Renteneintritt

  • Ich würde sagen: Vertrag ist Vertrag.
    Du hast einen Vertrag mit dem Staat, bzw DRV. Den sollten beide Seiten einhalten.

    Mit dem Staat hast du als Bürger dieses Staates niemals einen Vertrag. Der Staat bestimmt mittels Gesetz, zu welchen Bedingungen du hier leben darfst. Und wenn es ihm gefällt, dann ändert er eben die Bedingungen.

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  • Mit dem Staat hast du als Bürger dieses Staates niemals einen Vertrag. Der Staat bestimmt mittels Gesetz, zu welchen Bedingungen du hier leben darfst. Und wenn es ihm gefällt, dann ändert er eben die Bedingungen.

    Man muss sich vom Staat nicht alles gefallen lassen, das steht sogar im GG:

    Artikel 20 Absatz 4 des Grundgesetzes (GG).

    Man nennt ihn auch das Widerstandsrecht.

    Hier ist der genaue Wortlaut:

    „Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“

  • Ich kann gut mit uha mitfühlen. Auch ich zahle seit einigen Jahren regelmäßig meine Rentenminderungsausgleichzahlungen.

    Warum tue ich das? Weil ich früher in Rente gehen will und glücklicherweise in der Lage bin das zu finanzieren.

    Der auszugleichende Betrag für die vier Jahre früher wurde mir von der DRV mitgeteilt.

    Ich sehe ein dass alle ein bisschen geben müssen und dazu an verschiedenen Stellschrauben gedreht werden muss, aber wenn die Rente für langjährige Versicherte mit Abschlägen ersatzlos wegfällt, komme ich mir schon etwas vera****t vor.

  • Im Handelsblatt steht dazu :

    Die Rentenkommission hat ein Paket mit 33 Empfehlungen zur Reform der Altersversorgung erarbeitet. Darin wird empfohlen, die Regelaltersgrenze nach 2031 bei einem weiteren Anstieg der Lebenserwartung moderat anzupassen. Eine Rente mit 70 wird darin nicht erwähnt. Zudem möchte die Kommission die Abschaffung der abschlagsfreien Rente für langjährig Versicherte vorschlagen, der sogenannten Rente mit 63.

    Die abschlagfreie Rente mit 63 ist eh Quatsch, die gibt es effektiv gar nicht. Die können die ruhig streichen. Außerdem ist eine Anhebung des Eintrittalter erwähnt :

    Das würde bedeuten, dass sich die Regelaltersgrenze im Zeitraum zwischen 2031 und 2041 schrittweise um etwa sechs Monate von 67 auf 67,5 Jahre angehoben würde

    Das würde uns Spät Boomer auch noch treffen. Es ist aber bislang keine Rede davon den vorzeitigen Ruhestand komplett zu streichen oder teurer zu machen. Allenfalls das man nun eben für ein paar Monate extra zahlen muss.

    Also noch besteht leichte Hoffnung

  • Keine Ahnung wo die beste Übersicht veröffentlicht ist. Die Zeit hat schon einiges ausgeführt und anderes nur erwähnt. Nicht alles soll sofort umgesetzt werden.

    Die vorzeitige Rente mit 45 Beitragsjahren schlagen sie vor, komplett zu streichen.

    Die Rente mit 35 Beitragsjahren empfehlen sie auf 64 zu verschieben und anschließend parallel mit der Lebensarbeitszeit anzuheben.

    https://www.zeit.de/wirtschaft/202…ckung-beitraege

  • Man muss sich vom Staat nicht alles gefallen lassen, das steht sogar im GG:

    Artikel 20 Absatz 4 des Grundgesetzes (GG).

    Man nennt ihn auch das Widerstandsrecht.

    Hier ist der genaue Wortlaut:

    „Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“

    Und jetzt lesen wir nochmal den letzten Halbsatz...

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Ich glaube nicht, dass es einen Stichtag gibt, der es rentennahen Jahrgängen unmöglich macht, die jetzigen Regelungen nicht mehr nutzen zu können. 5 Jahre sollten es schon sein, wie ja auch bei der Erhöhung des Rentenalters ab Ende 2031/Anfang 2032.

    Die Jahrgänge bis einschließlich 1964 sollten auf der sicheren Seite sein.

    Mit einem halben Jahr Vorlauf wird man kaum den Rentenbeginn um Monate oder gar Jahre verschieben können, ohne dass die Sozialgerichte komplett überrannt werden.

  • So wie ich das bisher bekannte sehe sind vor allem die Jahrgänge 1965-1975 am Arsch. Denen werden die bisherigen Vorteile gestrichen aber von der Stabilisierung der Beiträge haben die auch keinen Nutzen mehr

    Hier gilt politisch die Aussage des haushaltspolitische Sprechers Christian Karl Friedhelm Haase von der CDU:

    "Wir leben seit Jahren in unserem Sozialstaat etwas über unsere Verhältnisse". Der Sozialstaat werde nun nicht aufgegeben, sondern "wieder zurückgeschraubt".

    Aus einem Interview mit der ARD.

    Da ist aus der Sicht der CDU niemand „am Arsch“. Anpacken fürs Land ist angesagt.

  • So wie ich das bisher bekannte sehe sind vor allem die Jahrgänge 1965-1975 am Arsch. Denen werden die bisherigen Vorteile gestrichen aber von der Stabilisierung der Beiträge haben die auch keinen Nutzen mehr

    Wenn ich es richtig verstanden habe, soll es Übergangsregelungen geben, um eine einseitige Belastung zu vermeiden. Erst wenn die kapitalgedeckte Altersvorsorge greifen kann, sollen die Beiträge im Rahmen der Möglichkeiten reduziert werden. Da wird der Jahrgang 1965 längst in Rente sein.

    Warum sollen nur wieder die anpacken die bisher angepackt haben (besonders langjähring Versicherte), der Rest wird versucht verschont zu bleiben (Mütter, Leute mit abgebrochener Erwerbsbiografie, Beamte)

    Ich wüsste nicht, warum die Rentenpunkte bei jemandem mit abgebrochener Erwerbsbiografie weniger wert sein sollten als die von jemand mit 45 Beitragsjahren. Das hat sich mir noch nie erschlossen. Wenn man dann noch bedenkt, dass diese Regelung zum großen Teil von gutverdienenden Männern genutzt werden, die sich alles andere als tot gearbeitet haben, finde ich es absolut konsequent, dieses Monstrum wieder abzuschaffen. Warum soll die alleinerziehende Mutter solche Schmarotzer durchfüttern?

  • Hier gilt politisch die Aussage des haushaltspolitische Sprechers Christian Karl Friedhelm Haase von der CDU:

    "Wir leben seit Jahren in unserem Sozialstaat etwas über unsere Verhältnisse". Der Sozialstaat werde nun nicht aufgegeben, sondern "wieder zurückgeschraubt".

    Seltsam. Ich kenne niemanden, der im Sozialstaat irgendwas bekommt, was er sich selbst in der Art und Höhe selbst ausgedacht hat. Das wird ganz haarklein entlang bestehender gesetzlicher Regelungen geleistet.

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