Mehrere Depots sinnvoll?

  • Haltet Ihr es für sinnvoll das ETF- Portfolio auf mehrere Broker / Depots aufzuteilen und wenn ja, ab welchem Betrag macht ihr den Split und bei welchen Brokern seid ihr?

    Ich habe derzeit 4 Depots

    - Scalable (Hauptdepot)

    - Consors (nur wegen Prâmie und höherer Zinsen, wird demnächst wieder geschlossen)

    - Trading242 (Spread zu hoch, wird wieder geschlossen)

    - DKB (aktuell nicht genutzt)

  • Planschkuh 14. April 2026 um 19:57

    Hat den Titel des Themas von „Mehrere Depots sinnvoll“ zu „Mehrere Depots sinnvoll?“ geändert.
  • Ich habe angefangen mit einem Depot, bei der Bank, bei der ich auch das Girokonto hatte. So bin ich gefahren, bis mein Depot eine mittlere sechsstellige Größe erreicht hat. Dann habe ich bei einer zweiten Bank ein Giro und ein Depot eröffnet.

    Hintergedanke ist einfach, dass ich nicht den Zugriff auf mein gesamtes Vermögen verlieren will, wenn meine Bank Probleme bekommt.

    Beide Konten/Depots sind bei Direktbanken.

  • Ich meine, sowas hätten wir kürzlich erst gehabt, aber dafür sind andere zuständig...

    Ich habe je nach Lesart drei oder vier Depots. Zwei "Hauptdepots" bei der ING, unterteilt in 1x ETFs und 1x Aktien. Braucht man nicht, sieht aufgeräumter aus, und hat den Charme bei automatischer Wiederanlage und Verrechnungskonto etwas differenzieren zu können. Dazu noch eine Altlast bei der TR (wo aktienmäßig alles begann), und eins bei Scalable. Dort laufen Sparpläne, die bei der ING so halt nicht möglich wären. 1-2x im Jahr wird der Bestand von dort auch zur ING geholt.

    Der Umstand, dass ich zumindest TR auch behelfsweise mal als "Ersatzkonto" nehmen könnte, ist zwar nett, war aber nicht ausschlaggebend. Ein paar Tage oder vielleicht auch mal 4 Wochen käme ich denke ich auch ohne Zugriff aufs Giro relativ problemlos überwunden. Bei TR liegt noch ein Bruchteil eines nicht handelbaren SpinOffs, der ziemlich merkwürdige Dividendenzahlungen im Centbereich bringt, deshalb gibts das noch.

    Mit einer Aufteilung aufgrund Depotgröße beschäftige ich mich kurz vor entsprechender Depotgröße. "Mittlere sechsstellige Größe" des Vorposters könnte ich mir da auch bei mir vorstellen. Dann würde das zusätzliche aber auch kein Neobroker, sondern was handfesteres.

  • Zwei Girokonten und zwei Depots. Das Zweitdepot war für Geldmarktfonds gedacht, aber die sind mir zu langweilig. Dort sind jetzt auch Etfs.

    Mit Trading 212 hatte ich auch geliebäugelt, aber nicht alle Banken arbeiten mit dem Broker korrekt zusammen. Da kann es passieren, dass man für eine SEPA Überweisung 15€ bezahlen muss.

    Bis sich etwas neues ergibt bleibe ich bei Scalable und Ing.

  • ING Depot für Schweizer Aktien. Da gibt's den Tax Voucher kostenlos.

    Scalable Depot für ETFs und andere Einzelaktien. Wertmäßig ist das nicht gleichmäßig aufgeteilt. Die ING ist für mich aber auch eine Art Backup, falls die Neobroker komplett versagen.

  • Um noch mal auf die Frage einzugehen ;)


    Zwei Depots halte ich für sinnvoll, sobald das Anlagevolumen eine relevante Größenordnung erreicht hat. Was die relevante Größenordnung ist, ist sicher individuell verschieden.

    Vier Depots halte ich für übertrieben.

  • ich/wir haben 4 Depots, überall in etwa die gleiche Anlagehöhe

    1. ein gemeinsames (ING)
    2. eines für mich (ING)
    3. eines für meine Frau (ING)
    4. ein gemeinsames (QUIRIN)

    Bei den ING Depots nutze ich Unterdepots um die GMF von den ETF zu separieren.

    Giro haben wir nur ein gemeinsames bei der ING. Habe noch nie gehört, das bei einer seriösen Bank die Giroabwicklung für mehrere Tage unterbrochen war. Und selbst wenn, habe ich Familie/Freunde, die im Notfall aushelfen könnten.

  • Wegen der Beträge würde ich kein weiteres Depot aufmachen, also bräuchte ich eigentlich nur eines.

    Leider erfüllt kein Depotanbieter alle meine Wünsche: Verlässlichkeit und automatische Wiederanlage (ING), kostenlose Geldmarktfonds und breites Angebot (Comdirect), günstige Einmalkäufe (Scalable Capital).

  • Zwei Depots halte ich für sinnvoll, sobald das Anlagevolumen eine relevante Größenordnung erreicht hat. Was die relevante Größenordnung ist, ist sicher individuell verschieden.

    Wegen der Verfügbarkeit, weil du da schnell ran musst und Angst hast, dass dein Depotanbieter pleite geht oder länger technische Probleme hat?

  • Zwei Depots halte ich für sinnvoll, sobald das Anlagevolumen eine relevante Größenordnung erreicht hat. Was die relevante Größenordnung ist, ist sicher individuell verschieden.

    Hm, trotz relevanter Größenordnung (oder was man so darunter versteht) habe ich nur ein Depot. Mir ist es eher wichtig, dass ich im Zweifelsfall eine Filiale habe, wo ich aufschlagen kann als zwei Broker mit KI-Telefonsupport.

    Ich bin vor Jahren zur maxblue gegangen, Tochter der Deutschen Bank. Der Webauftritt ist eher altbacken, aber er funktioniert. Was will man mehr bei kostenlosem und gutem Handling bei ausländischer Einzelaktien-Dividendenerstattung? Die Deutsche Bank im Hintergrund macht die Sache zusätzlich sicher, Stichwort systemrelevant.

    Mein Mann ist allerdings bei Consors, etwas divers darf es schon sein. ;)

  • Ich habe auch mehrere Depots. Hauptsächlich für die Trennung von Sparplan und (sehr wenigen) Einzelaktien. Habe aber jetzt auch ein drittes Depot eröffnet, weil man dort auch Anleihen kaufen kann, was bei den anderen beiden nicht möglich ist.

    Rein wegen der angelegten Geldsumme würde ich persönlich aber keine Depotaufteilung vornehmen.

    Ich bin weder Finanzprofi noch gebe ich Anlageberatungen.
    Meine Beiträge sind als Impulse zu verstehen, um sich selbst zu informieren.

  • Haltet Ihr es für sinnvoll das ETF- Portfolio auf mehrere Broker / Depots aufzuteilen und wenn ja, ab welchem Betrag macht ihr den Split und bei welchen Brokern seid ihr?

    Moin Planschuh,

    Bei mir/uns ist die Anzahl der Depots nicht von der Depotgröße abhängig.

    Darauf vertrauend, das die Depot-Banken von der BaFin reguliert und kontrolliert werden und es sich bei der Anlage um Sondervermögen handelt, wäre für mich die Depotgröße aus diesen Aspekten eher zweitrangig.

    Wie schon in vielen Threads angesprochen ist tatsächlich die Verlässlichkeit und Vertrauenswürdigkeit einer Bank für mich der wichtigste Punkt.

    Wir haben bei Banken Depots. Warum: mal ausprobieren, Willkommensprämie mitnehmen.

    Das erhöht natürlich die Komplexität und ist nicht mehr KISS. Dafür auch bei den Banken/Brokern eine gewisse Diversifikation.

    Bei bspw. ING und Comdirect läuft alles unaufgeregt: Kundensupport, transparente und korrekte Abrechnungen. Das hat natürlich seinen Preis.

    Bei bspw. TR, SC und Neobrokern, die mit der BaaderBank zusammenhängen, sind alle sehr günstig, haben aber nicht die Qualität der Direktbanken. Hat eben auch seinen Preis.

    Unabhängig davon ist die Anwenderoberfläche (UX) Geschmacksache und sollte vermutlich auch eine Rolle spielen.

    Viel Erfolg beim Investieren.

  • Grundsätzlich genügt ein einziges Depot, gleichgültig, wie hoch der Bestand wird.

    ABER: ... blöderweise ist es ja so, dass es Broker gibt, bei denen kann man ETF-Sparpläne kostenlos erhalten, z.B. ING, während andere Broker/Banken das nicht ermöglichen.
    Bei (Neo-)Brokern sind die Kosten für den An- und Verkauf von Einzelwerten oder von Geldmarkt EFTs günstiger, als z.B. bei Direkt- oder gar Filialbanken.

    Mein erstes onlineDepot hatte ich vor ca. 25 Jahren beim sBroker eröffnet, bei dem auch heute noch Aktienwerte im Bestand sind (... es findet kein Handel damit statt).
    Mein Hauptdepot mit ausschließlich ETFs ist die ING geworden - natürlich könnte ich auch die Aktienwerte dorthin übertragen, aber die Trennung Aktien/ETFs gefällt mir recht gut.

    Rein zufällig, als ich im Jahr 2019 ein Tagesgeldkonto suchte, bin ich bei TradeRepublic (TR) gelandet - dass dabei neben dem Tagesgeldkonto auch ein Depot angelegt wurde, habe ich erst später bemerkt. Aus dem Tagesgeld bei TR wurde aufgrund der Empfehlungen hier im Forum ein Geldmarkt ETF, der auch dort verbleibt.

  • ABER: ... blöderweise ist es ja so, dass es Broker gibt, bei denen kann man ETF-Sparpläne kostenlos erhalten, z.B. ING, während andere Broker/Banken das nicht ermöglichen.
    Bei (Neo-)Brokern sind die Kosten für den An- und Verkauf von Einzelwerten oder von Geldmarkt EFTs günstiger, als z.B. bei Direkt- oder gar Filialbanken.

    Kann ich gut nachvollziehen. Es gibt viele Leute, die mit der Abwicklung der ETF Sparpläne bei der ING voll zufrieden sind und sich eigentlich gemütlich zurücklehnen könnten wenn die nicht so grottenschlechte Zinsen hätten.

    Und dann kommt die ING zum Beispiel mit so lächerlichen Angeboten daher wie drei Monate Festgeld für 1,6 %.

  • Haltet Ihr es für sinnvoll das ETF- Portfolio auf mehrere Broker / Depots aufzuteilen

    Ich überlege einen zweiten Broker für das Altersvorsorgedepot zu nehmen... der Übersichtlichkeit halber.

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

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