sind, zu denen der Verkauf stattfindet.

    Das habe ich schon versucht, da es sich um eine Kleinstadt handelt, ist das lokale Angebot dort sehr begrenzt.

  • Es ist dir vielleicht nicht bekannt, aber du kannst natürlich einen Makler mit einer Begutachtung beauftragen. Du bekommst dann gesagt, für was der Makler glaubt, diese Wohnung verkaufen zu können.

    Vielfach sind diese Preisvorstellungen ab und zu niedrig angesetzt.

  • Ich würde auf den einschlägigen Immoportalen schauen, was so auf dem Markt ist und welche Preise aufgerufen werden

    Gute Idee, funktioniert aber, je nach Lage, nur selten.

    Auf diese Weise kann ich grob den Wert für meine selber bewohnte ETW abschätzen. Aber nur, weil ich die Preise der über die lezten Jahre im eigenen Haus angebotenen Wohnungen auch zum Kaufzeitpunkt (=Neubau vor ca. 10 Jahren) kenne.

    Für eine andere Wohnung (andere Stadt, bedeutend älter) gelingt mir das noch nicht einmal ansatzweise. Dort gibt es schlicht seit >5 Jahren keine, auch nur ansatzweise vergleichbaren Angebote in der gesamten Vorstadt. Das, was dort angeboten wurde/wird, hat entweder eine komplett andere Lage, Ausstattung oder ist bedeutend neuer.

    Mir sind daher bisher nur zwei Möglickeiten eingefallen, den Wert der Wohnung ansatzweise abzuschätzen.
    - Wert gemäß (neuem) Grundsteuerbescheid. Das muss mit einem Verkaufswert aber nichts zu tun haben.
    - Man beauftragt einen Makler (kann auch die örliche VR-Bank oder Sparkasse sein, wenn es die noch gibt und man damit u.U. eine Geschäftsbeziehung hat) oder Sachverständigen einzig mit der Wertermittlung. Sowas kann im Erbschaftsfall durchaus nötig sein. Für den Verkauf benötigt man vermutlich kein gerichtsfestes Gutachten, womit man (gemäß Google) schon unter 1000€ dabei sein könnte.

    Einzig das Verkaufswertgutachten kann den aktuellen Zustand der Wohnung und des Gemeinschaftseigentums mit einbeziehen. Es gibt zwar auch (kostenlose) Online-Tools, ob sich darauf jemand verlassen möchte, der nicht vom Fach ist?

    Ein Energieausweis dürfte bei einer Vermietung schon vorhanden sein, sonst wäre zu klären, welche rechtlichen Bedingungen noch bei einem Privatverkauf zu erfüllen sind.

    Da würde ich gern auch auf meinen Anteil der Provision für einen Makler verzichten.

    Nicht nur dort, auch beim Verkauf an (gute) Bekannte oder entfernte Verwandte kann man sich die Maklerkosten sparen. Aber auch da wollte ich von keiner Partei, dass sie sich über den Tisch gezogen fühlt. Daher würde ich eher das Geld für die Wertermittlung ausgeben wie mich später zu ärgern.

  • mit knapp 20 % Aufschlag verkauft.

    Plus/Minus Lage /Ausstattung lässt alles zu.

    Spendiere ich einer 50 Jahre alten Wohnung erst einmal eine Kernsanierung, für die ich ggf. 30-40% des aktuellen, unsanierten Verkaufspreises zahlen darf, kann sie bei der Lage aber u.U. für 50% mehr verkaufen wie unsaniert.

    Oder muss ich, wenn in dem Fall der Mieter nicht selber kauft, ggf. einen Abschlag wegen Vermietung hinnehmen, weil der Käufer seinen Eigenbedarf nicht zeitnah durchsetzen kann und sich sonst kein Käufer findet.

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