Dann merkt man zumindest wie es sich anfühlt. Und das fühlt sich im Alter dann immer noch so an ![]()
Von Thesaurierer auf Ausschütter wechseln
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Anon_H -
4. März 2026 um 16:44 -
Erledigt
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Dazu möchte ich dann aber doch mal eins anmerken.
Du hast, wie du selbst sagst, noch nie Geld aus dem Depot genommen. Ich denke daher ist die Hürde ziemlich hoch daran zu gehen. Woher weist du, dass du im Alter dann munter einfach alles daraus verkonsumierst?
Ich glaube für viele ist die Hürde zu hoch und am Ende möchte man es nicht veräußern; genauso wie man in der "Ansparphase" nichts veräußern wollte. Ich glaube diese Hürde verschwindet dann nicht einfach und man dreht jeden Cent, den man aus dem Pott nehmen würde 3x um.Da hast Du einen validen Punkt angesprochen. Allerdings kenne ich mich und meine Psyche recht gut.
Ich musste noch nie Geld aus meinen Ersparnissen für die Altersvorsorge entnehmen, weil ich dieses Geld schlichtweg nicht benötigte. Ich kam bisher zeitlebens mehr als ausreichend mit meinem Einkommen klar (zum Glück!).
Im Unruhestand ergibt sich dann bei mir zwangsläufig die Notwendigkeit Geld aus den Ersparnissen zu entnehmen. Allein nur um den gewohnten Lebensstil beizubehalten. Die Frage die sich dann stellt ist einzig wie hoch die Entnahme sein wird.
Insofern hat es auch einen Vorteil, wenn man heute bereits weiß, dass man sein Vermögen verbrauchen muss, weil die Rente allein nicht reichen wird. Dann kann man sich bereits jahrelang mental darauf einstellen.
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Oha, ich hoffe, ich werde jetzt hier nicht gesperrt, wegen falschen Lorbeeren...

Mag sein, das ich das war. Spenden und Strafzahlungen gerne an die Aktion Sorgenbaron, IBAN per PN...

Aber ob ich den an der Stelle empfehlen würde, als mutmaßlich einziger bzw. einziger gefütterter und depot-prägender ETF? Da würde ich lieber mal warten, bis man da mal die Ausschüttungsrendite und den Chartverlauf von mind. einem Jahr anschauen kann. In meinem Depot ist der A41L70 zwar auch schon gelandet, aber da liegt er zwischen genügend anderen. An der Stelle würde ich Dividenden-ETF trotz der Aussagen des Themenerstellers lieber so verstehen, dass es regelmäßige Ausschüttungen und einen trotzdem vernünftigen Chartverlauf nebeneinander gibt, und nicht hohe Ausschüttungsquote, Chart = Strich und in paar Jahren fragt man sich wie die Inflation bloß ins Depot hüpfen konnte. Also ich würde hier eher die ausschüttende Variante einer All-World- oder World-Lösung nehmen. Und zwar Ausschütter grundsätzlich ja, aber so lange es geht mit (automatischer) Wiederanlage (je nach Größe z.B. bei ING, bei Scalable auch schon mit Centbeträgen). Dies auch vor dem Hintergrund, wie ich selber als Beamter zu meiner voraussichtlichen "Pensionslücke" stehe. Angesichts des Umgangs der Dienstherren mit mal vorhandenen (und von den Beamten etwas mitgefütterten) Rücklagen, angesichts der ewigen Rechtswege rund um die Amtsangemessenheit der Alimentation, der m.E.n. schon sehr gesunkenen und weiter sinkenden Verlässlichkeit von Politik und auch etwas einfacher Grundschulmathematik gehe ich davon aus, diese Lücke wird weitaus größer sein, als die Beamten, die heute vielleicht noch 20 +x Jahre zur Pension haben, sich das derzeit vorstellen.
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Aber ob ich den an der Stelle empfehlen würde, als mutmaßlich einziger bzw. einziger gefütterter und depot-prägender ETF? Da würde ich lieber mal warten, bis man da mal die Ausschüttungsrendite und den Chartverlauf von mind. einem Jahr anschauen kann.
So sehe ich den auch. Ich hab ihn aber nicht hier aus dem Forum
Er ist in meine YT Bubble gehüpft. Ich habe ihn wie gesagt mit 100€ ins Depot gelegt, einfach damit ich ihn auf dem Radar habe. Ich hatte überlegt monatlich die "Überbleibsel" hierein zu investieren aber das wird zu teuer (DKB Depot
).Ich verfolge keine "Passive Einkommen" Strategie; also geht es mir nicht darum die Dividenden zu maximieren. Ich sehe es daher genauso wie du: wenn ausschüttend, dann ein Welt-ETF. Ich bleibe meinem SPDR MSCI ACWI IMI treu; bespare ihn also jetzt als Ausschütter und lasse den Thesaurierer liegen. Wie hier empfohlen.
Die Ausschüttungen gehen in meinen herkömmlichen Geldfluss ein, den ich kurz angerissen hatte.
- Giro/Debit = Monatsausgaben, was übrig bleibt wandert ins Jahresbudget.
- Das Girokonto wird am letzten Tag vor der Gehaltszahlung auf 0 gesetzt.
- Tagesgeld = Jahresbudget, was übrig bleibt wird investiert.
- Das Tagesgeldkonto wird im Dezember auf den berechneten Jahresbedarf zzgl. Puffer gesetzt. Also alle jährlichen Ausgaben, ein Urlaubsbudget und ein (kleiner) Notgroschen.
- Wenn ich mir darüber hinaus nichts gönne, habe ich im Dezember noch die gesamte Sparquote ins TG zum investieren über. So kommt es aber nie, weil man sich halt eben doch was gönnt und das ist auch gut so

- Depot = ca. 90% MSCI ACWI IMI, 10% Geldmarkt
- Als Beamter trau ich mir die 90% Aktienquote zu. Insbesondere bei 15K Depotwert geht mir da noch keiner Flattern wenn es mal wieder crasht. Kann mir aber gut vorstellen, das ab 100k dann auf 80% zu reduzieren.
Zusätzlich natürlich die monatlichen Sparraten auf TG und ins Depot.
Was nicht verkonsumiert wird, wird also nach einem Jahr wieder investiert. So verliere ich auch "nur" das Jahr Rendite, wo es auf dem TG nur 1% macht. Oder ich konsumiere es; und hab anderweitig was davon. - Giro/Debit = Monatsausgaben, was übrig bleibt wandert ins Jahresbudget.
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- Depot = ca. 90% MSCI ACWI, 10% Geldmarkt
- Als Beamter trau ich mir die 90% Aktienquote zu. Insbesondere bei 15K Depotwert geht mir da noch keiner Flattern wenn es mal wieder crasht. Kann mir aber gut vorstellen, das ab 100k dann auf 80% zu reduzieren.
Ich halte von einer festen Aktienquote nichts. Ich würde die Aktienquote auch weniger von der Depothöhe als vom voraussichtlichen Finanzbedarf in den kommenden Jahren abhängig machen.
Ich habe bereits mit Mitte 50 meinen voraussichtlichen Finanzbedarf für die ersten Jahren des Unruhestands weitgehend im 'sicheren' Vermögensteil geparkt. Einfach um dem Risiko einer 'verlorenen' Dekade an den Aktienmärkten entgegen zu wirken.
So erhöht sich aktuell mit jeder Sparrate weiter meinen Risikoanteil im Vermögen. Von einstmals 57% bin ich inzwischen bei 76% angekommen. So mache ich jetzt erstmal bis 2031 weiter.
Und dann schaue ich mal wo ich finanziell stehe und wie ich mich dann in Richtung möglichst frühen Unruhestand weiter aufstelle.
Gerd Kommer hat dem Prinzip den Namen 'Safe Asset Floor Rebalancing' verpasst:
https://gerd-kommer.de/blog/alternatives-rebalancing/ - Depot = ca. 90% MSCI ACWI, 10% Geldmarkt
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Das finde ich auch sehr sinnvoll aber noch nicht mit 35.

Kommers Ansatz wirkt mir aber sehr aufwändig bzw. kompliziert. Mit 60 noch kein Problem; mit 80 vielleicht dann schon. Da wäre es doch besser, wenn es "automatischer" läuft.Ich habe mal ein Video über eine 3-Töpfe Entnahmestrategie gesehen. Demnach zahlt man sein Jahresbedarf (monatliche Rentenlücke*12 + evtl. Zuschläge, wenn man genügend Geld hat) auf sein Tagesgeldkonto und zahlt via Dauerauftrag die Rentenlücke ans Girokonto und füllt 1x pro Jahr mit 2% Inflationszuschlag wieder auf.
Auf dem Geldmarkt liegen 2 jährliche Rentenlücken, der Rest bleibt im Aktiendepot (Welt-ETF). Das TG wird dann entweder aus dem Geldmarkt oder aus dem Aktien-Depot aufgefüllt. Je nachdem, wie die Börse zum Aufstockungszeitpunkt steht.
Das fand ich immer am sinnvollsten. Bzw. sinnvoller als irgendwelche 4- oder 3-% Regeln. Zumal ich in meinem Fall ja mit 0€ ins Gras beißen möchte. Also in 65 Jahren

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Ich habe mal ein Video über eine 3-Töpfe Entnahmestrategie gesehen. Demnach zahlt man sein Jahresbedarf (monatliche Rentenlücke*12 + evtl. Zuschläge, wenn man genügend Geld hat) auf sein Tagesgeldkonto und zahlt via Dauerauftrag die Rentenlücke ans Girokonto und füllt 1x pro Jahr mit 2% Inflationszuschlag wieder auf.
Auf dem Geldmarkt liegen 2 jährliche Rentenlücken, der Rest bleibt im Aktiendepot (Welt-ETF). Das TG wird dann entweder aus dem Geldmarkt oder aus dem Aktien-Depot aufgefüllt. Je nachdem, wie die Börse zum Aufstockungszeitpunkt steht.
Da gibt es viele ähnliche Konzepte. Ich kenne einen 67-jährigen aus der (…..ja…ja 😏) , der seinen monatlichen Zusatzbedarf mit 800 Euro angesetzt hat.
Der hat nominal 30.000 Euro in eine Bundesanleihe DE000BU2Z007 geschoben und verkauft bei Bedarf größere Posten beim Neobroker. -
Du hast, wie du selbst sagst, noch nie Geld aus dem Depot genommen. Ich denke daher ist die Hürde ziemlich hoch daran zu gehen. Woher weist du, dass du im Alter dann munter einfach alles daraus verkonsumierst?
Das ist ein valider Punkt, die Psyche sollte man nicht vernachlässigen. Ich würde versuchen, das durch einen rationalen Entsparplan zu lösen.
Ich verstehe, dass es in der Rentenphase für einige Menschen einfacher ist, Ausschüttungen zu bekommen, als kleine Verkäufe zu tätigen. Beides sind Desinvestitionen.
Trotzdem ist es für mich widersinnig, in der Investitionsphase parallel Desinvestitionen zu wollen (unabhängig vom zusätzlichen Steuernachteil).
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Ich kenne einen 67-jährigen aus der (…..ja…ja 😏)
Schweizer Vermögensberatung?

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Das fand ich immer am sinnvollsten. Bzw. sinnvoller als irgendwelche 4- oder 3-% Regeln. Zumal ich in meinem Fall ja mit 0€ ins Gras beißen möchte. Also in 65 Jahren

Ich finde die 4%-Regel eigentlich ganz charmant. Zumindest um berechnen zu können wie groß der Depotwert in etwa ein sollte, wenn man daraus eine regelmäßige Entnahme über einen hinreichend langen Zeitraum sicherstellen will.
Und die Vorstellung mit 0€ irgendwann zu sterben entspricht nicht meinem Ideal. Es würde mir völlig reichen, wenn ich finanziell sorgenfrei bis ins hohe Alter mein Leben weiter leben kann. Ob dann im Todesfall nachher 10.000€ oder gar 400.000€ übrig bleiben wäre mir im Prinzip egal.
Irgendwie habe ich immer das Gefühl, dass manche Menschen nur 2 Zustande kennen. Sparen oder Verprassen.
Einfach nur lebenslanges, gleichmäßiges Konsumverhalten scheint machen Menschen kein erstrebenswerter Zustand zu sein. Mir würde es genau so reichen.
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Irgendwie habe ich immer das Gefühl, dass manche Menschen nur 2 Zustande kennen. Sparen oder Verprassen.
Einfach nur lebenslanges, gleichmäßiges Konsumverhalten scheint machen Menschen kein erstrebenswerter Zustand zu sein. Mir würde es genau so reichen.
Mir ja auch
Deswegen brauche weder die maximal mögliche Rendite noch verprasse ich alles. Es muss halt nur reichen. Aber wenn man plant, was wir ja offensichtlich tun, sollte man den Plan so gestalten, dass er zum Lebensumstand passt. Und sein leben lang 10-20% zur Seite zu legen, was man dann nie verwendet oder weitergibt ist ein schlechter Plan 
Wir jonglieren mit Wahrscheinlichkeiten aber am Ende küt et wie et küt.
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Und sein leben lang 10-20% zur Seite zu legen, was man dann nie verwendet oder weitergibt ist ein schlechter Plan
Warum ist das ein schlechter Plan?
Wenn man das Glück hat, dass man diese 10-20% nicht benötigt ist das einfach nur eine zusätzliche Sicherheit im Leben. Ein reines Luxusproblem.Wir jonglieren mit Wahrscheinlichkeiten aber am Ende küt et wie et küt.
Genau so ist es. Als Beamter magst Du mit ein paar Wahrscheinlichkeiten weniger rechnen müssen wie ein Arbeitnehmer.
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Vom Spar auf den Entsparmodus umzuschalten ist nicht so einfach und so könnte es gut möglich sein das einige dann auf einem Riesen Depot sitzen und in den Leeren Kühlschrank schauen. ( überspitzt formuliert)
Hab’s vor kurzem erst bei meinem Vatter gesehen, die Rechnungen vom Pflegedienst mussten wir zu meiner Schwester umleiten weil die zum Teil von seinem Ersparten bezahlt werden müssen.
Wenn er die Post geöffnet hat hat ihn das dermaßen runtergerissen weil er sein Erspartes dahin schmelzen sah.
Der Kerl hat aber auch über 8 Jahrzehnte nur gespart und nie etwas für sich selber ausgegeben, jetzt ist er aber mal dran. Aber so einfach ist es nicht eine jahrzehntelange Angewohnheit im Alter mal eben abzustellen.
Deswegen vielleicht zwischen durch doch etwas aus dem Depot entnehmen um „Alt sein“ zu üben?Ich frage mich wirklich, was man da üben soll?
Das Phänomen, um das es hier geht, nennt sich "krankhafter Geiz". Lasse die Leute einfach verhungern. Was geht es Dich an?
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Den Geldmarkt ETF bespare ich aktiv nicht mehr; in den MSCI gehen z.Zt. 660 EUR / Monat.
Nun bin ich verbeamtet und habe mich mal mit meiner (voraussichtlichen) Pension auseinandergesetzt. Wenn ich die 40 Jahre voll kriege habe ich eine wirklich sehr kleine Rentenlücke. Ohne Steuern einfach mal grob ~30% weniger Gehalt, abzgl. der Sparrate von 600 EUR, das sind "nur" ca. 300-400 EUR pro Monat. Wofür also jetzt so viel Geld jeden Monat in den Thesaurierer einzahlen, damit der maximal wächst um im Alter dann so viel Kohle zu haben; wenn mir 400 EUR / Monat doch eigentlich reichen. Das wären bei Vollverkauf ohne Renditen ~130k Gesamtvermögen... in 32 Jahren.
Zunächst solltest Du Dich von dem Gedanken verabschieden, dass die Pensionen in 32 Jahren noch das gleiche Niveau haben wie heute. Es wäre dann schon ärgerlich, wenn Du das in 20-25 Jahren herausfinden musst, wenn Du nur noch schwer dagegen steuern kannst. Davon abgesehen ist es auch nicht ausgeschlossen, dass Du mit Anfang 50 einfach die Schnauze voll hast vom Job und kürzer treten willst. Geht aber nicht, weil Deine Altersvorsorge auf Kante genäht ist. Desto näher Du dem Ruhestand kommst, desto genauer kannst Du planen. Derzeit kannst Du nur sehr grob planen. Für den Moment würde ich Dir raten, mit der doppelten Pensionslücke zu kalkulieren bei Deinen Sparbemühungen. Damit bist Du flexibel bei gesetzlichen Änderungen und bei persönlichen Plänen.
Von daher habe ich mich umentschieden nun doch auf Ausschütter zu gehen, allerdings mit der klaren (unwirtschaftlichen) Intention die Dividenden zu verkonsumieren und nicht neu anzulegen. Da ich keine Kinder habe, und voraussichtlich auch keine kriege, ist das Thema Erbe auch egal. Immobilienkauf spielt für mich aktuell auch keine Rolle. Da kann ich auch eine monatliche Dividende von 300 EUR zusammenackern und mit 85 oder 90 alles veräußern und von dem Geld in einem Altenheim chillen. Oder so; soweit will ich noch nicht planen .)
Gleichzeitig sparen und Dividenden entnehmen klingt mir nicht wirklich gut strukturiert. Ich würde in dem Fall eher die Sparrate reduzieren auf beispielsweise 500 Euro pro Monat und das eine Zeit lang so fahren. Damit hast Du mehr Spielraum bei den Ausgaben und die kannst Du versuchen sinnvoll zu nutzen. Deine Pensionslücke steigt dadurch aber um 160 Euro, das ist Dir schon klar?
Auf Ausschütter umstellen kann man machen. Seit der Investmentsteuerreform ist das kein Fehler denn die vielgepriesenen Vorteile der Thesaurierer reduzieren sich in Zeiten der Vorabpauschalen und kehren sich in der Entnahme sogar um.
In der Ansparphase bekommt man mit den Ausschüttungen einen guten Eindruck, wie viel das Depot später mindestens abwirft bei Inflationsausgleich. Ein weiterer positiver Nebeneffekt von Ausschüttungen ist, dass sie für ein eventuell notwendiges Rebalancing zur Verfügung stehen.
In der Entnahmephase kann man die Ausschüttungen noch zusätzlich durch gelegentliche Verkäufe aufstocken. 1 % p.a. sollten locker drin sein, wenn man keine ausgesprochenen Dividenden ETFs ausgewählt hat. Damit kann man dann die Weltreise finanzieren oder eine umfangreiche Renovierung.
Als erstes kam der Gedanke: klar, ich kann auch einfach die Sparrate reduzieren aber ich brauche das Geld nicht von Monat zu Monat. Von jährlicher Dividende könnte man anfangs aber mal bewusst schick essen; später evtl. mal ein Wochenende wegfahren oder im nächsten Urlaub statt Campingplatz in einem Hotel pennen

Es spricht doch gar nichts dagegen, dass Du die Reduktion Deiner Sparrate in einem Geldmarktfonds zwischenparkst und davon Dir das eine oder andere Extra gönnst. Ich würde das aus Gründen der Transparenz nicht mit dem Sparvorgang für die Altersvorsorge vermischen.
Sollte ich jetzt die Anteile im MSCI ACWI IMI verkaufen und in die ausschüttenden Variante neu anlegen oder die 10K einfach weiter arbeiten lassen und ab jetzt die 660€ in den Ausschütter investieren? Jetzt wieder "von 0" anzufangen ist für mich irgendwie demotivierend.
Ein Verkauf ist nicht notwendig. Einfach Sparplan umstellen und gut ist.
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Was geht es Dich an?
Ist ja nur eine Geschichte von meinem Vatter. Dein Vatter geht dich also nichts an? Kannst du gerne so handhaben, ist bei mir halt anders.
Das Phänomen, um das es hier geht, nennt sich "krankhafter Geiz".
Und da du meinen Vatter ja so gut kennst kannst du ja auch hervorragend über Ihn Urteilen.
Der ist echt alles, aber nicht geizig.
Ich frage mich wirklich, was man da üben soll?
Da du im hoffentlich Hohen Alter so unglaublich flexibel sein wirst brauchst du nichts zu üben. Du wirst es ganz bestimmt nahezu Perfekt hinbekommen.
Respekt und herzlichen Glückwunsch.
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...
Da du im hoffentlich Hohen Alter so unglaublich flexibel sein wirst brauchst du nichts zu üben. Du wirst es ganz bestimmt nahezu Perfekt hinbekommen.
Respekt und herzlichen Glückwunsch.
Danke! Dir viel Spaß beim "Geld-ausgeben-üben".
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Ich verstehe nicht warum man zu dem Thema so schnippisch sein muss. Die Frage ist erstens individuell und zweitens am Ende des Tages nicht so kriegsentscheidend, wie es immer dargestellt wird.
Mit "üben" meint er natürlich nicht das Geld ausgeben sondern die psychologische dekonditionierung von "Maximal-Sparen" auf "Maximal-Entsparen".
Man verbringt sein Leben damit die möglichst hohe Sparrate zu erzielen, dabei die möglichst höchste Rendite zu erwirtschaften und dann das Geld zu möglichst geringen Steuernachteilen abzukassieren.
Und über Nacht soll man dann aufhören irgendeine Sparrate zu erzielen, die Rendite durch aktive Entnahme reduzieren und regelmäßig Steuernachteile realisieren.
Das wird den meisten nicht ohne psychologischen Stress, schlechtes Gewissen oder Pfennigfuchserei gelingen.
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Anon_H mach doch einfach weiter wie bisher. Warum ein laufendes System ändern? Es scheint doch jetzt grundsätzlich alles zu passen??? Mach vielleicht ein wenig Feintuning, anderer ETF, Anpassung der Sparraten, ......
Auf die Ausschüttungen scheinst du ja nicht wirklich angewiesen zu sein. Wenn dir 100 Euro "zum Verleben fehlen", senke einfach eine deiner Sparraten.Den Hauptentscheidungspunkt lege dann 5 Jahre vor die Pension. Dann kannst du dein übriges Geld "Verspenden", dir einen riesen Camper kaufen, in ein sonniges Land ziehen, einen der wenigen übrigen Sportwagen mit Verbrenner kaufen, .......
Deine Anfangsfrage war "Ausschütter" oder "Thesaurierer" .............
PS: Und auch "Entsparen" tut nicht weh. Es gibt zwar beim Verkaufsauftrag ein gewisses "Ziehen", aber das legt sich. Wir haben für einen Wohnungskauf fast unser ganzes Depot plätten müssen. Der erste Klick bei "Verkaufen" war leicht verzögert
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Der Umstieg von Sparen auf Entsparen fand ich nicht so einfach. Tatsächlich habe ich mich erwischt, wie ich von der Entnahme begann, eine Rücklage zu bilden (ca. 1/4 der Entnahme). Ich musste bewusst gegensteuern und begreifen, dass das Depot zugleich meine Rücklage darstellt.
Seit ein paar Jahren gestalte ich meine Entnahme teildynamisch, was zu einer Erhöhung geführt hat. Ich verpasse mir sozusagen selbst einen Rahmen, in dem ich mich bewege. Wenn dann was über bleibt, wird es gespendet.
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Der Umstieg von Sparen auf Entsparen fand ich nicht so einfach.
Das glaube ich sofort.
Ich kann noch nicht mitreden, denn mein Ruhestand plane ich erst Mitte 2027. Bis dahin investiere ich noch, weil .... weiß ich auch nicht... weil ich es so lebenslang gewohnt bin? Alles sehr seltsam und eigentlich nicht wirklich rational.

Glücklicherweise bekomme ich häufig Dividenden, letztes Jahr 113 Ausschüttungen, die muss/darf/soll/werde ich dann hoffentlich verbrauchen, denn sonst macht die lebenslange Sparleistung überhaupt keinen Sinn. Ich kann ja mal berichten, ob das klappt, wenn es soweit ist.
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