Finanzbildung durch die Sparkasse

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  • Ich sehe das in Relation zu der sonstigen Finanz- oder auch Lebensbildung, die in den Lehrplänen unserer Schulen sagen wir mal ziemlich rudimentär behandelt wird. Dass dann irgendwer in so ein Vakuum reingrätscht, ist nur eine logische Folge. Und dass dabei die örtlichen Sparkassen vorneweg marschieren, ist halt auch nur logisch. Das wäre mir lieber, aber auch ein Sparkassenonkel ist zuerst mal besser wie gar nix.

  • Da werden halt den Schülern ein paar sinnvolle Grundlagen beigebracht und der Rest wird sein: "Wende dich an die Sparkasse für alle deine Finanzfragen, Versicherungen, Vermögensaufbau". Ähnlich wie es MLP an Hochschulen bei Studenten praktiziert.

    Warum sollte die Sparkasse kostenlose Bildung anbieten? Klar, dass die da einen Hintergedanken haben.

    Ich bin weder Finanzprofi noch gebe ich Anlageberatungen.
    Meine Beiträge sind als Impulse zu verstehen, um sich selbst zu informieren.

  • Das liegt mehr am Bildungssystem als an der Sparkasse, leider. Wenn keine unabhängige Organisation etwas möglich macht, muss man mit einem Anbieter leben, der sicherlich eigene Interessen vertreten wird. Finanztip wird es deutschlandweit nicht abdecken können.

  • Früher gab es ganz klar beauftragte für Finanzbildung (die nannten sich zu meinen Kinder-/Jugendzeiten noch Eltern). Und im Zweifel noch den Weltspartag.

    Aber heute muss alles die Schule übernehmen.

    Das liegt mehr am Bildungssystem

    Dürfte stimmen, da nahezu alles von den Erziehungsberechtigten an andere ausgelagert wird.

    ich bin mal gespann, wann die erste Sparkasse von aufgebrachten Eltern wegen einseitiger Wissensvermittlung in der Schule verklagt wird.

    Das wäre mir lieber, aber auch ein Sparkassenonkel ist zuerst mal besser wie gar nix.

    Da hilft wohl nur, im eigenen Wahlkreis Werbung dafür zu machen, damit die Verantwortlichen das entsprechend umsetzen.

  • Sicherlich für die „erste“ Bildung nicht verkehrt. Klassen 8 bis 13, also sind die Schüler dann zwischen 14 und 19 Jahren alt. Da sollte man dann den ersten Anstoß „mitnehmen“ und sich selber am Markt umgucken. Verbieten kann man es ja der Sparkasse nicht.

  • Wenn ich das lese wird mir ganz schlecht:

    https://osthessen-news.de/n11801679/spar…-schuelern.html

    Was haltet Ihr davon?

    Ohne mich inhaltlich mit dem Angebot der besagten "Spaßkatze" (gefällt mir als Bezeichnung und Zuschreibung besser als Sparkasse ...) beschäftigt zu haben ...

    Das Interesse der besagten "Sparkasse" - als in der Regel öffentlich-rechtliches Kreditinstitut sprich Anstalt des öffentlichen Rechts - an, in Sachen private Finanzen, selbst bestimmten und selbst wirksamen Schülern und Schülerinnen - könnte in etwa dem Interesse der Staaten an ebensolchen Bürgern in Bezug auf das Fiat-Money-System im Allgemeinen und der EU in Bezug auf das Experiment einer europäischen Einheitswährung im Speziellen entsprechen ...

    Nur am Rande: Sollte nicht nach unserem Grundgesetz (GG) - dürfte im Art. 6 GG normiert sein - "Pflege und Erziehung der Kinder das natürliche Recht der Eltern und die zuvorderst ihnen obliegende Pflicht sein" ... ?! (Oder so ähnlich zumindest). Dazu sollten dann eigentlich auch die Vermittlung der zumindest Basics in Sachen "private Finanzen" gehören ...

    (aus der Erinnerung - in der Sache Kundigere mögen das gerne präzisieren bzw. korrigieren)

    Für meinen Teil beispielsweise habe ich - in immerhin 13 Schuljahren und trotz meiner mehrfachen Nachfragen an diverse Lehrkörper - keine einzige Silbe zu dem besagten Thema erfahren ...

    Nach meinem im weiteren Verlauf entstandenem Verständnis - angefangen von Sach- und Fachkompetenz bis zur Grundhaltung der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) - wäre ich in der Retrospektive fast geneigt zu sagen "Gott sei Dank" ...

    Das eröffnete mir damals die Chance zur unvoreingenommen Eigenrecherche und auch der Bildung einer eigenen Meinung. Was ich zu meinen Usancen über die Jahrzehnte hinweg geworden ist. Diese Vorgehensweise kann ich auch heute noch jedem ernsthaft an diesen Themen Interessiertem empfehlen.

    Finanzbildung via "Spaßkatze" dagegen nicht ...

  • Früher gab es ganz klar beauftragte für Finanzbildung (die nannten sich zu meinen Kinder-/Jugendzeiten noch Eltern). Und im Zweifel noch den Weltspartag.

    Aber heute muss alles die Schule übernehmen.


    Wenn Finanzbildung die Eltern übernehmen müssen weil es die Schule nicht lehrt, dann sind vieler Schüler extrem benachteiligt, viel mehr wie ob sie in irgend einem Fach jetzt besser oder schlechter sind.

    Bei mir gab’s keinerlei Finanzbildung und in meinem Freundeskreis war das auch nie Thema. Ich hab mit 37 mit dem investieren angefangen. Hätte ich nur 10 Jahre früher angefangen hätte ich jetzt hier keinen Thread zur Million, denn dann hätte ich die jetzt schon längst.

  • Mich würde mal interessieren wie hoch in unserer Bevölkerung der Anteil derer mit einer guten Finanzbildung ist!

    Klar ist es besser wenn ein "Sparkassenonkel" in einer Schule über Finanzen informiert anstatt das dort kein anderer Input kommt.

    Gute Finanzbildung gehört für mich zum Lerninhalt in die Schule wie das Amen in der Kirche.

  • War nicht nötig zu erwähnen, das ist allen bekannt!

    Wir haben so viele schlaue Köpfe in unserem Land und bekommen gute Finanzbildung "nicht gebacken" 😬

    Gute Finanzbildung wäre nicht interessengeleitet und dann wird's schon eng, weil "schlau" alleine nicht mehr reicht, dann braucht es zusätzlich Moral bzw. Anstand und Konsorten.

    Hilfsweise könnte man einfach zu kritischem Denken befähigen...

  • Mich würde mal interessieren wie hoch in unserer Bevölkerung der Anteil derer mit einer guten Finanzbildung ist!

    Rund ein Drittel hält die eigene Bildung bzw. das Wissen für „gut“. Die Frage ist halt, wie ist „gut“ hier subjektiv definiert ist


    Fussball spielen kann ich auch „gut“, mache ich seit „gut“ 30 Jahren, dennoch hat es für die Bundesliga nicht gereicht, lediglich Kreisliga.

    https://www.tagesschau.de/wirtschaft/fin…chland-100.html

  • War nicht nötig zu erwähnen, das ist allen bekannt!

    Wir haben so viele schlaue Köpfe in unserem Land und bekommen gute Finanzbildung "nicht gebacken" 😬

    Statt die Sparkassen und die Schulen schlechtzureden, könntest Du selbst einen Beitrag zur besseren Finanzbildung leisten. Biete ehrenamtlich Deiner lokalen Schule die Betreuung einer AG an. Nur so eine Idee.

  • Ich wär als Schüler sicher nicht in so eine AG gegangen…

    Ist doch bekloppt wenn man als Erwachsener, zuständiger in der Schule denkt, eine Sparkasse könnte bei so was kein Eigeninteresse haben und lässt die da reden. Das ist entweder die Scheiß egal Haltung oder komplette Inkompetenz seitens der Schule - die ja eigentlich nur eine Aufgabe hat: Wissen vermitteln.

  • Ich wär als Schüler sicher nicht in so eine AG gegangen…

    Ist doch bekloppt wenn man als Erwachsener, zuständiger in der Schule denkt, eine Sparkasse könnte bei so was kein Eigeninteresse haben und lässt die da reden. Das ist entweder die Scheiß egal Haltung oder komplette Inkompetenz seitens der Schule - die ja eigentlich nur eine Aufgabe hat: Wissen vermitteln.

    Bin ich bei dir, allerdings wenn kein unabhängiger Anbieter bereit steht, läuft es wieder auf einen kommerziellen Anbieter hinaus. Einfach mal einen interessierten Laien, auch mit ordentlichem Grundwissen, wird man nicht so einfach einsetzen können. Wahrscheinlich auch nicht in einer AG „Junge Finanzinteressierte“. Zumal da auch nicht klar ist, wer steckt da tatsächlich dahinter. Eine Möglichkeit wäre vielleicht, dass Finanztip, Finanztest oder die Verbraucherzentralen Grundlagen an interessierte Wissensvermittler, in einer Art Kurs, vermitteln und diejenigen ein Wissen nachweisen müssen. Wenn einfach jeder kommen kann, wäre dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet, da würde ein schwarzes Schaf reichen um die verantwortlichen an den Schulen in großen Ärger zu bringen. Daher nimmt man sicherlich lieber die örtliche Sparkasse, ob das nun gut ist, bezweifeln wir logischerweise alle. Hier fehlt es grundsätzlich an Möglichkeiten, die paar Schulen die Finanztip abdeckt, ist wohl der berühmte Tropfen auf den heißen Stein.

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