Hilfe der Crash kommt... (bald?)

  • Vermeidet man Kurzstrecken im Stadtverkehr, sind Verbrenner sehr effizient. […] Das Elektroauto dagegen leidet darunter, dass es außerhalb des Stadtverkehrs den höchsten Verbrauch hat.

    Es stimmt, dass E-Autos anders sind als Verbrenner. E-Autos benötigen sozusagen im Standgas am wenigsten, Verbrenner dagegen bei höheren Geschwindigkeiten. Man muss umdenken, wenn man sparsam unterwegs sein möchte.

    Trotzdem kann kein Verbrenner bzgl. Effizienz (genauer gesagt Wirkungsgrad) einem Stromer das Wasser reichen. Nicht einmal ansatzweise und nicht einmal im Winter! Der Unterschied ist gewaltig!

    Es ist aber halt so, dass eine Portion Energie, gebunden als chemische Energie im Kraftstoff, deutlich günstiger ist als dieselbe Portion Energie als elektrische Energie.

    Das heißt, dass die deutlich schlechtere Effizienz eines Verbrenners finanziell beinahe ausgeglichen wird durch die geringeren Kosten pro Energieeinheit. Aber letztendlich gewinnt der Stromer.

    Ach ja: Der Crash steht unmittelbar bevor!

  • Trotzdem kann kein Verbrenner bzgl. Effizienz (genauer gesagt Wirkungsgrad) einem Stromer das Wasser reichen. Nicht einmal ansatzweise und nicht einmal im Winter! Der Unterschied ist gewaltig!

    Effizienz ist für den Geldbeutel nur insofern relevant, dass ineffiziente Varianten innerhalb eines Energieträgers mehr kosten als effiziente Varianten. Aber für den Vergleich Strom vs Benzin/Diesel/Gas kommt es eben auf das Verhältnis der Preis und den jeweiligen Verbrauch an.

    Aber letztendlich gewinnt der Stromer.

    Kommt drauf an. Ich bin ja gerade in der Schweiz, wo Diesel schon immer teuer war und der Wechselkurs hilft nur begrenzt. Würde ich ein Elektroauto hier an den öffentlichen 11kW-Lader hängen, wäre das trotzdem teurer. Laut Chargeprice startet das ab 59c/kWh. Dazu kämen noch ein paar ganz praktische Probleme...der Lader steht unten an der Hauptstraße, wir sind aber gute 100Hm weiter oben. Und nach 4h kommen Blockiergebühren, in der Zeit ist ein ordentlicher Akku noch lange nicht voll.

    Wobei der AC-Lader trotz seines Preises noch günstiger ist als die Schnelllader entlang der Fahrt, da hätten die passenden im Bereich Bern-Fribourg 70-75c gekostet (jeweils per Chargeprice nachgeschlagen). Und mit dem Elektroauto wäre ich gezwungen gewesen, unterwegs nachzuladen. Es ist einfach gefährlich mit Effizienz zu argumentieren, wenn der effizientere Treibstoff so viel teurer ist.

  • Je nachdem wann "vor kurzem" war, reden wir dann über 10l Verbrauch? Da gewinnt das Elektroauto natürlich locker. Ist aber nicht immer so. Wir hatten das Thema ja im Elektroautothread schon diskutiert...ich liege bei 4,5l Langzeit. Vermeidet man Kurzstrecken im Stadtverkehr, sind Verbrenner sehr effizient. Und die sind per Definition sowohl kurz als auch mit guten Chancen auf Alternativen gesegnet. Das Elektroauto dagegen leidet darunter, dass es außerhalb des Stadtverkehrs den höchsten Verbrauch hat. Brauchst dafür auch gar keine Autobahnfahrten bemühen, die Landstraßen bei uns reichen vollkommen aus, um den Verbrauch hochzutreiben.

    Ein gravierender Unterschied macht auch, wieviel man fürs Auto zahlt. Bei Zweitwagen und Kurzstreckenfahrzeugen herrscht mittlerweile Preisparität, nicht aber bei günstigen Erstwagen Einen neuen Octavia kann ich für 32k mit Diesel, AHK, ACC bekommen. Viel Spaß beim Versuch, ein Elektroauto vergleichbarer Größe mit den Parametern und Akku ~80kWh zu bekommen. Da kannst du in der Größenordnung von 50% aufschlagen. Wenn einem Geld egal ist und man sich z.B. einen A6 o.ä. kauft, dann herrscht schon Preisparität. Aber dann braucht man auch nicht mehr mit Spritkosten argumentieren, von dem Preisunterschied zwischen dem Octavia und dem A6 tanke ich ein Autoleben lang.

    Mein kleinerer Crossover-SUV war mit 8 l/100 km dabei, notwendigerweise auch mit einem relativ hohen Stadtanteil.

    Vor kurzem bedeutet Wechsel zu E vor wenigen Tagen. Ich will das auch nicht idealisieren, aber neugierig bin ich schon. Und das Fahrgefühl bedeutet einen Quantensprung.

    Bezüglich Kosten gebe ich dir recht. Mir kam entgegen, dass der Händler neben dem Nachlass für den Neuen einen extrem guten Rückkaufspreis für den Benziner gegeben hat. Dazu werde ich noch Förderung erhalten. Damit war die Schmerzgrenze - deine obigen 32k - des Gesamtpakets unterboten - 87 kWh, 22 kW AC, Winterräder, AHK.

  • Trotzdem kann kein Verbrenner bzgl. Effizienz (genauer gesagt Wirkungsgrad) einem Stromer das Wasser reichen. Nicht einmal ansatzweise und nicht einmal im Winter! Der Unterschied ist gewaltig!

    Für die Effizienz kann man sich wortwörtlich nichts kaufen, wenn selbst bei den aktuellen Spritpreisen der Diesel billiger ist als der Stromer (natürlich wenn beide an öffentlicher Ladeinfrastruktur mit Energie versorgt werden und beim Strom inkl. etwaiger Abo-Gebühren fürs Laden).

  • Versuchs noch mal. Es fällt keine Energiequelle aus, sie wird 'wertvoller'. Der Lade-Strom muss gar nicht billiger werden. Es ist schon so ein gravierender Unterschied, ob ich bis vor kurzem 16 Euro/100 km oder jetzt 6-9 Euro (öffentlich Laden) bezahle. Es wäre aber auch eine Möglichkeit, der E-Mobilität einen Schub zu geben, so wie es in Norwegen schon vor 10 Jahren gemacht wurde. Übrigens nimmt das Interesse an E-Fahrzeugen nunmehr ohnehin zu.

    Ok, ich versuch's noch mal:

    https://www.focus.de/finanzen/wie-d…b2d4a8cdbd.html

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/ira…25-f260c83ab733

    https://www.verivox.de/strom/nachrich…puffen-1121511/

  • Bezüglich Kosten gebe ich dir recht. Mir kam entgegen, dass der Händler neben dem Nachlass für den Neuen einen extrem guten Rückkaufspreis für den Benziner gegeben hat. Dazu werde ich noch Förderung erhalten. Damit war die Schmerzgrenze - deine obigen 32k - des Gesamtpakets unterboten - 87 kWh, 22 kW AC, Winterräder, AHK.

    Um welches Auto handelt es sich denn? 87kWh klingt nach recht gehoben. Und was rechnest du jetzt genau? Kaufpreis minus Altauto minus Förderung? Fairerweise muss man natürlich schon Auto gegen Auto rechnen, denn das alte kann man ja in beiden Fällen verkaufen.

    Förderung...alleine wäre ich berechtigt, als 3-köpfige Familie sind wir es nicht. Dass man hier auf dem Land eigentlich 2 Autos braucht statt einem...

  • Und sinkende Nachfrage senkt Preise... – Es ist doch sonnenklar (Wortspiel!), dass die OPEC-Länder ihr Öl bis zum letzten Tropfen auf den Markt bringen werden, am Ende eben zu Spottpreisen. Und Länder wie China oder Indien werden es dankbar nehmen.

    Weiß man so auch wieder nicht, gerade China ist uns bei erneuerbaren Energien und E-Autos davon gefahren. Es bleibt spannend…. Vermutlich wird auch der nächste US Präsident erkennen müssen, dass Bodenschätze endlich sind und die Naturkatastrophen teilweise menschengemacht sind. Indien kann ich nicht so wirklich einschätzen, kann mich an pulsierende Städte, aber auch an Gegenden, die wohl im Mittelalter stehen geblieben sind, erinnern.

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