Praxiserfahrungen mit E-Auto

  • Ich glaube mit seinem heruntergerittenen Mondeo kann sich mein Nachbar nicht unbedingt definieren. Du verwechselst da groß und teuer.

    Aber die Behauptung, dass große Autos nur für Familien relevant sind, war mir schon immer suspekt. Gibt genügend gute Gründe für ein großes Auto (also Golf Kombi o.ä.) auch ohne Kinder. Manche Hobbys brauchen einfach mehr Platz als andere ;)

  • Der günstigste ID3 in den Portalen ist für 30k zu bekommen. Gibt einfach nicht viel Rabatt drauf. Der Vergleich von Listenpreisen ist bequem aber vollkommen zwecklos, da du eben nicht für jedes Modell vergleichbare Rabatte bekommst.

    Wie bereits erwähnt, vergleiche ich keine Listenpreise. APL zeigt ziemlich gut, wie die realen Marktpreise nach allen Rabatten aussehen. Ich kaufe meine Autos trotzdem beim Händler vor Ort und konfiguriere nach eigenen Wünschen. Das kostet minimal mehr als bei APL.

    Vor diesem Hintergrund passen deine Angaben aus meiner Sicht nicht.

    Die Verbrenner-Apologetik in diesem Land finde ich ehrlich gesagt zunehmend befremdlich. In vielen anderen Ländern ist die Diskussion längst weiter. Dort wirkt diese Argumentation eher wie ein Relikt aus der Vergangenheit.

  • Es hat einen Grund, warum der ID7 so schnell auf den vorderen Plätzen gelandet ist. Schon der "kleine" Akku ist die Reichweite dort wo die meisten Elektroautos den großen haben, die Listenpreis zwischen ID7 und Passat sind relativ vergleichbar und mit 0,25% Versteuerung ist das eigentlich ein Selbstläufer beim Dienstwagen.

    stimmt, der id7 ist hier natürlich auch eine sehr solide wahl im bereich der Firmenwagen flotten.


    ansonsten ist ja schon nahezu alles geschrieben.

    ich bin wie du auch gespannt auf den gebrauchtmarkt in den nächsten 4 jahren.

  • Wie bereits erwähnt, vergleiche ich keine Listenpreise. APL zeigt ziemlich gut, wie die realen Marktpreise nach allen Rabatten aussehen.

    Ganz offensichtlich nicht, wenn ein Golf Basis dort 30k kosten soll. Hier der aktuelle Stand aus einem Portal für mobile Untersätze:


    Die Verbrenner-Apologetik in diesem Land finde ich ehrlich gesagt zunehmend befremdlich.

    Ich weiß nicht, wie man Verbrenner-Apologetik unterstellen kann, wenn die eigene Behauptung der Preisparität beim konkret genannten Modell eindeutig nicht stimmt.

    Persönlich halte ich wenig vom ID3 Pure. Der ist weder Fleisch noch Fisch. Wenn man das Fahrprofil hat, um mit diesem Auto glücklich zu werden, gibt es günstigere Alternativen. Zum Beispiel den e-C3 für 17k. Wäre vielleicht auch eine Idee für Boersenfeger . Parität zu einem neuen Fabia ist fast gegeben, die 2k holt man gegenüber einem Benziner im Stadtverkehr relativ schnell wieder raus.


    ... und manche Partner (hier dürfte statistisch gesehen die männliche Form meistens, wenn nicht immer zutreffen) wollen einfach nicht glauben, dass auch in einen Kleinwagen bei runtergeklappter Rückbank 'ne Menge reinpasst!

    Und manche Leute (statistisch gesehen hauptsächlich Frauen) müssen Themen ohne Not einen Geschlechterspin geben und Männern grundsätzlich Ahnungslosigkeit unterstellen. Gibt es dafür eigentlich auch einen Fachbegriff...Womensplaning oder so?

    Mein erstes eigenes Auto war ein Kleinwagen (Corsa C). Da passt als Zweisitzer einiges rein, aber man verliert halt die Plätze hinten. Beim üblichen Gepäck für ein Festival, auch bei 2 Personen, war das Auto randvoll und Ladungssicherung nur noch bedingt gegeben. Bei längeren Gegenständen wie Skiern merkt man auch, dass das Auto außen nur 3,80m hat und man dafür den kompletten Innenraum ausnutzen muss (da reden wir übrigens noch gar nicht über die ganz großen Dinger...wenn ich meine Segel im Auto habe, weil ich die nach eine Kenterung zu Hause trocknen muss, ist auch der Octavia in seiner vollen Länge gut ausgenutzt, mit geklapptem Beifahrersitz). Rückblickend bereue ich ein bisschen, dass ich damals nicht auf den Fabia Kombi gegangen bin, der hätte die passendere Größe gehabt als der Corsa. Aber wie heißt es so schön...hinterher ist man schlauer ;)

  • Ganz offensichtlich nicht, wenn ein Golf Basis dort 30k kosten soll. Hier der aktuelle Stand aus einem Portal für mobile Untersätze:

    Diese Beispiele habe ich auch genannt und da kam ja auch zurecht der Einwand, dass die Austattung mit App Connect etc. besser ist. Verständlich, aber wir reden hier immerhin von einem Preisunterschied von 30 %.

    Und wenn man diesen Schnickschnack nicht braucht bekommt man zuverlässige Mobilität für 20.000 vs. 30.000. Für die 10.000 fährst die ersten 70.000 km kostenlos.

    Die Förderung wird zügig aufgebraucht sein.

    Bei dem Auto das wir gefahren sind, ist es ähnlich







  • Ich finde die Diskussion um Ausstattung immer etwas ermüdend. Die Kurve ist ziemlich abgeflacht und heutige Autos sind super ausgestattet, auch in der Basis. Das Mehr an Ausstattung erschöpft sich meistens in verzichtbarem Gedöns wie elektrischen Heckklappen und Keyless oder netten Spielereien wie HUD. Es gibt eigentlich nur ein Feature, das ich in meinem zurückhaltend ausgestatteten Tschechen von 2013 gerne noch hätte und das ist der Abstandstempomat. Aber selbst wenn man dafür noch ein Häkchen setzt, ist ein Golf weit unter den 30k für einen ID3.

    Ausstattungsbereinigung muss nicht zwingend bedeuten, dass man ein Auto, mit dem man als Käufer glücklich würde, mit Gewalt verteuert. Sondern eben auch, dass man das teurere Auto runterkonfiguriert, bis es den Anforderungen entspricht. Und wenn eines teurer ist...dann ist das eben so. Ganz unabhängig vom Antrieb

  • Manche Hobbys brauchen einfach mehr Platz als andere ;)

    Manche Fahrer auch... Es gibt zwar auch in Klein(st)wagen gute Sitze zu konfigurieren und gute Sitzpositionen einzustellen, aber schon ne Viertelstunde Fahrt=Sitzzeit können in einem E-Corsa und einem Kompakt-SUV ganz andere Folgen für einen Rücken bedeuten. Das ist einer der Hauptgründe, wieso man Senioren gerne mit SUVs bzw. größeren Fahrzeugen sieht, als diese vom regelmäßigen Platzbedarf eigentlich brauchen. Einstieg, Ausstieg, Körperhaltung...

  • Manche Fahrer auch... Es gibt zwar auch in Klein(st)wagen gute Sitze zu konfigurieren und gute Sitzpositionen einzustellen, aber schon ne Viertelstunde Fahrt=Sitzzeit können in einem E-Corsa und einem Kompakt-SUV ganz andere Folgen für einen Rücken bedeuten. Das ist einer der Hauptgründe, wieso man Senioren gerne mit SUVs bzw. größeren Fahrzeugen sieht, als diese vom regelmäßigen Platzbedarf eigentlich brauchen. Einstieg, Ausstieg, Körperhaltung...

    Auch abgesehen von Senioren gibt es Menschen, die nicht in jedes Auto passen. Und schon gar nicht, wenn der Platz dahinter genutzt werden muss. Noch spannender wirds mit Kindersitz.

    Macht mal den Fahrersitz ganz nach hinten und schaut, ob da noch eine Person ab 1,50 oder ein Kindersitz passt. Da ist man schnell in der Größe Skoda Superb, Mercedes E-Klasse…

  • Der Basis-Golf hat aber sicher auch kein Automatikgetriebe.

    Na und? Die meisten Leute haben einen Führerschein, der nicht auf Automatik limitiert ist.

    Wie oben geschrieben...Ausstattungsbereinigung nach oben ist kein zielführendes Konzept, wenn es darum geht, dass Elektroautos teurer sind als Verbrenner. Das ist Fakt, wenn der Verbrenner ein günstiger ohne viel Gedöns sein soll.

    Und wenn wir uns auf das Spielchen einlassen, dann bitte auch richtig. Dann gleichen wir das Elektroauto bei Ladezeit und Reichweite so weit an wie möglich. Der Akku ist nämlich auch Teil der Ausstattung. Dann sind wir nicht mehr bei ID3 Pure für 30k, sondern beim Pro S für runde 48k. Am Thema haben wir dann elegant vorbeidiskutiert, denn eigentlich ging es ja mal um niedrige TCO. Und zu niedriger TCO gehört eben auch, dass man nicht jeden Klimbim kauft

  • Und wenn wir uns auf das Spielchen einlassen, dann bitte auch richtig.

    Die direkten Vergleiche kommen ab einem bestimmten Punkt immer an eine Grenze.

    Wir haben vor 2 Jahren einen neuen Up Reimport für 13000€ gekauft. Der hat 700km Reichweite und ist in 5min getankt. Wenn ich diese Eigenschaften bei einem E-Fahrzeug suche, finde ich sie entweder gar nicht oder erst in Preissphären, die mit einem Up nicht im entferntesten etwas zu tun haben. Diese Fahrzeuge haben dafür ganz andere Qualitäten, die für unseren Zweitwagen aber nicht relevant waren.

    Wenn man direkt vergleichen möchte, geht das nur individuell. Also welche Bedürfnisse an Raumangebot, Reichweite, Ausstattung, Preis etc. habe ich genau und welche Fahrzeuge kommen in genau diesem Segment für mich in Frage.

  • Die direkten Vergleiche kommen ab einem bestimmten Punkt immer an eine Grenze.

    Natürlich. Es geht mir an der Stelle auch weniger um den perfekten Vergleich, den gibt es nicht. Und mehr darum, dass mit einer Selbstverständlichkeit elementare Eigenschaften eines Autos wie Reichweite, Lade-/Tankzeit, Dachlast, Anhängelast übergangen werden (die letzteren beiden gibts bei ID3 gar nicht), aber es dann unbedingt Automatik und Standklimatisierung sein muss. Die Ausstattungsbereinigung hat eindeutig Schlagseite

  • Mit etwas Verspätung möchte ich gerne unsere Erfahrungen mit einem E-Auto teilen. Seit 2022 besitzen wir einen Dacia Spring. Den hatten wir ursprünglich als Zweitwagen für eine tägliche Pendelstrecke von zwei Mal knapp 40 Kilometer - halb Autobahn, halb Landstraße - geplant. Als eigentliches Familienauto hatten wir einen Kompaktklassekombi mit Verbrennermotor.

    Wir haben eine Wallbox am Haus und ich hatte lange die Möglichkeit auch kostengünstig auf der Arbeit zu laden. Das geht jetzt zwar nicht mehr, die Lademöglichkeit zu Hause ist natürlich famos.

    An dem Spring ist wirklich nicht viel dran, aber er bietet innen mehr Platz, als man vermuten könnte. Tatsächlich nutzen wir den Innerorts auch hauptsächlich, weil der Platz reicht und die Parkplatzsuche deutlich vereinfacht wird. Wir nutzen oft auch die Option, auf Parkplätzen mit Ladestation zu parken und laden dann eben auf, anstatt Parkgebühren zu zahlen. Die entfallen bei uns im Ort während des Ladevorgangs.

    Insgesamt sind wir ziemlich begeistert von dem Auto, was vor allem auch daran liegt, dass man kaum günstiger Auto fahren kann (wenn es ein Neuwagen sein soll zumindest). So rechnet es auch der ADAC vor.

    Nun aber zu den eigentlichen Fragen rund um Elektromobilität: Die Reichweite vom Spring ist sehr begrenzt und liegt je nach Witterungsverhältnissen und der Fahrweise manchmal nur bei rund 100 Kilometern. Wir haben auf die Schnellladefunktion verzichtet, weil sie nicht zu unserem Nutzungsprofil passt, aber das bedeutet, dass der Spring im Winter auch real acht bis neun Stunden an der Wallbox braucht, bis er wieder voll ist. Das ist über Nacht kein Problem, aber schnell und flexibel ist eben anders.

    Wir haben jetzt unseren eigentlichen Familienwagen ausgetauscht und haben lange überlegt, ob wir da auch einen Vollelektronischen kaufen, haben uns dann aber dagegen entschieden. In unserer Preisklasse gab es dann doch zu viele Haken und Einschränkungen. Letztlich ist es da nun ein Hybridauto geworden (ohne Plug In), der insgesamt wenig verbraucht und vor allem Innerorts vergleichsweise sparsam unterwegs ist. Dort sind wir im Alltag eben mit beiden Autos am meisten unterwegs. Wäre ich weniger sparsam orientiert, hätten wir uns den ID 7 als Kombi zugelegt. Der hätte alle Ansprüche erfüllt, kostet aber entsprechend.

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    An dem Spring ist wirklich nicht viel dran, aber er bietet innen mehr Platz, als man vermuten könnte. Tatsächlich nutzen wir den Innerorts auch hauptsächlich, weil der Platz reicht und die Parkplatzsuche deutlich vereinfacht wird. Wir nutzen oft auch die Option, auf Parkplätzen mit Ladestation zu parken und laden dann eben auf, anstatt Parkgebühren zu zahlen. Die entfallen bei uns im Ort während des Ladevorgangs.

    Insgesamt sind wir ziemlich begeistert von dem Auto, was vor allem auch daran liegt, dass man kaum günstiger Auto fahren kann (wenn es ein Neuwagen sein soll zumindest). So rechnet es auch der ADAC vor.

    Nun aber zu den eigentlichen Fragen rund um Elektromobilität: Die Reichweite vom Spring ist sehr begrenzt und liegt je nach Witterungsverhältnissen und der Fahrweise manchmal nur bei rund 100 Kilometern. Wir haben auf die Schnellladefunktion verzichtet, weil sie nicht zu unserem Nutzungsprofil passt, aber das bedeutet, dass der Spring im Winter auch real acht bis neun Stunden an der Wallbox braucht, bis er wieder voll ist. Das ist über Nacht kein Problem, aber schnell und flexibel ist eben anders.

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    Ich kann deine Erfahrungen mit dem Auto nur bestätigen. Ich bin in der Vergangenheit nicht auf die Idee gekommen, dieses Auto zu kaufen, doch Ende des letzten Jahres gab es die Gelegenheit, einen Spring zu einem guten Preis gebraucht zu erwerben.
    Dieser wird von meiner Frau für die "kleinen Fahrten" in der Stadt gefahren - für weitere Strecken steht ein anderes E-Fahrzeug zur Verfügung.
    Während der kalten Zeit im Januar/Februar war die Reichweite wirklich recht eingeschränkt, aber für unsere Verhältnisse vollkommen i.O.
    Jetzt, nachdem die Temperaturen angenehmer geworden sind, merkt man deutlich den geringeren Stromverbrauch.