Welcher Anleger hier bezahlt freiwillig Kirchensteuer

  • Wer bezahlt Kirchensteuer ? 113

    1. Ich bezahle keine Kirchensteuer 72 64%
    2. Ich bezahle Kirchensteuer 41 36%

    Da sich erfahrungsgemäß sehr viele Anleger hier im Forum tummeln und diese ja auch nicht so gerne Steuern und Abgaben bezahlen vermute ich mal das die meisten aus diesen Gründen nicht mehr Kirchensteuerpflichtig sind. Jetzt wollte ich mal mit einer Umfrage meine Vermutung untermauern das Anleger eher der Kirche den Rücken gekehrt haben., oder liege ich da Falsch ?

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  • Ich bin tatsächlich Mitglied der kath. Kirche und zahle entsprechend Kirchensteuer.

    Dabei bin ich mit 18 ausgetreten, aber da meine Frau unbedingt kirchlich heiraten wollte, bin ich wieder eingetreten (nach "Wiederaufnahmegespräch" mit dem damaligen Pfarrer und diversen Gebeten :D ). Und jetzt zahle ich seit 15 Jahren wieder diese Steuer. <X

    Aber nachdem jetzt alle Kinder mit der hl. Kommunion durch sind, werde ich das Thema wieder ansprechen. Wir sind damals eigentlich so verblieben, dass wir wieder austreten, wenn das durch ist.

  • Aber nachdem jetzt alle Kinder mit der hl. Kommunion durch sind,

    Firmung ist bei den jungen Leuten sowieso out.

    Die Frage am Anfang

    ist nicht ganz richtig gestellt.

    Es gibt auch Religionsgemeinschaften, die nicht dem Kirchensteuersystem angeschlossen sind.

  • Ich zahle eigentlich ganz gerne Steuern, weil es bedeutet, dass ich erfolgreich war und Gewinne mitgenommen habe.

    Ich bin übrigens auch gerne in der Kirche.

    Religion hat nichts mit Geldanlage zu tun, sondern mit Spiritualität, Gemeinschaft und der Frage nach dem Sinn des Lebens.

    Wenn Du die verfallenden und verlassenen Kirchen in vielen ostdeutschen Dörfern und Kleinstädten siehst, deren zu 90% atheistische Bewohner gleichzeitig ihr imaginäres “Abendland” bedroht sehen und jammern, dass es keine Angebote für Kinder und Jugendliche oder ältere Menschen mehr gibt, ohne sich dabei selbst angesprochen oder in der Verantwortung zu sehen, zB ein Ehrenamt zu übernehmen, weißt Du, was ich meine.

  • Ich würde vor allem viel lieber den "Soli" abschgaffen wie meine Kirchensteuer.

    Lezters ist meine eigene Entscheidung, ersteres ist eine Zwangs-"Solidarität", die ich nur durch Wegzug vermeiden kann. Aber sowas haben wir ja an vielen Stellen in D.

    Sollte ich doch aus der Kirche austreten, dann hat das mit Sicherheit andere Gründe wie die Kirchensteuer.

  • Ich zahle eigentlich ganz gerne Steuern, weil es bedeutet, dass ich erfolgreich war und Gewinne mitgenommen habe.

    Ich bin übrigens auch gerne in der Kirche.

    Religion hat nichts mit Geldanlage zu tun, sondern mit Spiritualität, Gemeinschaft und der Frage nach dem Sinn des Lebens.

    Wenn Du die verfallenden und verlassenen Kirchen in vielen ostdeutschen Dörfern und Kleinstädten siehst, deren zu 90% atheistische Bewohner gleichzeitig ihr imaginäres “Abendland” bedroht sehen und jammern, dass es keine Angebote für Kinder und Jugendliche oder ältere Menschen mehr gibt, ohne sich dabei selbst angesprochen oder in der Verantwortung zu sehen, zB ein Ehrenamt zu übernehmen, weißt Du, was ich meine.

    Und dann gibt es aber auch noch Dörfer (meistens sind es Dörfer) wo die Kirche topp saniert ist, die Orgel erneuert, das Dach gedeckt und die Turmuhr intakt - ohne das es viele Christen bzw. Gottesdienstbesucher gibt. Irgendwie gehört die Kirche dann doch ins (zum) Dorf und die Bewohner sind gern bereit zu spenden oder sich einzubringen. Schreibe ich aus dem Osten...(...)

  • Hab mit der Kirche absolut nichts am Hut und bin natürlich befreit von der Abgabe. Wenn ich für (kommunale) Projekte etwas Spenden möchte, finde ich das Gießkanne Prinzip das in Deutschland immer kritisiert wird, an dieser Stelle nicht besser. An den Stellen an denen ich Spende, bekomme ich zumindest transparent die Wirkung aufgezeigt und es versickert nicht in einem Apparat der noch ineffizienter (und unbelehrbarer) ist als die öffentliche Verwaltung.

    Nur um den Wind aus den segeln zu nehmen. Das Kind geht in einen katholischen Kindergarten, welcher finanziell, mit Sachspenden und ehrenamtlicher Tätigkeiten sehr ordentlich unterstützt wird.

  • Schon. Aber dafür braucht es doch weder aufwendig-auffällige Gebäude, noch die Mitgliedschaft in einem "Verein".

    Die aufwändigen und auffälligen Gebäude sind aber Teil unserer Kultur und auch das Werk vorangegangener Generationen. Oftmals von architektonisch oder auch kulturhistorisch hoher Bedeutung.

  • Ich bin tatsächlich Mitglied der kath. Kirche und zahle entsprechend Kirchensteuer.

    Dabei bin ich mit 18 ausgetreten, aber da meine Frau unbedingt kirchlich heiraten wollte, bin ich wieder eingetreten (nach "Wiederaufnahmegespräch" mit dem damaligen Pfarrer und diversen Gebeten :D ). Und jetzt zahle ich seit 15 Jahren wieder diese Steuer. <X

    Aber nachdem jetzt alle Kinder mit der hl. Kommunion durch sind, werde ich das Thema wieder ansprechen. Wir sind damals eigentlich so verblieben, dass wir wieder austreten, wenn das durch ist.

    Das wird schwierig - also nicht der Austritt, sondern das Gespräch mit der Gemahlin ;)

  • schlage Katholiken vor auszutreten und die Kirchensteuer stattdessen einer NGO zu spenden die sich gegen s. Missbrauch einsetzt oder den Opfern hilft. Gläubig kann man ja trotzdem sein und auch (die meisten?) Angebote weiter nutzen... . nur so ne Idee steht natürlich (zum Glück) jedem frei

  • Die aufwändigen und auffälligen Gebäude sind aber Teil unserer Kultur und auch das Werk vorangegangener Generationen. Oftmals von architektonisch oder auch kulturhistorisch hoher Bedeutung.

    Das stelle ich auch gar nicht in Abrede. Aber sie sind per se nicht notwendig, um sich einem Glauben an eine höhere Macht hinzugeben.

  • Firmung ist bei den jungen Leuten sowieso out.

    Zum eines das, zum anderen können die das jetzt selbst entscheiden, ob sie diesen Weg weitergehen wollen oder nicht. Dazu muss ich nicht Mitglied der Kirche sein.

    Ich bin übrigens recht oft in der Kirche, weil unsere Mädels alle im Jugend-Kirchenchor singen, und bin da auch immer ehrenamtlich engagiert, sofern es meine Zeit zu lässt. Da spenden wir dann auch gerne was. Das würde ich auch nicht ändern, aber mit der monatlichen Zwangsabgabe habe ich tatsächlich Probleme (eben weil ich sehe, dass viele Projekte der Kirche wie die Jugendarbeit ohne ehrenamtliches Engagement und Spenden gar nicht funktionieren würde, und ich mich frage, wohin das Geld aus der Kirchensteuer eigentlich fließt).

  • Das Kind geht in einen katholischen Kindergarten, welcher finanziell, mit Sachspenden und ehrenamtlicher Tätigkeiten sehr ordentlich unterstützt wird.

    Wie hoch ist denn der Kostenanteil den die Kirche am 'katholischen Kindergarten' trägt?
    Ich kann mich an die lebhafte Diskussionen in einem Nachbardorf erinnern. Dort wollte die evangelische Kirche die Trägerschaft des Kindergartens übernehmen. Die Kosten des 'evangelischen Kindergartens' sollte aber zu 90% die Gemeinde tragen. :/
    Letztlich übernahm die Gemeinde die Trägerschaft selbst.


  • Das stelle ich auch gar nicht in Abrede. Aber sie sind per se nicht notwendig, um sich einem Glauben an eine höhere Macht hinzugeben.

    Das (diese Ansicht) verstehe ich. Aber es gibt auch Menschen, die sind dafür empfänglich. Wenn ich zum Beispiel in einer romanischen Basilika bin, dann nehme ich dieses Bauwerk nicht nur als Bauwerk welches von Menschen erschaffen wurde war. Sondern sehe darin auch immer das Werk der Generationen weit vor uns und die Triebkraft die soetwas hervorgebracht hat.

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