Alternativen zu Festgeldern

KI-Zusammenfassung

: Welche Alternative zu Festgeld eignet sich für den risikoarmen Vermögensteil, wenn das Geld teilweise liquide bleiben und später für planbare Ausgaben wie einen Autokauf verfügbar sein soll?

Welche Alternative zu Festgeld eignet sich für den risikoarmen Vermögensteil, wenn das Geld teilweise liquide bleiben und später für planbare Ausgaben wie einen Autokauf verfügbar sein soll?

  • Mehrere Beiträge sehen Tagesgeld, Geldmarktprodukte oder passendes Festgeld für planbare Ausgaben als zentrale Sicherheitsbausteine, weil längere Anleihen-ETFs stärker schwanken können.
  • Mehrere Beiträge sehen bei Geldmarkt-ETFs offene Abwägungen, weil Bequemlichkeit, Steuerfragen und zusätzliche Risiken gegen den möglichen Zinsvorteil gegenüber Tagesgeld gestellt werden.

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  • Ja, gibt es, den Amundi Smart Overnight Return (LU1190417599). Läuft wie der DBX0AN mit einem Zuschlag von ca. 0,4 %. Da es keine Rendite ohne Risiko gibt: Der Sicherheitskorb besteht aus Aktien und nicht aus Anleihen.

    Kommt aufs Tagesgeld an, man kriegt ja auch ohne Hopping schon 2,5%.

    Aber das kann sich mit der nächsten EZB-Zinserhöhung natürlich auch ändern, wenn die Anbieter nicht direkt mitziehen.

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  • Kommt aufs Tagesgeld an, man kriegt ja auch ohne Hopping schon 2,5%.

    Meine Antwort bezog sich auch eher auf den ersten Teil der Frage von LoveMyDog , der nach einer Anlage gefragt hat, die mit dem €STR mitgeht, vergleichbar dem DBX0AN nur mit mehr Rendite.

    Allerdings legt der Amundi zumindest im Moment tatsächlich auch noch eine kleine Schippe drauf. Die besten Angebote für Bestandskunden mit deutscher Einlagensicherung sind derzeit die von Dir angesprochenen 2,5 %. Der Amundi hat eine Rendite von 2,58 % (s. hier).

  • Meine Antwort bezog sich auch eher auf den ersten Teil der Frage von LoveMyDog , der nach einer Anlage gefragt hat, die mit dem €STR mitgeht, vergleichbar dem DBX0AN nur mit mehr Rendite.

    Allerdings legt der Amundi zumindest im Moment tatsächlich auch noch eine kleine Schippe drauf. Die besten Angebote für Bestandskunden mit deutscher Einlagensicherung sind derzeit die von Dir angesprochenen 2,5 %. Der Amundi hat eine Rendite von 2,58 % (s. hier).

    Ah, ich hatte 2,4% gefunden. Auf jeden Fall wesentlich besser als DBX0AN.

  • Ja, gibt es, den Amundi Smart Overnight Return (LU1190417599). Läuft wie der DBX0AN mit einem Zuschlag von ca. 0,4 %. Da es keine Rendite ohne Risiko gibt: Der Sicherheitskorb besteht aus Aktien und nicht aus Anleihen.

    Sehr interessant! Danke für den Hinweis.

    Ich verstehe aber nicht, wie das mit den Aktien funktioniert. Welches Risiko geht damit einher und taugt der ETF dann noch als Sicherheitsbaustein?

  • Warum der Amundi Smart Overnight mehr Rendite auswirft als andere ETFs auf den €STR wird sehr schön diesem Blog-Beitrag erläutert.

    Die Frage, ob er als Sicherheitsbaustein taugt, hängt sehr von den eigenen Ansprüchen ab. Akzeptiert man nur höchstmögliche Sicherheit, bleiben eigentlich nur deutsche Staatsanleihen. Selbst Tagesgeld wäre dann schon fraglich, da die Einlagensicherung keine staatliche ist, sondern ein bloßes Versprechen, das sich in einer sehr schweren Krise schnell in Luft auflösen kann.

    Akzeptiert man dagegen ein gewisses Restrisiko, das trotz aller Sicherungsmaßnahmen bei allen Swap-Geschäften besteht und sieht zudem, dass die Swap-Partner systemrelevante Banken sind, die keinesfalls ausfallen dürfen, sieht die Antwort anders aus.

  • Vielleicht verstehe ich das Konzept nicht richtig, aber wenn ich heute 30T EUR parken will, weil ich in 5 Jahren ein Auto davon kaufen möchte, kann es doch passieren, dass in 5 Jahren nur noch 20T EUR o.ä. übrig sind, weil 60% Aktien in dem Produkt stecken. Ich könnte dann im Ernsfall das Auto nicht kaufen, oder?

    Richtig, dafür ist der Anlagehorizont zu kurz. Eher min. 10 Jahre min. sollte man da schon auf sein Geld verzichten können.

  • Deshalb gehe ich für den flexiblen Teil meines Depots in kurzlaufende Staatsanleihen.

    Xtrackers II Germany Government Bond 0-1 LU2641054551. Da ist mein Schuldner bekannt.

    Beim Xtrackers II Germany Government Bond ist Dir Dein Schuldner leider nicht wirklich bekannt. Der Fonds betreibt in hohem Maß Wertpapierleihe. Scroll mal auf der Webseite von Xtrackers ganz weit unten auf den Punkt Wertpapierleihe. Derzeit sind über 75 % der Staatsanleihen verliehen. Dafür hast Du dann irgendwelche Sicherheiten von wem auch immer.

  • Um welche Beträge geht es euch denn hier? Man hat ja in aller Regel ein kleinen Puffer von ein paar tausend für Notfälle, da gehört für mich der Neuwagen nicht dazu sondern der billige gebrauchte ums Eck. Daher würde ich sagen, alles was über 10 000 oder 15 000 Euro hinaus geht lohnt kaum vorzuhalten?

    Investitionen in/ab dieser Höhe sind bei mir in der Regel planbar. Da es planbar ist kann ich das meinem empfinden nach auf den etf abstimmen und notfalls kann ich die Investition auch mal 1-2 Jahre schieben wenn der etf gerade nicht mitspielt.

    Daher ist meine Strategie die 15 000, auf dem Tagegeld oder ähnlichem für 2% oder was es eben gibt liegen zu haben. Mit dem Wissen, dass ich damit auch Geld verliere durch Inflation.

    Für die größeren Beträge minimieren ich das Risiko damit, dass ich früh genug und flexibel die Ausgabe plane. Als Beispiel das neue Dach. Das kann man ja auch mal 2, 3 Jahre eher machen lassen wenn z.b. der etf gerade gut steht. Oder wenn er schlecht steht eben 2, 3 Jahre später.

    Vielleicht wäre das noch ein Ansatz wie man es regeln kann?

  • Sicherheit Volatilität und Flexibilität wird oft vermischt.

    Leider ja.

    Sicherheit ist, wenn man langfristig nach Inflation und und Steuern kein Geld verliert, sondern gewinnt.

    Nein, das ist zunächst mal Rendite. ;)
    Die Frage ist dann, ob es sich um eine nominale Rendite oder auch eine reale Rendite handelt steht dann wieder auf einem anderen Blatt und kommt immer auf den konkreten Investmentcase an.
    Beispiel:
    Du hast einen Immobilienkredit zu 1,x% p.a. mit 10 Jahren Laufzeit angeschlossen, der in 5 Jahren ausläuft. Du könntest nun 10K€ p.a. Sondertilgen. Und Du hast das Geld auch zur Verfügung und könntest Sondertilgen. Oder Du könntest diese 10K€ p.a. auch in Festgeld zu 3,25% p.a. für 5 Jahre anlegen.
    Ob nun diese 3,25% p.a. für die Festgeldanlage nach allen Kosten und Steuern die Inflation in den nächsten 5 Jahren schlagen werden ist absolut ungewiss. Trotzdem ist eine positive Rendite mit dieser Festgeldanlage nahezu 100% sicher.

    'Sicherheit' ist, wenn Du auch davon ausgehen kannst, dass Du morgen, nächste Woche, nächsten Monat oder auch in 5 Jahren Summe X zur Verfügung hast. Und zwar unabhängig davon, welche Kaufkraft Summe X zu diesem Zeitpunkt gerade besitzt.

    Dann sind die Laufzeit ETF von Xtracker (Xtracker Maturity) oder iShares (ibonds) eine Alternative, die normalerweise etwas mehr Rendite erwarten lässt als die Tagesgeld oder Geldmarkt (nd gleichzeitig im Notfall täglich verfügbar ist. Im Extremfall von sehr stark steigenden Zinsen kann die Rendite kleiner sein, als im Geldmarkt.

    Im Extremfall könn(t)en einzelne Anleihen in den Anleihefonds auch ausfallen. Wenn es ganz extrem wird, könnten auch Verluste drin sein.
    Ich erinnere nur an die Finanzkrise, als sich diverse Institute mit scheinbar 'sicheren' Anleihen vollgesogen hatten. Schließlich hatten die Rating-Agenturen doch die Sicherheit entsprechend bewertet. :/

    Wenn ich Rendite suche, suche ich nicht im Anleihenteil, sondern lege alles Geld, das ich nicht flexibel brauche zu 100 % in den Aktienmarkt.

    :thumbup:
    So ist es. Lieber lege ich ein paar Prozent mehr im Risikoteil an, als dass ich krampfhaft versuche den sicheren Vermögensteil auf Rendite zu trimmen.

  • Den hatte ich eigentlich gelesen. Möglicherweise aber die Erklärung dafür nicht raussieben können.

    Ich versuche es mal mit eigenen Worten, wie ich es verstanden habe i.V.m. eigenen Recherchen. Ich bin aber kein Banker, vielleicht kann es jemand ja besser nachvollziehen und erklären.

    So wie ich es verstanden habe, haben sich in der Folge des Reformpakets Basel IV die regulatorischen Regeln für das Halten von Aktien drastisch verschärft. Die wohl gravierendste Auswirkung betrifft die risikogewichteten Aktiva. Je höher das Risikogewicht einer Position ist, desto mehr Kernkapital muss die Bank dafür vorhalten. So wurde u.a. das pauschale Risikogewicht für börsennotierte Standardaktien von ehemals 100 % auf 250 % angehoben. Hält somit eine Bank selbst die Aktien wird dadurch erheblich Eigenkapital blockiert, das z.B. nicht mehr im Kreditgeschäft genutzt werden kann.

    Jetzt kommt das Swap-Geschäft mit Fondsgesellschaft ins Spiel. Die Aktien dort befinden sich im Sicherheitskorb der Fondsgesellschaft und gehören nicht (mehr) der Bank und binden daher nicht das erhöhte Eigenkapital. Die Bank erhält im Rahmen des Swap-Geschäfts die Rendite aus den Aktien, muss aber gegenüber der Bankenaufsicht kein erhöhtes Eigenkapital aus Aktienbesitz nachweisen (die gehören ihr ja nicht mehr). Mit diesem freigewordenen Geld kann zusätzlicher Ertrag erwirtschaftet werden. Offensichtlich sieht der Swap-Vertrag vor, dass dieser zusätzliche Ertrag teilweise an die Fondsgesellschaft weitergegeben wird, was zu der unterschiedlichen Kursentwicklung gegenüber dem DBX0AN führt.

  • Du suchst nach Rendite im sicheren Teil des Portfolios. Wenn du dies erreichen willst, musst du höhere Risiken in Kauf nehmen, bspw. Bonitätsrisiken, Zinsänderungsrisiken oder Währungsrisiken. Aber sobald du dies tust, ist dieser Teil des Portfolios eben nicht mehr sicher und verfehlt somit seinen Zweck.

    Das ist die sehr einfache, digitale Sicht auf die Märkte, die z.B. von Stiftung Warentest benutzt wird. Das lässt sich halt leicht erklären: 2 Assetklassen, eines risikoreich, eines risikoarm (bei Saarlaender sicher?) und durch die passende Mischung kann ich meine persönliche Risikotragfähigkeit abbilden.

    Früher war die risikoarme Assetklasse Anleihen, in der Nullzinsphase hat man das gegen Tagesgeld/Geldmarktprodukte ausgetauscht. Ein Rücktausch nach Ende der Nullzinsphase fand nie statt, im Gegenteil, die Assetklasse Anleihen bleibt komplett ignoriert.

    Aber der Markt ist nicht digital, hat viele Assetklassen und viele Risikobereiche dazwischen und darüber.

    Wer der Diversifikation einen Wert zumisst, könnte sich z.B. überlegen, warum er sich auf nur 2 Assetklassen beschränken soll. Warum nicht z.B. 3 Assetklassen nutzen, also risikoreich, risikogemäßigt und risikoarm? Und schon kommen Anleihen für den mittleren Risikobereich in Frage und ich bin diversifizierter.

    Oder gleich zur Kenntnis nehmen, dass es von risikoarm zu risikoreich einen kontinuierlichen Übergang gibt, also gar nicht digital ist.

  • Risikoarm und risikoreich sind keine zwei natürlichen Kategorien der Finanzmärkte, sondern eine Modellierung. Dazwischen existieren zahlreiche Anlageklassen mit unterschiedlichen Risikoprofilen.

    Finanztip erklärt wegen der Zielgruppe die Situation didaktisch hervorragend. Wissenschaftlich gesehen ist das natürlich sehr grob.

    Problematisch wird es dann, wenn so eine Sicht dogmatisch und quasi eine Weltanschauung wird.

    Für den Zeitraum knapp unter 5 Jahren kann man sich z.B. etwa 3 % absolut seriös bei der KfW sichern.

    https://www.comdirect.de/inf/anleihen/XS3344416287

  • Ist das so etwas wie eine Wohnbauanleihe in Ö? Die ist bei uns sogar steuerfrei und deshalb interessant.

    Nein. Aber die Kreditanstalt für Wiederaufbau ist quasi „der Bund“. Es gibt aber an den Märkten weltweit auf die deren Anleihen immer ein wenig mehr als auf Bundesanleihen.

    Die Anleihen sind genauso sicher wie Bundesanleihen.

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