Steuerreform 2027

KI-Zusammenfassung

: Welche Steuerentlastungen Familien und mittlere oder niedrige Einkommen erreichen und wie eine AU-Pflicht ab dem ersten Krankheitstag praktisch laufen soll, ist nach den Koalitionsplänen noch in vielen Punkten offen.

Welche Steuerentlastungen Familien und mittlere oder niedrige Einkommen erreichen und wie eine AU-Pflicht ab dem ersten Krankheitstag praktisch laufen soll, ist nach den Koalitionsplänen noch in vielen Punkten offen.

  • Viele Beiträge sehen die Steuerentlastung kritisch, weil die genannten 600 € erst 2028 und nur für bestimmte Familien gelten sollen.
  • Mehrere Beiträge betonen zur AU ab Tag eins, dass der Arztbesuch laut genannten Aussagen nicht zwingend am ersten Krankheitstag stattfinden soll.
  • In der Community bleibt die Wirkung auf Praxen umstritten, weil einige weniger Missbrauch erwarten und viele mehr Belastung durch zusätzliche Arztbesuche befürchten.
  • Bedeutet das auch, dass der Staat alternativ - ohne selber mehr Schulden aufzunehmen - das Konsumvolumen einer Gesellschaft erhöhen kann, wenn er dem Bürger A Geldmittel für den Konsum gibt, die (Geldmittel) er dem Bürger B abnimmt?

    Ja das geht, wenn Kaufkraft von Haushalten mit geringerer Konsumneigung bzw. hoher Sparneigung zu Haushalten mit hoher Konsumneigung verschoben werden. Also eine gezielte Politik für einkommensschwächere Haushalte.

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  • Mir ging es erstmal darum, dass zusätzliche Staatsverschuldung in einer Flaute automatisch 1:1 andere Verwendungen verdrängt

    Aber woher kommt das Geld? Es gibt 3 Möglichkeiten:

    1. verringerter Konsum, weil der Bürger jetzt in Staatsanleihen investiert statt sich ein neues Auto, ... zu kaufen

    2. verringerte Investitionen in der Privatwirtschaft, weil der Anleger jetzt in den Staat statt Unternehmen investiert

    3. aus dem Ausland

    Varianten 1 und 2 verschieben 1:1 innerhalb der Volkswirtschaft. Variante 3 ist ein Kapitalfluss aus dem Ausland ins Inland. Innerhalb der Eurozone kann der sogar ohne einen assoziierten Warenfluss passieren. Das klappt aber nur, wenn nicht alle gleichzeitig die Verschuldung ausweiten. Kapital von außerhalb der Eurozone setzt voraus, dass man zuerst Geld exportiert, in der Regel durch den Import von Konsumgütern. Das Geld fehlt dann eben bei inländischen Konsumgütern.

    Alles ist unter der Annahme einer konstanten Geldmenge. In der Praxis haben wir eine langsame Ausweitung der Geldmenge, die sich wiederum in Inflation niederschlägt.

    Lange Rede, kurzer Sinn...mehr Schulden führen entweder zu Inflation oder dazu, dass anderswo Geld abgezogen wird. In der Regel zu beidem. Oder man druckt Geld und exportiert bunte Scheine, das ist das amerikanische Modell. Das funktioniert so lange, wie sich jemand findet, der gerne Scheine horten will

  • Das ist nicht ganz trivial und ich hoffe, ich kriege es als "interessierter Laie" richtig zusammen. Fangen wir mit der Geldmenge an.

    In der Theorie sollte sich die Geldmenge analog zur Wirtschaftsleistung steigern – bzw. gesteigert werden. Das passiert dann nicht über Geld drucken, sondern die Giralgeldschöpfung, die im Wesentlichen über den Zins bei uns durch die EZB gesteuert wird. Da man Deflatiion vermeiden will (und vielleicht auch Staaten entschulden möchte), liegt die Steigerung der Geldmenge immer etwas über dem Wirtschaftswachstum und es kommt zur Inflation. Theoretisch wäre es aber möglich, die Geldmenge bei steigender Wirtschaftsleistung zu erhöhen, ohne, dass sich eine Inflation ergibt.


    Als Verbindung zwischen BIP und der Geldmenge kommt die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes ins Spiel. Ob Staatsverschuldung der Wirtschaft Kapital entzieht, hängt vom Auslastungsgrad ab: Bei ungenutzten Kapazitäten aktiviert der Staat ungenutztes Kapital – dann steigt als Folge auch die Umlaufgeschwindigkeit, ohne dass der Wirtschaft etwas fehlt. Bei Vollauslastung konkurriert der Staat direkt um knappes Kapital, meist über steigende Zinsen.

    Dann hast Du Recht, damit der Staat Schulden machen kann, muss jemand dem Staat Geld leihen. Das ist aber ein Featurre und kein Bug. Denn wenn die Bevölkerung netto sparen soll, gibt es nicht so viele Möglichkeiten. Eine positive Handelsbilanz oder eben Kreditvergabe an den Staat. Dem Staat geliehenes Geld wird aber andernfalls nicht zu 100 % konsumiert. (Wertteigerung von Vermögenswerten mal ignoriert)

    Lange Rede, kurzer Sinn. Es mag sein, dass ein Teil von Staatsschulden der Wirtschaft als Liquidität entzogen wird. Das ist aber genauso wenig absolut und zwingend, wie dass Staatsschulden 1:1 in zusätzlicher Liquidität im Markt enden. Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Aus meiner Sicht deutlich näher im Bereich der höheren Liquidität.

  • Eben gehört: Finanzminister weist Gerüchte über das Erheben der Zuckersteuer auch auf Getränke mit Süßungsmitteln a la Cola Zero, Hafermilch etc. als falsch zurück.

    britty Den Nachsatz habe ich wieder entfernt, da mittlerweile klar ist, das sich das SPD-Mitglied Dr. Pantazis , der beim Gesetzentwurf beteiligt war, öffentlich dagegen gewandt hatte, auch auf Insta. Danach kam dann ein Dementi von Finanzminister und SPD-Chef Klingbeil.

    Quelle

    2 Mal editiert, zuletzt von Boersenfeger (26. August 2026 um 15:18)

  • Eben gehört: Finanzminister weist Gerüchte über das Erheben der Zuckersteuer auch auf Getränke mit Süßungsmitteln a la Cola Zero, Hafermilch etc. als falsch zurück.

    britty Den Nachsatz habe ich wieder entfernt, da mittlerweile klar ist, das sich das SPD-Mitglied Dr. Pantazis , der beim Gesetzentwurf beteiligt war, öffentlich dagegen gewandt hatte, auch auf Insta. Danach kam dann ein Dementi von Finanzminister und SPD-Chef Klingbeil.

    Quelle

    Sie können viel erzählen....

    Die meisten Süßungsmittel sind schädlich. Es wäre eine gute Idee gewesen, das jetzt in einem Aufwasch zu ändern.

  • Das ganze Leben endet tödlich. Was soll denn sonst noch verboten werden.
    Der zwangsweise eingeführte" Veggieday" ist ja auch nicht durchgekommen,....

    Äpfel und Birnen :rolleyes:

    Süßungsmittel schädigen bei unausgewogener Ernährung das Mikrobiom des Darms. Das wiederum mehr Einfluss auf Wohlbefinden und Gesundheit hat als gedacht.

    Eine „falsche“ Ernährung kann negative Veränderungen in der Zusammensetzung der Darmflora hervorrufen. Damit sind vor allem der Verzehr zu weniger Ballaststoffe und zu vieler tierischer Proteine, wie rotes Fleisch, gemeint.

    Auch andere Lebensmittel können das Mikrobiom aus dem Gleichgewicht bringen:

  • Das ganze Leben endet tödlich.

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  • Eine „falsche“ Ernährung kann negative Veränderungen in der Zusammensetzung der Darmflora hervorrufen. Damit sind vor allem der Verzehr zu weniger Ballaststoffe und zu vieler tierischer Proteine, wie rotes Fleisch, gemeint.

    Auch andere Lebensmittel können das Mikrobiom aus dem Gleichgewicht bringen:

    • Zu viel Zucker und Salz: Fördern Entzündungen und schädliche Bakterien.
    • Weißmehl und stark verarbeitete Lebensmittel wie zuckerarme Marmeladen oder Dressings: Sie enthalten kaum Ballaststoffe.

    Dann sind ja flott noch paar Steuern zur Rettung der Volksgesundheit erfunden, und der Haushalt steht!

  • Das ganze Leben endet tödlich.

    Eine der ganz wenigen "Sicherheiten" im Leben und im Allgemeinen.

    Im Bereich "private Finanzen" und damit im Speziellen existieren - meines Erachtens - auch nur drei "Sicherheiten": Die Inflation, die Steuern und die mit jedem Investment verbundenen (mehr oder weniger hohen) Kosten sprich Gebühren.

    Was soll denn sonst noch verboten werden.

    Zwischen einem Verbot und (noch) höhere Besteuerung besteht schon noch ein Unterschied.

    Wenn der Staat so um das gesundheitliche Wohl seiner Bürger besorgt ist ...

    ... wäre eine ebensolche staatliche Besorgnis um das finanzielle Wohl seiner Bürger ebenfalls zu begrüßen.

    War nicht mal eine breit angelegte staatliche Finanzbildungs-Strategie oder Finanzbildungs-Initiative des Bundes (Initiative Finanzielle Bildung - oder so ähnlich) im Gespräch oder bereits konkret angedacht ... ? Sollte schon aus 2023 und vom BMF stammen (Bundesministerium der Finanzen).

    Gerade hierzulande vor dem Hintergrund der Billionen € gehalten auf unverzinsten Girokonten, kaum verzinsten Sparbüchern und niedrig verzinsten Tages- und Festgeldkonten. Beispielsweise der staatliche Warnhinweis, daß die Geldfunktion "Wertaufbewahrungsmittel" ("Schatzcharakter" des Geldes) längst nicht (mehr) gegeben ist.

    Obwohl sich das noch so auf der offiziellen Website der Deutschen Bundesbank findet

    In allen mir bekannten Lehrbüchern (bis hin zur Website der Deutschen Bundesbank; Stichwort "Unterrichtsmaterial für Schüler") gehört die Funktion "Wertaufbewahrungsmittel" (Schatzcharakter des Geldes) zu dem "Use Case" ...

    sprich offiziell zu den drei Geldfunktionen, die Geld definieren - neben der Geldfunktion "Zahlungsmittel" (Tauschfunktion) und der Geldfunktion "Recheneinheit" (Wertmaßstab).


    Es muß ja nicht gleich ein aufgedruckter Warnhinweis auf allen Euro-Geldscheinen enthalten sein etwa in der Form:

    Warnhinweis: Dieses Geld kann ihre finanzielle Gesundheit gefährden, da es zum einen die Geldfunktion als Wertaufbewahrungsmittel nicht erfüllt und zum anderen schon in seiner Existenz gerettet werden mußte.

  • OT-Anfang

    andiii_98 und Newb , da ihr häufig bis ständig ein "Verwirrend"-Smiley an diverse Beiträge von mir heftet: Vielen Dank dafür, denn wenn die Inhalte auf Protagonisten wie Euch "verwirrend" wirken, ist das zum einem - aus meiner Sicht - ein explizites Qualitätsmerkmal der Beiträge und zum anderen nahezu und praktisch eine Sachgesetzlichkeit.

    OT-Ende


    In diesem Sinne ...


    Nichtsdestotrotz Euch weiter ganz viel Glück mit Euren privaten Finanzen ... !

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