Fond oder ETF

  • Kater.Ka 19. Mai 2026 um 15:10

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Hallo Simlut , willkommen im Forum. Um deine Frage seriös beantworten zu können bedarf es ein wenig mehr an Information. Um welchen Fonds handelt es sich, seit wann hast du diesen bzw. wann wurden die Anteile gekauft, wie ist die Wertentwicklung bzw. der Gewinnanteil, etc.?

  • Hallo, ich gehe in 4 Jahren in Rente. Sollte ich meinen Fond lieber in ETF umwandeln?

    Ein Fond ist eine Saucengrundlage.
    Falls Du einen Fonds meinen solltest, wäre es evtl. sinnvoll wenn Du erstmal ein paar Informationen zu Deinem Fonds mitteilst.

    Welcher Fonds (ISIN)?
    Wann gekauft?
    Wie hoch sind die Gewinne?
    Wann benötigst Du das Geld oder einen Teil davon aus dem Fonds?

    Es gibt durchaus wenige Fonds die ähnlich gut gelaufen sind wie vergleichbare ETF. Und wenn dann gute Gewinne vorhanden sind ist ein Verkauf nicht unbedingt von Nutzen.

  • Die teuren Gebühren der Fonds sparst du. Kapitalertragsteuer auf die Gewinne musst du aber einplanen. Ansonsten wäre ich auch für ein Umsteigen auf "Einen Einzigen" ETF.

    Ich würde die vierteljährlich ausschüttende Variante des "All World ETF" von Vanguard oder Invesco nehmen. Ich selbst mach das aktuell selbst so.

  • Besserwisser-Ergänzung: Ein ETF ist auch ein Fonds.

  • Hallo, also meine Saucengrundlage ist der DWS Vermögensbildungs Fonds

    ISIN DE0008476524 WKN 847652

    Er hat laufende Kosten von 1,45% p.a.

    Hier mal der Vergleich Deines Fonds mit einem All World-ETF (FTSE All World) und einem Industrieländer-ETF (MSCI World).
    Nimmt sich langfristig weniger als man denken mag.
    https://www.fondsweb.com/de/vergleichen…25,IE00B4L5Y983

    Nun ist entscheidend wie lange Du schon in den Fonds investiert bist und wie lange Du zukünftig überhaupt noch investiert sein willst.
    Bei einem Verkauf des Fonds wird auf den Gewinn Kapitalertragssteuer fällig (ca. 20% auf den Gewinn!). Wenn man dann nur noch 4 Jahre anlegen will, macht es i.d.R. keinen Sinn in einen der o.g. ETF zu wechseln. Wenn Du noch 20 Jahre investiert bleiben willst, könnte es hingegen schon Sinn machen.
    Da muss man halt mit spitzen Bleistift rechnen.

    BTW: 4 Jahre vor der Rente sollte man ohnehin mal prüfen ob der Risikoanteil im eigenen Vermögen noch passt. Dein Fonds ist ein Aktien-Fonds, wie auch die obigen ETF. Bei einem Börsencrash ist da von einem zeitweisen Kursverlust von 50% auszugehen.
    Hier mal der Chart Deines Fonds von Mitte 2000 bis Mitte 2003:

    Das waren dann insgesamt -54% Kursverlust in 3 Jahren. Kann man evtl. nicht brauchen wenn man in die Rente startet. :/

  • Er will aber doch nicht nur für vier Jahre anlegen. Vermutlich hat das Depot bestand für 25 Jahre. In dieser Zeit ist natürlich auch Entnahme abseits der Dividende.

    Wo hat er das geschrieben? Ich sehe nur, dass er in 4 Jahren in Rente gehen will. :rolleyes:
    Und woher weißt Du, dass er den Fonds bereits 25 Jahre besitzt?
    Vermutungen sind in Finanzfragen i.d.R. wenig hilfreich.

  • Wo hat er das geschrieben? Ich sehe nur, dass er in 4 Jahren in Rente gehen will. :rolleyes:
    Und woher weißt Du, dass er den Fonds bereits 25 Jahre besitzt?

    So ist es. Er hat bisher nur Informationen in homöopathischen Dosen preisgegeben. Und daher kann er - zumindest von mir - nicht mit weiteren Antworten rechnen. Warum sollen wir uns basierend auf Annahmen und Vermutungen die Finger wund schreiben? Niemand muss hier seinen gesamten Lebenslauf veröffentlichen. Aber ein paar wesentliche Basisinfos sollten es schon sein.

  • „Staun!“ Wenn man ein Depot mit Rabatt auf den Ausgabeaufschlag hat, kann man den glatt behalten.

    Klar. Nicht alle aktiven Fonds sind per se schlecht. Es ist halt die Erwartungshaltung.
    Die Kosten des Fonds muss ich 100%ig sicher zahlen. Wie es mit der Rendite aussieht weiß ich hingegen immer erst in der Rückschau.
    Und da sieht es eben so aus, dass nahezu 90% aller aktiven Aktien-Fonds nach allen Kosten schlechter rentieren als ein marktbreiter Aktien-ETF.
    Hier ist der Fonds ja seit 2012 auch schlechter gelaufen als ein FTSE All World oder ein MSCI World. Aber eben nicht total daneben.
    Und ob der Ausgabeaufschlag gezahlt wurde weiß ja nur der Threadersteller.

    PS: Ich hätte kein Problem damit in einen aktiven Fonds zu investieren der 2% p.a. kostet, wenn mir im Gegenzug nach Kosten eine Rendite von 0,2% oder 0,3% mehr pro Jahr gegenüber einem MSCI World Index auf Eurobasis garantiert würde.
    Macht halt nur kein Fondsanbieter.;) Also nehme ich den ETF und bekomme die Rendite des Index abzüglich minimaler Kosten.

  • Hallo, danke für die Hinweise.

    Ich mache hier nichts absichtlich, frag mich was an Informationen benötigt werden. Ich habe diesen Fonds schon seit 14 Jahren. Ich bin kein Finanzexperte.

    Ich habe auch einige ETF, der Fonds läuft gerade sehr gut aber ja, das Risikoprofil liegt bei 4 von 5.

    Ich werde die nächsten 4 Jahre sicherlich noch sparen aber dann wahrscheinlich nicht mehr.

    Die Frage ist ob ich nicht lieber auf eine risikoärmere Variante wechseln sollte. Und auch im ETF Bereich gibt es da bestimmt etwas sichere Varianten. Oder ob ich lieber gleich aus Sicherheitsgründen auf etwas ganz anderes ausweichen sollte , Festzins?

    Ich habe in den letzten Jahren hier nicht mehr in diesen Fonds investiert und es hat sich hier aktuell ein guter Ertrag ergeben.

    Was wäre eure Empfehlung. Solltet ihr noch weitere Informationen brauchen teile ich diese natürlich.

    Danke für die bisherigen Antworten. Das hilft ja auch schon ein bisschen.

    Ist ja eh auch immer ein bisschen Glaskugel dabei.

  • Danke, damit kann man arbeiten :saint:

    Der Fonds an sich ist gut. Es ist zwar ein aktiver Fonds, von denen tendenziell aufgrund hoher Kosten abgeraten wird. Aber dieser spezifische ist ganz ok.

    Aus meiner Sicht ist die Frage weniger ob dieser Fonds gut oder schlecht ist, oder ob ggf. ein Wechsel zu einem ETF besser wäre. Sondern vielmehr die Frage, wie du dich für die anstehende Entnahmephase aufstellen solltest. Da gibt es unterschiedliche Strategien, grundsätzlich sollte man in genau der Phase in der du dich jetzt gerade befindest etwas konservativer aufstellen um dem sog. Renditereihenfolgenrisiko zu entgehen. Insbesondere um zu verhindern, dass dich ein Börsencrash kurz vor oder zu Beginn der Entahmephase trifft, denn dann ist dieser besonders schmerzhaft für das Portfolio. Du tust also gut daran, den risikobehafteten Teil etwas zu reduzieren. Aber auch nicht auf null. Denkbar wäre bspw. eine Aktienquote von 50-70%. Das kommt aber auch darauf an welche weiteren Einnahmequellen du im Ruhestand hast und welcher Entnahmebedarf aus dem Portfolio sich daraus ergibt.

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