Rentenbescheid / Auskunft extern prüfen lassen – hat das schon mal jemand gemacht?

  • Hallo zusammen, bin jetzt 59 und hab vor ein paar Tagen wieder diesen dicken Brief von der Rentenversicherung im Kasten gehabt. Man schaut sich das an und denkt sich nur... wer soll da eigentlich durchsteigen ? Überall Zahlen und Tabellen und ich frag mich wirklich ob das alles so seine Richtigkeit hat.

    Ich hab mal irgendwo gelesen das fast jede dritte Auskunft Fehler hat gerade wenn man wie ich früher mal ne Ausbildung gemacht hat oder die Kindererziehungszeiten dazu kommen. Bin jetzt bei der Suche im Netz auf die Firma ProLife GmbH gestoßen. Die bieten an das Fachleute da mal drüber schauen und das ganze unabhängig prüfen, der erste Check ist wohl kostenlos.

    Was meint ihr dazu.. hat das hier schon mal wer gemacht? Man will ja der Rentenkasse nichts schenken nach all den Jahren Arbeit aber ich bin mir unsicher ob so eine externe Prüfung wirklich was bringt oder ob man da nur Zeit verschwendet. Würde mich über eure Meinung freuen !

  • Kater.Ka 9. April 2026 um 11:30

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Hallo.

    Der erste Schritt wäre selbst zu prüfen, ob da aus eigener Sicht etwas fehlt.

    Im nächsten Schritt kann man einen Termin bei der nächsten Auskunfts- und Beratungsstelle der Rentenversicherung machen und sich das viele Papier erklären lassen.

    Wenn man dann noch unzufrieden ist, dann kann man sich überlegen Dienstleister zu beauftragen.


    Die ehrenamtlichen Versichertenältesten/Versichertenberater sollen bei Anträgen helfen, aber eher nicht beraten.


    Das mit jeder dritten Auskunft, die falsch ist, liegt hauptsächlich daran, dass gewisse Sachverhalte (Schule/Studium/Kindererziehung...) nicht mitgeteilt wurden. Wenn die Daten richtig erfasst sind, dann stimmt hinterher auch die Berechnung.

  • Der Sozialverband VdK bietet so etwas auch an, ggf. mal bei einer Verbraucherzentrale recherchieren.

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • Als ehrenamtlicher Versichertenberater in Dortmund erlebe ich das immer wieder: Dass Menschen damit total überfordert sind. Mein Tipp, wie ihn ja auch schon andere nannten: Besorgen Sie sich eine aktuelle Rentenauskunft und kontaktieren Sie einen ehrenamtlichen [externer Link von der Mod entfernt] oder Versichertenältesten (m/w/d). Wir sind deutlich schneller zu erreichen als die Auskunfts- und Beratungsstellen.

    Fehler ergeben sich in der Regel durch ungeklärte Konten. Die DRV kann nur Zeiten berücksichtigen, die sie auch kennt. Eine Kontenklärung führen wir Versichertenberater gern für Sie kostenfrei durch. Ebenso kostet Sie auch unsere Beratung nichts.

  • Allein kannst du schon mal prüfen, ob der Verlauf von Anfang bis Ende Lückenlos ist. Wenn nicht, recherchieren, was dort fehlt. Die jährlichen Bescheinigungen vom Arbeitgeber und/ oder Arbeitsamt, anderen Behörden etc. Chronologisch abheften. Für Fehlzeiten Blankoblätter einfügen und stichwortartig Beschäftigung oder Fehlzeit eintragen.

  • Was meint ihr dazu.. hat das hier schon mal wer gemacht? Man will ja der Rentenkasse nichts schenken nach all den Jahren Arbeit aber ich bin mir unsicher ob so eine externe Prüfung wirklich was bringt oder ob man da nur Zeit verschwendet. Würde mich über eure Meinung freuen !

    Ich wurde vor Jahren mal aufgefordert, mein Rentenkonto zu klären.

    Ich sah mich damals in der Lage zu prüfen, ob die diversen Arbeitgeber und sonstigen Zeiten (damals auch noch Zivildienst) richtig erfasst waren - waren sie und habe auch meine Gehälter nachvollzogen, ob die Angaben dazu auch passen. Sie passten.

  • Ich würde erst mal alle Zeiten checken, wenn da irgendwas fehlt, dann solltest Du das bemerken und richtigstellen. Irgendwann ist nämlich zu viel Zeit vergangen, als dass man noch die fehlenden Zeiten vernünftig nachweisen kann.

    Meine Erfahrung ist, dass die Hotline ziemlich kompetent ist.

    Man kann auch eine elektronische Postbox dort einrichten und darüber kommunizieren. Sachverhalte, die zu komplex für die Hotline sind, würde ich auf diesem Weg erfragen.

  • Soweit war bei den Vorschreibern alles dabei, eine intensive Prüfung wäre noch ein privater Rentenberater, ich habe das letztes Jahr mal machen lassen und alles wurde geprüft, habe da knapp 700€ investiert. Habe alle Unterlagen vorgelegt, komme allerdings dieses Jahr in Rente. Macht kurz vor Renteneintritt Sinn, selbst wenn nur geringe Beträge als fehlend gefunden werden, hat man im laufe der Zeit die Gebühren wieder drin.

  • Frage noch was der teure Berater da finden soll, was man nicht selber feststellen kann?

    Zeiten, Beträge, das ist nur Fleiß Arbeit. Da muss man nicht für studiert haben.

    Nicht jede Berechnung der GRV ist richtig, da macht es schon Sinn wenn ein Experte mal drüber schaut, aber jeder entscheidet das für sich selbst. Meinem ehemaligen Kollegen hat es monatlich 35€ mehr Rente gebracht, spare mir jetzt die Rechnung nach wieviel Monaten sich der „teure“ Berater gelohnt hat.

  • Die Beratung durch die Deutsche Rentenversicherung ist absolut empfehlenswert. Die Leute haben die ganze Bandbreite der Erfahrung, die Daten und das Wissen.

    Ich käme nicht auf die Idee, einen externen Berater durchzufüttern. In meinen Augen ist das ein vermeidbarer Kostenfaktor. Das einzige, was ich so jemand zugestehe, ist, Fragen nach der Gestaltung zu stellen, auf die man sonst vielleicht nicht gekommen wäre.

    Das lässt sich aber mit etwas Engagement auch ohne extra Kosten managen.

    Bei der Steuererklärung und dem Finanzamt sehe ich das anders ... obwohl ICH meine Erklärung seit jeher selbst mache. Aber die Finanzämter leisten nun mal keine Steuerberatung...

  • Das ist kein hexenwerk, man bekommt alle 6 Jahre einen Feststellungsbescheid. Daten von 6 Jahren lassen sich noch einfach nachvollziehen.

    Wenn man nicht Widerspruch einlegt, sind die Zeiten und Werte verbindlich festgestellt.

    Danach einfach den letzten Feststellungsbx mit dem davor vergleichen, fertig

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