Vermögen macht glücklich

KI-Zusammenfassung

: Macht Vermögen glücklicher als ein hohes Einkommen, oder schafft es vor allem Sicherheit, Gelassenheit und finanzielle Optionen? Viele Beiträge sehen 50.000 € eher als Puffer für mehr Ruhe, nicht als finanzielle Unabhängigkeit. Ein hohes Einkommen wird vor allem als Weg zum Vermögensaufbau gesehen. Eine feste Zielsumme findet die Community wenig aussagekräftig, weil Wohnkosten, Alter, Rentenansprüche und gewünschter Lebensstandard stark mitentscheiden.

Macht Vermögen glücklicher als ein hohes Einkommen, oder schafft es vor allem Sicherheit, Gelassenheit und finanzielle Optionen? Viele Beiträge sehen 50.000 € eher als Puffer für mehr Ruhe, nicht als finanzielle Unabhängigkeit. Ein hohes Einkommen wird vor allem als Weg zum Vermögensaufbau gesehen. Eine feste Zielsumme findet die Community wenig aussagekräftig, weil Wohnkosten, Alter, Rentenansprüche und gewünschter Lebensstandard stark mitentscheiden.

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  • Was für eine Erkenntnis - und sie stimmt, kann es bestätigen :D

    Guter Lohn ist nett aber mehr nicht, Vermögen bringt Gelassenheit und Sicherheit und macht den Lohn (und die eigene Arbeit) eben nicht mehr so wichtig.

    Geld macht vielleicht nicht glücklich 🍀, aber beruhigt 🧘ungemein!

  • Hallo uha,

    und zwar ab 50k

    Sind Sie aber bescheiden. M.E. kommt die absolute finanzielle Unabhängigkeit so bei 30-50 Mio. Begründung: Ich kann vom Ertrag gut leben und ich kann zusätzlich mittlere Anlagefehler machen, ohne dass meine Lebensgrundlage angegriffen wird.

    Man kann ja einmal träumen.

    Gruß Pumphut

  • Das ist halt der erste Scheitt, ihr müsst euch vorstellen, manche haben Angst arbeitslos zu werden und das es dann schon knapp wird wegen paar Monaten oder das man beruflich vielleicht auf das Auto angewiesen ist und bald ein neues her muss etc. Also ja, 50k ist der erste Schritt etwas beruhigter sein zu können.

    Aber klar, danach gibts weitere Stufen für noch mehr Gelassenheit und Sicherheit.

    Mein fast 400k Depot hat schon als im Jahr so viel Gewinn gemacht wie ich mit meiner Arbeit, das ist dann natürlich nochmal ein anderes Level der Sicherheit und Gelassenheit - auch mit allem was einem im Job begegnet und vielleicht nervt.

  • Das ist nicht meine Zahl, das ist die Zahl aus dieser Studie. Ich fand das auch erstaunlich niedrig um glücklich zu machen unabhängig wird man damit sicher nicht.

    Das sollte man schon genau lesen:

    Zitat

    Menschen, die mindestens 50.000 Euro Vermögen besitzen, sind bei gleichem Einkommen im Schnitt 0,50 Punkte zufriedener mit ihrem Leben als jene ohne entsprechendes Vermögen.

    Nirgendwo steht, dass der Betrag für irgendwas ausreicht.

  • SemperFidelis , der guten Ordnung halber: Bin nur im Tiefflug über den verlinkten Artikel drüber ("Spiegel") und habe zudem nur Deinen Beitrag Nr. 1 gelesen.


    Präkere Lebensmodelle mit Mietwohnung usw... sind halt nichts für die Ewigkeit.

    Von dem Aspekt "Wohneigentum" - im Kontext mit der Studie - hatte ich in dem Artikel nichts gelesen ... oder das überlesen ... ?

    Zum Realitätsbezug: Kenne diverse Leute mit "Mietwohnung" (darunter auch solche mit einer sehr schönen bis luxuriösen "Mietwohnung" - oder sogar mehreren an unterschiedlichen Standorten), bei denen nicht (ansatzweise) von "prekären Lebensmodellen" gesprochen werden kann ...

    Präkere Lebensmodelle ...

    als Schreibweise - könnte dagegen als prekäre Situation die deutsche Rechtschreibung betreffend ausgelegt werden ...).


    Aus meiner Sicht zur Überschrift "Vermögen macht glücklich":

    Vermögen macht nicht unbedingt und zwingend glücklich. Es kann aber "beruhigend" wirken und Optionen schaffen, Freiräume eröffnen bis hin zu mehr Unabhängigkeit oder Freiheit generell. Was unter "Vermögen" zu verstehen ist (u. a. als definierte Zahl sprich Größenordnung sozusagen), dürfte zudem eine (sehr) individuelle Angelegenheit sein (geordnete Finanzen, solide finanzielle Verhältnisse, gut situiert, wohlhabend, finanzielle Unabhängigkeit, finanzielle Freiheit - um nur einige typische Beispiele zu nennen).

    Aus meiner Sicht und Haltung macht aber vor allen Dingen "etwas vermögen" - im Sinne von etwas können, schaffen, auf die Reihe bringen, auf das Gleis setzen etc. pp. - zufrieden bis glücklich. Ein solches "etwas vermögen" ist sehr bis ganz nah nahe dran am Humankapital, welches in der Regel die Basis für Vermögen bildet (Lottogewinner, Erben oder Beschenkte außen vor).

    "Vermögen" in diesem Sinne erfüllt auch die ganz wesentlichen Voraussetzungen für das Modell der "sozialen Marktwirtschaft" - ((*) das Hauptwort (Nomen/Substantiv) ist dabei die "Marktwirtschaft" und das Eigenschaftswort (Adjektiv) "soziale" (abgeleitet von sozial) beschreibt das Hauptwort näher) - bei der Eigenverantwortung und Selbstwirksamkeit zentrale Begriffe sind (das Gegenteil davon bildet eine Haltung, bei der "Vater Staat" letztlich für alles verantwortlich ist und für alles sorgen soll - statt sich als Staat auf das Setzen der passenden Rahmenbedingungen zu konzentrieren, die einer sozialen Marktwirtschaft das Gelingen ermöglichen).

    Dabei gilt: Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Wer aber ohne Schuld in Not und Armut gerät, dem hilft die Gemeinschaft. Das nennt man dann Solidarität (der Solidargemeinschaft). Das ist aber als subsidiäres Prinzip gedacht und auch so zu verstehen.


    (*) Etwas ist - nach meinem Dafürhalten - hierzulande (längst) aus dem Lot geraten. Nicht erst seit den letzten Landtagswahlen, bei denen die politischen Ränder weiter sehr stark zugelegt haben. "Sinn der sozialen Marktwirtschaft ist es, daß Prinzip der Freiheit auf dem Markte mit dem des sozialen Ausgleichs zu verbinden" (Definition gemäß des legendären Alfred Müller-Armack, der als einer der Väter des Modells der "sozialen Marktwirtschaft" bezeichnet wird). Diese Formel verlangt eine Balance, denn sozialer Ausgleich ist nicht dasselbe wie die Garantie - auch unter veränderten (globalen) Bedingungen - jedes einmal erworbenen Besitzstandes. Wo diese Unterscheidung und das subsidiäre Prinzip verloren geht, bleibt vom Begriff der "sozialen Marktwirtschaft" irgendwann nur noch das Adjektiv übrig - ohne sein Hauptwort.

    Im Herbstgutachten prognostizieren die Wirtschaftsforschungsinstitute einen weiteren Anstieg der hierzulande bereits erreichten Staatsquote von 50,3 Prozent (Jahr 2025) auf 51 oder 52 Prozent.

  • Ich finde auch, dass manchmal vergessen wird, dass neben dem Solidaritäts- bei uns eben auch das Subsidiaritätsprinzip gilt. Alle, die sofort nach staatlichen Lösungen verlangen (s. Mietendeckel oder "Tankrabatt", wobei man diese natürlich auch aus anderen Gründen hinterfragen kann), sind einfach auf dem Holzweg.

  • Hallo uha,

    Sind Sie aber bescheiden. M.E. kommt die absolute finanzielle Unabhängigkeit so bei 30-50 Mio. Begründung: Ich kann vom Ertrag gut leben und ich kann zusätzlich mittlere Anlagefehler machen, ohne dass meine Lebensgrundlage angegriffen wird.

    Man kann ja einmal träumen.

    Gruß Pumphut

    Bei der Summe ist es eigentlich völlig egal was man macht. Auf normale Weise bekommste das nicht ausgegeben. Ausgesorgt sollte man bedeutend früher haben, da man ein durchschnittliches Gehalt schon mit weit weniger Vermögen erwirtschaften kann. Wenn man nur Inflationsschutz betreibt reichen "schon" 5 Millionen für knapp 100 Jahre Medianeinkommen.

    Nach oben hin geht es natürlich immer besser.

  • Mein fast 400k Depot hat schon als im Jahr so viel Gewinn gemacht wie ich mit meiner Arbeit, das ist dann natürlich nochmal ein anderes Level der Sicherheit und Gelassenheit - auch mit allem was einem im Job begegnet und vielleicht nervt.

    An dem Tag als mein Depot mehr Gewinn macht als mein Jahresnettolohn, hatte ich mich aus dem Berufsleben zurück gezogen, das war dieses Jahr im April. Mit 56 ein mutiger, aber dennoch konsequenter Schritt, schließlich habe ich 40 Jahre darauf hin gearbeitet. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern als ich meinem Meister mit 17 von meinen Plänen erzählte, er lachte und meinte Junge, irgendwann lebst du von deinen Zinsen. Heute stellt sich raus, er sollte recht behalten.

    Nun hoffe ich nur noch das ich diesen Wimpern-schlag an Restzeit die ich noch habe, gesund bleibe und mein bescheidenes Leben in Ruhe zu Ende leben kann.

  • An dem Tag als mein Depot mehr Gewinn macht als mein Jahresnettolohn, hatte ich mich aus dem Berufsleben zurück gezogen, das war dieses Jahr im April. Mit 56 ein mutiger, aber dennoch konsequenter Schritt, schließlich habe ich 40 Jahre darauf hin gearbeitet. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern als ich meinem Meister mit 17 von meinen Plänen erzählte, er lachte und meinte Junge, irgendwann lebst du von deinen Zinsen. Heute stellt sich raus, er sollte recht behalten.

    Nun hoffe ich nur noch das ich diesen Wimpern-schlag an Restzeit die ich noch habe, gesund bleibe und mein bescheidenes Leben in Ruhe zu Ende leben kann.

    Respekt dafür und für deine Entscheidung. Ich habe vor bis 65 zu arbeiten um meine eigene finanzielle Sicherheit solide abzudecken. Leider hatte ich mit 17 nicht diese Weitsicht und konsequent zu sparen und anzulegen, der Groschen ist bei mir erst mitte 40 gefallen, zwar spät, aber gottlob nicht zu spät. Jetzt mit Marsch auf die 59 sieht mein finanzielles Polster recht solide aus, langt aber nicht um davon ohne Arbeit zu leben, aber zumindest ist das Polster so gut das ich bei absoluter Lustlosigkeit im Job (aktuell arbeite ich wirklich sehr gerne, nur mehr Urlaubstage wären schön) auch mit 63 und Abzügen gehen könnte ohne das ich auf etwas verzichten müsste. Also zur Ursprungsfrage, ja, finanzielle Sicherheit macht das Leben entspannter.

  • Ich finde auch, dass manchmal vergessen wird, dass neben dem Solidaritäts- bei uns eben auch das Subsidiaritätsprinzip gilt. Alle, die sofort nach staatlichen Lösungen verlangen (s. Mietendeckel oder "Tankrabatt", wobei man diese natürlich auch aus anderen Gründen hinterfragen kann), sind einfach auf dem Holzweg.

    :thumbup:


    Den linken Genossen (der SPD oder noch linksseitiger - und auch denen hier im Forum) wäre - um nur ein Beispiel aus sehr vielen zu nennen - die Lektüre eines aktuellen Beitrags von Sonja Marten zu empfehlen, der Chefvolkswirtin der DZ-Bank, dem Spitzeninstitut des genossenschaftlichen Bankensektors zur fragilen Verfassung der deutschen Wirtschaft:


    "Das Problem sind dabei nicht nur die zyklischen und krisenbedingten Belastungsfaktoren, sondern vor allem auch strukturelle Schwächen. Der Kapitalstock wächst auf sehr niedrigem Niveau. Ähnlich verhält es sich bei der Faktorproduktivität, während die demographische Entwicklung unser Potentialwachstum zunehmend belastet. Gegen Demographie läßt sich wenig ausrichten, Produktivität kann aber erhöht und der Kapitalstock ausgebaut werden. Hierfür sind Investitionen unabdingbar - und zwar nicht nur durch den Staat, sondern vor allen Dingen durch die private Wirtschaft.

    Bislang ist davon wenig zu spüren. Die realen deutschen Bruttoanlageinvestitionen sind seit 2019 nicht mehr gewachsen, sondern gesunken. Das ist schon für sich betrachtet ein besorgniserregender Befund. Noch schwerwiegender wird er im internationalen Vergleich: In den USA sind die Investitionen im gleichen Zeitraum um 70 bis 80 Prozent gestiegen ...

    Im Mittelstand war die Investitionsbereitschaft im Frühjahr 2026 niedriger als während der Finanzmarktkrise oder der Pandemie. Die Gründe: Hohe Arbeitskosten und Steuern, Regulierung sowie teure Energie ...

    Die jüngsten politischen Entwicklungen drohen nun den Reformwillen weiter einzudämmen. Die Koalitionsparteien sehen sich massivem Druck vom rechten und linken Rand ausgesetzt. Die Bereitschaft, dem Wähler einen harten Reformkurs zuzumuten - so notwendig er auch ist, dürfte weiter nachlassen ...

    Für die längerfristigen Wachstumsperspektiven verheißt das nichts Gutes, und auch der Anleihenmarkt dürfte einen dauerhaft mangelnden Reformwillen mit wachsendem Unmut aufnehmen"

    (nachträglich gefettet von mir)

    (Quelle; Rubrik: "Europaplatz Frankfurt"; Head: "Politischer Reformstau", FAZ 28. 09. 2026)


    Dir st55 , weiter gute Gedanken und gutes Gelingen mit Deinen privaten Finanzen ... !

  • Zitat

    Spitzeninstitut des genossenschaftlichen Bankensektors zur fragilen Verfassung der deutschen Wirtschaft

    Ein bekannter Marxist sagte mal "Frag nicht, was dein Land für dich tun kann. Frag, was du für dein Land tun kannst." Achso, der war gar kein Marxist, die Frage fehlt aber generell in aktuellen Debatten.

    Und eine Marxistin sagte mal "Socialists run out of other people's money". War sie etwa auch keine Marxistin? Ist Merz ein Sozialist?

    Fragen über Fragen.

  • SemperFidelis , der guten Ordnung halber: Bin nur im Tiefflug über den verlinkten Artikel drüber ("Spiegel") und habe zudem nur Deinen Beitrag Nr. 1 gelesen.


    Von dem Aspekt "Wohneigentum" - im Kontext mit der Studie - hatte ich in dem Artikel nichts gelesen ... oder das überlesen ... ?


    dezenter Verweise auf das Foto das die Studie zum "Vermögen" einleitet - https://cdn.prod.www.spiegel.de/images/d212407…5.99_fpy50.webp

    mit abschließendem Sprichtwort; Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

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