Steuerreform 2027

  • Diese Ergebnisse des Koalitionsausschusses findet man inzwischen auch in einem 12-seitigen Ergebnispapier: https://www.bundesregierung.de/resource/blob/…schuss-data.pdf

    Zum Thema Steuern heißt es darin im Wortlaut:

  • Videokurs – Finanztip Academy
    Steuern sparen bei der Geldanlage
    Recht & Steuern 10 Kapitel

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  • Ich finde die Befristung der Arbeitsplätze, die jetzt kommen soll, problematisch. 6x48 Monate macht 24 Jahre, die viele Arbeitgeber jetzt nutzen werden. Das bedeutet für Menschen unter Umständen, dass sie ihr halbes Berufsleben in unsicheren Beschäftigungverhältnissen verbringen werden, und dass es sehr schwierig wird sich etwas aufzubauen. Welche Bank gibt einen höheren Kredit (z.B. zur Finanzierung einer Eigentumswohnung oder eines Hauses), wenn nur ein befristeter Arbeitsvertrag vorliegt?!

  • Richtig. Und diese Ärzte werden möglicherweise besonders Zulauf haben.

    Ich würde in diesem Punkt der Regierung ja durchaus noch so halbwegs zustimmen, wenn denn die elektronische AU wenigstens störungsfrei und umfassend (Privatversicherte...) funktionieren würde. Aber digital+deutsch..., das tut sie natürlich weiterhin und wohl absehbar noch länger nicht. Und damit resultiert aus dieser kleinen Änderung keine "Mehrarbeit", die unsere Wirtschaft ankurbelt, sondern nur Mehraufwand an einigen Stellen, an denen man eigentlich Entlastung anvisiert hat.

    Alle Statistiken und Untersuchungen belegten zweifelsfrei, dass die telefonische Krankschreibung nicht zu mehr Krankschreibungen insgesamt geführt habe. Es handele sich nur um einen statistischen Effekt, weil durch die elektronische Erfassung mehr Krankschreibungen in der Statistik auftauchten, so der Verbandschef.

    Die Krankschreibungspflicht ab Tag eins werde dazu führen, dass Millionen zusätzliche Menschen in die Arztpraxen kommen müssten, nur um sich eine Krankschreibung abzuholen – „ohne dass das medizinisch irgendeinen Sinn ergibt“. Blumenthal-Beier: „Die Folgen werden längere Wartezeiten für die Patientinnen und Patienten sein, die wirklich unsere medizinische Hilfe brauchen.“

    https://www.focus.de/gesundheit/new…65aeaa5f8f.html

  • Noch so ein Fragezeichen des motzenden Stuhlkreises:

    Zitat von Bundesregierung

    Wir werden die [...Altersicherungskommissions-] Empfehlungen in einem Gesetzespaket umsetzen.
    Dieses wird bis Ende 2026 im Deutschen Bundestag verabschiedet.

    ...

    Der Pauschalsteuersatz bei den sogenannten Mini-Jobs wird von zwei auf fünf Prozent angehoben.

    Zitat von Alterssicherungskommission, Hervorhebung durch mich

    Empfehlung 26
    Die Kommission empfiehlt, geringfügige Beschäftigungsverhältnisse (Minijobs) ohne Opt-out-Möglichkeit in die GRV einzubeziehen und ihren steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Sonderstatus abzuschaffen

  • Das Finanztip-Forum als motzender Stuhlkreis. Glückwunsch.

    Die "Lösung" in Deinem Sinne könnte das Gedicht "Die Lösung" aufzeigen - wenn "motzende" Bürger sich das Vertrauen der Regierung verscherzt haben ... :

    "Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes ?"

  • Persönliches Highlight: Eine staatliche Wohnungsbaugesellschaft soll kommen. Dem Bund ist wohl entgangen, dass man sowas in der Art schon hat und wieder einmal beweist, dass er es nicht kann.

    Die Problematik des signifikanten Wohnraummangels hierzulande - jedenfalls in Ballungsgebieten, Großstädten sowie Schwarmstädten - wird ohnehin bald gelöst sein.

    Aus dem Oktober 2024:

    Wie heute aus Brüssel zu hören ist, soll der Däne Dan Jorgensen (Sozialdemokrat und studierter Politikwissenschaftler ...) der besagte EU-Wohnungs-Kommissar werden.

    Mieter und erst recht Wohnungssuchende können endlich und europaweit (bzw. EU-weit) aufatmen ...

    Man kümmert sich seit Herbst 2024 nämlich von höchster Stelle darum ...

    Was soll da noch schiefgehen ... ? :)

  • Aber ist trotzdem Käse. Angenommen man hat Magen-Darm, das ist meistens nach einem Tag durch, eventuell noch ein zweiter zur Erholung. Da sitzt man dann kotzend im Wartezimmer...

    Der Plan kann auch nach hinten losgehen. Was bisher nach 2 Tagen einigermaßen OK war, kann jetzt auch leicht eine ganze Woche Krankschreibung werden. Ich tippe darauf, dass das so nicht kommt

    Das ist geradezu absurd.

    Wer z.B. am Donnerstag mit Erkältung flachliegt, legt sich Stand heute zwei Tage mit Tee ins Bett und ist Montag wieder fit, wenn nicht geht es Montag zum Arzt

    Mit Attestpflicht ab dem ersten Tag geht man am Donnerstag zum Arzt und verbringt dort mindestens den halben Vormittag (im Bett auskurieren ist also nicht). Ich gehe ganz stark davon aus, in aller Regel werden Ärzte die Leute dann schlicht für eine Woche krankschreiben. Denn auch ein Arzt hat keine Lust darauf, dass die Leute am Montagmorgen alle wieder auf der Matte stehen.

    Ich glaube, das kostet am Ende mehr als es bringt (sowohl die Arbeitgeber durch höhere Ausfallzeiten, als auch die Ärzte durch mehr Arztbesuche, als auch letztlich die gesetzlich Versicherten durch höhere Krankenkassenbeiträge).

    Natürlich gibt es vereinzelt Leute, die das aktuelle System ausnutzen und immer gerne Montag und Freitag krank sind oder genau zwei Tage und am dritten Tag plötzlich gesundet. Aber ich glaube kaum, dass das derart viele sind, dass sie den Mehraufwand für alle anderen (inkl. Ärzte) durch Attestpflicht ab dem ersten Tag ausgleichen.

    Mal ganz davon abgesehen, dass der allergrößte Teil der Krankheitstage ohnehin durch länger dauernde Krankschreibungen zustande kommt. Durch eine Attestpflicht ab dem ersten Tag ändert sich an vermutlich 80-90% der Krankheitstage gar nichts (denn für jemanden, der mit Krebserkrankung, Bandscheibenvorfall oder Burnout ein halbes Jahr ausfällt, macht das schlicht keinen Unterschied).

  • Natürlich gibt es vereinzelt Leute, die das aktuelle System ausnutzen und immer gerne Montag und Freitag krank sind oder genau zwei Tage und am dritten Tag plötzlich gesundet.

    Wie schon jemand schrieb: Für diese Kandidaten kann der Arbeitgeber auch nach aktuellem Recht schon die Vorlage am 1. Tag verlangen.

  • Durch eine Attestpflicht ab dem ersten Tag ändert sich an vermutlich 80-90% der Krankheitstage gar nichts (denn für jemanden, der mit Krebserkrankung, Bandscheibenvorfall oder Burnout ein halbes Jahr ausfällt, macht das schlicht keinen Unterschied).

    Diese ganze wirre Aktion atmet den Geist des Neoliberalismus.

    Da soll mal wieder zu Lasten normaler Leute und der Ärzteschaft ein populistisches Phrasenschwein gefüttert werden.

    Die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und die gesetzliche Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag sind kein Schutz vor Missbrauch, sondern ein Angriff auf die Beschäftigten. Wer krank ist, soll künftig zuerst seine Arbeitsunfähigkeit beweisen. Als stünde die arbeitende Klasse grundsätzlich unter Verdacht.

    Da muss einer vormittags im Büro kotzen…geht nach Hause, muss aber dann die Hausärzt:in oder (noch schlimmer) die Vertreter:in aufsuchen.

    Während Milliarden für überflüssiges Zeug bereitstehen, wird bei den Rechten der Lohnabhängigen weiter gekürzt. Statt gute Arbeitsbedingungen und eine starke Gesundheitsversorgung zu schaffen, setzt die Bundesregierung auf Kontrolle und Disziplinierung. Das dient vor allem den Interessen des Kapitals: weniger Fehlzeiten, mehr Druck auf die Belegschaften und eine weitere Verschiebung der Macht zugunsten der Arbeitgeber:innen.

    Kranke brauchen Solidarität und keinen Generalverdacht.

  • Arbeitnehmerbelang ist manchmal auch, nicht die Arbeit von anderen Arbeitnehmern, die leider heute keinen Bock zum Arbeiten haben, mitübernehmen zu müssen.

    OK, wenn man das rein als Arbeitgeberproblem sieht, kanns einem auch wurscht sein.

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