Menschen, die niemals eine Altersvorsorge betrieben haben

  • Aus dem Seelenleben eines Pensionsberechtigten.... :)

    Auf fremdem A... ist gut durch Feuer reiten!

    Wie gesagt: Ich werde diesen Account demnächst löschen und einen neuen erstellen. Dann beschäftigt man sich vielleicht mal mit dem Inhalt und nicht ad hominem.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Wie gesagt: Ich werde diesen Account demnächst löschen und einen neuen erstellen. Dann beschäftigt man sich vielleicht mal mit dem Inhalt und nicht ad hominem.

    Ich denke wenn man etwas extremere Ansichten hat, so wie wir, ist der Name der dran steht egal. Das fällt nach 3 Beiträgen auf wer da einen neuen Namen hat. But go for it.;)

  • Wie gesagt: Ich werde diesen Account demnächst löschen und einen neuen erstellen. Dann beschäftigt man sich vielleicht mal mit dem Inhalt und nicht ad hominem.

    Wenn man jeden Tag 1000 Geisterfahrer sieht nutzt es auch nix dann das Auto zu wechseln, vielleicht mal darüber nachdenken das man selbst der Geisterfahrer ist.

  • Naja, bei Licht betrachtet ist Mitforist JackDawson in diesem Thread quasi Experte. Schließlich musste er niemals Altersvorsorge betreiben.

    Ich hoffe für die meisten Onkologen, dass sie auch ohne Krebserkrankung gut behandeln. Genauso für männliche Frauenärzte.

    Außerdem lebe ich nicht im luftleeren Raum, sondern habe eine Familie, die leider auf die gesetzliche Almosenkasse angewiesen ist.

    Ansonsten weiß ich jetzt wieder, warum Gestalten wie bluenote einen blauen Balken haben.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Noch gibt es Gruppen in Deutschland die sich wenig Gedanken um ihre Altersvorsorge machen mussten. Die Betonung liegt auf noch, weil sich die Umstände auch für diese Gruppen ändern können.

    Neben Beamten mit einem höherem Pensionsanspruch im Vergleich zu Rentnern ähnlichen Einkommens sind das viele Beschäftigte großer Konzerne, die eine langjährige Betriebszugehörigkeit haben. Letztere verfügen sehr oft über gute Betriebsrenten, wovon andere nicht träumen können und das ganze kombiniert mit einer langjährigen Erwerbsbiografie von meist überdurchschnittlichen Verdiensten.

    Nicht, dass die jetzt rosigen Ruhestandszeiten entgegensehen würden, aber es wird doch reichen für einen Standard, der nicht dramatisch weit weg ist vom bisherigen Lebensstandard. Jüngeren Beamten würde ich dennoch zu einer Altersvorsorge raten auch wenn sie nicht so hoch sein muss wie bei einem vergleichbaren Rentner.

    Eine echte Problemgruppe sind diejenigen, die trotz Vollzeitjob nur knapp über die Runden kommen und wenig Möglichkeiten haben, etwas zur Seite zu legen. Wenn dann noch eine längere Arbeitslosigkeit oder Krankheit hinzu kommt, schmelzen die wenigen Rücklagen bis aufs Schonvermögen ab und damit ist die Altersvorsorge dahin. Gerade für diese Gruppe ist die Absenkung des Rentenniveaus besonders fatal. Im Gegensatz zu privater Altersvorsorge waren Rentenansprüche sicher.

    Tomarcy hatte vermutlich mehr die Anleger im Blick, die sich eigentlich eine Altersvorsorge leisten können sollten (bei Verzicht auf den 3. Urlaub beispielsweise) es aber aus verschiedenen Gründen nicht tun. Das erinnert an so Experimente, bei denen man Kindern einen Teller mit Süßigkeiten hinstellt und ihnen in Aussicht stellt, dass sie das Doppelte bekommen, wenn sie nichts davon essen in einem bestimmten Zeitraum. Die Erfolgsquote solcher Experimente ist übrigens sehr dürftig, weil Menschen den Konsum ungern hinauszögern. Stichworte sind Belohnungsaufschub und Impulskontrolle. Wenn man dann noch Meister im Verdrängen ist, nimmt das Desaster seinen Lauf. Wenn keine Erbschaft ansteht, drohen im Alter erhebliche Einschnitte.

  • Zwangsvorsorge ist bei vielen aber nicht die schlechsteste Option, sonst würde es noch düsterer aussehen. Dem Zwang der GRV kannst du ja mit Selbstständigkeit entgehen oder wie viele mit Teilzeit deutlich reduzieren, nur am Ende wird sich wieder gedanken darüber gemacht wie diese Leute finaziert werden sollen.

  • Und du meinst wenn es keine Verpflichtung zur Altersvorsorge gäbe, gäbe es keine Altersarmut, bitte erklär mir das mal genauer.

    Nein, meine ich nicht.

    Ich meine, wenn ich die Möglichkeit hätte, mich von der GRV befreien zu lassen, wenn ich nachweise, dass ich das Geld anderweitig anlege, gäbe es weniger Altersarmut.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Es entspricht der menschlichen Natur, eigene Erfolge eher den eigenen Fertigkeiten und Fähigkeiten zuzuschreiben als den Umständen. Bei Misserfolgen wird das regelmäßig gedreht. Sobald es um Dritte geht, wird deren Erfolg eher den Umständen zugeschrieben, Misserfolg dem Mangel an Befähigung.

    Wie stark diese Tendenzen ausgeprägt sind, variiert natürlich. Aber Empathielosigkeit und Selbstüberschätzung lassen sich damit oftmals ganz gut erklären. In der Folge werden gesellschaftliche Verpflichtungen im Allgemeinen und kollektive Sicherungssystem im Speziellen als Belastung empfunden, weil man es ja gar nicht für möglich hält selbst davon profitieren zu können.

  • Der Blick in die Überschrift erleichtert die Sinnfindung.

    Oder werden wir gerade Zeugen der Gründung einer Selbsthilfegruppe? :saint:

    Also auch wenn ich von JackDawson den Kommentar über fiktives Vermögen in der Grundsicherung rechtlich schon sehr bedenklich finde (Sarkasmus an: könnte ja auch in der GKV davon ausgehen, dass alle fiktiv nicht Raucher sind, keinen Alkohol trinken und sich gesund ernähren ... und einfach die Krebsbehandlungen einstellen, das würde vielleicht auf mittlere Sicht die Rentenkassen entlasten Sarkasmus aus) .... Bin ich bei der Beamtenselbsthilfegruppe dabei :thumbup:... vertrete aber eigentlich insgeheim die Abschaffung oder zumindest die Reformierung des Berufsbeamtentums :saint:

    Bin seit über 23 Jahren im sozialen Bereich unterwegs (Sozialamt, Jobcenter, ...) und sehe natürlich überwiegend den Bürger bei dem irgendetwas schief gelaufen ist und dadurch kein Altersvorsorgevermögen aufbauen konnte. Jahrelang war es so, dass der Bürger mit Riesterrente, der sich das aus dem Niedriglohn abgespart hat (durch Anrechnung der Rente als Einkommen) genausoviel hatte, wie der noch nie mit Arbeit in Berührung gekommene Bürger. Das wurde erst in den letzten Jahren etwas gerechter ... Ich denke da haben wir noch viele gesamtgesellschaftliche Probleme zu lösen und die Reichen und Mächtigen sind meiner Meinung nach an der Problemlösung meist nur vordergründig interessiert.

    Ich kenne aus der Sozialberatung aus vielen Jahren wirklich viele Menschen, die niemals irgendeine Altersvorsorge betrieben haben beziehungsweise auch in der Gegenwart keinerlei Altersvorsorge betreiben.
    Ich habe oftmals den Eindruck, dass dies sogar für ein überwiegenden Großteil der „Normalos“ gilt.

    Ich kenne auch "Normalos" die einfach nichts auf die Seite kriegen, trotz mies bezahltem Vollzeitjob. Bei einem Kumpel, ist es eine Mischung aus "in die falsche Familie geboren (arm und kein guter Geldumgang gelernt)", falscher Jobwahl (arbeitet nicht in seinem erlernten Beruf) bei einer Firma die nicht sonderlich gut zahlt und keine rosigen Zukunftsaussichten hat (aber er ist zu feige oder zu gemütlich, einen Jobwechsel zu vollführen). Klar kann man da auch sagen, ist der Kumpel doch selbst schuld, aber hätte man in der Schule anstatt Gedichte in anderen Sprachen zu erörtern auch mal etwas über Aktien, Altersvorsorge und das Rentensystem gehört (wäre ja toll fächerübergreifend - Mathe und Gemeinschafskunde) ... hätte man evtl. etwas gegensteuern können. Denn der Kumpel mach zudem noch den Fehler, dass was er zur Seite bekommt, legt er in "gute" DEKA-Fonds an .... da ist er aber nun wirklich selbst schuld.

    So am Schluss weiß ich auch nicht mehr auf was ich raus wollte. Deshalb ein Fazit meines Opas ... lieber reich und gesund, als arm und krank.

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