GRV ungleich Investment

  • Ja, viel mehr gestern auch irgendwie merkwürdig auf, dass diese Studie so einen Umfang in den Nachrichten bekommt. :/
    Da soll wohl der Weg zur Abschaffung der Rente für besonders langjährig Versicherte bereitet werden. Wobei ich es durchaus diskutabel fände, dass man die geleisteten Beitragsjahre in den Rentenbezug einberechnet.

  • Warum wird in der ganzen Diskussion das Thema der unterschiedlichen Lebenserwartung so konsequent totgeschwiegen ? Es wird nur erwähnt das wir alle länger leben und deswegen länger arbeiten müssen, aber das Beamte, Akademiker und Frauen länger leben als normale männliche Arbeiter fällt mal so ganz unter den Tisch, diese drei Gruppen müssten grundsätzlich 3 bis 5 Jahre länger arbeiten.

  • Versicherungsmathematisch relevant ist nur das Alter zum Start der Rente, dieses bildet die Restlebenserwartung ab.

    Es gibt valide Studien, die darauf hinweisen, dass die 'Restlebenserwartung' auch mit den sozialen Umfeld/Stand der Menschen in Zusammenhang steht. So haben Akademiker eine höhere Restlebenserwartung als gewerblich beschäftige.
    Evtl. sollte sich dieser Umstand auch in die Berechnung der Rentenhöhe auswirken?

  • Warum wird in der ganzen Diskussion das Thema der unterschiedlichen Lebenserwartung so konsequent totgeschwiegen ? Es wird nur erwähnt das wir alle länger leben und deswegen länger arbeiten müssen, aber das Beamte, Akademiker und Frauen länger leben als normale männliche Arbeiter fällt mal so ganz unter den Tisch, diese drei Gruppen müssten grundsätzlich 3 bis 5 Jahre länger arbeiten.

    Dieser Punkt würde sich bei einer kapitalgedeckten Altersvorsorge erledigen.

    Wäre das nicht "noch ungerechter"?

  • Wobei ich es durchaus diskutabel fände, dass man die geleisteten Beitragsjahre in den Rentenbezug einberechnet.

    Bei jeder Altersrente haben wir ein Lebensalter (ab 2031: 62/63/65/67) und eine Mindestversicherungszeit (5/35/45).

    Darüber ist geregelt, wer wann eine Rente bekommen kann, und die Höhe basiert auf den Beiträgen.

    Was würdest Du da denn anders machen?

  • Es gibt valide Studien, die darauf hinweisen, dass die 'Restlebenserwartung' auch mit den sozialen Umfeld/Stand der Menschen in Zusammenhang steht. So haben Akademiker eine höhere Restlebenserwartung als gewerblich beschäftige.
    Evtl. sollte sich dieser Umstand auch in die Berechnung der Rentenhöhe auswirken?

    Der durchschnittliche Akademiker bekommt die 45 Jahre nicht zusammen und geht mit 63 und Abschlägen bzw. mit 67 und ohne Abschläge in Rente.

    Wenn der Malocher mit 65 abschlagsfrei geht, dann deckt das Deine Überlegung zumindest in Teilen ab. (Malocher mit gebrochenen Erwerbsbiografien haben es da nicht leichter.)

  • Bei jeder Altersrente haben wir ein Lebensalter (ab 2031: 62/63/65/67) und eine Mindestversicherungszeit (5/35/45).

    Darüber ist geregelt, wer wann eine Rente bekommen kann, und die Höhe basiert auf den Beiträgen.

    Was würdest Du da denn anders machen?

    Diskutabel wäre die Mindestversicherungszeit für langjährig und besonders langjährig Versicherte, z.B. anheben auf 38 Jahre bzw. 47/48 Jahre. Das wäre deutlich abgemildeter und besser vermittelbar als pauschal den Renteneinstieg mit 65 für besonders langjährig Versicherte komplett zu streichen wollen. Das würde auch direkt die "belohnen" die mit 16 oder 17 Jahre ihre Lehre angefangen haben und eine durchgehende Erwerbsbiografie haben, warum gerade diese Gruppe die dieses System am stärksten am Leben hält wie eine Sau durch Dorf getrieben wird ist mir absolut schleierhaft.

  • Was würdest Du da denn anders machen?

    Z.B. die Einführung einer Mindestversicherungszeit von 47 oder 48 Jahren für den Status des besonders langjährig Versicherten. Und wenn diese Jahre erreicht sind, kann man unabhängig vom konkreten Lebensalter in abschlagsfreie Rente gehen.
    Wer mit 16 zu arbeiten beginnt dürfte dann mit 63 oder 64 in abschlagsfrei Rente gehen. Kann man ja auch an eine mögliche zukünftige Rente mit 70 anpassen in dem die Mindestversicherungszeit gleichermaßen erhöht wird.

  • In Österreich z.B. muss man 15 Jahre Wartezeit haben in Deutschland nur 5 für einen Grundsätzlichen Anspruch.

    OK. Aber die mögliche Rentenhöhe richtet sich ja trotzdem nach den Einzahlungen die in dieser Zeit erreicht werden.
    Wer genau auf die 5 Jahre kommt kann AFAIK einen maximalen Anspruch von 10,25 Entgeltpunkten erreichen. Und in der Praxis dürfte so ein Fall wohl kaum vorkommen.

    PS: Auch mit 2 Kindern und der sich daraus ergebenden Mütterrente kann man einen Rentenanspruch erreichen, ohne überhaupt je in die GRV eingezahlt zu haben. ;)

  • Warum wird in der ganzen Diskussion das Thema der unterschiedlichen Lebenserwartung so konsequent totgeschwiegen ? Es wird nur erwähnt das wir alle länger leben und deswegen länger arbeiten müssen, aber das Beamte, Akademiker und Frauen länger leben als normale männliche Arbeiter fällt mal so ganz unter den Tisch, diese drei Gruppen müssten grundsätzlich 3 bis 5 Jahre länger arbeiten.

    Und Raucher dürfen 5 Jahre früher in Rente?

  • OK. Aber die mögliche Rentenhöhe richtet sich ja trotzdem nach den Einzahlungen die in dieser Zeit erreicht werden.
    Wer genau auf die 5 Jahre kommt kann AFAIK einen maximalen Anspruch von 10,25 Entgeltpunkten erreichen. Und in der Praxis dürfte so ein Fall wohl kaum vorkommen.

    PS: Auch mit 2 Kindern und der sich daraus ergebenden Mütterrente kann man einen Rentenanspruch erreichen, ohne überhaupt je in die GRV eingezahlt zu haben. ;)

    Ich glaube du unterschätzt wie viele gebrochene Biografien es gibt, wie viele Frauen, die beim ersten Kind aufgehört haben und nie wieder angefangen.

  • Es wird nur erwähnt das wir alle länger leben und deswegen länger arbeiten müssen, aber das Beamte, Akademiker und Frauen länger leben als normale männliche Arbeiter fällt mal so ganz unter den Tisch, diese drei Gruppen müssten grundsätzlich 3 bis 5 Jahre länger arbeiten.

    Da die Rentner ja oft alles Dachdecker sind, werden die Akademiker hier wohl alle Chefärzte sein, die dann mit 70 im OP ihre Doppelschichten machen. Das würde sich dann vermutlich auch auf die Entwicklung der Lebenserwartung aller Beitragszahler auswirken. :/

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