Steuerreform 2027

KI-Zusammenfassung

: Welche Steuerentlastungen Familien und mittlere oder niedrige Einkommen erreichen und wie eine AU-Pflicht ab dem ersten Krankheitstag praktisch laufen soll, ist nach den Koalitionsplänen noch in vielen Punkten offen.

Welche Steuerentlastungen Familien und mittlere oder niedrige Einkommen erreichen und wie eine AU-Pflicht ab dem ersten Krankheitstag praktisch laufen soll, ist nach den Koalitionsplänen noch in vielen Punkten offen.

  • Viele Beiträge sehen die Steuerentlastung kritisch, weil die genannten 600 € erst 2028 und nur für bestimmte Familien gelten sollen.
  • Mehrere Beiträge betonen zur AU ab Tag eins, dass der Arztbesuch laut genannten Aussagen nicht zwingend am ersten Krankheitstag stattfinden soll.
  • In der Community bleibt die Wirkung auf Praxen umstritten, weil einige weniger Missbrauch erwarten und viele mehr Belastung durch zusätzliche Arztbesuche befürchten.
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  • OT Vielleicht hast Du nicht so ganz verstanden, wie Wissenschaft funktioniert?

    Da Du offensichtlich - im Gegensatz zu mir - weisst, wie Wissenschaft funktioniert und vermutlich auch weisst, wie Wirtschaftswissenschaft funktioniert: Kannst Du mir bitte erklären, warum die EZB - wenn sie für die Geldwertstabilität eine Inflation von ca 2 % anstrebt, sie aber nur interne Inflation adressieren kann, weil sie auf externe Preisschocks laut Aussage von anderen hier keinen Einfluss hat - dieses adressierbare Volumen von 2% nicht dazu verwenden kann oder will, um bei zusätzlichen externen Preisschocks einen Wert von unter 2% für die intern bedingte Inflation anzustreben, um dadurch wiederum die Gesamtinflation wieder näher an eine Zielmarke von 2 % zu bringen?

    Siehe auch meine ursprüngliche Frage hier.

  • Den Zusammenhang mit dem Thema Steuerreform sehe ich nicht, daher: OT

    Abgesehen davon, dass das keine wissenschaftliche Fragestellung ist, und abgesehen davon, dass es mir um das Missverständnis ging, dass Wissenschaft etwas mit einer gemeinsamen Theorie, Erkenntnis oder gar Wahrheit zu tun haben könnte, würde ich (wenn mich das interessieren würde) damit beginnen, mit entsprechenden Stichworten in entsprechenden Datenbanken zu recherchieren, abstracts zu lesen, und so versuchen, mir einen Überblick vom entsprechenden Fachdiskurs zu machen. Hier könntest Du anfangen:

    https://www.econbiz.de/eb/de/hilfe-datenbanken

  • Wirtschaftlich ist Argentinien aktuell genau das Vorbild das wir uns nehmen sollten. Merz mit Kettensäge und es würde uns allen besser gehen.

    Von wegen. Milei lässt die Armutsdaten schönrechnen, und behauptet, Armut reduziert zu haben. Tatsächlich ist es genau umgekehrt. Nur etwa ein Drittel der Bevölkerung profitiert von seiner Politik, nämlich die obere Mittel- und die Oberschicht. Die anderen zwei Drittel nicht. Wenn Du allerdings mit "uns allen" die Bessergestellten meinst, dann würde das Bild passen.

  • Von wegen. Milei lässt die Armutsdaten schönrechnen, und behauptet, Armut reduziert zu haben. Tatsächlich ist es genau umgekehrt. Nur etwa ein Drittel der Bevölkerung profitiert von seiner Politik, nämlich die obere Mittel- und die Oberschicht. Die anderen zwei Drittel nicht. Wenn Du allerdings mit "uns allen" die Bessergestellten meinst, dann würde das Bild passen.

    Sorry hab irgendwie das Ironieschild vergessen. Gehe da mit deinen Ausführungen mit.<3

  • Mein Beitrag hat nur indirekt mit dem Thema der Steuerreform(en) zu tun, aber es geht aktuell ja ohnehin mehr um die Wirtschaft an sich:

    Warum spielen die Themen Binnennachfrage, und damit verbunden, ein notwendiges echtes Konjunkturpaket, in der öffentlichen Debatte eigentlich gar keine Rolle?

  • Warum spielen die Themen Binnennachfrage, und damit verbunden, ein notwendiges echtes Konjunkturpaket, in der öffentlichen Debatte eigentlich gar keine Rolle?

    Finde ich eine sehr gute Frage, ich bin zwar nicht in Amt und Würden, versuche aber mal meine Sicht auf die Dinge darzulegen.

    Die erste Annahme müsste sein, dass man akzeptiert, dass es neben dem strukturellen Problem auch eines mit der Binnennachfrage gibt.

    Sollte man das erkennen, dann landen wir allerdings beim Problem der Finanzierung. Dann müssen wir den Strukturwandel und die Nachfrage unter den Bedingungen der Schuldenbremse bewältigen. Dies ist mit dem derzeitigen System sehr wahrscheinlich nicht zu schaffen.

    Folglich stellt sich die Frage: Investiere ich in die Transformation oder in das Nachfrageproblem? Hier würde ich mich auch für die Transformation entscheiden, da dies unsere Zukunft langfristig mehr beeinflussen wird als ein aktuelles fiskalisches Konjunkturprogramm.

    Allerdings birgt dieser Transformationsprozess einen hohen sozialen Sprengstoff. Diesem könnte man begegnen, indem tatsächlich die Lasten möglichst breit verteilt werden. Dann muss nicht ein Teil der Bevölkerung allein die Einschnitte tragen und es lässt sich eventuell für den Einzelnen leichter ertragen.

    Edit: Zuviel KI😂

  • Sollte man das erkennen, dann landen wir allerdings beim Problem der Finanzierung. Dann müssen wir den Strukturwandel und die Nachfrage unter den Bedingungen der Schuldenbremse bewältigen. Dies ist mit dem derzeitigen System sehr wahrscheinlich nicht zu schaffen.

    Naja, man kann bei Staatsausgaben schon drauf achten, wie weit diese die Binnenwirtschaft stärken. Man spricht hier, glaube ich, vom Fiskalmultiplikator.

    Mütterrente, Tankrabatt, Ausnahmen von Betriebsvermögen bei der Erbschaftsteuer haben grundsätzlich einen niedrigen bis sehr niedrigen Multiplikator.

    Netzausbau, Bürgergelderhöhung, Wärmepumpenförderung, (Solarförderung auch, wäre da nicht die Altmaier-Delle), Investitionen in Schulen und Bildung haben einen hohen Multiplikator.

  • Naja, man kann bei Staatsausgaben schon drauf achten, wie weit diese die Binnenwirtschaft stärken. Man spricht hier, glaube ich, vom Fiskalmultiplikator.

    Mütterrente, Tankrabatt, Ausnahmen von Betriebsvermögen bei der Erbschaftsteuer haben grundsätzlich einen niedrigen bis sehr niedrigen Multiplikator.

    Netzausbau, Bürgergelderhöhung, Wärmepumpenförderung, (Solarförderung auch, wäre da nicht die Altmaier-Delle), Investitionen in Schulen und Bildung haben einen hohen Multiplikator.

    Bildung hätte mit den größten Multiplikator. Jedoch auch keinen der direkt Wirkung entfaltet.

    Es wäre sicher nicht verkehrt an der Binnennachfrage zu drehen. Wenn die sich erholt wären die anderen Probleme mit Sicherheit auch anders zu betrachten.

    Das Problem ist ja auch das eine Reform der Schuldenbremse bisher nicht möglich ist, mit den letzten Regierungen. Dafür wird die einfach umgangen und man nennt die Schulden "Sondervemögen" und stopft damit Haushaltslöcher. Es wäre wohl angebracht einfach mal zuzugeben, dass man ohne weitere Schulden nicht klar kommt. Die Unehrlichkeit, welche so offensichtlich ist, führt dann leider auch zu dem Vertrauensverlust in die Regierung. Vor allem wenn das einhergeht mit Stagnation der Wirtschaft und Kürzungen in nahezu allen sozialen Bereichen, bei zumindest leicht erhöhter Inflation, bzw. Reallohnverlusten.

  • Bildung hätte mit den größten Multiplikator. Jedoch auch keinen der direkt Wirkung entfaltet.

    Dochdoch. Abgesehen von den langfristigen Vorteilen von Bildung beschäftigt eine Investition in marode Schulgebäude Handwerker, die von ihrem Gewinn wieder konsumieren usw. Daher Multiplikator.

    Subventionen in Ausnahmen für Betriebsvermögen bei der Erbschaftssteuer tun das nicht in dem Ausmaß. Hier gibt es eher Mitnahmeeffekte.

    Man muss ja Staatsschulden nicht ausufern lassen. Aber dieses stoische Festhalten an der schwarzen Null hat uns schon einiges an Wirtschaftsleistung gekostet. Und wenn ich dann sehe, wofür wir Schulden machen, ärger ich mich schon ein kleines Bisschen.

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