Motivation schwindet

  • Wenn ein heute 67jähriger 1 Mio benötigt braucht ein heute 19jähriger im Alter 67 Jahren die Mio inflationsbereinigt.

    Ich hatte geschrieben, dass man in 30 Jahren davon ausgehen sollte zur Rente 1Mio im Depot zu haben, vorausgesetzt es sind noch weitere Rentenzahlungen dann vorhanden.

    Du hattest doch die Rechnung mit der Mio aufgemacht - nicht ich.

    Ne ich gab den Basiswert von 1 Mio.

    Ich bin aber nicht derjenige der die Meinung vertritt dass man zu Rente 1 Mio. Im Depot braucht.

    Genau.

  • Wer von euch ist eigentlich in der Lage die prognostizierte Rentenlücke zu schließen? Hat schon mal wer gerechnet wie und ob er die Zahlen die nötig sind erreicht?

    Rentenlücke ist so ein schönes Wort, aber äußerst schwer für die Zukunft zu berechnen.
    Ich bin über Kurzarbeit, Corona, Kurzarbeit, Transfergesellschaft in der Rente gelandet. Da über die fast 5 Jahre die Ausgaben dem EInkommen abgepasst wurden, gab es bei mir keine Rentenlücke.
    Und da sich das Depot in den 5 Jahren und danach sehr gut entwickelt hatte, war der Zuschuß zur Rente auf einmal der Luxus, den wir uns zusätzlich genehmigen.

  • Habt ihr z. B. umgestellt und angefangen in andere Dinge zu investieren die euch früher schon ein gutes Gefühl vermitteln?

    Ich geh hin und wieder auf so Bettelplattformen wo ich etwas Geld ausgebe... max 50 Euro.

    Mal sammeln Eltern für eine alternative Krebstherapie für das eigene Kind... zuletzt hab ich etwas gespendet für die Deckung der Beerdigungskosten einer Pornodarstellerin.

    Frei nach so einem chinesischen Sprichwort: Hilf dabei aus große Probleme kleine Probleme zu machen... und aus kleine Probleme keine Probleme.

  • Hört sich wild an wie mit Zahlen um sich geworfen wird. Heute braucht der Rentner also schon 1 Mio. In 30 Jahren dann rund 2 Mio....

    Wer von euch ist eigentlich in der Lage die prognostizierte Rentenlücke zu schließen? Hat schon mal wer gerechnet wie und ob er die Zahlen die nötig sind erreicht?

    Ich. 8o
    Aber mal im Ernst. M.E. gibt es zwei Rentenlücken die es zu schließen gilt. Einmal die Rentenlücke zu dem Einkommen mit dem man aktuell auskommt um problemlos davon leben zu können.
    Und dann die Rentenlücke, die man geschlossen haben möchte um davon gut leben zu können/sich Wüsche zu ermöglichen.

    Ich komme mit 2/3 meines aktuellen Nettoeinkommens gut über die Runden. Also min 2 x Jahr Urlaub, Hobby, Kultur, usw. Also wäre das die Zielmarke die es für mich als Rentner mindestens zu erreichen gilt. Und wenn ich ehrlich bin, habe ich dieses Ziel wohl bereits erreicht. Also prognostizierte Rente mit 67 und Ersparnisse/Investmens. Ich gehe einfach mal davon aus, dass die prognostizierte Rente einen Inflationsausgleich bietet und ich das auch für meine aktuellen Ersparnisse erreiche.

    Mein Wunsch ist aber mit 63 vorzeitig in Rente zu gehen und über das gleiche Nettoeinkommen zu verfügen wie zuletzt als Arbeitnehmer.
    Das bedingt dann den lebenslangen Ausgleich des Rentenabschlags und eine deutlich höhere Entnahme aus dem Vermögen. Es muss also ungleich mehr angespart/investiert werden als für das reine schließen der eigentlichen Rentenlücke.
    Auch weiß ich mit Mitte 50 noch nicht, wie hoch die Abschläge auf die Rente bei vorzeitigem Rentenbeginn sein werden. Die aktuell gültigen 0,3% Abschlag pro Monat vorzeitigem Rentenbeginn werden sicherlich in der aktuellen Rentendiskussion deutlich erhöht werden.:/
    Auch kenne ich die Renditen der nächsten Jahre nicht. Ebenso wenig die Inflationsraten.
    Ob ich mein gestecktes Ziel erreiche weiß ich schlichtweg nicht!
    Aber ich kann es versuchen. Dazu gehört dann aber auch, dass ich weiter regelmäßig investiere und mich nicht darauf verlasse, dass es mit einer Rendite von 7% p.a. über die nächsten 10 Jahre auch so reichen würde.:/

    Ja, wenn es doch so einfach wäre.:rolleyes:
    Leider kann es zwischendrin auch mal eine sog. verlorene Dekade geben. Also ein komplettes Jahrzehnt ohne positive Aktienmarktrenditen.
    So eine verlorene Dekade gab es in den letzten 100 Jahren 3 mal. Die Chance so eine Dekade in seinem Anlegerleben mal zu erwischen ist also real. Und es spielt eine erhebliche Rolle, wann Du so eine Dekade erwischt.
    Mit 19 - 40 Jahren sollte man als Anleger sogar darauf hoffen, dass man eine solche Phase erlebt und in dieser Zeit konstant weiter investiert.
    Mit 55 würde es dann bedeuten, dass Du mit 67 noch nicht mal Deine 500.000€

    Hier mal das Beispiel für den 55 jährigen in der Zeit von 2000-2012:
    https://curvo.eu/backtest/de/po…222012-08%22%7D

    Da sind dann aus den 500.000€ unseres 55 jährigen nach 12 Jahren mal eben 447.000€ geworden. Und dann Scroll mal etwas nach unten und schau mal, was dann von diesem nominalen Vermögen real an Kaufkraft geblieben ist.
    Dann heißt es wohl für denjenigen der sich auf Seine Rendite festgelegt hat: Dumm gelaufen. :/
    Wer 'sicher' sein will, muss schlichtweg mit mindestens doppelter Sicherheit planen.

  • Das erscheint mir ein ziemlicher Unsinn zu sein!

    Wenn ein heute 67jähriger 1 Mio benötigt braucht ein heute 19jähriger im Alter 67 Jahren die Mio inflationsbereinigt.

    Jetzt kannst Du versuchen neu zu rechnen.

    Danke!

    Genau das wird oft übersehen.

    Wenn ich meinen aktuellen Depotwert mit 6% pro Jahr bis zur Rente hochrechne, könnte ich auch schnell denken, dass meine Rentenlücke bereits geschlossen wäre. Das diese Summe in ca. 30 Jahren aber vermutlich nur noch die halbe Kaufkraft hat, sollte man auf keinen Fall in seinen Berechnungen vergessen.

  • Danke!

    Genau das wird oft übersehen.

    Wenn ich meinen aktuellen Depotwert mit 6% pro Jahr bis zur Rente hochrechne, könnte ich auch schnell denken, dass meine Rentenlücke bereits geschlossen wäre. Das diese Summe in ca. 30 Jahren aber vermutlich nur noch die halbe Kaufkraft hat, sollte man auf keinen Fall in seinen Berechnungen vergessen.

    Sag’s mal ganz einfach: das ganze Sparplan-Ansparen dient nach Steuer und Inflation dazu den Wert der Sparrate zumindest zu ERHALTEN.

    Das Sparen in Aktien-ETF ist also ein „Erhaltungsaufwand“.

  • es ist auch ein Erhaltungsaufwand

    und etwas Rendite obendrauf.

    Genau. Und diesen Punkt sollte man einfach viel deutlicher herausstellen.

    Es ist in der Finanzwissenschaft sowieso klar, aber natürlich verstehen viele die große Bedeutung dieser Tatsache nicht.

    Es sind eben auch unangenehme Themen.

    Sag mal einer Familie mit zwei Kindern in Deutschland, dass jeder „Hunni“, den sie jetzt bewusst nicht ausgeben, wertmäßig in 40 Jahren ein „Hunni“ bleibt WENN er „richtig“ angelegt wird.


  • Sag mal einer Familie mit zwei Kindern in Deutschland, dass jeder „Hunni“, den sie jetzt bewusst nicht ausgeben, wertmäßig in 40 Jahren ein „Hunni“ bleibt WENN er „richtig“ angelegt wird.

    Ganz so pessimistisch wäre ich nicht. Auf Sicht von 40 Jahren würde ich eine reale Rendite nach Steuern von mind. 2 % p.a. erwarten. Oft wird es mehr werden, aber mit mehr rechnen würde ich nicht.

    Ein gut angelegter Hunni würde sich meiner Rechnung nach verdoppeln.

  • Ganz so pessimistisch wäre ich nicht. Auf Sicht von 40 Jahren würde ich eine reale Rendite nach Steuern von mind. 2 % p.a. erwarten. Oft wird es mehr werden, aber mit mehr rechnen würde ich nicht.

    Ein gut angelegter Hunni würde sich meiner Rechnung nach verdoppeln.

    Ich hatte auch nichts anderes gemeint. Das Geld bleibt im Wert erhalten und es gibt einen kleinen Wertzuwachs.

  • Das Sparen in Aktien-ETF ist also ein „Erhaltungsaufwand“.

    Was eigentlich absurd ist, wenn man bedenkt, dass Anleger überhaupt ein Risiko eingehen müssen, nur um den Wert ihres erarbeiteten Geldes zu erhalten. In diesem Geld steckt schließlich Lebenszeit – Zeit, die man gearbeitet hat. Und um zu verhindern, dass diese Kaufkraft durch Inflation langsam aufgezehrt wird, wird man faktisch gezwungen, in risikobehaftete Assets wie Aktien-ETFs zu investieren.

    Und dann gibt es solche „Ökonomen" wie Fratzscher (Präsident des Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung!): https://finanzmarktwelt.de/marcel-fratzscher-330132/

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Was eigentlich absurd ist, wenn man bedenkt, dass Anleger überhaupt ein Risiko eingehen müssen, nur um den Wert ihres erarbeiteten Geldes zu erhalten. In diesem Geld steckt schließlich Lebenszeit – Zeit, die man gearbeitet hat. Und um zu verhindern, dass diese Kaufkraft durch Inflation langsam aufgezehrt wird, wird man faktisch gezwungen, in risikobehaftete Assets wie Aktien-ETFs zu investieren.

    Du hast es erkannt. Das ist das kapitalistische Prinzip, das steuerlich, zumindest so in Deutschland und anderen westlichen europäischen Ländern, funktioniert.

    Du musst wissen, dass locker 90 % der Bevölkerung ihre gesparten Gelder entweder zinslos herumliegen lassen oder aber in die gnadenlose „Auspress-und Abschöpf-Finanzindustrie“ stecken.

    Ich habe mir am Wochenende sehr intensiv im Gesamtbericht der Allianz durchgelesen.
    Die verwalteten Gelder wachsen gigantisch an.
    Der Gewinn, der damit erzielt wird, ist sehr hoch. Die Allianz schüttet einen großen Teil diesen Gewinn an die Eigentümer:innen aus und Kauf zusätzlich für mehrere Milliarden Euro eigene Aktien zurück. Diese Aktien werden dann vernichtet. Das bedeutet, dass sich der steigende Gewinn auf immer weniger Aktien verteilt.
    Die Allianz hat sich in den letzten Jahren etwa zu einem Sechstel „selbst gefressen“.

    Auch das Geschäft mit dem Altersvorsorge-Depot wird sehr viel Ertrag bringen,

    Die Münchener Rück mit ERGO erreicht eben solche hohen Erträge.

    Talanx mit HDI veröffentlicht erst am 18. März. Es wird ähnlich sein.

    Die „Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge“ wird zudem starke Erträge bringen.

    So funktioniert das System.

    Wie war das noch mal:

    Ohne Welt-ETF ist es schwer…

  • So funktioniert das System.

    Muss nich, geht auch staatlich wie in Schweden oder Norwegen. Blos dann geht die Rendite halt nicht an die von dir genannten Unternehmen sondern an die Kunden. Ein schönes Beispiel wie der Markt versagt und der Staat in diesem Fall wesentlich bessere Ergebnisse bietet. Zusätzlich können diese Staaten ihre Stimmrechte nutzen und gewinnen so an Einfluss für ihre Bevölkerung

  • Feldhamster Für Deutschland kann ich mir das leider nicht vorstellen. Entweder man bekommt es nicht gebacken oder die Finanzlobby schiebt einen Riegel vor.

    Ich bin weder Finanzprofi noch gebe ich Anlageberatungen.
    Meine Beiträge sind als Impulse zu verstehen, um sich selbst zu informieren.

  • Da würde mich mal die Quelle interessieren.

    Dokumentarfilm - Die Teestraße von Yunnan nach Lhasa Tibet... hatte glaub ich 6 Teile und lief auf ARTE... eine alte Frau am Wegrand erzählt da was von einem Berg-Heiligtum und einem kleinen Schrein am Wegrand wo Frauen um Kindersegen beten... dann sagte die alte Frau den Spruch mit der Ergänzung "nur dann würde die Prinzessin der Azurblauen Wolke die Gebete erhören" - die sei die Lieblingstochter des Gott-Jadekaisers.

    Das ist alles was ich an Quelle liefern kann. Vielleicht eine lokale Volksweisheit.

    ++++++

    Gemini KI hat weiter geholfen

    Das Sprichwort ist eine klassische chinesische Lebensweisheit, die oft dem Taoismus zugeschrieben wird: „Große Angelegenheiten zu kleinen machen, und kleine Angelegenheiten zu nichts.“ (Dà shì huà xiǎo, xiǎo shì huà le – 大事化小,小事化了)

    Einmal editiert, zuletzt von Dividendendan (4. März 2026 um 19:54)