Rentenbeginn mit 63 ohne Abschläge, Jahrgang 1968

  • Die neuen Vorschläge in/um die CDU/CSU herum betreffen auch genau die Fallkonstellation des Threads.

    Ideen sind: keine 24 Monate ALG mehr und „Rente mit 63“ komplett abschaffen.

    Es gibt schon lange keine Rente mehr mit 63. Wer dieses Jahr als besonders langjährig Versicherter früher abschlagsfrei in Rente will muss mindestens 66,5 Jahre alt sein.

  • Es gibt schon lange keine Rente mehr mit 63. Wer dieses Jahr als besonders langjährig Versicherter früher abschlagsfrei in Rente will muss mindestens 66,5 Jahre alt sein.

    Deshalb habe ich den Begriff natürlich in Anführungsstriche gesetzt. Er wird politisch trotzdem so gebraucht.
    bitte beachte das, und werte auch die Aussagen der Spitzenpolitiker der Union entsprechend. Gendern muss man bei denen nicht…

  • Es gibt schon lange keine Rente mehr mit 63. Wer dieses Jahr als besonders langjährig Versicherter früher abschlagsfrei in Rente will muss mindestens 66,5 Jahre alt sein.

    Zieh mal 2 Jahre ab, Du hast da die Regelaltersgrenze erwischt.

    Jahrgang 1961: 64 + 6 Monate

    Jahrgang 1962: 64 + 8 Monate

    Jahrgang 1963: 64 + 10 Monate

    Jahrgänge 1964 und jünger: 65 Jahre

  • Deshalb habe ich den Begriff natürlich in Anführungsstriche gesetzt. Er wird politisch trotzdem so gebraucht.
    bitte beachte das, und werte auch die Aussagen der Spitzenpolitiker der Union entsprechend. Gendern muss man bei denen nicht…

    Das habe ich mir auch gedacht das du das so meinst, nur sollten wir die es besser wissen solche Aussagen aus der Politik nicht einfach so übernehmen. Er wird bewusst in der Politik falsch und manipulativ verwendet .

  • Wir haben ja aktuell durch die Regierung die Diskussion ob Halbtagskräfte länger arbeiten sollen. Nur sollte man bedenken wenn eine Halbtagskraft nur die Hälfte des aktuellen Durchschnittslohn bekommt wird diese auch nur die Hälfte der Rentenpunkte erwerben und somit deutlich weniger Rente bekommen. Welchen Benefit hätte die Solidargemeinschaft wenn diese Leute länger arbeiten ?

    Dann könnte man gleich mal schauen, warum viele Leute Teilzeit arbeiten: Vielleicht erziehen sie nebenbei ein paar Kinder allein?

  • Dann könnte man gleich mal schauen, warum viele Leute Teilzeit arbeiten: Vielleicht erziehen sie nebenbei ein paar Kinder allein?

    "Früher durften die Frauen nicht arbeiten.
    Dann durften sie arbeiten.
    Jetzt müssen sie arbeiten."

    Willkommen in der schönen neuen Welt.

    Und weil wir sehen, wie gut das mit den staatlichen Schulen so läuft, sind wir doch froh, wenn wir die Kinder noch etwas früher in die Obhut anderer geben können, gelle?

  • Es gibt sehr viele Gründe für Teilzeit. Kindererziehung dürfte der am besten akzeptierte Grund sein. Nicht unterschätzen sollte man die familiären Pflegefälle. Während man sich das früher unter mehreren Geschwistern und Schwiegerkindern aufteilen konnte, muss das heutzutage oft genug von einem alleine getragen werden. Ebenfalls gar nicht so selten dürften bei fortschreitendem Alter auch Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen betroffen sein, die eben nicht mehr 40 Stunden durchrocken können, ohne ausgebrannt zu sein.

    Bequemer ist es freilich nur auf die Frührentner in der Hängematte zu schauen und was von fehlender Arbeitsmoral zu schwadronieren.

  • Es gibt sehr viele Gründe für Teilzeit. Kindererziehung dürfte der am besten akzeptierte Grund sein. Nicht unterschätzen sollte man die familiären Pflegefälle. Während man sich das früher unter mehreren Geschwistern und Schwiegerkindern aufteilen konnte, muss das heutzutage oft genug von einem alleine getragen werden. Ebenfalls gar nicht so selten dürften bei fortschreitendem Alter auch Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen betroffen sein, die eben nicht mehr 40 Stunden durchrocken können, ohne ausgebrannt zu sein.

    Oder Berufe mit Arbeitsbedingungen, bei denen auch Jüngere keine 40 Stunden durchhalten.

    Oder Arbeitgeber, die nur Teilzeitverträge vergeben (z.B. im Kita-Bereich beliebt).

    Und da haben wir noch nicht über die angestellten Lehrer:innen gesprochen, die zum Anfang der Sommerferien gekündigt werden, nur im dann 6 Wochen später wieder fürs neue Schuljahr eingestellt zu werden.

    Ehrenamtliche fürs Jugendtraining im Sportverein und in vielen anderen Bereichen müssen auch irgendwo herkommen.

    Es gibt vermutlich prozentual betrachtet nur wenige Leute, die wirklich „einfach so zum Spaß“ Teilzeit arbeiten. Und selbst wenn: Dafür bekommen sie auch weniger Gehalt.

    Bei Unternehmen ist es völlig selbstverständlich, wenn die Geschäftsführung unternehmerisch denkt und den Geschäftsbetrieb so aufstellt, dass für das Unternehmen (und nicht für die Gesellschaft!) das Optimum rausgeholt wird.

    Warum soll es verwerflich sein, wenn ein Mensch das in eigener Sache ganz genauso macht? Gerade wenn es um Arbeits- vs. Lebenszeit geht, ist es doch einfach so, dass die verfügbare Zeit begrenzt ist.

  • Oder Arbeitgeber, die nur Teilzeitverträge vergeben

    Oder bei den großen Lebensmitteln Discountern. Da werden die Azubis regelmäßig mit 30 Stunden Verträgen übernommen und müssen dann Überstunden machen. Sind sie krank gibt´s aber nur für 30 Stunden Lohnersatz, Urlaubsanspruch auch nur für die verkürzte Arbeitszeit.

    Da kann der Fritze ja mal Nachfragen.....

  • Naja, ich kenne schon (meist jüngere) Leute mit guter akademischer Ausbildung und gutem Einkommen, die sich sagen, dass sie nur 32 statt 40 Stunden arbeiten wollen. Das Netto Einkommen sinkt dabei ja nicht linear, in diesem Fall hilft die Steuerprogression und sie sagen sich dass ihnen das auch prima zum Leben reicht und sie an Freizeit gewinnen, was ihnen viel mehr wert ist.

    Wenn der AG dem zustimmt, ist das ok, kein Problem.

    Ich hatte letztens so einen Fall in meiner Abteilung, weil es gibt ja das Recht auf Teilzeit, wir können es aus betrieblichen Gründen zwar ablehnen, aber das führt zu massivem Ärger und Unmut.

    An Rentenbeiträge denkt dabei niemand, heute 30 Jährigen hat man so sehr eingetrichtert, dass sie eh keine gesetzliche Rente bekommen werden, dass es sowieso keine Rolle spielt.

  • uha
    Ja, ist bei uns auch oft so. Die neuen Kollegen bestehen dann auch auf Home-Office-Verträgen. Während das HO bei uns 'alten' Säcken quasi nur geduldet ist. So hat unsere GF kürzlich angekündigt, dass für alle Mitarbeiter an mind. 2 Tagen die Woche wieder Anwesenheitspflicht besteht.
    Wer dann im Arbeitsvertrag fest eine 80% oder 90%ige HO-Regelung vereinbart hat ist fein raus.

    Aber was will man machen. Bei uns herrscht in der tat Fachkräftemangel (IT). Da ist man schon froh, wenn man die freien Stellen überhaupt besetzen kann. Und sei es nur in Teilzeit.

    PS: Wenn man dann aber mit 60+ nach Arbeitszeitreduzierung fragt, wird man teilweise jahrelang vertröstet. :rolleyes:

  • Es geht nicht um HO-Regelungen, das mache ich auch recht ausgiebig und geht in der IT auch gut, das hat mir mein jetziges Leben erst ermöglicht. Ich persönlich arbeite zuhause eher mehr als weniger.

    Was ich meine ist die Reduzierung der Arbeitszeit auf z.B. 32 Stunden, also in der Praxis eine Viertagewoche.

  • Noch vor kurzem hieß es, jeder der arbeiten kann wird gebraucht. Und wenn es nur ein paar Stunden sind. Besser mehrere Teilzeitkräfte als gar keinen. Und nun soll das auf einmal schlecht sein? Ach, nein, falsch verstanden. Wenn der AG Teilzeit möchte, ist das OK. Wenn der AN das gleiche möchte, ist das der Untergang des Abendlandes.