Private Haftpflichtversicherung: Goldesel der Versicherungswirtschaft?

  • Völlig richtig!

    Zusätzlich zur Haftung für eigene Fehler (Fahrlässigkeit) gibt es auch noch die sog. Gefährdungshaftung, wenn man zB verantwortlich ist für alle Gefahren die etwa von einem eigenen Hund, einem Grundstück, einem Boot oder einem Kfz ausgehen.


    Hallo Wanderslust,

    welche Gefahr soll denn bitte von einem Grundstück ausgehen?^^

  • Hallo Wanderslust,

    welche Gefahr soll denn bitte von einem Grundstück ausgehen?^^

    Ist das eine ernst gemeinte Frage?

    Hier die KI-Antwort darauf:

    „Grundstücke können verschiedene Haftpflichtgefahren bergen, die Eigentümer für Schäden an Dritten haftbar machen. Typische Risiken entstehen aus Vernachlässigung der Verkehrssicherungspflichten.


    Häufige Gefahren


    • Verkehrssicherungspflichten: Unzureichende Instandhaltung (z. B. Einsturz von Bauten oder Ablösung von Teilen), fehlende Räum- und Streupflicht bei Schnee/Eis, mangelnde Beleuchtung oder Reinigung, was zu Stürzen oder Verletzungen führt.


    • Gewässerschäden: Auslaufende Heizöltanks oder ähnliche Anlagen, die Umweltschäden oder Kontaminationen verursachen.


    • Bäume und Vegetation: Umstürzende Bäume durch Sturm oder mangelnde Pflege, die Fahrzeuge, Gebäude oder Personen beschädigen.


    Anlagen und Sonstiges


    • Feste Anlagen: Photovoltaik- oder Solaranlagen, Garagen, Carports oder Tierunterkünfte (z. B. Hundezwinger), die Schäden auslösen.


    • Natürliche Risiken: Wildtierfraß, Vandalismus oder Brände, die auf unbebauten Flächen zu Sachschäden an Nachbargrundstücken führen.


    • Personenschäden: Verletzungen von Besuchern oder Passanten durch ungesicherte Bereiche, Löcher oder Gefahrenquellen.


    Eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung deckt diese Risiken ab und schützt vor unbegrenzter privater Haftung.

  • Zweites Zwischenfazit:

    Wenn ich Jesus folge (Demut, Verzicht, Bescheidenheit) und Hobbys wie Skifahren und andere von spätrömischer Dekadenz triefenden Aktivitäten unterlasse, geht das Risiko eines existenziell bedrohlichen Schadenereignisses gegen null.

    Konkrete Schadenereignisse, die die eigene wirtschaftliche Existenz hätten zerstören können und dank einer PHV reguliert werden konnten, sind nach der bisherigen Diskussion nicht bekannt.

    Recherche über eine einschlägige Vergleichs-App:

    PHV ohne Selbstbehalt, inkl. mind. 10 Mio. Euro Deckungssumme + Ausfalldeckung + Gefälligkeitsschäden + Schlüsselverlust Miete + Gemietete oder geliehene Sachen: Ab ca. 33 Euro/Jahr

    PHV mit 1.000 Euro Selbstbehalt, inkl. mind. 10 Mio. Euro Deckungssumme + Ausfalldeckung + Gefälligkeitsschäden + Schlüsselverlust Miete + Gemietete oder geliehene Sachen: Ab ca. 15,50 Euro/Jahr

    An dieser Stelle sollte auch jedem:r Nicht-Mathematiker:in klar sein, dass ganz offensichtlich ein Großteil der regulierten Schäden in einem Bereich unterhalb von 1.000 Euro liegt.


  • Ok, verstanden.

    In derartigen Fällen würde die PHV also gar nicht zur Anwendung kommen, da eine "Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung" zuständig wäre.

    Wie oft gab es denn in deinem sozialen Umfeld Schadenereignisse, bei denen die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung zur Anwendung gekommen ist? Wie hoch war die regulierte Schadenhöhe in etwa?

  • Derartige Fälle sind mir jedoch nicht bekannt. Vielleicht kennt ja jemand einen entsprechenden Fall, bei dem eine Person ohne PHV seit geraumer Zeit an die geschädigte Person zahlen muss?

    Gibt es aber!

    An dieser Stelle sollte auch jedem:r Nicht-Mathematiker:in klar sein, dass ganz offensichtlich ein Großteil der regulierten Schäden in einem Bereich unterhalb von 1.000 Euro liegt.

    Na Und? dann nehm doch eine mit 1k€ Selbstbeteiligung.

    Armer Leopard , Du verstehst den Sinn einer Versicherung nicht.
    Eine Versicherung soll für den Versicherungsnehmer keine Rendite bringen.
    Eine PHV kann aber für 50€ im Jahr das Risiko, dass du lebenslang pleite bist, weil du durch die Verursachung eines Schadens für den Schaden zahlen musst.

  • Ok, verstanden.

    In derartigen Fällen würde die PHV also gar nicht zur Anwendung kommen, da eine "Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung" zuständig wäre.

    Wie oft gab es denn in deinem sozialen Umfeld Schadenereignisse, bei denen die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung zur Anwendung gekommen ist? Wie hoch war die regulierte Schadenhöhe in etwa?

    Für Eigentümer - Grundbesitzerhaftplicht

    Für Mieter - Privathaftpflicht.

    Die regulierten Schadenhöhen kannst Du Dir selbst ausrechnen. Mein soziales Umfeld ist für Dein Risiko irrelevant.

    In meiner Straße ist schon einmal ein Mehrfamilienhaus ausgebrannt, weil die Mieter oder Miteigentümer nicht aufgepasst haben. Der Sachschaden war mindestens 6- oder 7-stellig. Personenschäden kämen noch dazu (mir nicht bekannt), ebenso die Kosten der Feuerwehr (mindestens 5-stellig).

    Im Garten meiner Eltern ist schon mal ein großer Baum umgefallen. Zum Glück hat er nur den Zaun beschädigt. Er hätte auch jemanden töten oder auf das Nachbarhaus fallen und dieses zerstören können.

    Was für absurde Fragen sind das eigentlich?

    🤷🏻‍♂️

  • Macht wohl keinen Sinn mehr sachlich zu antworten, der TE ist nicht auf sinnvolle Antworten aus, auf Wiedersehen….

    Ich wundere mich schon die ganze Zeit, wie viele Foristen sich die Mühe machen, dem TE etwas zu erklären, was mit gesundem Menschenverstand ohnehin klar sein sollte. Dieser Thread ist diesbezüglich die logische Fortsetzung seiner Fragen zum magischen Dreieck bei der PKV. Ich schenke meine Zeit lieber Menschen, die wirklich nach Antworten suchen.

  • Liebe Finanztip-Community,

    2.500 Zugriffe und 68 Antworten in nur 2 Tagen - das zeigt, dass das Thema nicht ganz so trivial ist, wie es manche Forist:innen durch ihre Herabwürdigung darstellen wollten.

    Mein (vorläufiges) Fazit:

    Wenn man als MIETER:

    - achtsam im Alltag handelt (dazu gehört auch, sich zu vergewissern, dass elektronische Geräte sowie Wasserhähne bei Verlassen der Wohnung ausgeschaltet sind) und

    - vorwiegend zu Fuß und manchmal mit dem ÖPNV unterwegs ist,

    dann geht das Risiko eines größeren Schadenereignisses gegen null.

    Trotz mehrfacher Nachfrage konnte außer dem in Beitrag Nr. #67 dargestellten Sachverhalt (bei dem die näheren Umstände leider nicht bekannt sind) kein existenzbedrohliches Schadenereignis genannt werden, dass die Sinnhaftigkeit einer PHV rechtfertigt.

    Wenn man als Teil eines Versichertenkollektivs die (grobe) Fahrlässigkeit seiner häufig nicht ganz so achtsamen Mitmenschen mitfinanzieren möchte, ist dies selbstverständlich jedem Menschen gestattet.

  • Ich höre mir das nicht mehr an.
    Hauptsache meine Allianz erhöht die Dividende auf 17,10 Euro und die Münchner Rück auf 24 Euro.


    Guten Abend Tomarcy,

    das funktioniert allerdings nur dann, wenn möglichst viele Menschen möglichst viele Versicherungen abschließen, die sie dann idealerweise nie in Anspruch nehmen.

    Randnotiz: Die Outperformance von Allianz und Münchener Rück gegenüber einer sinnvoll gewählten Benchmark (z. B. DAX) steht in einem nicht sonderlich attraktiven Verhältnis zu dem Risiko, das von einer Einzelaktie ausgeht.;)

  • Bei der Beurteilung eines Risikos sind zwei Aspekte zu beachten: erstens die Eintrittswahrscheinlichkeit, zweitens die Eintrittsfolgen.

    Diese einfache Erkenntnis macht zusammen damit, dass sie günstig zu haben ist, die Privathaftpflicht zu einem No-brainer.

  • An dieser Stelle sollte auch jedem:r Nicht-Mathematiker:in klar sein, dass ganz offensichtlich ein Großteil der regulierten Schäden in einem Bereich unterhalb von 1.000 Euro liegt.

    Nein. Seltene, aber sehr teure Schäden beeinflussen den Preis natürlich auch.

    Für Eigentümer - Grundbesitzerhaftplicht

    Für Mieter - Privathaftpflicht.

    Nicht ganz. Für das selbstgenutzte Haus reicht die PHV. Beispiel: Jemand stürzt wegen mangelndem Schneefegen.

    Für andere Grundstücke sollte man eine Grundbesitzerhaftpflicht haben.

    Mein (vorläufiges) Fazit

    Was mich interessieren würde: Hältst Du bei einem vorsichtigem Fahrer die Kfz-Haftpflicht auch für überflüssig? Würdest Du darauf verzichten, wenn es ginge?

  • Nach der Logik des TE kann er hier auch erfolglos nach einem Lotto-Millionär suchen. Keiner kennt einen? Dann gibt's die nicht.

    Oder m.a W : Du hast die Grundgesamtheit deiner Statistik vollkommen unzulänglich gewählt und ziehst daher ein Fazit wie ein Blinder über Farben - garbage in, garbage out.

  • welche Gefahr soll denn bitte von einem Grundstück ausgehen? ^^

    Von den meisten keine. Aber bei Hanglage, großen Bäumen, etc. ist da schon was möglich. Und spätestens wenn auf dem Grundstück gebaut wird und der Bauunternehmer die Grube für die Zisterne eine Woche mit Flatterband absichert, geht auch vom Grundstück eine ernsthafte Gefahr aus. Wobei in dem Fall eher die Bauherrenhaftpflicht zuständig wäre

  • Die Outperformance von Allianz und Münchener Rück gegenüber einer sinnvoll gewählten Benchmark (z. B. DAX) steht in einem nicht sonderlich attraktiven Verhältnis zu dem Risiko, das von einer Einzelaktie ausgeht

    Vielen Dank. Das ist mir bekannt. Wusste nur mein Vorfahre nicht, der 1905 die Familienstiftung gründete.

  • Wie oft gab es denn in deinem sozialen Umfeld Schadenereignisse, bei denen die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung zur Anwendung gekommen ist? Wie hoch war die regulierte Schadenhöhe in etwa?

    Kennst du jemanden (aus deinem sozialen Umfeld) der schon mal in Bielefeld war...?

    Der Rechtsstaat hat nicht zu siegen, er hat auch nicht zu verlieren, sondern er hat zu existieren! (Helmut Schmidt, 1918-2015)

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