wie werde ich das Gendern los?

  • Bei der paritätischen Besetzung als Erwartungshaltung sollte man da auf jeden Fall aber erzieherisch nochmal nachsteuern. Die Ursachen sind vielfältig, an fehlender Gleichberechtigung liegt es aber sicher nicht immer.

    Das mag schon sein, aber was ist an einer "paritätischen Besetzung als Erwartungshaltung" bei Kindern falsch? Wenn irgendwann in 15 oder 20 oder 30 Jahren, wenn diese Kinder (vor allem auch Jungs!) erwachsen sind, aufgrund eben dieser Erwartungshaltung 30-40% Frauenanteil rauskommen statt 10% ist doch auch schonmal was gewonnen.

    Es ist ja auch nicht jeder zweite Erzieher eine Frau

    In unserer Kita durchaus, da ist die Verteilung Männer / Frauen bei ca. 50 / 50.

    Alles andere führt zu weniger Akzeptanz, weil aktiv dagegen gearbeitet wird (was ohnehin schon wird).

    Das ist ein Generationenthema. Wenn Kinder damit ganz selbstverständlich aufwachsen, wird es irgendwann zum ganz normalen Standard werden. So wie heute auch das "Fräulein" aus dem Sprachgebrauch verschwunden ist.

  • Ich finde, dass Gendern überbewertet wird.

    Jedenfalls so lange und so weit ich mich dieser (nach meinem Dafürhalten - und dem einer großen bis überragenden Mehrheit der Bevölkerung (je nach repräsentativer Umfrage)) - Sprachverhunzung entziehen und/oder ausweichen kann.

    Kommt es aber zur Zwangsbeglückung - via mit Zwangsgebühren finanzierten ÖR-Medien beispielsweise - die laut damaligem (2019) bezahltem Framing-Konzept (von Elisabeth Wehling - oder so ähnlich zumindest) als "Gemeinwohlmedien" angesehen werden sollten ... - ist das mit der Überbewertung und dem Ausweichen so eine Sache.

    Aus meiner Sicht wird das Thema von Kritikern hochstilisiert.

    Der Blick auf repräsentative Umfragen zu dem Thema zeigt, daß es nicht ganz wenige Kritiker zu geben scheint ...

  • Ich finde „Schatzmeister:in“ gut.

    Mir scheint, dass sich die Diskussion über Gendern oft schnell emotional auflädt, obwohl es eigentlich nur um eine kleine sprachliche Darstellung (hier im Avatar) geht. Die besonders heftigen Reaktionen haben aus meiner Sicht häufig weniger mit dem konkreten Wort zu tun als mit grundsätzlichen Haltungen und persönlichen Erfahrungen, die Menschen mit dem Thema verbinden. Man kann das Gendern sinnvoll finden oder ablehnen – hilfreich für das Forum ist am Ende aber vor allem, wenn wir respektvoll miteinander bleiben und die Kirche im Dorf lassen.

  • Ich gehöre auch zur Minderheit von 80% die gendern ablehnt. :thumbup:

    Leider muss man sich, gerade in vielen öffentlichen Foren oder auch besonders im ÖRR, der woken links/grünen Mehrheit von ca. 20% beugen und mit dem Unsinn leben. ;)

  • der woken

    Komisch: dieses Wort benutze ich überhaupt nie und viele andere Menschen in meinem Umfeld auch nicht. Sie benutzen es nicht und kennen es gar nicht.

    Es fiel mir eigentlich neulich auf, als ein ehemaliger Forist das plötzlich in einem Text mehrfach richtig frustriert benutzte, sich daran abarbeite.

  • In unserer Kita durchaus, da ist die Verteilung Männer / Frauen bei ca. 50 / 50.

    Bei uns 0 zu 100%. Gut...einen Praktikanten gab es mal, aber das wars auch. Schade, denn mittlerweile weiß man eigentlich, dass es Kindern - und insbesondere den Jungs - guttut, wenn sie nicht nur weibliche Bezugspersonen haben.

    Mir scheint, dass sich die Diskussion über Gendern oft schnell emotional auflädt, obwohl es eigentlich nur um eine kleine sprachliche Darstellung (hier im Avatar) geht. Die besonders heftigen Reaktionen haben aus meiner Sicht häufig weniger mit dem konkreten Wort zu tun als mit grundsätzlichen Haltungen und persönlichen Erfahrungen, die Menschen mit dem Thema verbinden.

    Das Problem am Gendern ist, dass eine Minderheit der Mehrheit eine gewisse Sprachregelung aufzwängen will und jeder der nicht mitspielt, ist der aktiven Diskriminierung schuldig. Den Vorwurf mögen sich die wenigsten gefallen lassen. Jetzt magst du vielleicht einwenden, dass du das niemandem aktiv vorwirfst...dieser Vorwurf entspringt aber dem Kern der Begründung des Genderns

  • Generell Krankenschwester:in oder Krankenbruder, wenn es ein Mann ist ... ?

    Krankenpfleger oder Krankenpflegerin. Ist doch gar nicht so schwierig.

    Komisch: dieses Wort benutze ich überhaupt nie und viele andere Menschen in meinem Umfeld auch nicht. Sie benutzen es nicht und kennen es gar nicht.

    Es fiel mir eigentlich neulich auf, als ein ehemaliger Forist das plötzlich in einem Text mehrfach richtig frustriert benutzte, sich daran abarbeite.

    Das wird in gewissen Kreisen als Schimpfwort und zur Abwertung benutzt. Sagt mehr über den, der es benutzt als über das, was es bezeichnet. 😁

  • Es gibt keinen Zwang zu Gendern, es steht jedem frei es zu tun oder zu lassen.

    Da wird von vermeintlichen Kritikern etwas unterstellt, was es gar nicht gibt.

    Ich tue es seltenst bis nicht aber es stört mich auch nicht. Wenn es jemandem wichtig ist, dann gern.

    Das mag in verschiedenen Umfeldern und Publikationen anders sein, wie ich aus universitärem Umfeld vernehme, das ist aber nicht die Blase in der ich mich dauerhaft aufhalte.

  • Das Problem am Gendern ist, dass eine Minderheit der Mehrheit eine gewisse Sprachregelung aufzwängen will und jeder der nicht mitspielt, ist der aktiven Diskriminierung schuldig. Den Vorwurf mögen sich die wenigsten gefallen lassen. Jetzt magst du vielleicht einwenden, dass du das niemandem aktiv vorwirfst...dieser Vorwurf entspringt aber dem Kern der Begründung des Genderns

    Die Frage ist, ob man sich das zu eigen macht. Wird dir das Gendern denn irgendwo vorgeschrieben? Meiner Erfahrung nach ist das zu 99% ein gefühlter Vorwurf.

  • 12345

    Eine paritätische Geschlechteraufteilung ist bei vielen Berufen realitätsfremd. Auf die schnelle hab ich Zahlen der Lufthansa gegunden, bei denen der Frauenanteil bei Pilot:innen bei 8% liegt. Das liegt sicher an vielen Faktoren, aber eben auch am (fehlenden) Interesse von Frauen an diesem Beruf.

    Inwiefern eine anekdotische Erfahrung zur Geschlechterverteilung einer Kita jetzt zu irgendwas beitragen soll, verstehe ich nicht.

    Man kann seinem Kind natürlich irgendwelche Weltbilder indoktrinieren, aber eine paritätische Geschlechterverteilung ist einfach in vielen Berufen nicht realisierbar.

  • Und im Flugzeug war er geradezu entrüstet, dass da zwei männliche Piloten waren und keine einzige Frau als Pilotin.

    Dein Sohn ist noch nicht oft geflogen. Wenn ein Flugzeug die letzten Meter kurz vor der Landung förmlich durchkracht, weiß der Vielflieger ziemlich genau, welches Geschlecht der "Pilot flying" hat. 8)

  • Generell Krankenschwester:in oder Krankenbruder, wenn es ein Mann ist ... ?

    seit 2020 heist das offiziell Pflegefachfrau oder Pflegefachmann bzw. Pflegefachperson

    oder man spricht von Pflegepersonal bzw. Pflege(fach)kraft

    diese neuen Bezeichnungen lösten die 1957 eingeführten begriffe der Krankenschwester bzw. des Krankenpflegers ab. zwischendurch hies das auch schon Gesundheits- und Krankenpfleger*innen

    So zumindest mein Kentnisstand.

  • Semantisch betrachtet ist eine Krankenschwester wohl am ehesten die Schwester eines Kranken.

    Wie kommst Du denn auf dieses sehr schmale Brett und diese linguistisch nicht haltbare These? In einem Kompositum - so nennt man die Zusammensetzung zweier Substantive zu einem neuen Substantiv - können die beiden Teile in höchst unterschiedlicher semantischer Beziehung zueinander stehen. Du kannst Dir ja mal überlegen, wie es bspw. bei „Apfelkuchen“ und „Hundekuchen“ aussieht. Oder bei „Kalbsschnitzel“ und „Kinderschnitzel“.

  • Wie kommst Du denn auf dieses sehr schmale Brett und diese linguistisch nicht haltbare These? In einem Kompositum - so nennt man die Zusammensetzung zweier Substantive zu einem neuen Substantiv - können die beiden Teile in höchst unterschiedlicher semantischer Beziehung zueinander stehen. Du kannst Dir ja mal überlegen, wie es bspw. bei „Apfelkuchen“ und „Hundekuchen“ aussieht. Oder bei „Kalbsschnitzel“ und „Kinderschnitzel“.

    Na ja, dass die Siechen vornehmlich in der Obhut des HERRN gesundeten, ist ja nun schon ein paar Jährchen her. Besser die opake "Schwester" nicht mehr benutzen, am Ende fühlen sich Pflegende noch als Gläubige verunglimpft!

  • Wie kommst Du denn auf dieses sehr schmale Brett und diese linguistisch nicht haltbare These? In einem Kompositum - so nennt man die Zusammensetzung zweier Substantive zu einem neuen Substantiv - können die beiden Teile in höchst unterschiedlicher semantischer Beziehung zueinander stehen. Du kannst Dir ja mal überlegen, wie es bspw. bei „Apfelkuchen“ und „Hundekuchen“ aussieht. Oder bei „Kalbsschnitzel“ und „Kinderschnitzel“.

    Ich komme darauf weil ich auf Sovereigns Unsinn mit Blödsinn reagieren wollte.

    Apfelkuchen besteht aus Äpfeln, Hundekuchen nicht aus Hunden sondern ist der Kuchen für den Hund, das Schnitzel besteht aus Kalb oder ist für Kinder.

    In welcher Beziehung stehen denn die Kranken und die Schwester miteinander dass am Ende jede:r die weibliche Pflegefachkraft erkennt?

    Der Blödsinn steckt auch im Wort Krankenschwester.