ich habe ein Luxusproblem...
Gratuliere - jedenfalls um Längen besser als tatsächliche und/oder ernsthafte Probleme ...
Nur am Rande: Nicht ganz verständlich ist mir das Folgende
Ich investiere schon lang und hatte immer das Ziel gut für die Rente aufgestellt zu sein. Soweit das alle Statistiken und Berechnungen zulassen habe ich das Ziel mittlerweile erreicht und seit dem geht meine Motivation leider stark runter weiter zu machen. Mein größtes Problem ist, dass ich dabei investiere aber immer davon ausgehe erst in 30 Jahren was davon zu haben.
(nachträglich gefettet von mir)
Demnach müßte oder könnte es ja in Sachen "Erledigung der privaten Altersvorsorge bzw. der finanziellen Ruhestandsplanung" ziemlich flott gegangen sein - oder Deine Versorgungslücke per se eine eher überschaubare gewesen sein ...
So ohne klare Ziele fällt es mir also schwer das sinnvoll zu betreiben ...
Die Optionen scheinen mir eher ziemlich klar.
Sollte Dich Deine Arbeit nicht faszinieren oder Dir zumindest (überwiegend) Freude bereiten, könntest Du diese angemessen reduzieren. Ehrenamtliche Aktivitäten (Volunteer z. B.) können für manche Menschen zusätzlichen Sinn ergeben - regelmäßige Spenden für im Einzelfall bevorzugte Ziele und Zwecke ebenfalls.
Wirkungen der Inflation über lange Zeiträume nicht vergessen. Zumal Nachsteuerungen im Alter (Humankapital bereits Null oder gen Null tendierend) im Regelfall schwer bis unmöglich sind. Für meinen Teil habe ich einige Ordner mit archivierten alten Rechnungen und Zahlungen beginnend in den 70ern (der Blick heutzutage da hinein kann leicht Schwindelgefühle auslösen - insbesondere, wenn man das so in die Zukunft fortschreibt, was mir auf jeden Fall und mindestens angezeigt erscheint).
Das gilt insbesondere vor dem Hintergrund
In den letzten Monaten hab ich einiges mehr für Lifestyle ausgegeben aber gemerkt dass das auch kein sinn stiftendes Modell ist.
Das
Daher einfach unsinnig.
ist Deine höchstpersönliche Sicht. Nicht wenige in meinem Umfeld sehen das anders (im Sinne von "schöner" Wohnen, Reisen, Fahren, Essen, mehr kulturellen Genuß wie Konzerte, Theater, Oper, Ausstellungen) usw. sprich so, daß Geld auch (oder insbesondere) eben dafür (zum Ausgeben) da ist. Insbesondere, wenn die Altersvorsorge schon "aufs Gleis" gesetzt wurde und sozusagen automatisch Richtung "Zielbahnhof" läuft.
Daneben kann eine weitere Option ein früherer (sprich (deutlich) vor dem regulären Rentenalter) gänzlicher Ausstieg aus dem Berufsleben (Erwerbsleben) sein.
Ansonsten natürlich die üblichen Optionen (Schenkungen, Erbe, Stiftung).
Last but not least: Gut möglich, daß Dir - wie ziemlich vielen in meinem Umfeld - regelmäßige Erträge aus Deinem Vermögen (Ausschüttungen) aus subjektiv-emotionaler Sicht eine Hilfe sein könnten.
Ansonsten dürfte auch da
Jeder Jeck ist anders" bzw. "Paragraph Eins - jeder macht Seins"
gelten.
Als ich beispielsweise ziemlich früh "finanzielle Unabhängigkeit" erreicht hatte (sprich nicht mehr für Geld arbeiten zu müssen, es aber noch zu können) hat dies Spaß und Freude an meiner Arbeit noch weiter erhöht (freiere Auswahl bezüglich interessanter Aufträge beispielsweise). Sowie Position und Standing (als Selbständiger) gegenüber meinen Auftraggebern noch weiter verbessert, was zusätzlich positive Auswirkungen auf meine Einkommensseite hatte.
Dir gute Gedanken und ebensolche Lebens- und Finanzentscheidungen !