Frage zum Gehalt

  • Um noch auf die Frage einzugehen: der Chef hat nie explizit verlangt Überstunden zu machen, aber eben auch gar nicht gesehen dass diese nötig waren um überhaupt noch hinterher zu kommen. Wie gesagt, für ihn ist ja alles immer irgendwie gelaufen.

    Finde den Fehler.

    Und selbst wenn du es deinem Chef kommunizierst, dich aber trotzdem abrackerst das alles läuft… selbst dann würde jeder normale Chef sagen, super passt doch alles, geht doch.


    Stress hat man nicht, den macht man sich selbst!

    Man hat nur Aufgaben, wie man damit umgeht hat man selbst in der Hand.

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  • Ich habe früher auch oft ungefragt Überstunden gemacht, es wurde gern gesehen ob Arbeit da war oder nicht. Später hat man aus Kostengründen draufgeschaut das keine Überstunden mehr gemacht werden und am Ende ging es auch und die Arbeit wurde trotzdem erledigt... 😉

  • Mir würde schon meine nächste Hierarchie was erzählen, wenn ich um Priorisierung meiner Arbeit Anfrage…

    Kann sein, dass ich bisher außerordentlich gute Teamleiter hatte. Aber diese haben ihre Aufgabe immer so verstanden gehabt, dass sie ihre Mitarbeiter vor Überlastung schützen und Anfragen von Projekten oder sonstigen Vorhaben zurückweisen, wenn sie sehen, dass die Auslastung für den angefragten Zeitraum deutlich über 100% liegen würde.

    Wenn man so viel Arbeit aufgehalst bekommt, dass man auch mit Priorisierung dieser nicht mehr Herr werden kann, oder sich alle als Prio 1 verstehen, dann kann ich das gar nicht selber regeln.

  • Also erstmal:

    Nur weil du 150% leistet, kann dein Chef dir nicht mehr bezahlen. Würde ich auch nicht.

    Warum? Weil er nicht wissen kann, ob du nächstes Jahr auch noch so viel leitest. Und dann wird er dich nicht los. Statt Gehaltsplus würde ich mich nur auf einen Bonus einlassen.

    Was deine Zufriedenheit angeht:

    Ich denke nicht, dass das besser wird. Der Drops ist gelutscht. Zufriedenheit kann man nicht mit Geld bezahlen, entsprechend wird auch dein Chef da nicht rauskommen.

    Dein Gehalt:

    Schwierig. Zum einen muss man wissen, was du genau machst, was dich qualifiziert, wo du arbeitest, wie die Gehaltsstruktur in deinem Unternehmen ist und und und.

    Aber es klingt erstmal, ehrlich gesagt, völlig ok. Mit 48.000€ Jahresbrutto bist du ~ beim Median. Dein Job klingt für mich jetzt auch nicht so, als bräuchte man eine besondere Qualifikation. Die Schnittstelle zwischen Abrechnung und Projektleiterin ... ist bei uns gar nicht vorhanden. Aber ich kann dich da natürlich missverstehen, entsprechend müsstest du dann erstmal genauer erklären, wie die Jobbeschreibung aussieht.

    Im Job unglücklich zu sein bringt natürlich nichts. Du beschreibst allerdings auch echte Vorzüge (Standortnähe, HO-Möglichkeit).

    Ich würde mir an deiner Stelle erstmal sicher sein, was du wirklich willst und was die Alternativen sind. Bist du bereit, für mehr Geld zu wechseln? Die Frage ist essentiell.

    Letzter Absatz:

    Mehr Geld fördern ist immer schwierig und bei meinen Bekannten und mir selbst hat das eigentlich immer nur durch Nachdruck geklappt. Sprich: Androhung vom Wechsel. Leider funktioniert es heute nicht mehr, die Leistung in den Vordergrund zu stellen.

  • Also 48k ist 6k unter dem Median von 54k. Das sind schon knapp 2 Monatsgehälter weniger als der Median. Das ist kein mises, aber auch kein besonder tolles Gehalt.

    Ich gebe dir aber Recht das man Arbeit, Qualifikation und eigene Einschätzung von außen durch Posts nicht bewerten kann.

  • Also 48k ist 6k unter dem Median von 54k. Das sind schon knapp 2 Monatsgehälter weniger als der Median. Das ist kein mises, aber auch kein besonder tolles Gehalt.

    Ich gebe dir aber Recht das man Arbeit, Qualifikation und eigene Einschätzung von außen durch Posts nicht bewerten kann.

    Es sind ja jetzt 51.600. Gefordert hatte ich median 54.000.

    Und genau das mit dem Beurteilen ist auch das Problem. Jemand der nicht 1 Woche hinter mir sitzt und live erlebt wie stressig und umfangreich das ist, wird es von außen schlicht nicht beurteilen können - auch nicht der Vorgesetzte. Daher kann man das auch nicht in 2 Sätzen beschreiben. Studieren muss man dafür sicher nicht, aber das hauseigene komplexe System zu beherrschen in Kombination mit dem riesen Umfang ist eine Sache für sich und hat mit klassischer Auftragsabwicklung nichts mehr zu tun. Es ist mitnichten irgendein simpler Bürojob den sich mancher vielleicht drunter vorstellt.

    Jedenfalls finde ich die Art wie das jetzt gelaufen ist unpersönlich und auch nicht professionell. Dass es genau die 10 oder besser 11% nicht werden war klar. Aber man stellt dem AN im Personalgespräch eine überproportional gute Lösung (im Vergleich zu anderen) in Aussicht und der AN bekommt dann während seines Urlaubs einfach ein fertiges Schreiben zugeschickt indem die Erhöhung quasi fixiert ist. Kein persönliches Gespräch mehr. Einfach einseitig beschlossen.

    Indirekt suggeriert das auch er kann / will nicht mehr geben und möchte auch keine nachträglichen Diskussionen mehr haben. Ich habe für mich beschlossen da nicht mehr nachzubohren, weil da ganz sicher nichts anderes rauskommt und man sich möglicherweise noch unbequem macht. Bedanken werde ich mich aber auch nicht.

    Ich habe darüber auch mit 2 Kollegen gesprochen denen es ähnlich ergeht. Und wenn ich das so resümiere wird es auch nichts bringen zu drohen dass ich gehe oder nun unterschwellig ein qualifiziertes Zeugnis anzufordern. Er wird dann eher in die Richtung "Reisende soll man nicht aufhalten" tendieren.

    So nimmt man bislang engagierten Mitarbeitern eben auch die Motivation.

    Leider spielt der Faktor Firmennähe und Homeoffice eine große Rolle, denn wenn ich nur woanders das Geforderte bekommen würde und dafür jeden Tag Lebenszeit im Stau opfere, wäre es aus finanzieller Sicht schon wieder verpufft. Aber die Unzufriedenheit ist natürlich weiterhin da.

  • Jedenfalls finde ich die Art wie das jetzt gelaufen ist unpersönlich und auch nicht professionell. Dass es genau die 10 oder besser 11% nicht werden war klar. Aber man stellt dem AN im Personalgespräch eine überproportional gute Lösung (im Vergleich zu anderen) in Aussicht und der AN bekommt dann während seines Urlaubs einfach ein fertiges Schreiben zugeschickt indem die Erhöhung quasi fixiert ist. Kein persönliches Gespräch mehr. Einfach einseitig beschlossen.

    Ja wie lang soll denn da diskutiert werden? Wenn du damit nicht einverstanden bist oder die vorherige 'Absprache' (kein Protokoll vorhanden?) im Ergebnis nicht wiederfindest, solltest du den Mut aufbringen nachzuhaken. Dann vor der Unbeliebtheit Angst zu haben, ist inkonsequent. Wenn du sachlich argumentierst und Rückgrat zeigst, wirst du in deinen Anliegen eher respektiert als mit vielen Worten eine Wohlfühloase erzeugen zu wollen. Ist die Arbeit nicht weiter so akzeptabel, dann kümmere dich um Alternativen. Wenn dazu ein qualifiziertes Arbeitszeugnis gehört, dann bittest du darum ohne den Hintergedanken des Winkens mit dem Zaunspfahl. Was Andere daraus machen, muss dich nicht interessieren.

    Ist zwar nur anekdotisch, aber meine Lösung dem Burnout aus dem Weg zu gehen war, auf 80%, 4 Tage/Woche zu reduzieren und mir einen Gewerbeschein zu besorgen (IT-Bereich). Den Kontrollzwang des Chefs habe ich mit Überinformation gekontert, bis das 'Vertrauen' so weit war, dass ich meine Dinge so machen konnte, wie es mir entsprach. Ja, auch mit der einen oder anderen unbezahlten Überstunde, aber die Randbedingungen passten.

    Meine Stichworte für dich wären Rückgrat haben, konsequent reden und handeln und nicht vom Extrem eines überbordenden Aktionismus in "Dienst nach Vorschrift" verfallen. Dabei könnte dir professionelle psychologische Beratung helfen.

  • Meine Stichworte für dich wären Rückgrat haben, konsequent reden und handeln und nicht vom Extrem eines überbordenden Aktionismus in "Dienst nach Vorschrift" verfallen. Dabei könnte dir professionelle psychologische Beratung helfen.

    Unabhängig von der von außen schwierigen Beurteilung der Leistung:

    es gibt ja auch Menschen welche die nun erlangten 6,2 % Plus noch als gut werten, da im Branchenschnitt wohl so um die 3% üblich sind. Wahrscheinlich empfindet hier jeder den Begriff "überproportional" anders, genauso wie man sich manchmal wundern muss was andere in vergleichbaren Positionen verdienen.

    Auch die Vorgehensweise ohne Rücksprache einfach das fertige Schreiben hinzulegen empfinden manche gar nicht als unprofessionell, sondern üblich....

    Mit je mehr Menschen ich darüber spreche, desto unterschiedlichere Meinungen bekomme ich. Die einen sagen man wird unbequem, da hier unmissverständlich signalisiert wurde das gibt es und nicht mehr, andere meinen man soll auf den Putz hauen etc..

    Letztlich ist es dann wohl die Arbeitssitauion, über kurz oder lang kann ich arbeiten so schnell ich will, es ist mit dieser personellen besetzung nicht mehr zu schaffen. Und der eigenen Gesundheit zuliebe muss ich zurückschalten und in dieser Hinsicht etwas ändern, den Trotz mal außen vorgelassen.

  • Mit je mehr Menschen ich darüber spreche, desto unterschiedlichere Meinungen bekomme ich.

    Deshalb wäre es hilfreich, dass du das tust, was dir entspricht. Irgendwelche Prozentrechnungen und Vergleiche mit Anderen haben mich nie interessiert. Wenn es sich für einen gut anfühlt, ist es okay.

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