Asset Allokation ist unwichtig …..

KI-Zusammenfassung

: Ist eine feste Aufteilung von 60:40 oder 70:30 zwischen Risikoanlage und sicherem Anteil noch sinnvoll, oder reichen Notgroschen und Aktien-ETFs für den Rest? In der Community gelten solche Quoten eher als grobe Orientierung. Viele Beiträge stellen Anlagehorizont, Einkommenssicherheit, Lebensphase, Risikobereitschaft und absehbare Ausgaben in den Vordergrund. Häufig genannt wird: sichere Mittel für Notfälle und geplante Ausgaben vorhalten, langfristig nicht benötigtes Geld kann in Aktien-ETFs fließen. Uneinigkeit bleibt vor allem darüber, wie groß der sichere Anteil sein sollte und ob Quoten nur das liquide Vermögen oder das Gesamtvermögen abbilden.

Ist eine feste Aufteilung von 60:40 oder 70:30 zwischen Risikoanlage und sicherem Anteil noch sinnvoll, oder reichen Notgroschen und Aktien-ETFs für den Rest? In der Community gelten solche Quoten eher als grobe Orientierung. Viele Beiträge stellen Anlagehorizont, Einkommenssicherheit, Lebensphase, Risikobereitschaft und absehbare Ausgaben in den Vordergrund. Häufig genannt wird: sichere Mittel für Notfälle und geplante Ausgaben vorhalten, langfristig nicht benötigtes Geld kann in Aktien-ETFs fließen. Uneinigkeit bleibt vor allem darüber, wie groß der sichere Anteil sein sollte und ob Quoten nur das liquide Vermögen oder das Gesamtvermögen abbilden.

  • Ich lese immer wieder von Notgroschen und alles was übrig bleibt wird in ETF investiert.


    Ist diese Vorgehensweise vernünftig?


    Ich bin der Meinung, dass ein Depot besteht aus 2 Komponenten:


    - Risikoarm

    - Risiko


    Das empfohlene Verhältnis zwischen Risiko:Risikoarm soll zwischen 60:40 und 70:30 liegen.


    Ich mache mir immer Sorgen wenn die Foristys erzählen von ein Notgroschen und der Rest in ETF.


    Ist 60:40 oder 70:30 nicht mehr „State of the Art”

  • Die Aufteilung ist von ganz vielem abhängig. Am wichtigsten sind die Fragen nach Anlagedauer und Risikobereitschaft und Risikotragfähigkeit. Die Risikobereitschaft ist ein sehr persönlicher Faktor, der oft entscheidend ist. Rein rational ist der Aktienfaktor bei den meisten Anlegern zu niedrig, nur was hilft das, wenn man es nicht aushält?

  • Das hängt aus meiner Sicht sehr stark damit zusammen, wie bei dir die Umstände sind.

    Ich bin z.B. Beamter und fahre seit kurzem einen Neuwagen mit Vollkasko-Versicherung. Daher werde ich in den nächsten Jahren keine großen einmaligen Ausgaben haben. Mein Tagesgeldkonto enthält daher 1000 Euro für schnellen, unmittelbaren finanziellen Bedarf und nochmal rund 10000 Euro im Geldmarkt, falls doch irgendwas Unvorhergesehenes passiert, nicht nur bei mir, sondern auch bei Menschen, die mir lieb sind, um aushelfen zu können. Der Rest ist im weltweit streuenden ETF.

    Das in Kombination mit vernünftigen Versicherungen gemäß Finanztip-Tipps gibt mir einen absoluten inneren Frieden, was finanzielle Sicherheit angeht. Gefühlt kann mir überhaupt nichts passieren.

    Das ist jetzt mein Beispiel. Vielleicht kannst du für dich eine ähnliche Richtschnur finden, mit welcher du dich ähnlich sicher fühlen kannst. Wenn du die für dich finden kannst, dann stelle dich mal so auf und prüfe dann nochmal, ob sich die Sicherheit wirklich einstellt. Falls ja, alles gut, falls nein, dann justiere nach.

    Diese 60:40- oder 70:30- oder sonstwas -Regeln oder die von Finanztip empfohlenen 3 bis 6 Nettomonatsgehälter im Tagesgeld / Geldmarkt sind doch nur ganz grobe Orientierungspunkte für Orientierungslose. Das ist, wenn du gar nicht weißt, wie du dich aufstellen sollst, ein guter erster Anhaltspunkt. Finde darauf aufbauend dann aber doch dein eigenes Optimum. Und dieses Optimum muss auch wirklich nicht perfekt sein!

    Daher mein Rat: Wenn du nach – sagen wir mal – einem halben Jahr, nachdem du deine Allokation aufgestellt hast, aufhören konntest, dir über dein Geld Gedanken bzw. Sorgen zu machen, dann bist du gut aufgestellt.

  • Hier meine Allokation:
    Rentner + berufstätige Frau / in Rente ab 9/28.

    Hintergrund: Geld wird auf dem Tagesgeld zu derzeit 3,5 % bis Januar 2027 angelegt, Autokauf heute abgeschlossen, wird aber erst im Oktober 27 bar bezahlt. Das Geld fürs Auto wird dann weiter auf einem höheren TG-Konto zwischen geparkt. Festgeldtreppe in derzeit 10 Stufen, die monatlich fällig und wieder neu angelegt werden. Ziel hier: 12 Stufen.

    ergibt ca. 55 %

    32 % sind in 3 ausschüttenden ETF angelegt plus ein Restbestand im Spaß-ETF Hydrogen
    sowie 10 % Geldmarkt und der Rest auf dem Giro- und auf dem Cashkonto beim Depotanbieter. In diesen fließen die Ausschüttungen und werden teils via Sparplan reinvestiert.
    Ein kleiner Posten umfasst noch die VWL meiner Frau in einem DEKA-Depot.

    Hier sind es also eher 35 % Risiko zu 65 % Sicherheit. Frag mich dann im Oktober 2027 nochmal, dann sieht es wieder anders aus.

    Ich halte also nichts davon allzu verbissen irgendwelche Quoten einzuhalten. Es muss einfach für jeden in der jeweiligen Lebenssituation passen.

  • Ich verstehe die Aufregung nicht, man muss doch jeden Einzelfall überprüfen. Prozentzahlen sind auch ein Problem, hier ist eine reale Zahl vom Gesamtbestand entscheidend und vor allem wann wird wieviel benötigt. Wenn man monatlich unbedingt einen gewissen Betrag braucht, sieht es auch völlig anders aus, als wenn man es nicht für die wichtigen Ausgaben braucht. Gleiches gilt meines Erachtens auch für Dividenden oder Anteile verkaufen, man sollte das tun womit man sich wohler fühlt.

  • Das empfohlene Verhältnis zwischen Risiko:Risikoarm soll zwischen 60:40 und 70:30 liegen.

    Dies ist eine Empfehlung aus dem letzten Jahrtausend. Oder auch eine Lösung für "Sicherheitsanleger" die einen möglichen dropdown/crash abfedern wollen/müssen. Eine mögliche Rendite kommt nicht aus dem risikoarmen Teil.

    Ich mache mir immer Sorgen wenn die Foristys erzählen von ein Notgroschen und der Rest in ETF.

    Hier heißt: Mehr Risiko = mehr Rendite.
    In der Sparphase, also jungen Jahren so viel wie möglich in ETF und dazu ein sicherer Notgroschen. Die Cederburg-Studie sagt aus, dass 100% in Aktien über die Zeit die beste Rendite bringt.
    In der Entsparphase, wie bei mir sehe ich statt des relativ kleinen Notgroschens eher einen größeren Betrag, nämlich so 3-5 Jahresbedarfe, aber alles sonstige in AktienETF.

    Ist 60:40 oder 70:30 nicht mehr „State of the Art”

    Das kommt auf deine innere Einstellung drauf an. Wenn du es mental verträgst, ist vielleicht 95:5 auch eine mögliche, aber auf jeden Fall eine ertragreichere Lösung.

  • Ist diese Vorgehensweise vernünftig?

    Das musst Du wohl für Dich entscheiden. Der eine braucht für eine neue Waschmaschine einen Notgroschen, weil er gerade den ersten Job mit eigener Wohnung hat, der nächste fragt sich, warum man sowas nicht aus den laufenden Einnahmen (und temp. Einstellung der Sparrate) tragen kann.

    Ich bin der Meinung, dass ein Depot besteht aus 2 Komponenten:


    - Risikoarm

    - Risiko

    Für mich hat meine Vermögensallokation nichts mit dem Depot zu tun und ist erst recht nicht darauf beschränkt.

    Das Depot ist eine von vielen Möglichkeiten als Ziel meines Sparens.

    Ist 60:40 oder 70:30 nicht mehr „State of the Art”

    "State of the Art" für das liquide Vermögen, für das Gesamtvermögen oder für dne Ziel des Vermögens? Rechnest Du Sparraten für kurzfristige Ziele mit ein? Es soll ja Leute geben, die explizit auf ihren nächsten Urlaub oder das nächgste Auto sparen.

    Je nach Rechenweise ist mir seit Jahren 80/20 viel zu risikoarm. Das hängt halt davon ab, wie groß die Beträge sind und ob ich mit einem zwingenden Zugriff auf den risikoarmen Teil des liquiden Vermögens rechne.

    Geht es dann um das Gesamtvermögen und nicht nur um den liquiden Teil (selbst ohne Betrachtung von Barwerten gewisser Versicherungen und Renten) werde ich nie auf 80/20 kommen. Gesamthaft liegt der Aktienanteil bei unter 50% mit einem recht großen, unbekannten Posten.

    Ich mache mir immer Sorgen wenn die Foristys erzählen von ein Notgroschen und der Rest in ETF.

    Du kennst weder den Bedarf noch die Einnanhmen der Leute.

    Wenn mein finanzieller Bedarf bis zum Lebensende durch andere Einnahmen gedeckt ist und ich auch abschätzen kann, welche Sonderausgaben auf mich zukommen, würde mir sogar die <0,5% Dauerrücklage auf dem Girokonto reichen ohne mich unsicher zu fühlen.

    Sollte ich in ca. 7 Jahren mein ALG1 für gut ein Jahr durch meine Rücklangen aufstocken müssen, dann bringt mich selbst ein Verlust von 50% gegenüber dem Stand von heute im Aktien-ETF nicht um. Ich schätze die Renditemöglichkeit gegnüber dem Vorhalten des Geldes im TG aber derzeit höher ein wie ein solches Verlustrisiko.

    Als Berufseinsteiger sah meine Risikottragfähigkeit ganz anders aus.

  • Schade bin zu spät, wurde eigentlich schon alles gesagt.

    Die rechnerisch höchste Rendite hat man mit maximalem ETF Anteil nahe 100%. Je nach persönlicher Schmerzgrenze (Crashs, „Ohje mein Depot ist nur noch halb so groß, schlaflose Näche!“) und Lebensumständen (Hausrücklagen, Familie,…) kann es sein das man meistens eben nicht auf die rechnerisch maximale Rendite mit 100% Aktienanteil gehen kann oder soll. Dann sind 70% Aktien eben oft ein guter Kompromiss, aber nur als Richtwert, wie gesagt das hängt von der individuellen Situation ab.

    Ich hab auch eine 100% Aktienquote und teils nur 1000€ Notgroschen auf dem Konto, Knall aber jeden Monat 1,5k ins Depot und eben keinen größeren Bedarf für einen Notgroschen oder Absicherung, vor allem da ich über die Kreditkarte ja zusätzlich nochmal 1,5k kostenlos bis zum nächsten Gehalt puffern kann.

  • - Risikoarm

    - Risiko

    Genau so lese ich es überall seit Jahrzehnten. Und Notgroschen je nach Neigung entweder separat oder dem Risiokoarmen Teil hinzufügen. So einfach, so perfekt. Ab 1 Mio. könnte man über weitere Risikoklassen nachdenken, im Grunde reichen die beiden aber. Muss ein jeder pers. Einschätzen was er tut oder lässt.

  • Je nachdem wie weit man den Begriff Vermögen fasst, kommt schon noch einiges hinzu. Neben Rentenansprüchen kommt bei rund der Hälfte Immobilieneigentum hinzu. Vermutlich ähnlich viele haben auch die eine oder andere Goldmünze bzw. Gold in Form von Schmuck. Die Aufteilung in risikoarm/risikobehaftet ist gar nicht so trivial. Es ist weniger ein entweder oder als ein Ausmaß an Risiko was höher oder niedriger sein kann. Und dann gibt es auch noch das Humankapitial.

  • Sind eure Prozentangaben eigentlich inklusive Immobilien oder betreffen diese nur das liquide Vermögen?

    Ich betrachte es wie folgt:


    Cash unterteilt in Risikoarm und Risikoreich.


    Immobilien, Rentenansprüche, Lebensversicherungen etc etc lasse ich außen vor.


    Gesetzt der Fall - ich besitze €100k


    Ich unterteile das Geld wie folgt

    €70k Aktien ETF

    €30k Tagesgeld, Geldmarkt ETF, ….


    Dann erzähle ich vom Depot mit 70:30 Asset Allokation

  • Ja, ich sehe das ähnlich. Hätte ich Immobilienbesitz, würde ich es trotzdem so aufteilen. Ich bleibe da bei dem - im weitesten Sinne - liquiden Vermögen. Und Humankapitalmillionäre sind wir doch alle irgendwie.

    Aber das ist ja hier alle 1,5 Wochen Thema, ich fürchte, wir werden das nicht auflösen können.

Passende Ratgeber für Dich

Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert

Was Finanztip ausmacht
Finanztip Bewertungen