welcher All World

  • Das kann sich in einer höheren Tracking Differenz zeigen.

    Die TER (und fondsinternen Transaktionskosten) musst Du 100%ig zahlen. Das mit der TD kann passieren.
    Aber bei steigendem Volumen des Fonds sollte sich dass auch immer mehr angleichen. Ist ja auch nicht so, dass xtrackers nicht wüsste wie man einen Index kostenoptimiert sampelt. Die sind ja auch schon lange genug im Geschäft.

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  • Beim xtrackers finde ich ganz interessant, dass ein msci India etf unter den Top10 ist.

    Daran sieht man wohl, dass man sich gerade am Anfang noch solcher Hilfsmittel bedienen muss. Aktuell ist er bei ca. 1.600 Titeln. Da ist noch Luft nach oben. Gegen einen Sparplan spricht aus meiner Sicht aber absolut nichts. Das ist kein Mode etf und in wenigen Monaten wird der sicherlich ein beträchtliches Volumen erreicht haben. Zumindest zuletzt ist er "trotzdem" besser gelaufen als der vanguard.

  • Du hast also eine Vermutung … gibt es auch zugrundeliegende harte Fakten?

    Ich habe die für Sparplan und Einzelkauf unterschiedlichen ex ante Informationen vorliegen. Weitere Informationen ausser der Bestätigung, dass die Angsben stimmen, d.h. dass es einen Unterschied gibt, sind vom Support in Klartext nicht zu bekommen.

  • Ich mach das deswegen jetzt mit Einmalorder. Das ist klare Kante. Wenn ex ante höhere Produktkosten angesetzt sind, dann werde ich das nicht ignorieren. Hab versucht, das über Support zu klären. Da kamen Nebelwolken. Das interpretiere ich so, dass damit Einnahmen generiert werden. Es hat sich ja wegen der EU-Vorgaben Wesentliches für Broker verändert.

    Hast du mal probiert dir das über KI erklären zu lassen?


    Es gibt eine klare rechtliche Vorgabe, aber die Broker nutzen darin enthaltene Spielräume unterschiedlich aus.

    Die Pflicht zur Erstellung des x-ante-Kostenausweises basiert auf der europäischen MiFID II-Richtlinie (in Deutschland im Wertpapierhandelsgesetz verankert). Die Finanzaufsicht (BaFin) prüft streng, dass die Kosten ausgewiesen werden. Da das Gesetz jedoch keine exakte mathematische Formel für jede denkbare Anlagesituation vorschreibt, kommt es zu Unterschieden in der Praxis. [1, 2]

    Die wesentlichen Gründe, warum Kostenausweise von Broker zu Broker unterschiedlich aussehen, sind:

    1. Unterschiedliche Modell-Annahmen beim Sparplan

    Weil niemand weiß, wie lange du deinen Sparplan tatsächlich laufen lässt, müssen Broker mit einem fiktiven Modell-Szenario rechnen. Hier kocht jeder Broker sein eigenes Süppchen:

    • Der 5-Jahre-Standard: Viele Broker rechnen standardmäßig mit einer Laufzeit von 5 Jahren (60 Ausführungen) bei deiner gewählten Sparrate.
    • Der 1-Jahr-Standard: Einige Broker weisen die Kosten pauschal nur für das erste Jahr oder für ein einziges Kalenderjahr aus.
    • Der Pauschalbetrag-Ansatz: Manche Institute zeigen gar nicht deine echte Sparrate, sondern nutzen ein Standardbeispiel (z. B. „Kostenbasis: 150 € monatlich über 5 Jahre“) als Referenzwert. [1]

    2. Berechnung der laufenden Produktkosten (TER)

    Bei einem Einmalkauf ist die Sache klar: 10.000 € Kaufsumme mal 0,20 % TER ergeben im ersten Jahr 20 € Produktkosten. Beim Sparplan wird es uneinheitlich:

    • Die korrekte zeitliche Gewichtung: Mathematisch korrekte Broker berücksichtigen, dass im Januar erst eine Tranche investiert ist und im Dezember zwölf. Die TER wird anteilig auf das historisch wachsende Vermögen im Jahresverlauf berechnet.
    • Die vereinfachte Endwert-Methode: Andere Broker nehmen der Einfachheit halber das berechnete Endvolumen nach Jahr X und wenden die TER starr darauf an, was die prognostizierten Kosten künstlich höher wirken lässt.

    3. Einberechnung von Verkaufskosten

    Der Gesetzgeber verlangt auch den Ausweis von potenziellen Ausstiegskosten. [1]

    • Broker A nimmt an, dass du nach dem Sparplan-Zeitraum alles auf einen Schlag verkaufst, und rechnet die reguläre Verkaufsgebühr in die Ex-ante-Renditeminderung ein.
    • Broker B geht davon aus, dass beim späteren Verkauf kostenfreie Neobroker-Konditionen greifen, oder lässt die fiktive Verkaufsgebühr anders in die Zukunftshochrechnung einfließen.

    Fazit

    Die Pflicht und die Kostenkategorien (Dienstleistungskosten, Produktkosten, Fremdkosten) sind strikt vorgegeben. Die Berechnungsmethode und die mathematischen Annahmen dahinter variieren jedoch deutlich. Erschrecke dich also nicht, wenn ein Sparplan bei zwei Brokern trotz identischer Gebühren im Ex-ante-Dokument leicht abweichende Gesamtkosten ausweist. Maßgeblich für dein echtes Geld ist am Ende immer das offizielle Preis-Leistungs-Verzeichnis des Brokers. [1, 2]

  • Interessant. Das schreibt die KI zu verschiedenen Brokern. Nachvollziehbar.

    Mir ist es innerhalb eines Systems aufgefallen. Und da geht es bei immer denselben 3 Jahren um erhöhte Produktkosten. Nicht um ein Mehr durch Zuwendungen, Ein- und Ausstiegskosten und was sonst noch alles aufgeführt wird.

  • Und zumindest Stiftung Warentest hat auch Solactive seine Regeln angepasst:

    Solactive will Streu­besitz von mindestens 1 Milliarde Dollar

    https://www.test.de/Folgen-fuer-ET…epot-6312506-0/


    BTW: gerade zu diesem mehr als schädlichen Verhalten für Privatanleger würde ich mir von Finanztip mal eine kritische Einordnung wünschen….

    Danke für die Info. Jetzt bin ich erst mal deprimiert. Ich dachte der Kelch geht an mir vorüber.

  • Interessant. Das schreibt die KI zu verschiedenen Brokern. Nachvollziehbar.

    Mir ist es innerhalb eines Systems aufgefallen. Und da geht es bei immer denselben 3 Jahren um erhöhte Produktkosten. Nicht um ein Mehr durch Zuwendungen, Ein- und Ausstiegskosten und was sonst noch alles aufgeführt wird.

    Naja. Du kannst dich ja, wenn es dich interessiert, noch tiefer damit beschäftigen.

    Oder mal die die entsprechenden Screenshots hochladen, damit man genau sieht was du meinst. Kannst du im Browser problemlos mit nem Snippingtool und dann hier einfach einfügen.

    Bis dahin fände ich es aber begrüßenswert, wenn man die wiederkehrende Unterstellung, dass sich da jemand heimlich bereichert, unterlassen würde, da es bisher einfach nur eine Annahme ist.
    Oder zumindest deutlich machen, dass es lediglich eine Annahme ist.



  • Bis dahin fände ich es aber begrüßenswert, wenn man die wiederkehrende Unterstellung, dass sich da jemand heimlich bereichert, unterlassen würde, da es bisher einfach nur eine Annahme ist.
    Oder zumindest deutlich machen, dass es lediglich eine Annahme ist.

    Der letzte Satz ist daneben. Ich habe von Beginn an deutlich gemacht, dass es keine konkreten Auskünfte dazu gibt, aber unterschiedliche Produktkosten für dasselbe Produkt ex ante.

    Da es kurzzeitig den Sparplan in einem Zweitdepot gab, wird post ante zeigen, was Sache ist. Vielleicht ist es ja nur die Art der Berechnung.

    Thematisiert habe ich das, weil ich annahm, dass das bei anderen Brokern auch so gehandhabt wird. Broker leben nicht von Luft und Sonne. Sie brauchen ihre Einnahmen. Heimlich ist da auch nichts, die ex ante Info ist deutlich strukturiert.

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