Steuerreform 2027

  • Ich halte die AU-Bescheinigung ab dem 1. Tag für ein ineffizientes Mittel aus den falschen Gründen mit einer verfehlenden Wirkung und unnötigem Aufbau weiterer Probleme. Das wird verstärkt dafür sorgen, dass sich die Leute, die sich eh ungern krank melden, dann noch weniger krank melden, nur um dann am Ende noch länger auszufallen.

    Oder es sorgt dafür, dass die Leute, die sich gerne krankmelden, dann nicht mehr krankmelden, da ein Anruf nicht mehr ausreicht. – Das glaube ich persönlich eher. Die Entwicklung des Krankenstandes seit 2020 könnte darauf hindeuten:

    Einundzwanzig
    2. Juli 2026 um 18:58

    Wir warten mal ab, was passiert.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

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    Recht & Steuern 10 Kapitel

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  • Ich weiss nicht, wie es dir geht, aber seit ich Corona habe, bin ich öfter und länger krank. Ob es mit Corona zusammen hängt? Who knows. Zusätzlich wird erst seit 2022 flächendeckend mit eAU wirklich objektiv die Zahl erfasst. Jeder, der händisch schonmal "statistische Werte" erfasst hat, weiss wie ungenau das ist. Daraus zu schließen, dass viel krank gefeiert wird, halte ich für mindestens verkürzt. Erhöhte Krankheitswerte nach einer Pandemie erscheinen mir jetzt logischer erklärbar, als die Tatsache, dass jetzt auf einmal jeder erkannt hätte, wie einfach und gut krank feiern doch geht. Der Ansatz eines Bundeskanzlers, dass scheinbar alle faul ("Lifestyleteilzeit") und alle krank feiern würden, ist mit 100%iger Sicherheit der völlige falsche Ansatz. Er ist weder konstruktiv, noch lässt er sich mit Fakten belegen. Hinsichtlich der telefonischen Krankschreibungen beträgt diese übrigens ca. 1 % aller AU-Bescheinigungen. Darüber hinaus geht das an der Lebensrealität ohnehin gewaltig vorbei. Wer krank feiern will, geht zum Arzt und lässt sich krank schreiben. Wenn ich zum Arzt gehe und nix sage, bin ich ne Woche krank geschrieben. Wenn ich erkältet bin, sage ich, dass ich nicht zwingend mit dem Arzt sprechen muss. Folge: Ich lasse mich erstmal 3 Tage krank schreiben und schaue dann wie es mir geht. Bin auch schonmal arbeiten gegangen, obwohl ich noch "krank geschrieben" war. Der unwissende Vorgesetzte faselte was von "du musst dich "gesund schreiben lassen"". Ist mir danach nie wieder passiert. Aber das ist wieder ein anderes Thema. Zum Arzt gehe ich mit Erkältung übrigens nur, weil es immer noch HR Abteilungen gibt, die einem bei fehlender AU faktenfrei irgendwas unterstellen möchten. Dabei halte ich es in jeglicher Hinsicht besser, wenn ich weder die Infrastruktur des Arztes, der Apotheke, der Krankenkasse und meine Gesundheit unnötig belaste, in dem ich mir einen Schrieb besorge, der das bestätigt, was ich eh schon weiss.

    Ich halte die AU-Erfordernis ab dem 1. Krankheitstag für in etwa vergleichbar, wenn der Sanitäter nach dem Verkehrsunfall ein Pflaster auf die Schürfwunde am Knie klebt, während meine Rippe aus dem Brustkorb ragt. Aus meiner Sicht zeugt der gewählte Ansatz stark von fehlendem (echten) Reformwillen und der Anerkennung der tatsächlichen Probleme unserer Zeit.

    Immerhin bin ich froh, dass sich bei der Rente was tut, auch wenn du mit unrealisierbaren Vorschlägen debattiert wird (Beamte mit in die GRV nehmen).

  • Oder es sorgt dafür, dass die Leute, die sich gerne krankmelden, dann

    Noch viel länger krank melden. Während normale Kranke für 3-5 Tage krank geschrieben werden, werden die Pappenheimer oft problemlos gleich für 2 Wochen krank geschrieben. Der Aufwand muss sich ja lohnen.

    Viel hilfreicher wäre es wenn man suspekte AU überprüfen lassen könnte. Aber da hat ja keiner interesse daran. Weder die Ärzte noch die KK.

  • Ich weiss nicht, wie es dir geht, aber seit ich Corona habe, bin ich öfter und länger krank. Ob es mit Corona zusammen hängt? Who knows. Zusätzlich wird erst seit 2022 flächendeckend mit eAU wirklich objektiv die Zahl erfasst. Jeder, der händisch schonmal "statistische Werte" erfasst hat, weiss wie ungenau das ist. Daraus zu schließen, dass viel krank gefeiert wird, halte ich für mindestens verkürzt. Erhöhte Krankheitswerte nach einer Pandemie erscheinen mir jetzt logischer erklärbar, als die Tatsache, dass jetzt auf einmal jeder erkannt hätte, wie einfach und gut krank feiern doch geht. Der Ansatz eines Bundeskanzlers, dass scheinbar alle faul ("Lifestyleteilzeit") und alle krank feiern würden, ist mit 100%iger Sicherheit der völlige falsche Ansatz. Er ist weder konstruktiv, noch lässt er sich mit Fakten belegen. Hinsichtlich der telefonischen Krankschreibungen beträgt diese übrigens ca. 1 % aller AU-Bescheinigungen. Darüber hinaus geht das an der Lebensrealität ohnehin gewaltig vorbei. Wer krank feiern will, geht zum Arzt und lässt sich krank schreiben. Wenn ich zum Arzt gehe und nix sage, bin ich ne Woche krank geschrieben. Wenn ich erkältet bin, sage ich, dass ich nicht zwingend mit dem Arzt sprechen muss. Folge: Ich lasse mich erstmal 3 Tage krank schreiben und schaue dann wie es mir geht. Bin auch schonmal arbeiten gegangen, obwohl ich noch "krank geschrieben" war. Der unwissende Vorgesetzte faselte was von "du musst dich "gesund schreiben lassen"". Ist mir danach nie wieder passiert. Aber das ist wieder ein anderes Thema. Zum Arzt gehe ich mit Erkältung übrigens nur, weil es immer noch HR Abteilungen gibt, die einem bei fehlender AU faktenfrei irgendwas unterstellen möchten. Dabei halte ich es in jeglicher Hinsicht besser, wenn ich weder die Infrastruktur des Arztes, der Apotheke, der Krankenkasse und meine Gesundheit unnötig belaste, in dem ich mir einen Schrieb besorge, der das bestätigt, was ich eh schon weiss.

    Ich halte die AU-Erfordernis ab dem 1. Krankheitstag für in etwa vergleichbar, wenn der Sanitäter nach dem Verkehrsunfall ein Pflaster auf die Schürfwunde am Knie klebt, während meine Rippe aus dem Brustkorb ragt. Aus meiner Sicht zeugt der gewählte Ansatz stark von fehlendem (echten) Reformwillen und der Anerkennung der tatsächlichen Probleme unserer Zeit.

    Immerhin bin ich froh, dass sich bei der Rente was tut, auch wenn du mit unrealisierbaren Vorschlägen debattiert wird (Beamte mit in die GRV nehmen).

    Noch viel länger krank melden. Während normale Kranke für 3-5 Tage krank geschrieben werden, werden die Pappenheimer oft problemlos gleich für 2 Wochen krank geschrieben. Der Aufwand muss sich ja lohnen.

    Viel hilfreicher wäre es wenn man suspekte AU überprüfen lassen könnte. Aber da hat ja keiner interesse daran. Weder die Ärzte noch die KK.

    Wir testen das Ganze einfach mal 5 Jahre und dann schauen wir, wie sich die Zahlen entwickeln. Ich bin erst einmal optimistisch und finde die Regelung sehr gut. Vor 2020 haben die Leute es ja auch geschafft, also sollten sie es auch nach 2026 wieder hinbekommen, zum Arzt zu gehen, wenn sie krank sind.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Aus Interesse: Glaubst du, dass die (statistisch) gestiegenen Krankmeldungen mit AU Bescheinigung sich durch systematische Erfassung und erhöhte Vulnerabilität nach/durch Corona erklären lassen? Glaubst du, dass die Regelung negative Auswirkungen haben wird?

  • Würdest Du lieber tot sein, als in Rumänien leben?

    So, der nächste ist dran mit einem blödsinnigen Vergleich.

    Was ist daran bitte blödsinnig? Es geht um das Ganze, das ein Land bietet, nicht nur um eine Sache wie das Internet.

    Kommt mimirmanchmal or, als wären viele nur hier, um ihre schlechte Laune raushängen zu lassen.

  • Was ist daran bitte blödsinnig? Es geht um das Ganze, das ein Land bietet, nicht nur um eine Sache wie das Internet.

    Kommt mimirmanchmal or, als wären viele nur hier, um ihre schlechte Laune raushängen zu lassen.

    So sieht’s aus. Ich war neulich doch sehr erstaunt, als es um eine internationale Studie zum Kindeswohl ging.

    Da war Rumänien deutlich vor Deutschland platziert.

    Glaube ich nicht.

  • Bei dem nervigen rumnölen, stimme ich Dir ja zu.

    Aber warum man die Internetfails hierzulande relativieren muss schon nicht mehr.

    Und wenn man dann auch noch April mit Birnen vergleicht wird es halt lächerlich.

    Ja, das mit dem Internet ist, verglichen mit vielen anderen Ländern, nicht so berauschend. Will ich auch gar nicht schönreden.

    Mir geht es um das Gesamtpaket, die Ordnung der Dinge(die Bahn mal ausgenommen), Rechtssicherheit, geringe Korruption, soziale Sicherheit (wenigstens im Moment noch).

  • https://www.wiwo.de/politik/deutsc…/100237828.html

    Und die Steuerreform 2027 soll uns bestimmt entlasten - versprochen.

    Steuerreform 2027 :

    Zitat

    In der Pressekonferenz teilte Bundeskanzler Friedrich Merz gerade mit, dass man sich auf eine Steuerentlastung geeinigt habe.

    600 Euro im Jahr nannte er.

    Die Koalition will die Menschen mit mittlerem und geringem Einkommen entlasten. Familien mit Kindern sollen am stärksten profitieren.

  • Noch mal zurück zur AU bereits ab dem ersten Krankheitstag:

    https://www.msn.com/de-de/finanzen…hen/ar-AA279mjR

    Zitat

    Merz-Vertrauter unterstellt Arbeitnehmern "Blaumachen"

    ...

    Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) hat die Neuerung bei der Krankmeldepflicht ab dem ersten Krankheitstag verteidigt und Beschäftigten gezieltes "Blaumachen" unterstellt – vor allem zu Beginn und zum Ende der Arbeitswoche.

    ...

    Aber Fakt ist eben, dass wir insbesondere zu Wochenstart und Wochenende besonders viele Krankheitstage haben. Das kann man, meine ich, nicht medizinisch erklären."

    Aber:

    https://www.focus.de/gesundheit/new…a9714629cd.html

    Ist es vielleicht die Arbeit am Montag, die am meisten krank macht?

    Oder schlimmer noch

    Zitat

    Die TK schreibt in ihrem Fehlzeitenreport:

    • Im Vergleich zum Vorjahr sind die Fehlzeiten nach altersstandardisierten Auswertungen im Jahr 2024 um 1,56 Prozent gesunken.
    • Ihre Daten zeigen für die vergangenen Jahre, dass sich samstags und sonntags weniger Menschen krankmelden. Und der Krankenstand von Montag bis Freitag typischerweise kontinuierlich ansteigt.

    Arbeit macht offensichtlich generell krank. :P

  • Würdest du lieber in Rumänien leben statt hier?

    Einerseits ein recht gut gelungenes Totschlagsargument.

    Andererseits kann sich eine Regierung, die vor den Herausforderungen steht, vor denen sie sich dem Vernehmen nach selbst auch stehen sieht, durchaus mal fragen, wieso in 2024 immerhin 7.899 deutsche Staatsbürger ständig in Rumänien leben (Quelle), Rumänien das häufigste Ziel von Abwanderern war (Quelle), und die deutsche Wirtschaft vom "mit Abstand wichtigsten Handelspartner Deutschlands in Südosteuropa" und "echtem Innovationspartner, insbesondere in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Digitalisierung und grüne Transformation" spricht (Quelle), also durchaus Themen, die Deutschland auch für sich in Anspruch nehmen will und muss.

    Es geht um das Ganze, das ein Land bietet

    Ja, genau.

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