GRV ungleich Investment

  • Jetzt gehts mir besser, seitdem ich das weiß.

    Das Thema "Punkte" und "Null Punkte" wurde nicht von mir hier eingeführt - sondern von Prima523 in Nr. 4.215, wie leicht nachzulesen ist. Da dies an mich adressiert war, hatte ich mir erlaubt darauf zu antworten. Hoffe, Du gestattest das ... ?

    Wobei ich es generell und unabhängig davon stets begrüßenswert finde, wenn neues Wissen das Wohlbefinden steigert. Von wem auch immer. In dem Fall offensichtlich ja Deines ...

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  • Natürlich sind diese Leute ein Problem für die GRV. In den nächsten Jahren gehen nämlich genau diese Leute in Rente. Mit vergleichsweise 'hohen' Rentenansprüchen und hoffentlich noch einer langen Restlebenserwartung.
    Und natürlich wäre es für das Rentensystem besser wenn diese Klientel noch einige Jahre weiter in die GRV einzahlen würde als möglichst frühzeitig eine Rente zu beziehen.
    Dummerweise können sich verhältnismäßig viele dieser Leute es sich auch noch leisten sogar früher in Rente zu gehen (Rente mit Abschlägen). Aktuell gehen rund 25% aller Rentenempfänger mit Abschlägen vorzeitig in Rente. Zumindest in meiner Blase sind das auch eher die sog. Leistungsträger die das tun. :/

    Die Leute sind kein Problem für die Rentenversicherung, sondern deren Aufgabe.

    Wenn die Leute neben der Rente weiterarbeiten, dann ist das gut. Wenn sie nicht weiterarbeiten, dann wäre das auch unkritisch, sofern die Arbeitsplätze ähnlich vergütet wiederbesetzt werden. (Wahrscheinlich liegt da der Knackpunkt.)

  • Die Leute sind kein Problem für die Rentenversicherung, sondern deren Aufgabe.

    Wenn die Leute neben der Rente weiterarbeiten, dann ist das gut. Wenn sie nicht weiterarbeiten, dann wäre das auch unkritisch, sofern die Arbeitsplätze ähnlich vergütet wiederbesetzt werden. (Wahrscheinlich liegt da der Knackpunkt.)

    Was ich bisher aus dem Handwerk kenne, werden die Arbeitsplätze heutzutage gerade zu Beginn massiv schlechter bezahlt als früher. Meist steigt man niedriger ein und wird zusätzlich auch erst später hochgestuft. Oftmals ist auch die erreichbare (End-)Vergütung geringer. Dazu kommen viele 'Leckerlis' von Altverträgen die einfach abgeschafft wurden. Dahingehend hat 'die Wirtschaft' schon sehr gut entlastet, belastet halt der GRV (und den Arbeitnehmer damit doppelt)

  • Was ich bisher aus dem Handwerk kenne, werden die Arbeitsplätze heutzutage gerade zu Beginn massiv schlechter bezahlt als früher. Meist steigt man niedriger ein und wird zusätzlich auch erst später hochgestuft. Oftmals ist auch die erreichbare (End-)Vergütung geringer. Dazu kommen viele 'Leckerlis' von Altverträgen die einfach abgeschafft wurden. Dahingehend hat 'die Wirtschaft' schon sehr gut entlastet, belastet halt der GRV (und den Arbeitnehmer damit doppelt)

    Hmm, da ist verallgemeinern nicht die beste Idee, habe 2 Unternehmer im Freundeskreis. Sanitär und Elektrik, beide sagen übereinstimmend aus, ohne gute Gehälter zu zahlen, findet man keine guten Leute. Mag nicht überall zutreffen, ist aber wohl gerade im Handwerk häufig zu hören.

  • .. beide sagen übereinstimmend aus, ohne gute Gehälter zu zahlen, findet man keine guten Leute. Mag nicht überall zutreffen, ist aber wohl gerade im Handwerk häufig zu hören.

    .. und das ist auch gut so. :thumbup: Wenn dann die Firmen richtig brummen, weitere Mitarbeiterbindungsprogramme realisieren. Dann klappts auch in der Zukunft.

  • Hmm, da ist verallgemeinern nicht die beste Idee, habe 2 Unternehmer im Freundeskreis. Sanitär und Elektrik, beide sagen übereinstimmend aus, ohne gute Gehälter zu zahlen, findet man keine guten Leute. Mag nicht überall zutreffen, ist aber wohl gerade im Handwerk häufig zu hören.

    Beide Aussagen schließen sich nicht aus.

    "Was ich bisher aus dem Handwerk kenne" sollte auch bedeuten das ich nur einen sehr kleinen Teil kenne. Habe bisher verschiedenste Berufssparten kennengelernt und das Gefälle zwischen Berufseinsteigern und "Altgesellen" war fast immer ziemlich groß.

    Beispielsweise ist es bei den Brauern(da kenne ich mich regional relativ gut aus und habe viele Vergleiche), die einen sehr sehr guten Tarifvertrag besitzen, heute eher unüblich das dieser zur Anwendung kommt. Kleine und mittlere Brauereien verwenden den nahezu gar nicht da sie nicht verpflichtet sind. Größere Brauereien verwenden ihn nicht da sie Hausverträge besitzen, welche aber meistens sehr nache am Tarif liegen. Wenn der (Haus-)Tarif gezahlt wird ist es aber nicht unüblich das man auf niedrigeren Stufen einsteigt und auch langsamer oder sogar gar nicht aufsteigt. Früher gab es oft Vereinbarungen das man nach 2 Jahren oder nach dem erlernen gewisser Fähigkeiten/Bereiche automatisch hochgestuft wurde. Heute muss man erst die Fähigkeiten erwerben und mass dann zum Teil noch jahrelang betteln oder sogar Druck aufbauen. Ein ehemaliger Arbeitskollege hat beispielsweise trotz Meisterausbildung neben der Arbeit weiterhin die Lohngruppe 3 bekommen, das einem ungelernten Arbeiter entspricht. Dort war er ca. 7 Jahre gleich eingestuft. Erst als ich das Unternehmen verlassen habe, hatte er eine Position der Stärke um zu verhandeln. Der Rest der Mitarbeiter steht kurz vor der Rente und der AG hatte Panik das der einzig junge, flexible und fähige Mitarbeiter jetzt auch gegen würde. Daraufhin haben sie die Arbeitszeiten drastisch verbessert und die Lohngruppe wurde auf 4 hochgestuft, mit der Aussicht das wenn in ein paar Jahren der nächste in Rente geht er die LG 5 bekommt.

    Zur Erläuterung: Die Lohngruppe 4 wurde früher für Berufseinsteiger gezahlt und man ist oftmals automatisch in die 5 gerutscht nach 2 Jahren. Jegliche prozentuale Erschwerniszulagen sind mittlerweile abgeschafft worden.

    Hab noch nen Beispiel in dem ein befreundeter Braumeister (auch Meistertätigkeit) weniger verdient hat als die besagten LG 4.

    Ein weitere Beispiel aus der Brauerei um die Ecke war das Angebot bon 1800 brutto vor ca. 8 Jahren, was in etwa 65% der angemessenen LG 4 gewesen wären.

    Etliche weitere Beispiele aber mit sehr ungenaue Angaben habe ich noch mitbekommen, dies sind die Beispiele die konkret sind.

  • Ob ich heutzutage im Braugeschäft als Berufseinsteiger meine Zukunft suchen würde? Eher nicht, hier in Braunschweig wurde Feldschlößchen vor Jahren dicht gemacht, als danach Oettinger in die Brauanlagen einstieg, wars erst mal gut. Nun ist seit vergangenem Jahr auch Oettinger Geschichte und heute aktuell bangt Wolters (eh schon vor einigen Jahren durch die BRAWO-Bank vor dem Konkurs gerettet) um die Zukunft seines hiesigen Werkes. Die Deutschen trinken immer weniger Bier, allein Craftbeer boomt, ist aber eher ein Luxusprodukt und in der heutigen Zeit für den Durchschnittsbiertrinker kaum relevant, zumal auch fast jede Großbrauerei sich Craftbeeruntermarken leistet. Hier gibt es diverse Kleinbrauereien, die sich in den letzten Jahren getraut haben, selbst und ständig etwas zu entwickeln. Auch die Wiederbelebung alter Namen, wie etwa National Jürgens Brauerei , tut ihr Übriges.

  • Ob ich heutzutage im Braugeschäft als Berufseinsteiger meine Zukunft suchen würde? Eher nicht, hier in Braunschweig wurde Feldschlößchen vor Jahren dicht gemacht, als danach Oettinger in die Brauanlagen einstieg, wars erst mal gut. Nun ist seit vergangenem Jahr auch Oettinger Geschichte und heute aktuell bangt Wolters (eh schon vor einigen Jahren durch die BRAWO-Bank vor dem Konkurs gerettet) um die Zukunft seines hiesigen Werkes. Die Deutschen trinken immer weniger Bier, allein Craftbeer boomt, ist aber eher ein Luxusprodukt und in der heutigen Zeit für den Durchschnittsbiertrinker kaum relevant, zumal auch fast jede Großbrauerei sich Craftbeeruntermarken leistet. Hier gibt es diverse Kleinbrauereien, die sich in den letzten Jahren getraut haben, selbst und ständig etwas zu entwickeln. Auch die Wiederbelebung alter Namen, wie etwa National Jürgens Brauerei , tut ihr Übriges.

    Vor 10-15 Jahren sah der Markt zwar such stagnierend aus, aber lange nicht so verheerend wie jetzt. Eigentlich ist alles das nicht sehr groß ist und nicht extrem regional verortet, nahe der Insolvenz.

    Das ist schon richtig das man da sicherlich Nachholeffekte hat, aber das größte Problem ist das die meisten wenn es nicht optimal läuft jegliche Investitionen einstellen. Dadurch wird die Produktivität immer geringer, da die Anlagen mit der Zeit einfach nicht besser werden. Dadurch steht die Marge unter Druck und man spart sich auch noch die Wartung. Wenn man sich so manche traditionsreiche alte Brauerei von innen ansieht, gruselt es einen.

    Ist mit Sicherheit nicht die beste Branche für jegliche Argumente, aber genau diese Art ist mir bisher in jeder Branche begegnet. KFZ-Werkstätten die mit einem Meister, einem Gesellen und 10 Azubis geführt wurden, von denen natürlich Niemand übernommen wurde.

  • Gerade in den Medien: Die Witwenrente soll fallen, dafür verpflichtendes Rentensplitting...

    Warum unnötig kompliziert? Eine einfache Abschaffung hätte es auch getan, ohne dass man(n) seine Punkte abgeben muss.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Gerade in den Medien: Die Witwenrente soll fallen, dafür verpflichtendes Rentensplitting...

    Warum unnötig kompliziert? Eine einfache Abschaffung hätte es auch getan, ohne dass man(n) seine Punkte abgeben muss.

    Habe ich auch gerade gelesen:

    https://www.welt.de/wirtschaft/art…eutschland.html

    Wenn einer der Ehepartner verstirbt, dann gehen doch beim Rentensplitting die Leistung für dessen Einzahlungen hälftig verloren, oder?

    Und ist es nicht schon heute so, dass inzwischen bei Witwenrenten andere Einkünfte gegengerechnet werden und sich mindernd auf die Auszahlungen auswirken?

  • Habe ich auch gerade gelesen:

    https://www.welt.de/wirtschaft/art…eutschland.html

    Wenn einer der Ehepartner verstirbt, dann gehen doch beim Rentensplitting die Leistung für dessen Einzahlungen hälftig verloren, oder?

    Und ist es nicht schon heute so, dass inzwischen bei Witwenrenten andere Einkünfte gegengerechnet verwerden und mindernd auf die Auszahlungen wirken?

    Das Rentensplitting ist quasi ein Versorgungsausgleich, also eine rentenmäßige Scheidung.

    Wenn das verpflichtend wäre, dann würde der überlebende Hauptverdiener Anwartschaften abgeben, falls der Partner stirbt. Keine Ahnung wem das helfen sollte! :rolleyes:

  • Das ganze dürfte von der Problematik ähnlich gelagert sein, wie das Ehegattensplitting. Es geht um die Aufteilung der Einkünfte untereinander in einer Bedarfsgemeinschaft bzw. Wirtschaftsgemeinschaft. Im Falle der Rente sozusagen "über den Tod hinaus".

    Früher war es Frauen verboten, arbeiten zu gehen.

    Dann dürften sie.

    Jetzt müssen sie.

  • Das ganze dürfte von der Problematik ähnlich gelagert sein, wie das Ehegattensplitting. Es geht um die Aufteilung der Einkünfte untereinander in einer Bedarfsgemeinschaft bzw. Wirtschaftsgemeinschaft. Im Falle der Rente sozusagen "über den Tod hinaus".

    Rentensplitting - da die Ehe eine Bedarfsgemeinschaft ist -alles aufteilen!

    Ehegattensplitting - die Ehe soll/darf steuerlich keine Bedarfsgemeinschaft sein, beide sollen/müssen arbeiten.

    Verstehe, wer will.:(

  • Doch es gibt noch die Waisenrente und die Halbwaisenrente. Aber da kann man bestimmt auch noch etwas dran ändern.

    Das kann oder wird wohl so sein.

    Es ging ja erst mal um die eigenen bzw. Witwenrenten. Apropos Empathie: ;( bezog sich natürlich nicht auf den Todesfall, sondern das Einstellen von Rentenzahlungen bei einem solchen, was ja obligatorisch ist.

    Die Gründe für geplante Änderungen sind nachvollziehbar, die Auswirkungen erheblich. Wenn ich an das Verhältnis von eigener zu Witwenrente bei einer Verwandten denke ...

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