Habt ihr eine BU?

  • Und noch mal, ich habe mich frĂŒher nicht drum geschert, wahrscheinlich wĂŒrde ich das heute etwas anders handhaben, aber zum GlĂŒck kam der Fall nie zum tragen und heute ist es in meinem Alter halt einfach zu teuer, zumal in einem Notfall jetzt auch die GRV/BG schon mal deutlich mehr zahlen wĂŒrde als in jungen Jahren.

    In welchen NotfÀllen zahlt denn die GRV? Kennen Sie die - leider sehr engen - Voraussetzungen und die niedrigen BetrÀge? Damit kann man leider weder in jungen Jahren noch mit 58 ernsthaft rechnen!

    Dr. Schlemann unabhÀngige Finanzberatung GmbH
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    Energetische Sanierung
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    ExpertengesprÀch am 22.09.2026

    Sanieren: ZuschĂŒsse oder von der Steuer absetzen?

    22.09.2026 - Energetische Sanierung

  • Bin doch sehr erstaunt, wieviele Personen hier keine BU (ggf. mehr -> bspw. Ruhestand) haben.


    TatsĂ€chlich wĂŒrde mich auch Ă€ußerst das Warum ? interessieren.

    Meine Frau hat eine BU, wurde aber nie angepasst und passt eigentlich nicht mehr zum Einkommen.

    Ich habe keine BU, weil ich als Versicherter fĂŒr die Versicherung nicht in Frage gekommen bin.

    FĂŒr unsere Tochter werden wir bei Beginn der Ausbildung sicher eine BU abschließen.

    Wir hatten GlĂŒck und Erfolg: Aufgrund unserer aktuellen Einnahmen- und Vermögenssituation ist eine BU nicht mehr so wichtig, so dass ich auch ĂŒberlege, 5-10 Jahre vor ordentlichem Renteneintritt mit meiner Frau ĂŒber eine KĂŒndigung ihrer BU nachzudenken.

    Finanzschlumpf‘s Senf 😅

  • Ich hatte mich da mal eingelesen und da war zu lesen das zum Beispiel eine BU auf eine evtl. Grundsicherung angerechnet wird und wenn die nicht ensprechend hoch ist so fast gar nix bringt (sollte mindestens 80% vom Netto betragen).

    Ja, die GRV wĂŒrde bei ArbeitsunfĂ€higkeit zahlen, das ist ein Notfall, warum sollte die die Zahlung der Rente verweigern ?

    Übrigens, ich will hier niemand von einer BU abraten, nicht das das falsch rĂŒber kommt. Nur bei mir ist der Zug ja abgefahren, interessiere mich trotzdem fĂŒr das Thema und vor allem ob das dann alles problemlos von statten geht.

  • Ich habe eine BU und meine BU zahlt aufgrund einer Erkrankung.

    Bei der Beantragung habe ich eine auf BU-LeistungsfĂ€lle spezialisierte Versicherungsberaterin eingeschalten. Ich musste von der Versicherung aus zu einem Gutachter. Außer ein paar Diskussion bzgl. dem Zeitpunkt des Leistungsfall war das aber alles problemlos. Die BU lief zum Leistungszeitpunkt aber auch schon 12 Jahre.

    Realisitisch betrachtet wird die BU bis zum Renteneintritt zahlen.

    ap­ro­pos Krankengeld:
    Das Krankengeld der GRV gibt es ja nur fĂŒr 72 bzw 78 Wochen.

    Mischu Ja, eine BU muss schon eine gewisse Höhe haben. Sie soll ja auch deinen Lebensstandard sichern. Ggf. geht von der BU ja auch noch BeitrĂ€ge fĂŒr die Krankenkasse ab.

  • Ich habe auch eine BerufsunfĂ€higkeitsversicherung, obwohl ich einen BĂŒrojob habe (wĂŒrden viele sagen). Der Grund dafĂŒr ist fĂŒr mich ganz einfach: Mein Humankapital ist mein grĂ¶ĂŸter Vermögensblock und den möchte ich zu einem gewissen Grad abgesichert haben.

    Bei BerufsunfĂ€higkeit denken die meisten an Sachen wie "Fahrradsturz" (Beispiel von weiter oben), aber tatsĂ€chlich sind die inneren Krankheiten (z.B. Psyche, Nervenkrankheiten, Herz-Kreislauf, ...) die Hauptursachen fĂŒr eine BerufsunfĂ€higkeit. Wer behauptet, dass er das vorbeugen und einschĂ€tzen kann, dass er es niemals bekommt, ... Bei UnfĂ€llen - du musst sie nicht verursachen. Dich kann auch jemand umfahren.

    In meiner Zeit im Rettungsdienst habe ich so einiges gesehen. Von verschleppter Grippe, welche irreversible HirnschĂ€den verursacht hat und damit die Person fĂŒr ihren Rest des Lebens ans Bett gefesselt ist, bis hin zu schweren UnfĂ€llen bei denen Personen Gliedmaßen o.Ă€. verloren haben (z.B. weil einer ĂŒberholt hat und den Gegenverkehr ĂŒbersehen...) ĂŒber SchlaganfĂ€lle / Herzinfarkt bei jĂŒngeren Menschen. Niemand ist davor geschĂŒtzt und wer glaubt ihn treffe es nicht, ... Weiterhin nehmen die psychischen Erkrankungen rapide zu - wobei ich das GefĂŒhl habe, dass das von der Politik und Gesellschaft weiterhin als "Lappalie" abgetan wird.

    Ich hatte mich da mal eingelesen und da war zu lesen das zum Beispiel eine BU auf eine evtl. Grundsicherung angerechnet wird und wenn die nicht ensprechend hoch ist so fast gar nix bringt (sollte mindestens 80% vom Netto betragen).

    Die BU-Rente sollte sinnvollerweise auch eine gewisse Höhe haben. Die meisten machen das nicht, weil damit der monatliche Beitrag eben steigt. Meine BU-Rente ist so gewĂ€hlt, dass ich mit Erwerbsminderungsrente + BU-Rente (nach Steuern) meine Fixkosten problemlos tragen kann, mir dennoch sowas wie Urlaub leisten könnte und weiterhin einen kleinen Beitrag fĂŒr Altersvorsorge finanziert. Die BU-Rente endet mit 67 Jahren und da möchte ich keinesfalls in der Altersarmut landen...

    Wenn ich mir meine BeitrĂ€ge inkl. Dynamik ĂŒber die Laufzeit meinem Humankapital gegenĂŒberstelle, ist das in Relation ein ĂŒberschaubares VerhĂ€ltnis.

    Viele vergessen es: Eine BerufsunfĂ€higkeitsversicherung ist eine Risikoversicherung. Wie deine Haftpflicht oder Vollkasko fĂŒrs Auto.

    Ja, die GRV wĂŒrde bei ArbeitsunfĂ€higkeit zahlen, das ist ein Notfall, warum sollte die die Zahlung der Rente verweigern ?

    Das Krankengeld endet nach 72 Wochen und ist nur 60% vom letzten Brutto. Danach Erwerbsminderungsrente.

    Ein Artikel von Finanzfluss: Thema BU von Finanzfluss

    Nur bei mir ist der Zug ja abgefahren

    Anstatt einer BU und du dich trotzdem gegen manche Risiken absichern willst, könnte sowas wie eine Unfallversicherung eine Möglichkeit sein.


    In meinem Umfeld kenne ich viele, bzw. die meisten, die keine BerufsunfĂ€higkeit haben - meistens weil "brauch ich eh nicht" oder "kostet doch eh nur". Letztendlich muss es jeder fĂŒr sich entscheiden, denn jeder fĂŒhlt und sieht Risiko anders.

  • Ja, die GRV wĂŒrde bei ArbeitsunfĂ€higkeit zahlen, das ist ein Notfall, warum sollte die die Zahlung der Rente verweigern ?

    Die GRV zahlt nicht bei ArbeitsunfĂ€higkeit (im aktuellen Job), sondern bei ErwerbsunfĂ€higkeit (in irgendeinem Job). Das ist ein großer Unterschied! Und selbst dann nur KleckerbetrĂ€ge.

    Meine BU-Rente ist so gewĂ€hlt, dass ich mit Erwerbsminderungsrente + BU-Rente (nach Steuern) meine Fixkosten problemlos tragen kann, mir dennoch sowas wie Urlaub leisten könnte und weiterhin einen kleinen Beitrag fĂŒr Altersvorsorge finanziert.

    Aus dem genannten Grund bitte nicht die Erwerbsminderungsrente einkalkulieren. "Kleiner Beitrag fĂŒr Altersvorsorge" dĂŒrfte - wie der Name schon sagt - zu gering sein.

    Dr. Schlemann unabhÀngige Finanzberatung GmbH
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  • Interessant wĂ€re mal zu wissen wer eine BU bezieht und ab welchen Alter das war und ob das ganze unproblematisch ablief.

    Und dazu dann bitte auch die 100% korrekte Antwort, wie ehrlich alle Fragen im BU-Antrag beantwortet wurden.

    Bin doch sehr erstaunt, wieviele Personen hier keine BU (ggf. mehr -> bspw. Ruhestand) haben.

    Dsa sieht man doch an den Antworte, genauso wie an den ĂŒblichen Fragen hier im Forum dazu:

    - entweder, man kĂŒmmert sich mit Handwerk zu spĂ€t darum end es wird so teuere, dass man es nicht zahlen möchte

    - man geht davon aus, dass man als SchreibtischtÀter sowieso nicht in einen BU Fall kommen kann

    - oder man geht davon aus, dass der BU-Fall erst spĂ€ter im Leben eintritt und man dann durch konsequentes Ansparen des (theoretischen) BU-Beitrages genĂŒgen RĂŒcklagen hat.

    sollte mindestens 80% vom Netto betragen

    Was ich fĂŒr viel zu allgemein halte, aber ich halte auch nichts von einer 50:30:20 "Finanzstrategie".

    Ich hĂ€tte, außer ganz am Anfang meines Berufslebens, keine 80% meines Nettos benötigt.

    Entweder, ich werde "nur" BU, dann finde ich mit der Zeit immer noch etwas, um mind. als Nebenerwerb meine EinkĂŒnfte aufzubessern. Ich hĂ€tte niemals (nur BU, nicht EU) 20-30 Jahren Faul auf dem Sofa gesessen.

    Außer, ich wĂ€re EU geworden. Dann zahlt die GRV zusĂ€tzlich eine EM-Rente, im Alter gibt es die dadurch beitragsfrei angepasste Rente.

    ZusÀtzlich hÀtte ich im EU Fall eine Zusatzabsicherung durch die BAV meines AG gehabt.

    Bzgl. der Ausgangsfrage: da feht die Antwortmöglichkeit, die Micha-1 angesprochen hat, ggf. auch noch in der Zwischenform:
    Meine BU, die ich seit 1999 hatte und zum GlĂŒck nie benötigt habe, befindet sich in der KĂŒndigung durch mich. Der BU-Fall, fĂŒr den ich eine Absicherung haben wollte, kann die Jahre vor der Rente schlicht nicht mehr eintreten.

  • Das Thema beschĂ€ftigt mich auch gerade, ich habe eine alte BU kombiniert mit einer Altersversorgung , abgeschlossen im Jahr 2006. Es ist lediglich eine BU von 1.000 € versichert. Da ich jetzt im ÖD arbeite, habe ich mich entschlossen diesen Vertrag stillzulegen.

  • Ich habe seit 25 Jahren eine BU, die nicht nur dynamisch jedes Jahr gewachsen ist, sondern die ich auch außerplanmĂ€ĂŸig zweimal wegen starker GehaltssprĂŒnge aufgestockt habe (war nach dem Vertrag ohne neue RisikoprĂŒfung möglich).

    Die Versicherungssumme wĂŒrde mir bis 65 ungefĂ€hr den heutigen Lebensstandard (inkl. Altersvorsorge) sichern.

    Den hohen Beitrag zahle ich gerne, denn ich möchte im Krankheitsfall weder meine Ersparnisse aufbrauchen noch auf BĂŒrgergeld angewiesen sein.

    Krankheiten sind nicht vorhersehbar.

    Eher wĂŒrde ich die Auto- und Hausratsversicherungen kĂŒndigen (und das Auto gleich mit verkaufen).

    Ich habe daneben auch eine freiwillige Pflegezusatzversicherung abgeschlossen, weil ich auch im Alter nicht auf Almosen angewiesen sein und gut essen möchte.

  • Ich finde das ein spannendes Thema, denn obwohl auf die BU als absolut wichtige Versicherung immer hingewiesen wurde, habe ich nie eine abgeschlossen. Und das aus dem GefĂŒhl heraus, dass ich die nicht brauche, rational hab ich darĂŒber aber nie richtig nachgedacht. Jetzt mit 61 werde ich das nicht mehr machen, selbst wenn jetzt was passiert, sollte ich einigermaßen gut ĂŒber die Runden kommen.

  • Ich finde das ein spannendes Thema, denn obwohl auf die BU als absolut wichtige Versicherung immer hingewiesen wurde, habe ich nie eine abgeschlossen. Und das aus dem GefĂŒhl heraus, dass ich die nicht brauche, rational hab ich darĂŒber aber nie richtig nachgedacht. Jetzt mit 61 werde ich das nicht mehr machen, selbst wenn jetzt was passiert, sollte ich einigermaßen gut ĂŒber die Runden kommen.

    Ja ich denke auch, dass ich es mit fast 58 jetzt mehr oder weniger ausgesessen habe..

    Mal kalkulieren ob ich von der Substanz bis zur Rente kommen wĂŒrde, könnte klappen.

  • Ja, die GRV wĂŒrde bei ArbeitsunfĂ€higkeit zahlen, das ist ein Notfall, warum sollte die die Zahlung der Rente verweigern ?

    Volle Erwerbsminderung liegt vor, wenn auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt keine LeistungsfÀhigkeit von mehr als 3 Stunden tÀglich besteht. Die Betonung liegt auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

    Die nĂ€chste HĂŒrde wĂ€re die ErfĂŒllung der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen.

    Es gibt viele Stellen im Verfahren, an denen es scheitern kann.

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