Bitcoin wird "Status eines Gold-Ersatzes" erreichen

  • Hauptsache, du kommst wieder mit deinen Umfragewerten. Das sind deine Duftmarken. Andersherum wird dein Schuh draus: 75 % der Wahlberechtigten lehnen eine rechtsextreme und durchgedrehte Partei ab, die sich in Fragen der Wehrpflicht und des Umgangs in der Außenpolitik zum Narren macht.

    Die Betonung liegt auf „noch“, aktuell sind es auch nur noch 73 %. Was einem schon zu denken geben sollte. Den Trend der letzten 10 Jahre siehst du wahrscheinlich nicht kritisch? 🙈🙉🙊 – Dann ist ja alles im Lot.

    In einem halben Jahr haben wir vielleicht schon den ersten Ministerpräsidenten in Blau, aber Tomy chillt einfach weiter beim Yoga.

    https://www.spiegel.de/politik/deutsc…91-614eef23797f

    Schon traurig alles...

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Mich wundert es wie Linke Politik ausgedient haben kann, wenn es seit Jahrzehnten keine Beteiligung am Regierungsgeschäft gab. Ich denke weder CDx noch SPD können mit ihren Handlungen als Links verortet werden. Agenda Schröder mit der Schaffung eines riesigen Niedriglohnsektors alleine schreit dagegen.

    Außerdem ist es schwierig nur mit links und rechts zu argumentieren. Das ist so unfassbar vereinfachend. Nebenbei geht es zwar darum das der Neoliberalismus einen Rechtsruck fördert. Das kann man ja jetzt auch nicht wegdiskutieren, aber dennoch ist Links und Rechts hier nicht sie Ursache sondern das Symptom.

    Das Problem ist eher das nicht irgendwelche Bürokratie schuld ist an der wirtschaftlichen Lage. Alle entwickelten Länder haben rückläufige Industrieproduktionen seit langer Zeit, in Deutschland seit den 70ern. Die Politik hat aber u.A. durch Lobbyismus immer daran festgehalten die Industrie in ihren alten Mustern weiterzuführen. Da entstand nie der Wille und die Notwendigkeit sich anzupassen und zu verbessern, da man für jedes Problemchen Finanzspritzen bekommen hat.

    Außerdem fehlt in der ganzen Diskussion völlig, in welcher Situation wir und befinden. Es folgt jetzt seit Jahren eine Krise nach der nächsten. Iran und Ukraine mit massiven Angebotsschocks und davor die Situation einer weltweiten Pandemie. Das ganze lässt sich nicht mit sparen an Sozialsystemen und weniger Steuern für Konzerne und Vermögende regeln.

    Das ein neues Produkt wie Krypto sich in erster Linie nicht unbedingt einschätzen lässt, was es ist und wie es genutzt wird, ist doch nichts neues. Das da nach Jahren mal eine Anpassung kommt nachdem die Entwicklung absehbarer ist finde ich eher vorausschauend und gut. Es wurde jetzt überprüft und festgestellt das man hier eingreifen muss.

    Jedes mal rumheulen das der Staat reinem alles wegnehmen will ist auch einfach. Lösungen sehe ich aber keine. Das was bisher immer von Deregulierung, Bürokratieabbau und Sozialstaat gebastelt wird ist nicht zielführend, das wurde zur genüge bewiesen durch die Politik der letzten Jahrzehnte.

  • Dass Menschen Parteien wählen, die Politik gegen sie macht, ist ein derartig vielschichtiges Problem, dass es nicht nur diesen Thread sprengen würde, sondern das ganze Forum. Ich finde eine Kryptobesteuerung jetzt nicht so toll, bin aber absoluter Realist. Würde nie und nimmer AfD wählen, weil sie die Kryptobesteuerung ablehnt. Geringverdiener oder Bürgergeldempfänger wählen die AfD, obwohl diese Politik für Besserverdiener macht, während die Linke Politik für sie macht.

    Die Grünen und die Linken sind für viele unreflektierte Menschen völlig unwählbar. SPD versinkt grad in der Bedeutungslosigkeit und die CDU sinkt in Umfragen von Woche zu Woche. Kein Wunder, wenn sie mit einer Lpobbyistin zukunftsfeindliche Energiepolitik macht.

    Als Grünenwähler empfinde ich die systematischen populistischen Hetzkampagnen zur Zeit der Ampel als extrem schmerzhaft. Hätte gerne mal Habeck als Kanzler gesehen mit SPD und Linken in der Regierung.

    Als Staatsdiener graust es mir davor irgendwann eine potentielle blaue Regierung haben zu können.

  • Umverteilung ist auch nicht zwangsweise als "linke Politik" zu betrachten. Aus kapitalistischer Sicht sorgt sie einfach für mehr Konsum. Dem kapitalistischen System ist es egal, ob der, der konsumiert, auch derjenige ist, der es bezahlt. Umverteilung sorgt dafür, dass mehr konsumiert werden kann, weil man letztendlich anderen die Rechnung aufdrückt. Und da ist es umso bezeichnender, wenn es immer die Mittelschicht ist, bei der man sich hier bedient.

    "Sozialismus/Kommunismus für die breite Masse und Kapitalismus für die Elite"

  • Vielleicht sollten wir mal etwas globaler schauen, ihr tut ja so als hätte nur Deutschland die Probleme mit Schuldenlast, Altersvorsorge, Gesundheit, Infrastruktur, Inflation etc. Das ist ein Problem das weltweit, sogar stark ausgeprägt in den Industrienationen existiert. International ist Deutschland noch nicht mal die schlechsteste Wahl, ich lebe gerne hier und habe auch nicht vor das Land zu verlassen, deswegen schrieb ich hier auch mal vor ein paar Tagen das wer gehen will soll doch einfach gehen. Das einiges schief läuft ist offensichtlich und ich hoffe das die Politik sich mal zusammen reisst und noch die Kurve bekommt, gerade Deutschland hat durchaus bessere Chancen sich wieder aufzurichten als manch andere Länder wenn mal alle den Arsch hoch kriegen. Dazu gehört aber auch unangenehme Themen anzugehen, da wird meiner Meinung nach gerne ein Bogen drumherum gemacht und es existiert noch viel zu viel Lobbyismus hier bei uns.

  • Klar kann man das Ding globaler sehen. Daher ja der Vergleich mit der Industrieproduktion bei entwickelten Ländern. Finde aber es schwierig den Fokus zu behalten, da in jedem Land einige Sachen besser laufen als bei uns und auf der anderen Seite schlechter laufen.

    Ich empfinde es aber als Wahnsinn, wenn man die Politik von schwarz/rot, Ampel und davor schwarz, als linke Umverteilungspolitik hinstellt. Wenn dem so wäre, gäbe es keinen Grund blau als Protest zu wählen. Auch wenn die Agenda der Bauernfänger ein großes Problem für ihre Wählerschaft darstellen wird. Aber mit Sicherheit wird dem Pöbel ein Schuldiger präsentiert werden. Hat bisher immer gut funktioniert.

    Außerdem brauchen wir in der Form wie sie jetzt stattfindet auch keine "linke" Vorstellung von Wirtschaft, sondern eine progressive. Wir müssen uns weiter entwickeln und nicht immer das selbe machen, nur weil es früher mal funktioniert hat. Aber dafür brauchen einfach eine andere Denkweise, aber das sehe ich derzeit bei keiner Partei. Nur je weiter rechts es wird je schlimmer werden die ewig gestrigen Narrative und ziehen uns nur weiter in die Krise.

  • Ich empfinde es aber als Wahnsinn, wenn man die Politik von schwarz/rot, Ampel und davor schwarz, als linke Umverteilungspolitik hinstellt.

    Es wäre jetzt nicht mein Wording, aber wenn mittlerweile ~37% des Haushalts an das Ministerium für Arbeit und Soziales fließen, besteht definitv ein Ungleichgewicht. Wir haben uns viel zu sehr an staatliche Leistungen gewöhnt.

    Einfaches Beispiel: Mein Bruder stellt gerade die Heizung auf Wärmepumpe um - knapp die Hälfte des (stark überhöhten) Preises zahlt der Staat.

    Ein anderes Beispiel: Ein Maler- und Lackierergeselle verdient im Schnitt laut Entgeltatlas der BA 3211 Euro. Davon bleiben ihm mit Lohnsteuerklasse IV und 0,5 Kinderfreibeträgen ~2187 €.

    Für eine Wohnung zahlt er warm dann etwa 1200 Euro und 987 Euro übrig.

    Im Bürgergeld bekäme er 2314 €, ihm bleiben nach Miete also 1114 Euro.

    Logisch ist das Beispiel stark vereinfacht, insbesondere verdient ein Ehepartner im Regelfall auch Geld. Dennoch finde ich es falsch, dass man bei einem Vollzeitjob nicht deutlich mehr Geld hat als ein Leistungsbezieher.

    Und an solche Dinge muss man eben ran.

    Wenn dem so wäre, gäbe es keinen Grund blau als Protest zu wählen.

    Das sehe ich auch so und habe diese Pest aus gutem Grund noch nie gewählt. Aber: Das Problem ist hausgemacht, weil man Probleme in der Politik entweder nicht adressiert (was mit der Migration jahrelang passiert ist) oder man einseitig Politik macht (Fokus auf Gering- oder Nichtverdiener durch die SPD). Das Ergebnis der Sozialpolitik ist nämlich, dass der Frust bei denen wächst, die genug verdienen, um keine Sozialleistungen zu erhalten, aber zu wenig, um sich den Kosten durch PKV oder Steuervermeidungsmodelle zu entziehen.

    Außerdem brauchen wir in der Form wie sie jetzt stattfindet auch keine "linke" Vorstellung von Wirtschaft, sondern eine progressive. Wir müssen uns weiter entwickeln und nicht immer das selbe machen, nur weil es früher mal funktioniert hat. Aber dafür brauchen einfach eine andere Denkweise, aber das sehe ich derzeit bei keiner Partei.

    Da bin ich absolut bei dir. Ich hatte einmal das Vergnügen, Chris Boos eine Keynote halten zu hören. Der Mann war Geschäftsführer des europäischen Marktführers für KI. Schon damals hatte er prophezeit, dass Europa dort abgehängt werden würde, weil man zu sehr im traditionellen verhaftet ist, insbesondere in einer fast schon überzogenen Datenschutzangst (meine Worte, nicht seine). Aktuell sehen wir das sehr schön an der Diskussion um den 8-Stunden-Tag. Es spricht nichts dagegen, das flexibler zu gestalten. Aber da wird ja um den pünktlichen Feierabend gebangt...

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Aber mit Sicherheit wird dem Pöbel ein Schuldiger präsentiert werden. Hat bisher immer gut funktioniert.

    Einfach die Argumente von Herrn Gottschalk schauen. Das weiß man wer die Schuldigen sind. Ohne die ganzen Flüchtlinge würde es Deutschland viel, viel besser gehen.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Viele Menschen wollen einfache Lösungen weil man sich dann nicht lange mit den eigentlichen Problemen auseinandersetzen muss. Allein schon weil es dann auch zur schmerzhaften Erkenntnis führen könnte, dass sehr viele Menschen zukünftig Ihren Gürtel werden enger schnallen müssen. In meiner Blase realisieren langsam immer mehr Menschen, dass Sie mit der Zahl auf Ihren Renteninformationen in wenigen Jahren kaum mehr Ihr Leben finanzieren werden können.
    Und das ist dann eine schmerzhafte Erkenntnis wenn man 30-40 Jahre lang dachte, dass man irgendwo zum Mittelstand gehört.

  • Ein anderes Beispiel: Ein Maler- und Lackierergeselle verdient im Schnitt laut Entgeltatlas der BA 3211 Euro. Davon bleiben ihm mit Lohnsteuerklasse IV und 0,5 Kinderfreibeträgen ~2187 €.

    Für eine Wohnung zahlt er warm dann etwa 1200 Euro und 987 Euro übrig.

    Im Bürgergeld bekäme er 2314 €, ihm bleiben nach Miete also 1114 Euro.

    Logisch ist das Beispiel stark vereinfacht, insbesondere verdient ein Ehepartner im Regelfall auch Geld. Dennoch finde ich es falsch, dass man bei einem Vollzeitjob nicht deutlich mehr Geld hat als ein Leistungsbezieher.

    Und an solche Dinge muss man eben ran.

    Das Bürgergeld kratzt regelmäßig an der alleruntersten Grenze (nämlich der im Grundgesetz festgeschriebenen Menschenwürde), das hat das Bundesverfassungsgericht schon mehrfach entschieden.

    Da ist also nicht das Bürgergeld zu hoch, sondern die Gehälter zu niedrig.

  • Mich wundert es wie Linke Politik ausgedient haben kann, wenn es seit Jahrzehnten keine Beteiligung am Regierungsgeschäft gab. Ich denke weder CDx noch SPD können mit ihren Handlungen als Links verortet werden.

    Es wurde jetzt überprüft und festgestellt das man hier eingreifen muss.

    Genau das ist doch im Kern linke Politik. Immer dann, wenn der Staat stärker eingreift, lenkt, reguliert und wirtschaftliche Prozesse „steuern“ möchte. Deshalb tue ich mich auch schwer mit diesem klassischen Links-Rechts-Schema. Wir haben in Deutschland seit Jahrzehnten keinen wirklich freien Markt mehr, sondern immer mehr Staat, mehr Umverteilung, mehr Regulierung und mehr Bürokratie.

    Selbst Parteien, die sich „rechts“ nennen, wollen am Ende vor allem Steuern einsammeln und diese gemäß ihrer eigenen Ideologie verteilen. Auch die AfD macht da aus meiner Sicht keine Ausnahme. Deshalb glaube ich auch nicht, dass sie die strukturellen Probleme lösen würde, eher im Gegenteil.

    Das Grundproblem ist doch: Wohlstand entsteht langfristig nicht durch immer mehr politische Steuerung, sondern durch Wettbewerb, Innovation und Unternehmertum. Genau das wird aber zunehmend durch Bürokratie, Regulierungen und staatliche Eingriffe ausgebremst.

    Bestes Beispiel: Beitrag 3.943 – Da kann ich mich echt totlachen.

    Das ein neues Produkt wie Krypto sich in erster Linie nicht unbedingt einschätzen lässt, was es ist und wie es genutzt wird, ist doch nichts neues. Das da nach Jahren mal eine Anpassung kommt nachdem die Entwicklung absehbarer ist finde ich eher vorausschauend und gut. Es wurde jetzt überprüft und festgestellt das man hier eingreifen muss.

    Natürlich muss man neue Technologien beobachten und regulatorisch einordnen. Aber jedes Mal reflexartig nach höheren Steuern, mehr Kontrolle und stärkeren Eingriffen zu rufen, zeigt halt auch ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber freien Märkten und Eigenverantwortung.

    Warum betrachtet man nicht einfach auch mal die Chancen dieser jungen Technologie? Warum bleibt Deutschland hier nicht deutlich offener und versucht, genau dadurch Unternehmen, Entwickler und Kapital anzuziehen? Stattdessen entsteht hier oft sofort die Haltung: „Wie können wir das stärker regulieren und besteuern?“ und am Ende wundert man sich dann, warum Innovation und Unternehmertum lieber woanders stattfinden.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Ein anderes Beispiel: Ein Maler- und Lackierergeselle verdient im Schnitt laut Entgeltatlas der BA 3211 Euro. Davon bleiben ihm mit Lohnsteuerklasse IV und 0,5 Kinderfreibeträgen ~2187 €.

    Für eine Wohnung zahlt er warm dann etwa 1200 Euro und 987 Euro übrig.

    Kleiner Hinweis: der Kinderfreibetrag spielt bei der Besteuerung keine Rolle mehr. Würde sich nur beim laufenden Abzug der Kirchensteuer auswirken.

    Die Wohnkosten sind etwas hoch gegriffen.

  • Kleiner Hinweis: der Kinderfreibetrag spielt bei der Besteuerung keine Rolle mehr. Würde sich nur beim laufenden Abzug der Kirchensteuer auswirken.

    Ich wollte nur subtil ein Kind in den Raum stellen ;)

    Die Wohnkosten sind etwas hoch gegriffen.

    Dann setze ruhig 1000 an. Der Unterschied zwischen den beiden ist trotzdem weit zu gering.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Da sind wir absolut verschiedener Meinung. Der Markt regelt absolut gar nichts. Das hat er immer in Krisen bewiesen und beweist es auch jetzt. Welche Wertschöpfungskette du hinter BTC siehst ist mir auch schleierhaft. Egal was und wie viel ich drüber lese, außer Spekulation ist mir immernoch keine Funktion bekannt.

    Egal wie oft du es wiederholt. Deregulierung, markt machen lassen, Steuern runter sind keine Politik. Es ist die Kapitulation vor dem Kapital. Der Staat stellt sich damit nur selbst infrage und wird immer handlungsunfähiger. Am Ende wird dann die Rechnung für Deregulierung (beispielsweise lächerlich niedrige rückstellungsquoten bei Banken (Deutsche bank 4.4%)) dann wieder auf den Staat und damit den Steuerzahler umgelegt. Dafür gab es dann fürstlichen Ausschüttungen (deutsche Bank 60%) an die die genug Anteile besitzen.

    Es muss einfach Umverteilung werden. Die machtkonzentration des Kapitals ist allgegenwärtig und schadet bisher nur. Bisher gibt es lediglich eine Umverteilung von unten nach oben, seit Jahrzehnten. Wenn wir Teilhabe nicht ermöglichen landen wir bei den bauernfängern. Dann sind wir im arsch.

  • Welche Wertschöpfungskette du hinter BTC siehst ist mir auch schleierhaft.

    Wie meinst du das? Bitcoin ist primär ein Instrument, um Werte zu speichern, nicht neue Werte zu schaffen. Man kann natürlich auch die entstehende Bitcoin-Industrie im Hintergrund heranziehen, die Arbeitsplätze schafft und wirtschaftliche Wertschöpfung erzeugt, aber darauf willst du wahrscheinlich nicht hinaus.

    Die eigentliche Funktion von Bitcoin liegt eher darin, das Individuum vor den Folgen expansiver Geldpolitik sowie vor einem ausufernden Steuer- und Schuldenstaat zu schützen. Also vor einem ineffizienten, zunehmend bürokratischen System, das die Kaufkraft seiner Bürger über Zeit immer weiter entwertet.

    Es ist mir schleierhaft, dass man diese Zusammenhänge nicht erkennt ... :/

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Wie meinst du das? Bitcoin ist primär ein Instrument, um Werte zu speichern, nicht neue Werte zu schaffen. Man kann natürlich auch die entstehende Bitcoin-Industrie im Hintergrund heranziehen, die Arbeitsplätze schafft und wirtschaftliche Wertschöpfung erzeugt, aber darauf willst du wahrscheinlich nicht hinaus.

    Die eigentliche Funktion von Bitcoin liegt eher darin, das Individuum vor den Folgen expansiver Geldpolitik sowie vor einem ausufernden Steuer- und Schuldenstaat zu schützen. Also vor einem ineffizienten, zunehmend bürokratischen System, das die Kaufkraft seiner Bürger über Zeit immer weiter entwertet.

    Es ist mir schleierhaft, dass man diese Zusammenhänge nicht erkennt ... :/

    Also willst du gerade Steuervermeidung als Wertschöpfung deklarieren? Du möchtest krypto nicht besteuern da es eine junge Technologie ist die Unternehmen und Investitionen anzieht. Zumindest hast du das oben geschrieben. Also siehst du eine Wertschöpfung die mir schleierhaft ist.

    Das man damit nach derzeitigen Regeln sich aus dem System zum Teil entkoppelt kann ist für dich eine gute Eigenschaft. Ich finde sie schlecht, da es das bestehende System weiter untergräbt. Was ist denn deine These was passiert wenn wir das konsequent zu Ende denken? Alle gehen auf Krypto und Fiat ist wertlos. Was erhofft du dir daraus? Glaubst du echt das es damit irgendwem besser geht?

    Das man sich absichert ist ok. Ich würde mich auch ärgern wenn meine Absicherung durch Gesetzesänderungen in Rauch aufgeht. Aber letztendlich ist es das was Finanztip empfiehlt. Steueranreize (Gesetze von heute) sind keine Entscheidungsgrundlage. Aber letztendlich ist ne Absicherung nur eine Nebenwette darauf das sein Investmentcase nicht aufgeht um seine Verluste zu reduzieren (abzusichern). Das man sich damit aber auch verzocken kann, hat nichts damit zu tun das der Staat schuld ist. Ist schön einfach aber man muss da kein Drama draus machen.

  • Es ist mir schleierhaft, dass man diese Zusammenhänge nicht erkennt ...

    Mach dir keine Sorgen. So war das oft in der Geschichte…

    Kassandra

    Jeremia

    Ignaz Semmelweis

    John Law


    Ich habe absichtlich interessante Beispiele gewählt. Ob das auf Bitcoin zutrifft ? Hmm…

    Diese Beispiele zeigen oft denselben Mechanismus:

    1. Menschen denken in unmittelbaren Erfahrungen.
    2. Größere Systemzusammenhänge sind schwer intuitiv erfassbar.
    3. Wer neue Muster erkennt, bedroht bestehende Weltbilder, Interessen oder soziale Stabilität.
    4. Deshalb werden solche Personen häufig zunächst ignoriert oder bekämpft.
    5. Erst später erscheinen ihre Einsichten „offensichtlich“.


Passende Ratgeber für Dich

Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert

Was Finanztip ausmacht
Finanztip Bewertungen