Frage zum Gehalt

  • Zitat

    Allerdings unter durchschnittlich 4500€/monat würde ich als Fachkraft in der industrie eh nicht arbeiten gehen...

    Realitätsfremd, selbst bei VW erreicht man als Produktionsarbeiter diese Zahl nicht so schnell, ohne alle Schichten und Zuschläge mit zunehmen

  • Unsere Empfehlungen zu diesem Thema

    Klickst Du auf eine Empfehlung mit *, unterstützt das unsere Arbeit. Finanztip bekommt dann eine Vergütung. Empfehlungen geben wir immer nur redaktionell unabhängig und nach strengen Finanztip-Kriterien. Mehr Infos

    Von unseren Finanztip-Experten getestet

    Was Finanztip ausmacht
    Finanztip Bewertungen
  • Hallo Nordnordlicht.

    Vielen Dank dass du uns das so offen schilderst und mein größter Respekt dass du das so durchgezogen hast.

    Ich möchte bei dieser Gelegenheit schildern, dass ich mit Ende 30 dasselbe mitgemacht habe. Nur dass es bei mir kein klassischer Burnout war, sondern eine Abwärtsspirale aufgrund Pleite meiner vorherigen Firma, dazu kamen gesundheitliche Probleme. Sprich, ich war einfach völlig erschöpft und zeitweise unfähig was neues zu starten weil ich mir auch gar nichts mehr zugetraut hatte und mich als Versager sah.

    Und wenn ich schon dabei bin: ich habe bereits wie du eine medizinische Reha hinter mir, ebenso wie anschließend eine berufliche Reha. Ich war also mal mit Wartezeit gute 1,5 Jahre komplett raus aus dem Berufsleben. Und was ich in der Zeit erlebt habe, hat mich geprägt. Ein ganzer Wirtschaftszweig der davon lebt, dass jede Woche neue kranke Menschen aufgenommen werden die Burnout etc. haben, sprich allein wegen beruflichem Stress psychisch so angeschlagen sind, dass sie nicht mehr konnten. Und das waren gestandene Leute die vorher sehr gut verdient hatten. Viele davon berichteten mir dass sie gar nicht mehr zurück in dieses Hamsterrad wollen und sich nach erfolgter Reha mit weniger begnügen.

    Bei mir war es im Grunde nicht die Überlastung durch Arbeit, sondern weil ich mir selbst den Druck machte ich muss unbedingt erfolgreich sein und Karriere machen. Natürlich hatte ich auch immer die "richtigen" Vorbilder dafür, denn scheinbar war alles um mich herum viel erfolgreicher, nur mir gelang scheinbar nichts. Ich hatte die Messlatte für mich selbst so hoch gelegt, dass es nur zum Scheitern verurteilt war, und mit der Insolvenz der vorherigen Firma sank mein Selbstbewusstsein auf unter 0. Solche TV Vergleiche (ja ich meinte RTL) waren zu der Zeit gefundenes Fressen für mich, denn dagegen konnte ich ja nur verlieren.

    Als ich dann die Gelegenheit bekam im jetzigen Unternehmen anzufangen dachte ich, hier kannst du dich endlich verwirklichen und zeigen dass du was kannst. Anfangs lief es auch gut, ich war motiviert ohne Ende. Dann ging es aber los, dass ständig neue Aufgaben und Prozesse hinzukamen, das vorhandene Personal aber Schritt für Schritt weniger wurde. Trotzdem habe ich durch immer noch mehr Einsatz dies lange zeit kompensiert. Somit habe ich es für mich selbst nun auch bewiesen, laufe aber durch den objektivierbaren Stress und natürlich auch selbstgemachten Druck das alles reißen zu können / zu wollen Gefahr wieder genau in so eine Spirale zu kommen, bis ich dann irgendwann neben dem Schreibtisch liege. Ich merke, dass mein Akku an Kapazität eingebüßt hat. Ich merke, dass die Leistung nicht in erhofftem Maße honoriert wird. Für die da oben ist alles im grünen Bereich, kann ja auch nur so sein, weil mehr oder weniger 1 Mann das ja alles im Griff hat.

    In sofern habt ihr eigentlich recht, auch nochmal 200 € ontop würde die Situation nicht verbessern. Und ich hatte mir in Belastungsspitzen tatsächlich auch schon überlegt ob die sofortige Kündigung (egal ob ich was neues habe oder nicht) der einzige Weg ist um diesen Leidendruck zu beenden und mich aus diesem Rad zu befreien, weil ich schon oft morgens kurz nach dem Anschalten einfach nur gedacht habe ich kann nicht mehr und will auch nicht mehr...

  • Und ich hatte mir in Belastungsspitzen tatsächlich auch schon überlegt ob die sofortige Kündigung (egal ob ich was neues habe oder nicht) der einzige Weg ist um diesen Leidendruck zu beenden und mich aus diesem Rad zu befreien, weil ich schon oft morgens kurz nach dem Anschalten einfach nur gedacht habe ich kann nicht mehr und will auch nicht mehr...

    Es gibt dann nur 1 vernünftigen Rat. Geh zu nem Arzt und lass Dich mal 2 Wochen krank schreiben.

  • ohne alle Schichten und Zuschläge mit zunehmen

    Für mich zählt das (fest einplanbare, also meist ohne variablen Bonus) Jahresgehalt. Egal, ob das in 12 Teilen ohne jede Zulage kommt oder in 13,X Teilen (oder mehr) inkl. Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und sonstigem ausgezahlt wird.

    4500€ sind bei den im Tarif eher üblichen 13 Gehältern plus Urlaubsgeld ca. 4000€ Brutto im Monat. Das wäre in Bayern IGBCE (dürfte nicht so grundlegend anders sein wie IGM?) dann 2 Jahre E7, oder nach offizieller Eingruppierung "Assistenz- und Sekretariatstätigkeiten gehobenen Schwierigkeitsgrades.
    Kaufmännische Sachbearbeitung gehobenen Schwierigkeitsgrades."

    Ob das hier passen kann?

    Das wäre dann jedenfalls mit 40h und Abfeiern jeder einzelnen mehr geleisteten Überstunde als Freizeit und 30 Tagen Urlaub.
    Ach so, mit 4 Jahren Erfahrung auf der Stelle ist man dann automatisch bei ca. 4360€ * 13,5.

    Und wehe ich verlagere das ganze nach BaWü. Das mag aber ein Sonderfall der IGBCE sein und die IGM hat hoffentlich die letzen 20 Jahre bessere Arbeit geleistet.

    sondern weil ich mir selbst den Druck machte ich muss unbedingt erfolgreich sein und Karriere machen.

    Unter Karriere stelle ich mir etwas anders vor wie immer höhere Arbeitsbelastung auf der selben Stelle ohne (für Dich ausreichende) finanzielle Anerkennung/Entschädigung. Wenn da im Betrieb kein Aufstieg in naher Zukunft in Sicht ist, bliebe für mich und eine Karriere nur der Betriebswechsel übrig.

    Und ja, ich persönlich war vom Alter 35 bis 50 auf nahezu der selben Stelle mit genau einer Gehaltserhöhung/Eingruppierung. Dann betriebsintern nachmal 6 Jahre auf einer anderen Stelle mit der selber Eingruppierung und und in der gesamten Zeit mehrmals mit Ablehnung (durch mich) eines weiteren Karrieresprungs. Das waren aber andere Voraussetzungen, ich habe mich weder unterbezahlt gefühlt, noch hatte ich zu wenig Unterstützung meines jeweiligen Vorgesetzten. Überstunden mussten zwingend die letzten 16 Jahre abgefeiert werden, aufgeschrieben wurden sie sowieso von Anfang an. Am Anfang konnte man sie noch recht einfach auszahlen lassen.

    auch schon überlegt ob die sofortige Kündigung (egal ob ich was neues habe oder nicht) der einzige Weg ist um diesen Leidendruck zu beenden und mich aus diesem Rad zu befreien

    Das sollte der allerletzte Schritt sein. Entweder erst einmal eine Reha/Kur über den Arzt oder zur Not Dienst nach Vorschrift und alles an Dir abprallen lassen. Warum freiwillig auf das Geld des AG verzichten wenn Du mit Deinem "Dienst nach Vorschrift" exakt Deinen Arbeitsvertrag erfüllst. Da muss Dir der AG erst einmal nachweisen, dass Du zu wenig tust und er Dir deshalb fristlos kündigen darf um auf eine vergleichbare Sperre beim ALG1 zu kommen.

  • taquilla alles was ich so von dir lese zeigt mir, dass das Problem, wenn überhaupt, nur sekundär an deinen Arbeitsstätten liegt.

    Auch ein Arbeitswechsel wird dir so nichts bringen. Du musst unbedingt eine gesunde Einstellung zum Leben und vor allem Arbeit bekommen. Deine Selbstdefinition über die Arbeit ist krankhaft.

    Such dir was im Leben was dich erfüllt, such dir Hobbys und lass die Arbeit nur Arbeit sein. Da gehst du morgends hin, machst gemütlich deinen Job (so weit du kommst), plauderst nett mit Arbeitskollegen und dann geht du pünktlich wieder, schaltest den Arbeitsmodus aus und freust dich was du jetzt noch so in der Freizeit machst. Und denkst kein bisschen mehr an die Arbeit bis es am anderen Tag wieder weiter geht. Du musst das echt mal knallhart machen und dir glaub nochmal professionell helfen lassen weil ich nach allem was ich lese ist das bei dir leider sehr extrem.

  • Hallo Bernd,

    genauso sollte ich es tun und will ich es eigentlich auch tun. Ich habe viel zu lange meinen Alltag der Firma untergeordnet obwohl ich nichtmal eine leitende Position habe. Wenn andere nur für die Firma leben und Samstag nachts / Sonntags rund um die Uhr arbeiten, sollte das nicht mein Problem sein. Wenn dann immer mehr aufläuft und kein Personal aufgestockt wird auch nicht. Aber verdammt viele betreiben das bei uns so, selbst die Kolleginnen vom Innendienst sehe ich ständig noch um 19 Uhr angemeldet. Da habe selbst ich auch schon gesagt wer bezahlt oder honoriert das eigentlich ?

    Wisst ihr vor was ich auch Angst habe? Heute habe ich erfahren dass Anfang nächsten Jahres ein neues ERP System eingeführt werden soll. Und ich sehe mich schon am jonglieren mit 2 Systemen gleichzeitig, da es mit Sicherheit nicht über Nacht einfach reibungslos funktioniert. Das bedeutet auch wieder eine zusätzliche Belastung das neue System zu erlernen und gleichzeitig bleiben die Aufträge in der Zeit ja nicht aus.

    Krankschreiben lassen - ja, auch daran hatte ich schon gedacht, das "pausiert" aber das Problem nur, erweckt den berühmten Eindruck und hinterher ist dann der Berg noch viel größer. Und würde der Chef nur ansatzweise mitbekommen dass man aus Überlastung eine Reha benötigt... ich glaube dann wäre ich schnell auf dem Abstellgleis, weil der MA dann nicht mehr belastbar ist. Deswegen ist das ja nach wie vor ein Tabu Thema, obwohl ich ja bestens weiß wieviele davon betroffen sind.

    Wäre jetzt kurz nach einer Gehaltserhöhung auch nicht der beste Zeitpunkt. Bevor ich aber mit zitternden Händen dasitze würde ich wohl auch das tun. Und ihr habt recht, hinterher schenkt dir keiner einen Blumenstrauß für deinen "Einsatz".

  • Realitätsfremd, selbst bei VW erreicht man als Produktionsarbeiter diese Zahl nicht so schnell, ohne alle Schichten und Zuschläge mit zunehmen

    Ähm?

    Ich schrieb durchschnittlich das beinhaltet selbstverständlich Schicht Zulage (20% nach igm tarif) 13. Gehalt (igm tarif) und auch sowas wie 15% Leistungsentgelt (kann zwisxhen 0 und 30% liegen, 15% ist selbst mit dienst nach vorschrift erwartbar)....


    Das kommt alles zum grundlohn nach era oben drauf.


    Und dann haben wir noch nicht mit möglichen akordzuschlag oder anderen Boni (z.b. erfolgsprämie) angefangen

  • Wisst ihr vor was ich auch Angst habe? …

    Die Gedanken sind alle unnötig. Du musst verstehen das es nur Arbeit ist und in den 8 Stunden wo du da sitzt und bezahlt wirst machst du das was du kannst, und wenn es ein neues System gibt und das Zeit kostet ist das eben so. Das ist alle schei.. egal, das muss in deinen Kopf.

    Du musst dich nicht profilieren, du musst keinen engagierten Eindruck machen, du musst einfach nur Dienst nach Vorschrift machen.

  • Und ich hatte mir in Belastungsspitzen tatsächlich auch schon überlegt ob die sofortige Kündigung (egal ob ich was neues habe oder nicht) der einzige Weg ist um diesen Leidendruck zu beenden und mich aus diesem Rad zu befreien,

    Würde ich nicht machen. Du must Belastungsspitzen reduzieren durch z.B. "Delegation nach oben"

    Ich habe viel zu lange meinen Alltag der Firma untergeordnet obwohl ich nichtmal eine leitende Position habe.

    Du hast eine eindrucksvoll leidende Position.

    Du musst dich nicht profilieren, du musst keinen engagierten Eindruck machen, du musst einfach nur Dienst nach Vorschrift machen.

    - Telefon (Anrufe) und Computer (email empfang) zum Feierabend / Beginn des Wochenendes / Beginn des Urlaubs ABSCHALTEN (Bei Email und Telefon geht auch: Abweisen oder Weiterleitung, mit Hinweis auf den zuständigen Teamleiter.)
    - Erst beim Start der Arbeit Anrufe und Email wieder freischalten.
    - Nur Abarbeiten was am Wichtigsten ist (Dir am Wichtigsten erscheint). (Wenn der Berg nach 1. Tag zu groß ist zur weiteren Abarbeitung, einen Teil davon an den Teamleiter "weitergeben")

    - generell kleinere Sachen auf die "lange Bank schieben".
    - Verwendung des Parato-Prinzips.

  • Ob Du für Deine Leistung tatsächlich mehr (Anerkennung) verdienst als Du bekommst, oder ob Du Deine Leistung überschätzt kann hier niemand aus eigener Anschauung einschätzen.

    Feststellbar ist ein großes Zuwendungsbedürfnis. Hier würde ich im echten Leben ansetzen. Wenn der Job „nur“ noch ernähren und nicht andere Grundbedürfnisse stillen soll wird er weniger enttäuschen und vielleicht auch positiv überraschen.

  • selbst die Kolleginnen vom Innendienst sehe ich ständig noch um 19 Uhr angemeldet. Da habe selbst ich auch schon gesagt wer bezahlt oder honoriert das eigentlich ?

    Hi taquilla , als ich das gelesen habe musste ich an meine Kollegen denken. Es gibt wirklich Unzählige Kollegen die bis 19 Uhr und länger arbeiten und morgens auch schon vor 8 am PC sind. Ich mache meistens pünktlich Feierabend. Das aber jetzt auch erst nach reichlich 3 Jahren mehr oder weniger guter Erfahrungen.

    Ich habe früher oft in Teams geschaut wer noch am ackern ist. Mittlerweile habe ich auch meine Einstellung geändert. Ich mache Feierabend wenn meine Stunden voll sind. Wann soll ich sie denn sonst abbauen? Es wird ja nicht besser.

    Der AG hat für eine angemessene Auslastung zu sorgen. Wenn er das nicht kann ist das nicht mein Problem. Ich bin nicht angestellt um selbständig zu sein.

    Manchmal werde ich gefragt ob ich am Wochenende für Notfälle erreichbar sein kann. Dann frage ich ob dieser Notfall dann auch bezahlt wird. Meistens ist es dann nicht mehr so wichtig.

    Denke mal an Folgendes. Hat dein Chef jemals von dir verlangt, dass du dich so aufopferst? Oder machst du es freiwillig? Ich vermute Zweites, denn er darf es genau genommen gar nicht.

    Schalte einen Gang runter. Mein Tipp ist, niemand wird sich beschweren.

    Und weil du so viel Angst hast, dass du gegangen werden könntest wenn du weniger Gas gibst. Wer sollte denn den Job sonst machen? Können die schnell jemanden finden der deine Aufgaben übernehmen kann? Würden sie das wollen?

    Ich denke du bist in einer deutlich besseren Position als du denkst, also mach dich nicht fertig. Natürlich ist der AG froh wenn du mehr schaffst aber er kann sich eben auch nicht beschweren wenn du es nicht tust. Deine Arbeit ist trotzdem gut.

    Wisst ihr vor was ich auch Angst habe? Heute habe ich erfahren dass Anfang nächsten Jahres ein neues ERP System eingeführt werden soll. Und ich sehe mich schon am jonglieren mit 2 Systemen gleichzeitig, da es mit Sicherheit nicht über Nacht einfach reibungslos funktioniert. Das bedeutet auch wieder eine zusätzliche Belastung das neue System zu erlernen und gleichzeitig bleiben die Aufträge in der Zeit ja nicht aus.

    Sicherzustellen, dass die Einführung reibungslos von Statten geht und dass alle Stakeholder abgeholt werden ist nicht dein Job!

    Krankschreiben lassen - ja, auch daran hatte ich schon gedacht, das "pausiert" aber das Problem nur, erweckt den berühmten Eindruck und hinterher ist dann der Berg noch viel größer. Und würde der Chef nur ansatzweise mitbekommen dass man aus Überlastung eine Reha benötigt... ich glaube dann wäre ich schnell auf dem Abstellgleis, weil der MA dann nicht mehr belastbar ist. Deswegen ist das ja nach wie vor ein Tabu Thema, obwohl ich ja bestens weiß wieviele davon betroffen sind.

    Wäre jetzt kurz nach einer Gehaltserhöhung auch nicht der beste Zeitpunkt. Bevor ich aber mit zitternden Händen dasitze würde ich wohl auch das tun. Und ihr habt recht, hinterher schenkt dir keiner einen Blumenstrauß für deinen "Einsatz".

    Auch hier, ich kenne deinen Marktwert nicht aber bei sowas ist mein erster Gedanke mittlerweile: Bitteschön wenn ihr ein Problem habt sucht euch doch einen anderen Dummen!

    Klar wird das mit dem Alter nicht einfacher aber versuch dich davon frei zu machen. Es gibt immer einen Weg. Alles Gute.

    Cheers :thumbup:

  • Sollte es nicht eher heißen: „- generell kleinere Sachen nicht auf die "lange Bank schieben.“

    Ne, wie Micha-1 schreibt:

    Nein. Richtig priorisieren. Unwichtige liegen lassen und schauen ob es irgendwann wichtig wird. Erstaunlich viel kann man so "abarbeiten"

    Viel (oft mehr oder weniger unwichtiger) Kleinkram kostet oft übermäßig Zeit.

    Morgens kurzer Überblick über die aufgelaufenen Aufgaben.
    Priorisieren was Wichtig ist (Abwägung nach Nutzen für Kunde, AG oder sich selbst)
    Von diesem Pulk dann das was am schnellsten zu erledigen ist beginnen.
    Jetzt: entscheiden ob ich dies zu 100% erledige oder nur so zu 80%. Wenn der Empfänger erst einmal zufrieden ist, läßt er einen erst mal in Ruhe und der Rest erledigt sich vielleicht fast von selbst.
    Im Laufe der Jahre bekommt man ein gutes Gefühl und Routine für diese Art der Abarbeitung.

    Wenn einem die Arbeit über den Kopf wächst, dann kurze Ruhepause einlegen und die ganze Sache "von oben/aus Entfernung" anschauen. Neue Reihenfolge /Prioritäten festlegen und weiter gehts.

  • Krankschreiben lassen - ja, auch daran hatte ich schon gedacht, das "pausiert" aber das Problem nur, erweckt den berühmten Eindruck und hinterher ist dann der Berg noch viel größer. Und würde der Chef nur ansatzweise mitbekommen dass man aus Überlastung eine Reha benötigt... ich glaube dann wäre ich schnell auf dem Abstellgleis, weil der MA dann nicht mehr belastbar ist. Deswegen ist das ja nach wie vor ein Tabu Thema, obwohl ich ja bestens weiß wieviele davon betroffen sind.

    Es geht nicht darum, dass Du blau machst. Du hast ein Problem und so wie ich Deine Texte lese, gehört das abgeklärt. Und dann 2 Wochen durchatmen, nen Plan machen und offen mit dem Chef reden. Wenn Du 2 Wochen krankgeschrieben bist, ist das auch für den Chef ein Zeichen. Und wenn nicht, brauchst Du eh nen neuen Job.

  • Ich schrieb durchschnittlich das beinhaltet selbstverständlich Schicht Zulage (20% nach igm tarif) 13. Gehalt (igm tarif) und auch sowas wie 15% Leistungsentgelt (kann zwisxhen 0 und 30% liegen, 15% ist selbst mit dienst nach vorschrift erwartbar)....

    Das kommt alles zum grundlohn nach era oben drauf.

    Und dann haben wir noch nicht mit möglichen akordzuschlag oder anderen Boni (z.b. erfolgsprämie) angefangen

    Das Problem an solchen Zulagen ist aber, dass Sie auch mal entfallen können. Blöd, wenn man fest damit rechnet und Sie für Kredittilgungen eingeplant hat.
    Hat bei ein paar meiner Bekannten auch schon mal zu sehr langen Gesichtern geführt als Zulagen zeitweise wegfielen.

  • Das Problem an solchen Zulagen ist aber, dass Sie auch mal entfallen können.

    Das ding ist einfach, wer diese nicht angibt bei ich verdiene xy macht falsche angaben

    Es zählt beim durchschnittlichen Gehalt in Umfragen und Studien immer das tatsächlich ausgezahlte brutto.

    Nicht dass was pontentiell wegfallen kann.


    Ansonsten müsste man nicht nach dem tatsächlichen verdienst sondern nach dem Grundgehalt fragen.

    Das grund entgelt liegt bei mir übrigens bei rund 3700€ brutto (entpsricht era 7). Ich erhalte derzeitg aber sowohl 15% leistentgeld, als auch 20% schicht sowie eben das 13. Monatsgehalt (urlaub+ weihnachtsgeld) damit komme ich auf mehr als 4500€ brutto durchschnittlich im monat btw. Ohne je studiert zu haben sondern mit einer gewöhnlichen Ausbildung ohne Meister titel.


    Berufs Einsteiger direkt nach der Ausbildung erhalten bei dem betrieb wo ich arbeite in aller regel era 5 das entpsricht einem grund Gehalt von rund 3300€ auch damit kommt man über die 4500€ brutto durchschnittlich im jahr.


    Vorausgesetzt man arbeitet eben in wechselschicht & vollzeit. Bei mir im betrieb also der Wechsel zwischen 6-14uhr und 14-22uhr


    Als nicht Fachkraft mir era 3 und einem grund entgelt von rund 3000€ kommt man jedoch nicht über die 4500 brutto, aber immerhin über 4000 sind trotzdem drinn.

    Einmal editiert, zuletzt von nora99 (17. Juni 2026 um 08:47)

Passende Ratgeber für Dich

Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert

Was Finanztip ausmacht
Finanztip Bewertungen