Hilfe der Crash kommt... (bald?) reloaded

KI-Zusammenfassung

: Kommt wegen Iran-Konflikt und möglicher Sperrung der Straße von Hormus ein Börsencrash, oder sind die Rücksetzer nur kurzfristige Schwankungen? Betroffen sind auch Sparpläne, größere Einmalbeträge und vorhandene Liquidität.

Kommt wegen Iran-Konflikt und möglicher Sperrung der Straße von Hormus ein Börsencrash, oder sind die Rücksetzer nur kurzfristige Schwankungen? Betroffen sind auch Sparpläne, größere Einmalbeträge und vorhandene Liquidität.

  • Mehrere Beiträge nennen zentrale Risiken wie Energiepreise, Inflation, Zinsen und Tech-Bewertungen, während andere auf langfristig steigende Märkte trotz Krisen verweisen.
  • Aus der Community gibt es praktische Hinweise zu verzögerten Lieferketteneffekten, problematischer Schiffsversicherung, normalen Tagesbewegungen von 0,5 bis 1 % und der eigenen Risikotragfähigkeit.
  • Die Tendenz im Thread bleibt uneinig, bei passiven Anlegern überwiegen aber weiterlaufende Sparpläne und Skepsis gegenüber Market-Timing, zumal der große Crash zunächst ausblieb.
  • Welche schwarzen Schwäne können plötzlich auftauchen?

    - China annektiert Taiwan (würde mich überraschen)

    - massenhafter Ausfall von Satelliten durch eine Kettenreaktion.

    - starkes Erdbeben an der Westküste (vermutlich gar nicht so dramatisch)

    - Atomwaffeneinsatz in der Ukraine.

    Fällt Euch sonst noch was ein? - in einem solchen Fall würde der Handel vermutlich sehr schnell ausgesetzt. Wie würde man damit eigentlich umgehen? Würde das bedeuten, dass die Kurse jeweils in 10 Prozent Schritten je möglichen Handelstag fallen würden?

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  • Sonnensturm. Meteor.

    Sind graue Schwäne, schwarzer Schwan ist etwas Unvorhersehbares.

    https://www.ing.de/wissen/schwarzer-schwan-an-der-boerse/

  • Welche schwarzen Schwäne können plötzlich auftauchen?

    - China annektiert Taiwan (würde mich überraschen)

    ...

    Es liegt in der Natur der Sache, dass es nur dann zu einem richtigen Crash kommt, wenn überraschende Umstände eintreten.

    Dinge, die nicht überraschend sind, sind zumindest bis zu einem gewissen Grad in den heutigen Kursen eingepreist.

  • Schon klar. Aber der zweite Teil der Frage war ja, wie man in so einer Situation reagiert. Also insbesondere dann, wenn man noch Geld auf der hohen Kante hat.

    Da reagier man so, wie es das eigene zuvor erstellt Konzept vorsieht.

    Möglichkeiten:

    - Man reagiert gar nicht und legt sich wieder hin

    - Man führt ab einem bestimmten Rückgang oder einer bestimmten Zeit ein Rebalancing durch, schichtet also Gelder vom sicheren Anteil in den riskanten Anteil um.

    - Man gerät in Panik und verkauft schnell alles.

    - Man tut das, was einen gerade einfällt und was einen die Gefühle sagen.

    - Man versucht die Zukunft zu antizipieren, bekommt nachts Erscheinungen, glaubt dann zu wissen, ob die Kurse in naher Zukunft steigen oder fallen und handelt entsprechend.


    Eine Gesetzmäßigkeit, wonach Kurse pro Tag um 10% fallen, kenne ich nicht.

  • Wie würde man damit eigentlich umgehen?

    Man tut als passiver Anleger bei einem "Black-Swan Event" das was man immer tut: nichts.
    Ausser ggf. ein regelbasiertes Rebalancing das zu einem antizyklischen Nachkauf im Crash führt.

    Andernfalls passt deine Asset Allocation nicht zu deiner Risikotoleranz und -tragfähigkeit

  • Schon klar. Aber der zweite Teil der Frage war ja, wie man in so einer Situation reagiert. Also insbesondere dann, wenn man noch Geld auf der hohen Kante hat.

    Habe ich nicht. Ich bin voll investiert (mit Ausnahme des überschaubaren Notgroschen, der soll ja aber gerade nicht in Aktien investiert werden).

    Insofern - was würde ich machen? Nichts bzw. das gleiche wie immer. Den monatlichen Sparplan laufen lassen (und mich über günstigere Kaufkurse freuen).

  • Habe ich nicht. Ich bin voll investiert (mit Ausnahme des überschaubaren Notgroschen, der soll ja aber gerade nicht in Aktien investiert werden).

    Insofern - was würde ich machen? Nichts bzw. das gleiche wie immer. Den monatlichen Sparplan laufen lassen (und mich über günstigere Kaufkurse freuen).

    Also locker voll Power und durch.

    Die Aktienquote sollte langfristig hoch bleiben. Krisen sind kein Grund, ETFs zu verkaufen, sondern die Gelegenheit, günstiger zu kaufen.

  • Meine Herren, könnt oder wollt ihr nicht verstehen? Es geht darum, dass man Geld auf der hohen Kante hat. Und das Problem ist, dass man u.U. nicht investieren kann, weil der Handel gestoppt wird.

    Es ist erstaunlich, wie reflexartig hier einige TN reagieren, sobald sie ihre eigene Strategie angegriffen sehen - selbst, wenn das objektiv gar nicht der Fall ist.

  • Es geht darum, dass man Geld auf der hohen Kante hat.

    Die große Frage ist, warum du das hast. Der Erwartungswert ist höher, wenn man das Geld gleich investiert und nicht auf den großen Crash wartet. Wenn du jetzt durch Hausverkauf, Erbschaft oder ähnliches eine größere Summe hast, reden wir ja doch eher von wenigen Tagen in denen dann der Crash kommen müsste

    Es geht darum, dass man Geld auf der hohen Kante hat. Und das Problem ist, dass man u.U. nicht investieren kann, weil der Handel gestoppt wird.

    Der Handel wird auch wieder aufgenommen. Ich würde mir sehr viel mehr Sorgen um die psychische Komponente machen...wer kauft schon nach, wenn es gerade richtig abwärts geht? Warst du 2020 schon dabei und hast Mitte März, pünktlich zum ersten Lockdown, nachgekauft? Da brauchte es schon echte Nerven aus Stahl und eine Erwartung, dass das bei allen schlechten Nachrichten schon der Tiefpunkt der Börse war.

  • Der Handel wird auch wieder aufgenommen. Ich würde mir sehr viel mehr Sorgen um die psychische Komponente machen...wer kauft schon nach, wenn es gerade richtig abwärts geht?

    Genau, bei einem echten Black-Swan Event dürfte es für die meisten Anleger bereits eine große Leistung sein, nicht panikartig zu verkaufen. Und daher ist das Aussetzen des Handels eher ein Vorteil als ein Nachteil.

  • Warst du 2020 schon dabei und hast Mitte März, pünktlich zum ersten Lockdown, nachgekauft? Da brauchte es schon echte Nerven aus Stahl und eine Erwartung, dass das bei allen schlechten Nachrichten schon der Tiefpunkt der Börse war.

    Forumsfreund Referat Jandershatte solche Nerven und schrieb am 23.3.2020 (Tiefstand A0RPWH):

    Ja schon, aber danach geht es wieder aufwärts.

    Wenn man den ASX nimmt (der Australier ist ja schon wach), dann ist da der große Ausschlag nach unten und dann der sanfte (Wieder-)Anstieg.

    Im Großen und Ganzen wird es doch so laufen. Die Frage ist doch eher, wie tief ist Fall jetzt und wie lange dauert die Erholung.

    Hinter dem Horizont geht's weiter. :thumbup:

  • Vorsicht bei PCC. Bei den hohen Ausgaben für Werbung wäre ich vorsichtig. Wahrscheinlich wird eine auslaufende Anleihe durch eine neue ausgezahlt. Wo die wirklich Geld verdienen, ist nicht transparent Ich würde nur etwas mit Grundbuchabsicherung machen, zB. RIVAG, da kann man notfalls eine Grundschuld verwerten, wenn es schiefgeht

  • Meine Herren, könnt oder wollt ihr nicht verstehen? Es geht darum, dass man Geld auf der hohen Kante hat. Und das Problem ist, dass man u.U. nicht investieren kann, weil der Handel gestoppt wird.

    Wie gesagt, das vermeide ich dadurch, dass ich kein zur Investition in Aktien bestimmtes Geld auf der „hohen Kante“ habe. Wer das hat, um auf den Crash zu warten und dann zu investieren, betreibt Markttiming (mit allen damit verbundenen Risiken).

    Ich würde mir sehr viel mehr Sorgen um die psychische Komponente machen...wer kauft schon nach, wenn es gerade richtig abwärts geht? Warst du 2020 schon dabei und hast Mitte März, pünktlich zum ersten Lockdown, nachgekauft? Da brauchte es schon echte Nerven aus Stahl und eine Erwartung, dass das bei allen schlechten Nachrichten schon der Tiefpunkt der Börse war.

    Das glaube ich tatsächlich auch. Ich habe erstmals einen größeren Betrag per Einmalanlage Ende 2021 investiert - dann kam der Ukrainekrieg und ich war direkt knapp 20% und dann auch die nächsten fast zwei Jahre lang im Minus. Damit kam ich gut klar. Ist aber natürlich trotzdem nochmal was anderes, wenn es z.B. mal 50% runtergeht und überall die Wirtschaft abschmiert.

    Im Corona-Crash war ich noch nicht investiert. Wir haben kurz davor unser gesamtes Erspartes in eine Immobilie investiert. Auch im Immobilienbereich war ja zu Beginn von Corona kurzzeitig Weltuntergangsstimmung. Fühlt sich natürlich nicht so toll an, wenn man ein paar Wochen vorher beim Notar war und sich fragt, ob man (rückblickend) viel zu viel bezahlt hat zum Höchststand der Preise kurz vor dem Crash. So war es dann ja nicht, aber das Gefühl war nicht so schön.

    Ich habe jedenfalls für mich mitgenommen, es geht immer weiter. Und hoffe, dass mich das auch beim nächsten ernsthaften Crash entspannt bleiben lässt.

  • Schon klar. Aber der zweite Teil der Frage war ja, wie man in so einer Situation reagiert. Also insbesondere dann, wenn man noch Geld auf der hohen Kante hat.

    Ich würde sagen es hilft nur abwarten. Wenn man noch Geld hat das man investieren möchte, muss man halt warten bis man einen Handelstag erwischt. Ist ja im Endeffekt auch egal, irgendwann wird alles mehr oder weniger seinen normalen Weg gehen. Dann kann man den Rest investieren und ich denke das wird zu einem Zeitpunkt sein der unter dem präschwan-Niveau liegt. Dann hat man noch Zeit für sein markettiming.

    Selbst wenn man keine Möglichkeit hätte und am ersten handelstag postschwan die Börse wieder auf dem selben Niveau steht wie vorher, hätte sich nichts geändert. Investmentcase dürfte sich ja nicht geändert haben.

  • Das habe ich nicht ganz verstanden. Ist das was Gutes?

    Wenn 11% statt 7% das neue Normal sein sollen und diese Ansicht Unterstützung bekommt und zusätzlich derjenige darin den Kontraindikator nicht erkennt oder bisher noch nicht von Kontraindikatoren gehört hat, bestätigt das diese Kontraindikation. Will sagen, der steigende bzw übermäßige Optimismus ist eine Warnung.

    Warum ist zu hoher Optimismus eine Warnung? Optimisten sind stark bis voll investiert. Wenn auch Pessimisten zu Optimisten werden, sind alle investiert. Dann steigen Kurse vielleicht noch, aber die Spitze ist meistens erstmal erreicht.

    Milchmädchenhausse auch genannt.

    Ohne Milchmädchen zu nahe treten zu wollen.

  • Wenn 11% statt 7% das neue Normal sein sollen und diese Ansicht Unterstützung bekommt und zusätzlich derjenige darin den Kontraindikator nicht erkennt oder bisher noch nicht von Kontraindikatoren gehört hat, bestätigt das diese Kontraindikation. Will sagen, der steigende bzw übermäßige Optimismus ist eine Warnung.

    Warum ist zu hoher Optimismus eine Warnung? Optimisten sind stark bis voll investiert. Wenn auch Pessimisten zu Optimisten werden, sind alle investiert. Dann steigen Kurse vielleicht noch, aber die Spitze ist meistens erstmal erreicht.

    Milchmädchenhausse auch genannt.

    Ohne Milchmädchen zu nahe treten zu wollen.

    👍

    Wenn bitcoin ums Halving herum rasant steigt ist dies regelmäßig eine Schlagzeile in den breiten Medien. Dann kauft auch die breite Masse und dann stürtzt er ab. Die Schlagzeile wäre eher ein baldiges Verkaufs- statt ein sofortiges Kaufsignal.

    Wenn man bloß immer exakt wüsste, wann bei jedem Hype das Verkaufssignal von „bald“ auf „sofort“ schaltet, bevor es auf zu „spät“ wechselt und man nicht sowieso zu früh dran war 😉

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