Festlegen

  • Wie meinst du das genau? Ändern sich deine grundlegenden/längerfristigen finanziellen Ziele so oft oder deine Ideen, wie du dein Geld am Besten anlegst?

    Ich bin weder Finanzprofi noch gebe ich Anlageberatungen.
    Meine Beiträge sind als Impulse zu verstehen, um sich selbst zu informieren.

  • ich hatte mein Leben lang immer Probleme mich in Bezug auf meine Finanzen fest zu legen, weil ich nie wusste, was mir morgen in den Kopf kommt

    Das Erfolgsrezept der Evolution lautet Anpassung.


    Apropos "festlegen":

    Auf jeden Fall legen so oder so andere - sprich Dir fremde Dritte - die Rahmenbedingungen für Deine Finanzen fest: Angefangen vom Geldsystem (Fiat-Money-System sprich staatliches nach Belieben und aus dem Nichts heraus vermehrbares Papiergeld) und Währungsexperimenten (Beispiel: Einheitswährung Euro) sowie einer EZB (Beispiel: Organisierte Geldentwertung per annum) über staatliche Steuern und Abgaben Dein Einkommen betreffend bis hin zu staatlich organsierten Systemen wie GRV, GKV usw.

    Wenn Du damit zufrieden bist, ist doch alles bestens.

    Wenn nicht, ist eben Anpassung bzw. Einstellung Deiner Finanzen darauf angesagt.

    Für meinen Teil beispielsweise bin ich das nicht und versuche daher wenigstens meine Finanzen auf die von anderen - mir fremden Dritten - gesetzten Rahmenbedingungen anzupassen. Wenn ich schon die Rahmenbedingungen selbst nicht ändern kann ...

  • Es ist ein wenig die Frage im Raum, was du damit konkret meinst.

    Wenn du heute einen ETF kaufst, willst du morgen einen anderen?

    Oder heute willst du sparen, morgen investieren, übermorgen ausgeben?

    Mir hat ein Grundsatz geholfen: Was ist, das bleibt.

    Ich verkaufe keine ETFs. Wenn, dann bespare ich die Alten nicht mehr und kaufe etwas anderes.

    Wenn ich im Leben neue Pläne habe, dann muss ich die auch anders realisieren, als die alten Pläne umzuwerfen. Konkret: Als ich Mal kein Geld fürs Auto hatte, hab ich nicht meine ETF Anteile verkauft, sondern einen Autokredite genommen. Als wir unser Haus gekauft haben, sind auch keine ETFs verkauft worden, sondern das musste anders auf die Beine gestellt werden.

    Natürlich kann man Mal Entscheidungen überdenken, aber dann nur aus Gründen. ZB will ich meine Riester auf die Aktienrente umlegen, Gründe bekannt. Oder ich hab einen MSCI World verkauft und einen FTSE All-World von dem Geld gekauft, weil ich zu Vanguard wechseln wollte (Natürlich mit Blick auf den Freibetrag). Aber Wechsel sollten begründet sein und nicht von heute auf morgen gefällt werden.

    Diese Art, also sehr konservativ an Änderungen ranzugehen, funktioniert natürlich bei Immobilien, ETFs, Anleihen und Geldmarkt-Fonds besser, als bei Einzelaktien oder gar Derivaten, bei denen ein aktiver Handel mitunter Teil des Spiels ist. Deswegen lasse ich von sowas auch eher die Finger.

  • Ich habe mich ein einziges Mal in Bezug auf eine Geldanlage festgelegt: Beim Kauf eines Hauses. Das war eine gute Idee. Es hat mir in 10Jahren 77 Prozent Rendite gebracht. Damit war ich zu Frieden.

    Im Augenblick bin ich aber sehr unentschlossen. Eine Immobilie in Italien? Ein ETF oder beides? Schon mal eines altersgerechte Immobilie? Oder die Kohle einfach auf den Kopf hauen. Es fällt mir einfach schwer mich fest zu legen. Dabei weiß ich genau, dass es sehr ratsam wäre sich fest zu legen. Ich habe noch 10 Jahre bis zur Rente. Noch mal 70 bis 80 Prozent Rendite einzufahren wäre natürlich schon ganz nett.... Also werde ich zumindest die Hälfte meines Vermögens langfristig anlegen. Vermutlich in einen breit gestreuten ETF.

  • Man kann Alles haben nur nicht zur selben Zeit.

    Ohne Ziel wird jede Wanderung ein planloses Umherirren.

    Goldmicha , Setz dir Ziele:

    z.b.
    10000€ auf dem Tagesgeld oder 50000€ im Welt Aktien ETF oder 3 Unzen Gold oder 0,1906 Bitcoin oder eine Eigentumswohnung .

    Kannst auch die Ziele der Reihe nach Abarbeiten.
    Wenn du fertig bist kannst du dich ja wieder melden. 😉

  • Ich habe mich ein einziges Mal in Bezug auf eine Geldanlage festgelegt: Beim Kauf eines Hauses. Das war eine gute Idee. Es hat mir in 10Jahren 77 Prozent Rendite gebracht. Damit war ich zufrieden.

    5,8% Wertentwicklung pro Jahr, vermutlich steuerfrei.

    Im Augenblick bin ich aber sehr unentschlossen.

    Was sollen die Foristen dagegen machen?