Renteneintritt

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    03.09.2026 - Depot im Alter

  • 14,4% Abschlag für 2 Jahre nach neuer Regelung? Wo hast Du das denn her??

    Kleiner Hinweis: Eine Rente wird lebenslang gezahlt. Sie kann also bei Rentenbeginn mit 65 nicht genauso hoch sein, wie bei Rentenbeginn mit 67.

    Doch kann sie, siehe meine Rechnung. 67 Jahre Renteneinstieg ohne Abschläge vs. 65 Jahre mit Abschlägen. Hoffe jedenfalls die neuen aktuell diskutierten Vorschläge kommen nicht durch, denn wenn jemand rechnen kann ist nicht mehr beim Berufsstart sehr motiviert. Warten wir mal ab was kommt, ändern können wir das leider nicht wenn es mal beschlossen wurde.

  • Also wenn ich die Wahl hätte zwischen 6 Jahre mehr jugentliches Leben gegen 2 Jahre Alt sein, evtl. noch im Pflegeheim, ich wüsste meine Wahl.

    Mit der Einstellung würde ich gar nicht arbeiten. Grundsicherung gibt auch ohne Arbeit.

    Eine Santander, Deutsche Bank, Postbank, Noris Bank oder Klarna möchte ich nicht als Vertragspartner.

  • Noch ein kleiner Hinweis für Mischu : Eine Rente ohne Abschläge mit 65 ist natürlich merklich geringer, als eine Rente mit 67.

    Wo hattest Du die angeblichen 14,4% nochmal her?

    Es geht doch um die neuen Vorschläge der Rentenkommission, nicht um die bestehenden, da soll die Rente für besonders langjährig Versichte ersatzlos gestrichen werden (kein abschlagsfreier Renteneintritt mit 65 mehr möglich) und falls man doch früher gehen will,sollen die Abschläge zusätzlich angehoben werden.

    Warten wir mal ab bis Dienstag schriftlich alles vorliegt, bis dahin halte ich dann hier im Faden die Finger still.

  • Ehrliche Antwort von dir.

    Wer in jungen Jahren nicht lernt Geld zu verdienen, der hat es später sehr schwer.

    Und wenn du "ehrlich rechnest", dann sind es keine 14,4% Abzug sondern "nur" 7,2% !
    sind somit also nur noch 3 Jahre in der Jugend zu 2 Jahr im Alter :)

    Wenn man in den 60ern ist, dann kann es sehr gut sein dass 2 Jahre ohne Arbeit sehr angenehm sein können und die Abzüge wert sind.

  • Eine interessante Untersuchung der Bertelsmannstiftung kommt zum Ergebnis, das eine Abschaffung des Renteneintritts nach 45 Jahren Tätigkeit pro Renten-Jahrgang 9,5 Milliarden Euro über die Dauer der kürzeren Rentenbezugszeit einspart und dem Arbeitsmarkt 125000 Arbeitskräfte erhält. Mir kommt es dabei aber auf diesen Passus an:

    Zitat

    Um Härten zu vermeiden, käme eine individuelle Gesundheitsprüfung als Zugangsvoraussetzung zur “Rente mit 63” oder eine neu gestaltete Berufsunfähigkeitsversicherung in Frage. Auch der Nachweis einer langjährigen Arbeit in belastenden Tätigkeiten wäre denkbar. Diese Ansätze sind jedoch mit großem bürokratischen Prüfaufwand und hohen Kosten verbunden. Leichter umzusetzen wäre es, als Kriterium zusätzlich das durchschnittliche Einkommen zu berücksichtigen. Das ist deswegen gerechtfertigt, weil körperlich belastende Tätigkeiten oft mit geringen Einkommen einhergehen. Denkbar wäre hier eine Einkommensgrenze von zum Beispiel 60 Prozent der durchschnittlichen Erwerbseinkommen, wie vom Sachverständigenrat Wirtschaft vorgeschlagen. Auch ein Ausbau der Grundrente käme in Frage. Sie könnte Einkommensverluste abfedern, die durch den Wegfall der "Rente mit 63“ entstünden.

    Zitatende

  • Eine interessante Untersuchung der Bertelsmannstiftung kommt zum Ergebnis, das eine Abschaffung des Renteneintritts nach 45 Jahren Tätigkeit pro Renten-Jahrgang 9,5 Milliarden Euro über die Dauer der kürzeren Rentenbezugszeit einspart und dem Arbeitsmarkt 125000 Arbeitskräfte erhält.

    Die 9,5 Mrd. sind gewürfelt. Die zugrundeliegenden Daten lasseb sich nicht auf die Zukunft projezieren ohne die geänderten Rahmenbedingungen zu berücksichtigen.

  • Gibt es diesen sagenumwobenen Arbeitsmarkt eigentlich wirklich?

    Fragt ein interessierter fast 58 Jähriger, der nach vielen Jahren mal wieder Sorge um seinen Arbeitsplatz haben muss. Ich schaue gerade ein wenig was so angeboten wird und wimmel die Headhunter nicht sofort ab, aber sobald sie mein Alter hören, werden die auch deutlich zurückhaltender.

  • Denkbar wäre hier eine Einkommensgrenze von zum Beispiel 60 Prozent der durchschnittlichen Erwerbseinkommen

    Klingt interessant und sinnlos. Was ist der Bezugspunkt? Das letzten Jahreseinkommen oder das Lebenseinkommen? Unabhängig davon, ob man Vollzeit oder Teilzeit arbeitet (hat)?

    Beim Bezug auf das leetzt Vollzeit-Jahreseinkommen hätte der Lieblingshandwerker aller Politiker schon verloren:

    Der mittlere Bruttojahresverdienst lag 2025 bei 54.066 Euro (destatis). Will man dort nicht auch die Singles benachteiligen, muss man das Brutto als Berechnungsgrundlage nehmen.

    Das wären 4505€ Brutto im Monat, was 2703€ Brutto bei 60% ergibt.

    Das durchschnittliche Gehalt für Dachdecker in Deutschland liegt bei ca. 3.500 bis 3.700 Euro brutto im Monat.

    Destatis nennt für eine Fachkraft Dachdeckerei 3332€ Brutto/Monat.

    Stepstone liegt noch darunter: In diesem Job kannst du mit einem Jahresgehalt von mindestens 31.500 € und damit einem Monatsgehalt von ca. 2.625 € rechnen.

    Also "mindestens", und das das lebenslanger Geselle zum Einstiegsgehalt (weil mit 18 anscheinend das Lernen in D aufhört).

    Gibt es diesen sagenumwobenen Arbeitsmarkt eigentlich wirklich?

    Den Markt im Allgemeinen schon, das individuelle Angebot an dem Ort, an dem man sich befindet, ggf. nicht (das gab es aber noch nie). Gestern erst wieder den Aufsteller bei Penny gesehen: suchen Mitarbeiter (vollzeit) bis 19,76€/Sunde.

    Ja, 3200€ Brutto im Monat mag für viele nicht tragbar sein, und als Quereinsteiger aus einem anderen Bereich gibt es soviel auch nicht.

    Wenn ich mir hier in der Region einige Angebote für Quereinsteiger ansehe, dann könnte ich mir durchaus vorstellen, da auch mit meinen 56 (oder auch mit 58) noch die 11 Monate Ausbildung anfangen zu können, um danach (Verpflichtung bis 67, wenn es die Gesundheit mitmacht) dann einen Job mit schlechterer Bezahlung und ungünstigen Arbeitszeiten zu haben, für den aber bis zu meiner Rente keine Gefahr durch KI-Ablösung in D besteht. Lieber mit 3600€ Brutto (plus Zulagen) nach Hause gehen, wie nach ALG1 nichts mehr zu bekommen, da ich mich darum die letzten 20 Jahre nicht gekümmert habe und damit bei allen Technoilogien "weg vom Festner" bin, die für einen neuen AG in meinem Bereich heute interessant sein könnten.

  • Wie kommst du auf Quereinstieg? Und dann auch noch am unteren Rand? Warum?

    Werden wir dann alle sozial nach unten durch gereicht, super!

    Selbst wenn die Gefahr durch KI bestünde, würde ich doch nicht schon vorab Reißaus nehmen.

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