Wie geht Ihr mit Geld/Vermögen um in der Ehe/Partnerschaft?

  • Den Online-Zugriff gibt es aber auch nicht unbedingt mit einer Kontenvollmacht.:rolleyes:
    Ich habe für das Konto meiner verstorbenen Mutter sowohl eine bankeninterne Vollmacht als auch eine notarielle Vollmacht über den Tod hinaus.
    Da sich die Testamentsabwicklung, auf Grund der überlasteten Gerichte hier in die Länge zieht, habe ich einen Online-Zugriff für meinen Kontenzugang bei der Sparkasse beantragt.
    Der Onlinezugang wurde mit der Begründung abgelehnt, dass ein solcher Zugriff auf ein Erbenkonto nicht möglich sei.
    Zum Glück habe ich die Möglichkeit in ertragbarer Entfernung über eine andere Sparkasse zumindest Überweisungen und Kontoauszüge vom Konto zu ziehen.

    Da scheint es von Sparkasse zu Sparkasse verschiedene Handhabungen zu geben. Meine Mutter war erst Pflegebedürftig bevor sie verstorben ist, schon während der Pflege wurde meine Vollmacht anerkannt und mit Vorlage der Sterbeurkunde war alles endgültig erledigt. Ich bekam einen Online Banking Zugang, war mit einem Gespräch vor Ort geklärt. Wenn ich auch sonst mit der Sparkasse viele Probleme hatte, dass hat ausnahmsweise mal geklappt.

  • Wie geht Ihr mit Geld um in Eurer Ehe?

    .....

    Wichtig ist natürlich die strukturelle Gestaltung der Ehe an sich:

    Spätestens bei der zweiten Ehe sollte man den wichtigen Grundsatz "Schönheit vergeht, Hektar besteht" befolgen und sich die Ansprüche auf die "Hektar" mittels einem gutem Ehevertrag sichern.

  • Das ganze kann geschickt umgangen werden wenn man folgenden Grundsatz bei der ersten Ehe schon anwendet:

    Für arme Eltern kann man nichts, wohl aber für arme Schwiegereltern. ;)

    Tragisch, wenn man/frau dann diese schrecklichen Schicksale lesen muss….

    https://m.bild.de/unterhaltung/s…w.google.com%2F

    Für Leute, die die wirtschaftlichen Hintergründe wissen wollen:

    https://www.mallorcazeitung.es/boulevard/prom…704284.amp.html

    Hinweis:

    2024 übertrug BMW-Erbin Susanne Klatten Vermögenswerte von mindestens 4,5 Milliarden Euro an ihre drei Kinder. Jedes Kind bekam Anteile im Wert von über 1,5 Milliarden Euro. Geldsummen, die natürlich weit über jedem Freibetrag liegen.

    Und doch könnten ihre Kinder die Milliarden steuerfrei bekommen: Mit Hilfe der sogenannten Verschonungsbedarfsprüfung. Sie erlaubt einen Steuererlass, wenn das „private“ Vermögen der Erben zu klein ist, um die Steuer sofort zu zahlen. Das gilt selbst bei einem Milliarden-Erbe. Diese Regel macht es Überreichen leicht, sich vor dem Finanzamt arm zu rechnen.

    Prost !

  • .. und genau da muss der Finanzminister ran.... https://de.wikipedia.org/wiki/Verschonu…rfspr%C3%BCfung abschaffen...

    Wird er aber nicht tun. Stell dir mal vor, in welche Existenz Nöte, zum Beispiel Johanna K. käme, wenn sie einige BMW Aktien verkaufen müsste.

    Und das auch noch, um eine Steuer zu bezahlen….

    Das ist doch völlig unzumutbar, und da gehen wahrscheinlich auch Arbeitsplätze verloren, wenn diese Aktien in irgendwelche bösen Hände geraten.

    Hadt du schon mal vom Seeheimer Kreis gehört?

  • Wird er aber nicht tun. Stell dir mal vor, in welche Existenz Nöte, zum Beispiel Johanna K. käme, wenn sie einige BMW Aktien verkaufen müsste.
    Und das auch noch, um eine Steuer zu bezahlen….

    So abwegig ist das auch wieder nicht. Ich weiß nicht wie hoch der Anteil der Familie Klatten an BMW ist, aber es könnte durchaus problematisch sein, wenn ein Erbe Aktien verkaufen müsste und dadurch ggf. eine Sperrminorität im Unternehmen verliert.

    Das ist doch völlig unzumutbar, und da gehen wahrscheinlich auch Arbeitsplätze verloren, wenn diese Aktien in irgendwelche bösen Hände geraten.

    Man könnte so etwas aber umgehen, in dem Aktien als Pfand für die fällige Erbschaftssteuer auf einem staatlichen Sperrdepot hinterlegt werden müssen. Der Erbe behält das volle Stimmrecht der Aktien und kann über z.B. 20-30 Jahre die fällige Erbschaftsteuer abstottern (z.B. über die Dividendenzahlungen). Natürlich nur mit einem Inflationsausgleich. ;)
    Und wenn der Erbe dann auf wundersame Weise doch ein paar Millionen auf einem vergessenen Sparbuch findet, kann man auch gern die Erbschaftssteuer sofort zahlen und erhält dann einen Bonus. Geht ja bei der Rückzahlung von Bafög auch.
    Ist die Steuer beglichen erhält der Erbe die Aktien wieder zurück in seinem Depot.
    Problem gelöst. Aber so einfach geht es natürlich nicht will uns die Politik bzw. die Lobby klar machen.

  • Ist die Steuer beglichen erhält der Erbe die Aktien wieder zurück in seinem Depot.
    Problem gelöst. Aber so einfach geht es natürlich nicht will uns die Politik bzw. die Lobby klar machen.

    Das hast du gut analysiert und beschrieben. Solange es überreichen Personen in Deutschland aber legal möglich ist, Milliardenvermögen quasi steuerfrei zu vererben, wird sich am Grundproblem nichts ändern.

  • Das hast du gut analysiert und beschrieben. Solange es überreichen Personen in Deutschland aber legal möglich ist, Milliardenvermögen quasi steuerfrei zu vererben, wird sich am Grundproblem nichts ändern.

    Das ist Problem ist leider, dass die Lobby der Vermögenden i.d.R. an allen Gesetzen mitschreibt. War ja bei Cum-Cum, Cum-Ex auch so, wie sich herausgestellt hat.
    Und der Passus der Verschonungsbedarfprüfung ist auch wieder so ein Ding. Schlichtweg genial, weil die Politik dann auch so dumm ist so etwas durchzuwinken.
    Aber wer mal was zum Lachen lesen will:
    https://www.spdfraktion.de/themen/neue-er…htigkeit-fuehrt

    Da habe die Sozen doch tatsächlich geglaubt Sie ändern etwas! :D

  • Bei uns sieht es so aus (verheiratet und ein Kind):


    Alle Einkünfte (Gehälter, Kindergeld, früher Elterngeld) gehen komplett auf unser Gemeinschaftskonto.

    Alle gemeinsamen Ausgaben wie Hausrate, Versicherungen, Nebenkosten, Autokosten, etc. werden davon bezahlt.

    Zusätzlich bekommt jeder von uns ein Taschengeld und Geld zum Sparen überwiesen. Zusätzlich sparen wir auch gemeinsam Geld an (Tagesgeld bzw. ETFs).

    Große Ausgaben werden eh besprochen und mit dem Taschengeld kann jeder machen was er will.

    Momentan bin ich der Alleinverdiener und meine Frau war in Elternzeit bzw. das letzte Jahr in unbezahlter Elternzeit. Sie fängt demnächst wieder Teilzeit an zu arbeiten, dann geht auch ihr Gehalt auf das Gemeinschaftskonto.

  • Hallo Hornie,

    das heißt also, Adoption nicht unbedingt nötig, ein Testament reicht. Das muss dann allerdings auch vorliegen, bei Adoption greift das gesetzliche Erbrecht incl. Pflichtteilsanspruch, das gilt als Stiefkind nicht.

    Ok. Aber das Testament beendet nicht einen Pflichtteil für die Eltern des Erblassers. Eine Adoption (wie ein eigenes Kind) m.E. schon.

  • Bei uns ähnlich, nur dass wir jeder ein eigenes Girokonto haben (das zum gemeinsamen Depot gehörige Verrechnungskonto ist aber ein gemeinsames).

    Für uns war klar, dass mit Eheschließung, gemeinsamem Kind und gemeinsamer Immobilie unser gesamtes Geld und Vermögen unser gemeinsames ist. Wir rechnen also nicht hin und her von wegen „ich habe im Restaurant bezahlt, aber Du gestern im Supermarkt“.

    Im Alltag und bei kleineren Käufen, Kleidung etc. kauft jeder was er braucht und mag. Bei größeren Anschaffungen (Haushaltsgeräte, Urlaube, neuer Laptop oder Handy etc.) stimmen wir uns ab bzw. entscheiden gemeinsam. Genauso bei Entscheidungen rund um Geldanlage, Altersvorsorge etc.

    Bei uns funktioniert das super. Zum einen, weil wir ähnlich ticken und ähnliche Prioritäten setzen, was Konsum angeht. Zum anderen, weil wir auch einfach genug Geld haben, dass es mit unserem Lebensstil gut funktioniert. Wenn genug Geld da ist, gibt es logischerweise auch weniger Konfliktpotenzial.

    Ich bin die, die mehr Spaß an Zahlen und Finanzplanung hat, trotzdem treffen wir alle Anlageentscheidungen gemeinsam und wissen und verstehen auch beide gleichermaßen, wo, wie und warum unser Geld so angelegt ist. Wenn ich hier im Forum oder auch in meinem Umfeld sehe, wie das bei vielen anderen so läuft, bin ich sehr froh, dass wir auch in Sachen Finanzen so gut zusammen passen und eigentlich immer ähnliche Vorstellungen hatten, wie unser Geld angelegt werden soll.

  • Bezogen auf die Ursprüngliche Frage des Threads: "Wie geht Ihr mit Geld/Vermögen um in der Ehe/Partnerschaft?" halte ich es ganz einfach:

    Ich mache die Finanzen, vermehre das angelegte Kapital und achte darauf, dass wir stets maximalen Ertrag erzielen und bekomme dafür ein monatliches Taschengeld von meiner Frau die wiederum shoppen geht, sich tolle Urlaube und allerlei sonstige Vergnügungen leistet.

    Also - sie gibt den Rest aus.

    Frei nach der Maxime "Happy Wife - Happy Life" ist das doch'ne prima Arbeitsteilung, oder?

    👍

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