Ehegattensplitting

KI-Zusammenfassung

: Soll das Ehegattensplitting bleiben, abgeschafft oder durch ein anderes Modell ersetzt werden? Kern ist der Vorteil für Ehepaare mit großen Einkommensunterschieden und mögliche Folgen für Erwerbsarbeit und Altersvorsorge.

Soll das Ehegattensplitting bleiben, abgeschafft oder durch ein anderes Modell ersetzt werden? Kern ist der Vorteil für Ehepaare mit großen Einkommensunterschieden und mögliche Folgen für Erwerbsarbeit und Altersvorsorge.

  • Mehrere Beiträge betonen gleiche Leistungsfähigkeit von Ehepaaren mit gleichem Gesamteinkommen, während andere Anreize für weniger Erwerbsarbeit des geringer verdienenden Partners kritisieren.
  • Aus der Community kommen praktische Hinweise zur Trennung von Splittingwirkung und Steuerklassen, weil III/V, IV/IV oder Faktor vor allem den monatlichen Lohnsteuerabzug verändern.
  • Ein gemeinsamer Nenner ist kaum erkennbar, doch mehrere Beiträge nennen eher Familien- oder Kinderorientierung als eine ersatzlose Abschaffung.

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  • Was bei Familien mit Kindern der Regelfall ist. Ja, ist ungerecht. Aber eben die Realität.

    Erstens ist das kein Automatismus und zweitens überschätzt du wohl den Splittingvorteil.

    Wenn ich folgenden Rechner verwende: Lohnsteuer kompakt: Einkommensteuer-Veranlagungsrechner
    Und ein zVE von 50.000 und 30.000 Euro angebe, dann beträgt der Splittingvorteil im Jahr gerade mal 347 Euro. Das sind weniger als 30 Euro im Monat.

  • Wie denn andiii_98 ?
    Wenn ein Mitarbeiter der Behörde A nur per Brief mit Behörde B in Kontakt treten kann, dann nützt es ihm auch nichts, wenn er versucht eine Lösung bei Behörde B zu schaffen... siehe während Corona, Faxgeräten und Lehrern die Aufgaben per Post versandt haben.

    Und über evtl. Datenschutz... <X

    Ich meinte eher den Kontakt der Behörde zum Bürger. Anstatt ein Papierformular zu verschicken und es von Hand ausfüllen zu lassen, kann der Mitarbeiter das als bearbeitbares pdf auf die Homepage stellen. Kostet einmalig 5 Minuten und erspart zumindest mal dauerhaft, irgendwelches Gekritzel entziffern zu müssen.


    Diese Behörde mit dem Papierformular ist vermutlich ein besonderer Fall gesammelter Unzulänglichkeiten, die in der Summe vermuten lassen, dass es da an vielem fehlt.

    Lustig war auch deren Aussage, dass Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld steuerfrei seien. Mein Arbeitgeber sieht das leider anders ;-). Und man hat angeboten, dass ich per DE-Mail kommunizieren könne. Zu dem Zeitpunkt gabs noch einen einzigen Anbieter, der aber keine Neuanmeldungen erlaubt hat und inzwischen gibts auch den nicht mehr.


    Sowas passiert, wenn man seinen eigenen Papierberg nicht mehr überblickt und einmal erstellte Textbausteine einfach weiterkopiert. Dafür braucht es m.E. gar nichts von "oben", geschweige denn Gesetzgebung, sondern nur einen Mitarbeiter, der sich für das interessiert, was er tut.

  • Wenn dir jeden Monat z.B. 100 Euro fehlen, die du mit III/V hättest z.B.

    Was soll das denn für ein Argument sein?
    Wenn man mit III/V jeden Monat 100€ netto mehr hat als mit IV/IV + Faktor muss man dieses Geld nach der Einkommensteuererklärung zurückzahlen. In einer Summe, und wenn es dumm läuft verbunden mit künftigen Steuervorauszahlungen. Was ist daran denn besser?

    Wenn jeden Monat 100€ fehlen um Essen zu kaufen (um bei deinem plakativen Beispiel zu bleiben) rettet einen die Kombi III/V auch nicht. Eher im Gegenteil, man reitet sich so erst recht in die Scheisse.

    Das ist die selbe Denke, die viel zu viele Menschen haben. Die denken, sie müssten mit III/V weniger Steuern zahlen, bis dann der "Hammer" in Form des Steuerbescheides kommt. Das höre ich auf Arbeit fast monatlich, und hier gabs doch vor kurzem auch einen Thread der in diese Richtung ging.

    Aber das weißt du selber, daher wundert es mich, sowas von dir zu lesen.

  • Wenn man mit III/V jeden Monat 100€ netto mehr hat als mit IV/IV + Faktor muss man dieses Geld nach der Einkommensteuererklärung zurückzahlen. In einer Summe, und wenn es dumm läuft verbunden mit künftigen Steuervorauszahlungen. Was ist daran denn besser?

    Nicht zwingend. Es kommt ja auch immer darauf an, wie gut man sich arm rechnen kann. Ich musste mit III/V die letzten Jahre nie etwas zurück zahlen.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Das ist apokryph, also quasi nicht als offiziell (=Heilig) anerkannt:

    https://bkv.unifr.ch/de/works/nhc-2…-2/divisions/23

    Das Thomasevangelium ist eine Sammlung von 114 Sprüchen Jesu, entdeckt 1945 in Nag Hammadi (Ägypten). Es erzählt keine Geschichte, keine Wunder, keine Kreuzigung, nur Worte Jesu. Es gehört nicht zur christlichen Bibel, enthält aber teils Sprüche, die man auch aus den biblischen Evangelien kennt. Sein Grundgedanke: Erlösung kommt durch Erkenntnis, also dadurch, dass man das Göttliche in sich selbst entdeckt, nicht durch Glaubenssätze oder Opfer.

    (Aus einer meiner Vorlesungen im Studium Generale).

  • Aus Sicht der Finanzverwaltung gab es da in den letzten Jahren wahnsinnige Fortschritte. Selbst die Papiererklärungen werden mittlerweile gescannt und wie eine elektronische Erklärung eingespielt. Anfragen an die Steuerberater können über die Vollmachtsdatenbank direkt digital an den Steuerberater übermittelt werden, Belege können in der Erklärung gezielt gespeichert werden und können vom Bearbeiter beim Finanzamt abgerufen werden (Anzeige und Geschwindigkeit sicher ausbaufähig). Immer mehr Steuererklärungen laufen automatisch durch, die elektronische Akte erleichtert das Arbeiten im Homeoffice, Juris KI trägt enorm zur schnellen Einordnung von Sachverhalten bei etc.! Aber auch da sind die meisten technischen Neuerungen immer begleitet von technischen Rückschritten, weil keine Leute aus der "Basis" bei der Weiterentwicklung herangezogen werden.

    Ich habe mal an einer Schulung eines neuen Systems teilgenommen, bei dem in der speziellen Situation durch einen automatischen Vermerk sicher gestellt werden sollte, dass dies die originalen Daten aus dem Steuerkonto sind. Man konnte den Vermerk 1 zu 1 manuell eintippen. Hat mich 30 Sekunden meiner Zeit gekostet. Da es für Verbesserungsvorschläge in aller Regel im besten Fall nur warme Worte gibt, hab ich das irgendwann sein lassen.

    Fax gibts nur noch für die ewig gestrigen und auch da im Grunde als Eingang wie eine Email. Steuerbescheide werden ab 2027 ebenfalls digital zugestellt, wenn eine Verknüpfung besteht.

  • Steuerbescheide werden ab 2027 ebenfalls digital zugestellt, wenn eine Verknüpfung besteht.

    Ich habe dem über Elster zugestimmt. Ist es denn so, dass man sonst Papierbescheiden explizit zustimmen muss? Ich weiß es nicht mehr.

    Da es für Verbesserungsvorschläge in aller Regel im besten Fall nur warme Worte gibt, hab ich das irgendwann sein lassen.

    Vieles wird „ja immer“ schon so gemacht. Schade, dass solche Vorschläge dann nicht gehört werden.

  • Kapitalfuchs

    Nach meinem Kenntnisstand gilt die "Widerspruchslösung". Sprich: Wenn man nicht widerspricht, wird es digital bekannt gegeben. Da das letztlich im Hintergrund läuft und aktuell noch nicht umgesetzt ist, habe ich mich damit aber auch nicht weiter beschäftigt.

    "Haben wir schon immer so gemacht" ist bei mir immer der Satz, bei dem ich tiefer einsteige. Gott sei Dank hab ich ein Team, was offen für Veränderung ist und da kann man im eigenen Bereich schon gewisse Dinge regeln. Hab erst vor einigen Wochen eine interne Lösung mit der Amtsleitung besprochen, die für alle Beteiligten eine Verbesserung darstellt, vom Landesamt so aber nie und nimmer durchgewunken werden würde. Möchte da aber nicht ins Detail gehen, um Anonymität zu wahren.

  • Hab erst vor einigen Wochen eine interne Lösung mit der Amtsleitung besprochen, die für alle Beteiligten eine Verbesserung darstellt, vom Landesamt so aber nie und nimmer durchgewunken werden würde.

    Habt ihr denn die Chance, das entsprechend zu platzieren und es wird nicht entsprechend verstanden oder werden solche Vorschläge direkt abgelehnt?


    Wäre ja schade, wenn Ambitionierte die List verlieren, Abläufe und Prozesse verbessern zu wollen.

  • Insbesondere bei der Programmierung müsste man dann nen heissen Draht haben, sonst wird das nix. Das wird weitgehend in Bayern programmiert. Glaube Verbesserungsvorschläge schaffen es da kaum bis über die Bundeslandgrenze. Theoretisch gibt es Prämien, die werden aber nur spärlich ausgezahlt.

    Einmal editiert, zuletzt von dude (9. Oktober 2026 um 22:49)

  • Ein Robotermann, der den Müll rausbringt (halt Moment, das macht mein Mann jetzt auch schon), fast nie widerspricht (Ich würde ihm 7 Prozent genehmigen) und nie die Socken liegenlässt und mich jeden Abend auf Händen ins Bett trägt? Ein Traum :D

    Also eine Frau?

  • Aber auch entsprechend trennen!

    Da bin ich zuversichtlich, auch bei der korrekten Trennung nach 30 und 60 Grad Wäsche, hell und dunkel. Da kann er sich ja mit der Waschmaschinen-KI verbinden, die ihm sagt, er möge doch die schwarzen Socken aus der weißen Wäsche nehmen. :)

    Er müsste natürlich ein exzellenter Spinnenjäger sein und ich hätte auch nichts dagegen, wenn er die Stechmücken nachts per Laser abschießt, die mich stechen wollen. 8)

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