Steuerreform – Spitzenverdiener müssen ihren Beitrag leisten

  • Nur am Rande aber in dem Kontext:

    Die reichsten Länder Europas haben eine niedrige Eigentumsquote die ärmsten die höchste.

    Ob das in dieser Pauschalität und Vereinfachung ("arme vs reiche" Länder) als innerer Zusammenhang beim Thema Wohneigentumsquote zutrifft, scheint mir eher fraglich.

    Schon spontan fallen mir da nämlich diverse "reiche" Länder (in Europa) ein - mit auch relativ "reichen" Bürgern (Durchschnittsvermögen, Medianvermögen, erwirtschaftetes BIP pro Kopf) - wie Dänemark, Schweden, Luxembourg, Niederlande, Irland, Norwegen - und außerhalb Europas natürlich die USA -, die deutlich bis viel höhere Wohneigentumsquoten als Deutschland (um die 43 bis 47% - je nach Erhebung) aufweisen.

    Die USA beispielsweise mit einer Wohneigentumsquote deutlich > 60% (65 bis 66%), Irland beispielsweise eine um fast 70% und Norwegen eine um nahe 80% (allein der norwegische Staatsfonds dürfte inzwischen um die zwei Billionen € notieren und allein dieser verwaltet für jeden norwegischen Bürger (s)einen rein rechnerischen pro Kopf-Anteil von ca. 360.000 €).

    Zahlen aus der Erinnerung - Kundigere mögen das gerne korrigieren

    Das Ganze rund um die internationalen Wohneigentumsquoten ist nach meinen Erfahrungen viel eher ein komplexes Zusammenspiel aus kulturellen-traditionellen (angelsächsischer Raum "My Home is my Castle" beispielsweise), politischen (Förderung und steuerliche Aspekte beispielsweise), rechtlichen (Mietgesetzgebung beispielsweise), wirtschaftlichen (Erschwinglichkeit beispielsweise) und historischen (Beispiel: Deutschland; kriegsbedingte Zerstörungen, Phänomen DDR beispielsweise) Faktoren.

    Ich sehe nicht das eine hohe Wohneigentumsquote erstrebenswert ist.

    Um isoliert allein nur den finanziellen Aspekt zu betrachten (daneben gibt es bei dem Thema natürlich diverse weitere wie Gestaltungsmöglichkeiten der eigenen Bleibe, Unabhängigkeit von Mieterhöhungen, Sicherheit vor Eigenbedarfskündigungen beispielsweise):

    Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird rein rechnerisch ein Protagonist besser fahren, wenn dieser seine freien Mittel (Eigenkapital) und seine monatliche Sparrate über die Jahrzehnte hinweg ganz oder zumindest ganz überwiegend im/am Aktienmarkt investiert - anstatt sein Eigenheim oder seine Eigentumswohnung abzubezahlen. Seit etwa dem Jahr 2000 ist dies zudem weltweit breit gestreut und sehr kostengünstig via Aktien-ETFs möglich.

    Voraussetzung - im Sinne einer "conditio sine quo non" - ist aber zum einen, daß dabei über Jahrzehnte hinweg die gleiche Kontinuität und Disziplin an den Tag gelegt wird, wie bei der Bedienung einer Annuität samt dem darin enthaltenen Tilgungsanteil (Zwangsspareffekt) und zum anderen, daß die über eine so lange Zeit unvermeidlichen erheblichen Schwankungen der Börsen emotional ausgehalten werden (subjektive Risikobereitschaft sprich Risikotoleranz).

    Das mag (eventuell oder wahrscheinlich) für überzeugte "ETF-Sparbüchsen" und/oder Vielschreiber in einem solchen Special-Interest-Forum (für "private Finanzen") tatsächlich in praxi funktionieren. De facto dürften solche Special-Interest-Foren aber eher einem Biotop ähneln, welches nur eine geringe oder kaum Abbildung in der breiten Bevölkerung findet (sog. Otto Normalverbraucher bzw. Durchschnittsbürger).

    Der Blick beispielsweise auf die sehr geringe Aktienquote hierzulande (nur um die 20% oder noch weniger (?) - trotz eine sehr langjährigen Hausse an den Börsen; unterbrochen nur von kleineren "Schluckaufs") oder beispielsweise auf den Vermögens-Vergleich "Eigentümer vs Mieter" am Ende der Vermögensaubauphase (Alter 60) sprechen (leider) für diese Einschätzung.

  • Ein Minzeis bei diesem Wetter ist immer gut.
    Ich würde auf jeden Fall mal generell empfehlen, dieses ewige Einprügeln auf die Regierung sein zu lassen und denen in extrem schwierigen Zeiten überhaupt einmal die Zeit zu geben. zu arbeiten.

    Auf die Schweiz rollt übrigens in den nächsten Monaten eine sehr große Inflationswelle zu. Wir werden sehen, wie das alles in Europa sich bis Ende des Jahres zeigt.


  • Nochmal, es geht nicht darum, irgendwem die Steuern zu erhöhen, es geht darum die Kosten in den Griff zu bekommen: Ein immer größerer Beamtenstaat, der speziell im Bereich Pension üppig versorgt ist, eine ideologische Energiewende, die Hunderte von Mrd an Subventionen kostet. Eine Einwanderung von 100000den Menschen, die überproportional im Bürgergeld landen und die GKV zum platzen bringen, ein unüberschaubares Netzwerk von NGOs, die mit riesigen Summen zur „Demokratieförderung“ subventioniert werden, Mrd an EUR für fragwürdige Projekte im Ausland von öffentlichen Toiletten in Kenia (?) bis zu den berühmten Radwegen in Peru. Für jeden (ideologischen) Sch… ist Geld da…

    Einfach mal konsequent sparen, wie es jeder Mench / jede Familie im normalen Leben tun muss, wenn das Budget beschränkt ist.
    Der aktuelle Weg killt jedenfalls unsere Wirtschaftskraft und die ausufernde Verschuldung treibt gnadenlos die Inflation an. Nicht schön für manche, ist aber einfach so.

    Wieviel Mrd. siehst Du denn hier, die man konkret einsparen kann? Könntest Du da mal eine kurze Aufstellung machen?

  • Wenn ich hier so manchen lese, dann ist "Neoliberalismus" eine viel zu moderate Beschreibung.

    Was wird am Eigenheim eigentlich groß gefördert, hab nix bekommen. Aber klar die Eigentumsquote ist ja eh viel zu hoch und der Sparfuchs wohnt sowieso zur Miete.

    Ach Witwenrente braucht auch keiner, wenn es die nicht geben würde, müsste ich wohl meine Mutter alimentieren.

    Arbeitnehmer Sparzulage musst du als Verheiratete zusammen unter 80k sein, hm. Das ist bei zweimal Vollzeit schon dürftig. Aber du zahlst sicher Spitzensteuersatz.

    Haut einfach weg den scheiss, ihr wollt scheinbar in einem anderen Land leben.

    Großes Mißverständnis, zumindest aus meiner Sicht. Unser Sozialstaat hat durchaus seine Existenzberechtigung, nur ist er uns entglitten.

    Wir können gerne die absolute Ausgabenhöhe belassen, wenn sie wirklich zielgerichtet den Bedüftigen zugutekommt. Da fange ich gerne bei mir selbst an - ich halte es für ein Unding, daß Millionäre die Arbeitnehmersparzulage erhalten.

  • Auch die Wohnraumsitutation würde sich wohlmöglich vielerorts entspannen, wenn der Staat als stabiler Mietzahler von Bürgergeld/Grundsicherungsempfängern ausfallen würde. Da würden sicherlich neben Sozialverbänden auch Verbände wie Haus & Grund und andere aus der Immobilienwirtschaft etwas dagegen haben. Soll ja durchaus Vermieter geben, die sich mit diesem Geschäftsmodell einen lukrativen Zweig aufgebaut haben.

    Wer am lautesten schreit, hat aber nicht immer Recht...

    Die eigentliche Frage wäre aber wohl, wie die Gerichte eine solchen 'Umzugszwang' beurteilen würden.

    Es ist ja kein Zwang. Ich kann die Miete ja durchaus auch selbst zahlen. Es ist aber nicht Aufgabe der Allgemeinheit, die Wunschwohnung zu finanzieren.

    Bei Asylbewerbern ist es außerdem ja auch zumutbar, von daher dürfte es das auch für andere sein.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Und wer sich nicht kasernieren lassen will, macht dann Platte?

    Was auch immer Platte sein soll, wer nicht in eine Sammelunterkunft möchte, zahlt die Miete selbst. Gerüchten zufolge soll arbeiten dabei helfen.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Wir können gerne die absolute Ausgabenhöhe belassen, wenn sie wirklich zielgerichtet den Bedüftigen zugutekommt.

    Da geht es ja schon los. Wer ist den überhaupt 'bedürftig', bzw. wie wird das genau definiert?:/
    Wenn jemand partout nicht arbeiten will, kann er auch nicht dazu gezwungen werden, hat aber einen Anspruch darauf von der Solidargemeinschaft alimentiert zu werden.
    Ja, ich weiß, das mag nur auf sehr wenige Menschen wirklich zutreffen, aber es gibt diese Fälle.

    Ist halt ein schwieriges, emotionales Thema.
    Ich sage da nur Tankrabatt.:rolleyes: Alle regen sich über die hohen Spritpreise auf, aber gleichzeitig waren beim diesjährigen 'Anlassen 2026' auf dem Nürburgring rund 45.000 Motorradfahrer anwesend (Rokordbesuch!). Und hey, natürlich freut es mich, dass ich ab Mai für 2 Monate günstiger mit meinen Motorrädern fahren kann.
    Aber ich würde auch bei einem Spritpreis von 2,50€ oder 3€ weiter Motorrad fahren.

    Und wer sich nicht kasernieren lassen will, macht dann Platte?

    Wir sind ein freies Land. Niemand wird zu etwas gezwungen. Aber warum sollte es festgeschrieben sein, dass ein Mensch auf ewig ein Anrecht auf eine eigene Wohnung und monetäre Alimentierung durch die Solidargemeinschaft hat?
    Mein Vater ist 1955 aus der damaligen DDR geflüchtet und musste dann mehrere Jahre in Westdeutschland in einem Männerwohnheim leben. Und das obwohl er in Vollzeit gearbeitet hat. Schlichtweg weil es seinerzeit einfach nicht genug bezahlbare Wohnungen gab. Kommt einem ja irgendwie bekannt vor.:/ Nur mit der Unterschied, dass heute im Zweifel das Amt die Kosten übernimmt, wenn man gar nicht arbeitet bzw. zu wenig verdient.
    Geschadet hat es meinem Vater lt. seiner Aussage zumindest nicht. Warum sollte so etwas 2026 nicht auch gehen?

  • Also wars nur substanzloses BlaBla von Dir.

    War so klar, dass das von Dir kommt. Schreibe ich hier konkrete Zahlen hin - die ich natürlich nicht genau bestimmen kann - werden sie mir auch um die Ohren gehauen.

    Ich habe ja einiges genannt.

    Die Migration kostet uns 50Mrd. pa, da sind aber nicht alle Effekte drin (zum Beispiel Belastung der GKV)

    Die Energiewende kostet uns 3Bn EUR bis 2045, das sind natürlich nicht alles Steuergelder, aber wir geben zum Beispiel 20Mrd für direkte Subventionen der Erneuerbaren pro Jahr aus, der Netzausbau schlägt mit >500Mrd bis 2045 zu Buche

    66Mrd Beamtenpensionen, würde hier auf ein der GRV entsprechendes prozentuales Niveau abgesenkt, liessen sich langfristig sicher 20Mrd sparen, eine Reduzierung der Anzahl an Beamten würde auch noch die laufende Besoldung reduzieren

    Der Ukraine-Krieg hat uns 100Mrd bisher gekostet.

    35 Mrd Entwicklungshilfe ins Ausland

    7,3 Mrd Geld an NGOs auf EU Ebene

    zwischen 15 und 20Mrd. Netto Zahlung (Zahlungen abzgl. Investionen der EU in D)

    und so weiter und so fort. Alles schnell via KI abgefragt.

    Ich sage nicht, das soll alles gestrichen werden, aber ich vermisse wirklich, dass die Dinge auf den Prüfstand kommen.

  • Aber bitte vorher mal genauer nachrechnen. Es wird in relativ seltenen Fällen so sein, dass die Kommunen Unterkünfte im Eigentum leerstehend haben. Da sind auch viele Hotel- oder andere Anmietungen dabei.

    https://www.morgenpost.de/berlin/article…milliarden.html

    Bei uns im Kreis hat der Landkreis tatsächlich sehr viel gekauft, weil die Resonanz der Hotels und Vermieter gering war. Das mag anderswo möglicherweise anders sein.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • War so klar, dass das von Dir kommt. Schreibe ich hier konkrete Zahlen hin - die ich natürlich nicht genau bestimmen kann - werden sie mir auch um die Ohren gehauen.

    Dieser Bullshit den Du schreibst, kommt auch regelmäßig aus der AFD Ecke. Hinterfragt man die Zahlen mal genauer, merkt man relativ schnell, dass das nur heisse Luft ist. Daher nenn vernünftige Zahlen, wo Du wieviel Einsparen würdest, oder hör auf alle anderen als dumm hinzustellen, die nur ideologisch sind, um die Welt klar zu sehen.

    Und es ist ja nicht nur die AFD Ecke. Leider auch die CDU, die den gleichen Murks verbreitet.... Also zumindest bis ziemlich genau 2 Wochen nach der Wahl.

  • Ich würde die sich leerenden Asylbewerberunterkünfte sinnvoll nutzen, ja.

    Langjährige „Stützys“ aus München, die keine Aufstockerfälle sind, können in die günstige Oberpfalz. Da werden durch den Abzug von US-Truppen viele Wohnungen frei.

    Motto: „Wer sich nicht bewegt, wird bewegt“.

    Ukrainische Staatsangehörige, die keine Aufstockerfälle sind, sollten in Massenquartieren wohnen.
    Das ist nicht schlimm sondern nur konsequent.

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