Hilfe der Crash kommt... (bald?)

  • Weil es kein Problem gibt!

    So ist es. Das sehe ich ebenso.

    Das ("der nächste Crash") sollte überhaupt kein Thema sein - conditio sine qua non: Die persönliche Aktienquote paßt sowohl zur objektiven Risikotragfähigkeit als auch zur subjektiven Risikobereitschaft (Risikotoleranz).

    Wird das aber (der unvermeidliche kommende nächste Crash am Aktienmarkt) zu einem (ernsten, bedrohlichen und/oder ständigen) Thema - ist das meines Erachtens ein untrügliches Anzeichen und Signal, daß eben die Voraussetzungen (obiger Absatz) nicht gegeben sein könnten.


    Für meinen Teil würde mir dies allerdings (als "ETF-Sparbüchse" mit einem ETF auf den MSCI) auch zu denken geben (wenn denn zutrifft, was der Mann sagt - Gary Gensler ist immerhin der ehemalige Chef der SEC (amerikanische Börsenaufsicht):

    "Unser vier größten Unternehmen - Nvidia, Microsoft, Alphabet und Apple - sind mit 16 Billionen Dollar so hoch bewertet wie der gesamte Markt der Europäischen Union"

    (Gerry Gensler)

  • Was würdest Du dazu sagen, wenn zukünftig alle Firmen einen KI Schwerpunkt haben?

    Du meinst, die KI putzt einem zukünftig den Hintern ab und Klopapier brauchts bald nicht mehr? Ungefähr so, wie "das Internet" 2000 das Auto ersetzt hat?

    Die spannende Frage ist, ob man Dich vorher fragen wird.

    was ist an der Frage bzw. an dem Ergebnis spannend? Mich hat 2000 auch keiner gefragt ob ich mein Geld in diesen Anteilen in "Internetfirmen" stecken will...hab ich damals auch nicht gemacht

  • ...

    was ist an der Frage bzw. an dem Ergebnis spannend? Mich hat 2000 auch keiner gefragt ob ich mein Geld in diesen Anteilen in "Internetfirmen" stecken will...hab ich damals auch nicht gemacht

    Ich auch nicht! Für mich ging es trotzdem 50% bergab. Auch deshalb, weil mich Terroristen nicht gefragt haben, ob sie in Wolkenkratzer hineinfliegen sollten.

  • Das ist ja auch völlig in Ordnung! Auch ich habe eine selbstgenutzte Immobilie und bin absolut glücklich mit dieser Entscheidung.

    Aber: Ich sehe das eben auch als Entscheidung, die sich unter dem Gesichtspunkt Konsum / Lebensqualität "rentieren" soll und nicht als Geldanlage.

    Gerade für diejenigen, die Immobilien als Kapitalanlage kaufen, wäre ein blinkendes Leuchtschild mit tagesaktuellem Preis aber manchmal vielleicht schon ganz heilsam, um zu zeigen, dass Immobilien eben gerade nicht wertbeständiger / schwankungsärmer sind und auch nicht unbedingt eine höhere Rendite haben als ein marktbreiter Aktien-ETF.

    Zurück zum Thema: Das blinkende Leuchtschild an meinem Depot zeigt auch heute keinen Crash an. ^^

    Warum sollte man aber heutzutage frisch in Immobilieninvestments einsteigen, solange es Regierungen gibt, die mittels Mietpreisbremse kubanische Verhältnisse herbeizaubern wollen? Vor einem Crash mache ich mir auch keine Sorgen, es sei denn, ich lebe in China und bin dort ganz groß eingestiegen. Ansonsten heißt es halt wie immer "Lage Lage Lage".

  • Du meinst, die KI putzt einem zukünftig den Hintern ab und Klopapier brauchts bald nicht mehr? Ungefähr so, wie "das Internet" 2000 das Auto ersetzt hat?


    Also ja der Robotor mit der KI (Bilderkennung, Objekterkennung usw.) putzt dir zukünftig den Hintern ab. Und je nachdem ob du dann "aua aua" rufst oder "fester" wird er das auch registrieren und dich härter rannehmen oder vorsichtiger sein.

    Ob er dafür Papier nimmt oder eine Nassreinigung o.ä. durchführt who knows...

    Und weiß ich nicht ob es 2000 hieß das das Internet das Auto ersetzt. Aber spätestens seit 2020 arbeitet ein größerer Teil von zu Hause aus (unter Nutzung des Internets und darauf aufbauenden Technologien) und verzichtet somit temporär aufs Auto.

  • Gerade nochmal in den Tagesthemen gehört: der längste Shutdown der US Geschichte. Sozialhilfen werden gestrichen, Behörden werden geschlossen, sehr viele Menschen bekommen kein Gehalt.

    Wieso bleibt die Börse davon völlig unbeeindruckt? Ist das noch nicht Krise genug?

  • Wieso bleibt die Börse davon völlig unbeeindruckt? Ist das noch nicht Krise genug?

    Der Shutdown ist mittlerweile ein regelmäßiges Ritual in der amerikanischen Politik. Man hat sich dran gewöhnt.

    Und warum sollte die Börse groß einknicken? Es wird die Zukunft behandelt und solange der Shutdown keine Rezession auslöst, sind ein paar Wochen Einschränkungen für einige kein Problem

  • Gerade nochmal in den Tagesthemen gehört: der längste Shutdown der US Geschichte. Sozialhilfen werden gestrichen, Behörden werden geschlossen, sehr viele Menschen bekommen kein Gehalt.

    Wieso bleibt die Börse davon völlig unbeeindruckt? Ist das noch nicht Krise genug?

    Weil der Börse der (in den USA ohnehin nur rudimentär vorhandene) Sozialstaat egal ist.

  • Hallo Immobilien-Fans

    im Augenblick gibthier in dieser Abteilung des Forums 2 Themen:

    Die Einen diskutieren ob eine Immobilien besser ist als ein ETF Sparplan

    und die Anderen diskutieren "wann der Crash kommt, wie dieser wohl ausfällt und wie sie sich dann verhalten"

    Als langjähriger Inhaber einer Immobilienfima bin ich natürlich eine Art Fachmann für das 1. Thema. Leider gibt es zu Immobilien keine richtige oder falsche Antwort.

    Wer eine Immobilien für sich selbst zum bewohnen kauft oder ein Haus baut der weiß in der Regel, dass diese Investition rechnerisch nicht gerade der Hit ist.

    Natürlich gibt es allein in Deutschland tausende von Sonderfällen, je nach Lage, Baujahr, Eigenkapital, Beruf, Alters usw.

    Alle diese Punkte verändern natürlich die langfristige Bewertung eines Immobilienkaufs im Vergleich zu einer ETF Anlage.

    Wie will man aber beispielsweise die Lebensqualität berechnen?

    Wer sich den Luxus und die Kosten eines eigenen Haues gönnt und sich das "leisten" kann der will hat natürlich viele Jahrzehnte einen ganz andere Lebensstil als ein Mieter einer Wohnung der sein übriges Geld lieber in ETFs anlegt.

    Ich kann natürlich gut reden weil ich mir auch auf Grund immobilienlastiger Vorfahren (der Großvater hatte viel landwirtschaftlichen Grundbesitz der später Bauplatz wurde) es viel einfacher hatte als jemand der mit NULL anfängt und Jahzehntelang sich finanziell für die Abzahlraten einschränken muss.

    Daher ist diese Diskussion sinnlos hier weil die Voraussetzungen einfach unterschiedlich sind.

    Ich wohne beispielsweise in einem 500 m2 Haus mit Pool und 5 Garagen, mit Gästewohnung - natürlich auch Dank dem kostenlosen BAUPLATZ der VORFAHREN,

    mein Nachbar hat sein ganzes Haus gincl. Bauplatz vom kinderlosen Onkel geerbt weil er zur Erbengeneration gehört und zufällig Erblasser hatte.

    Mein anderer Nachbar ist Chefarzt einer Klinik mit einem Einkommen mit dem er auch ohne Vorfahren und ohne Erbschaft das alte Nachbarhaus auf 1.000 m2. Grund kaufen und umbauen konnte und immer noch komfortabel lebt.

    Ich habe aber auch viele Freunde die ihr halbes Leben abzahlen und dann irgendwann eine Scheidung erleben wo sie dann froh gewesen wären wenn sie statt ener Immobiie lieber ETF gespart hatten.

    Ich kann Euch noch stundenlang solche Storys aus dem echten Leben erzählen, wie soll man da objektiv beraten.

    Jeder ist seines Glückes Schmid. Viele Glück wünscht McProfit

  • ...

    Wer eine Immobilien für sich selbst zum bewohnen kauft oder ein Haus baut der weiß in der Regel, dass diese Investition rechnerisch nicht gerade der Hit ist.

    Da sind meine Erfahrungen andere. Das wissen die in der Regeln nicht. Das hängt damit zusammen, dass die gar nicht erst rechnen.

    ...

    Wie will man aber beispielsweise die Lebensqualität berechnen?

    Wer sich den Luxus und die Kosten eines eigenen Haues gönnt und sich das "leisten" kann der will hat natürlich viele Jahrzehnte einen ganz andere Lebensstil als ein Mieter einer Wohnung der sein übriges Geld lieber in ETFs anlegt.

    Ich wüsste nicht, warum es hinsichtlich der Lebensqualität darauf ankommen sollte, wie man die unvermeidlichen Wohnkosten bezahlt. Dabei muss man natürlich von einer identischen Immobilie ausgehen, andernfalls ergibt der Vergleich ja keinen Sinn.

    Daher ist diese Diskussion sinnlos hier weil die Voraussetzungen einfach unterschiedlich sind.

    Nein, die Voraussetzungen sind nicht per se unterschiedlich. Du konstruierst es Dir nur so.

    Ich kann Euch noch stundenlang solche Storys aus dem echten Leben erzählen, wie soll man da objektiv beraten.

    Indem man sich für die Situation des zu Beratenden interessiert und keine Märchengeschichten erzählt.