Hilfe der Crash kommt... (bald?)

  • Casino: Langfristige negative Renditeerwartung.

    Börse: Langfristige positive Renditeerwartung.

    Auch das stimmt nur, wenn man den Gesamtmarkt betrachtet. Nur 2,4% aller Aktien sind für die Equity Prämie verantwortlich. Nach einer Analyse von Bradford D. Bessembinder verlieren deutlich mehr als 50% aller Aktien langfristig an Wert.

  • Das ist ja toll. Dann gibt es ja gar kein Risiko, und das Geld bekommt man vom Börsengott geschenkt.:thumbup:

    Nein, die Annahme ist, dass die Weltwirtschaft langfristig wachsen wird und sich das langfristig in steigenden Kursen marktbreiter Aktien-ETF beruhend auf Indizes, die die weltweite Wirtschaft abbilden, niederschlagen wird.

    Das ist die Annahme, unter der wir alle hier (oder jedenfalls die meisten) in marktbreite Aktien-ETF investiert sind und jeden Monat per Sparplan weiter investieren.

    Ist das garantiert? Nein. Wenn die gesamte Weltwirtschaft langfristig sinkt, gibt es keine Rendite, sondern Verlust. Nur muss man auch sagen, wenn die gesamte Weltwirtschaft langfristig sinkt, dann wird sich das auch in ganz vielen anderen Lebensbereichen auswirken, und weniger Rendite im ETF ist dann vermutlich unser kleinstes Problem.

  • Nein, die Annahme ist, dass die Weltwirtschaft langfristig wachsen wird und sich das langfristig in steigenden Kursen marktbreiter Aktien-ETF beruhend auf Indizes, die die weltweite Wirtschaft abbilden, niederschlagen wird....

    Das ist aber eine falsche Annahme.

    Aktienmarktrenditen sind Risikoprämien. Mit der Weltwirtschaft oder dem BIP haben sie direkt nichts zu tun. Aktiengesellschaften sind allenfalls ein Teil der Weltwirtschaft. Hinzu kommen die nicht börsennotierten Unternehmen, ehrenamtliche Tätigkeiten und der gesamte öffentliche Sektor.

    Deshalb ist die Verwunderung ja oft so groß, wenn Aktienkurse steigen, obwohl es der Wirtschaft schlecht geht und umgekehrt.

    Der MSCI Peru hat seit Oktober 2022 - 30% p.a. gemacht. Meinst Du, das ist deren Wirtschaftswachstum?

  • Nur muss man auch sagen, wenn die gesamte Weltwirtschaft langfristig sinkt, dann wird sich das auch in ganz vielen anderen Lebensbereichen auswirken, und weniger Rendite im ETF ist dann vermutlich unser kleinstes Problem.

    Du meinst also, wenn ich als konservativer Mensch meine anderen Lebensbereiche hedgen will, dann sollte ich Aktien immer nur shorten?

  • Nur muss man auch sagen, wenn die gesamte Weltwirtschaft langfristig sinkt, dann wird sich das auch in ganz vielen anderen Lebensbereichen auswirken, und weniger Rendite im ETF ist dann vermutlich unser kleinstes Problem.

    Das ist der Punkt. Wen alles runter (globale Katastrophen) gibt es völlig andere Probleme. Es ist daher richtig, etwa durch ein global anlegendes ETF am Kapitalmarkt zu partizipieren. Natürlich muss man auch Korrekturen bis hin zum Crash berücksichtigen, aber keiner weiß wann die kommen. Der Basistrend im Aktienmarkt ist positiv. Für mich ist es das Regelhafte im scheinbar Unregelhaften. ;)

  • Nein, die Annahme ist, dass die Weltwirtschaft langfristig wachsen wird und sich das langfristig in steigenden Kursen marktbreiter Aktien-ETF beruhend auf Indizes, die die weltweite Wirtschaft abbilden, niederschlagen wird.

    Das ist die Annahme, unter der wir alle hier (oder jedenfalls die meisten) in marktbreite Aktien-ETF investiert sind und jeden Monat per Sparplan weiter investieren.

    Danke für diese hervorragende Zusammenfassung.
    Die Kommentare von Schwachzocker sind derart „schwach“ inzwischen. Kann man sich das Lesen sparen,

  • Zitat

    KI:

    Es gibt keinen eindeutigen oder positiven Zusammenhang zwischen der Wirtschaftsentwicklung und den Aktienmarktrenditen, auch wenn dies oft angenommen wird.

    Zitat

    Kommer:

    Aktienmarktrenditen sind in erster Linie Kompensation für erwartetes Risiko. Langsam wachsende Länder sind oft risikoreicher als schnell wachsende Länder. Unterschiede bei den Aktienmarktrenditen ergeben sich v.a. aus Unterschieden beim erwarteten Risiko, nicht aus Unterschieden bei erwarteten UNs-Gewinnen oder Gewinnwachstumsraten, die hingegen das BIP beeinflussen.


    Aktienmarktrenditen vers. Wirtschaftswachstum

  • Mittwoch ist „Geld“ Tag beim Spiegel.

    Bitte was?

    Spiegel online hat eine Kolumne "Geld", die immer mittwochs erscheint.

    Heute lautet das Thema: Angst vor dem großen Knall – so sicher sind die sicheren Häfen für Ihr Geld wirklich

    Schöner Spruch am Ende des Artikels:

    Zitat

    Die sichere Anlage, die hohe Renditen ganz ohne Risiko abwirft, gibt es nicht. Wenn mich Kollegen nach einem sicheren Hafen für ihre Ersparnisse fragen, fällt mir deshalb immer eine alte Seefahrerweisheit ein: Schiffe sind im Hafen sicher. Aber dafür sind sie nicht gebaut.

  • Inhaltsleer. Da macht sich einer wichtig und gibt sich insiderisch.

    Was soll denn diese so völlig unqualifizierte? Kommentar?

    der Redakteur Udo Trichtl vom Spiegel berichtet heute in der Mittwochsausgabe online über bevorstehende Crash gefahren.
    das hat nichts mit Insiderwissen zu tun, sondern eher mit der Tendenz in der deutschen Presse den Crash quasi „herbeizuschreiben“

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