Was verdient ihr & seid ihr zufrieden?

  • Bei mir kommt da manchmal die Sparsamkeit und Nachhaltigkeits-Aspekt heraus

    Gutes Thema 👍🏼 für nachhaltig halte ich uns (meine Gattin und mich) auch.

    Hier hat es bei manchen schon frugalistische Züge angenommen: Handy- o. Stromvertrag, nur Angebote bei Discountern kaufen, etc. Da ist nichts von Bio, Nachhaltigkeit, usw. zu lesen, Hauptsache billig und den letzten € in den ETF investieren, und das sage ich ohne :( Kinder.

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • Gutes Thema 👍🏼 für nachhaltig halte

    Hier hat es bei manchen schon frugalistische Züge angenommen:


    Da bin ich 100% bei dir: Nachhaltigkeit ja, aber nicht frugalistisch (wer bilig kauft, kauft zweimal - für mich ganz schwierig…). Ich würde mich als bewussten, tendenziell sparsamen Genießer bezeichnen, der gerne schöne Stunden mit den richtigen Menschen und Dingen selbst bestimmt verbringt.

    Vielleicht hast du schon mal von Oliver Nölting gehört oder gelesen. In meinen Augen ein engagierter, super Typ, Ehemann und Vater und Kumpel, für den ich meine Charakterzügen in gewisser Weise auch sehe. Einfach meine Sparsamkeit hoch 3 😅.

  • Momentan arbeite ich nicht darauf hin, Privatier zu werden. Aber ein paar Jahre früher in Rente gehen, das würde ich mir vielleicht überlegen. Momentan steht bei mir im Vordergrund, ein gutes finanzielles Polster aufzubauen. Der Ferrari muss nicht in der Garage stehen, aber mit einem gut gefüllten Depot schläft es sich einfach besser.

    Das glaube ich gerne, dass man mit 20 noch andere Ziele hat. Das soll und muss auch so sein. Ich als Oldie sehe, dass man Pläne macht im Leben und dann kommt es anders. Deshalb ist es gut, etwas mehr zu sparen als unbedingt nötig, sofern man es sich leisten kann. Man weiß nie, ob und wann es auch mal Phasen gibt, wo man nicht so viel Geld verdient. Jenseits der 50 ist das keinesfalls so sicher wie uns das die letzten Jahren haben glauben lassen und auch mit Kindern wird der Geldbeutel sehr schnell leer.

  • Sehr guter Punkt, mir ist neulich Folgendes passiert:

    Saidis Buch habe ich nun neu erworben, nachdem im bei Kleinanzeigen das erste Mal reingefallen bin: ein Kauf bei einem vermeintlich sehr gut bewerteten Verkäufer für 7 Euro für das 2nd Hand Taschenbuch samt 2,70 Euro Versand als Warensendung und bezahlt mit PayPal Freunde war ein Reinfall: das Buch ist nie angekommen, ich denke, es war eine Fake Anzeige. Auch meine Meldung bei Kleinanzeigen und PayPal haben nichts gebracht, nur dass "der User sanktioniert wurde"...

    Insofern ist deine Einstellung absolut gut. Bei mir kommt da manchmal die Sparsamkeit und Nachhaltigkeits-Aspekt heraus, zumal ich mich als top Kleinanzeigen Verkäufer sehen würde: sehr faire Preise, sehr freundlich, verlässlicher Versand.


    P.S. Ich glaube, ich schweife vom Thema ab und halte hier jetzt mal die Füße still 😅

    Finde ich schon interessant. Weiter oben schreibt du etwas von 150k Gehalt, also sehr üppig, und dann tust du dir den Stress mit dem Premium-Marktplatz "kleinanzeigen.de" und dem Premium-Zahlungsdienstleister "Paypal" an? Saidis Buch kannst du für 15 EUR incl. Versand bei Amazon bestellen, das ist am nächsten Vormittag bei dir.

    Du wolltest 5,30 EUR sparen, hast jetzt aber einen Verlust vom 9,70 EUR gemacht. Dazu kommt noch der Ärger und Zeitverlust. Ich würde verstehen, dass jemand, der auf jeden Cent achten muss, so handelt. Aber warum macht jemand mit einem Spitzengehalt so etwas?

  • Ja, nun 60 Jahre, seit 35 Jahre in der IT. Branche Großhandel. Kein Studium, wie heute erforderlich wäre. Zufrieden ?

    Wir hatten seit Jahrzehnte keine Gehaltserhöhung, außer neulich 3 %. Der Einstieg war etwas "holprig". Vor 2 Jahre gabs sogar eine Kürzung.

    Die Zufriedenheit heißt: Tage bis zur Rente zählen! 8o

  • Bin Ende 30 und (noch) in der Immobilienbranche und verdiene so grob 3,5k netto Fixum. Mit meiner Frau zusammen sind es dann ca. das Doppelte. Der variable Part ist eher schwierig einzuordnen ist, da kann ich keine wirkliche Ziffer nennen, da sich alles zu sehr vermischt - da ich auch das Vermögen der gesamten Familie verwalte verschwimmen die Grenzen zwischen Privat und Geschäft regelmäßig. Aber es ist auf jeden Fall für uns ausreichend.

    Arbeitszeit aktuell von 30-60h Stunden die Woche, je nach Bedarf. Vor 10 Jahren waren 60-70 Stunden die Woche die Regel und nicht die Ausnahme, inzwischen ist es zum Glück anders.

  • Meinen Verdienst würde ich als gut bezeichnen, auch wenn man hier den Eindruck gewinnt, dass ich eher wenig verdiene 😅

    Genau zu sagen, was ich verdiene empfinde ich schwierig. 2025 waren es ~76k und 2024 ~70k Brutto. Allerdings bekomme ich quasi immer Spesen etc, welche ja Steuerfrei sind und am Brutto sowieso vorbei gehen. Klar kann man sagen, dass das zum Ausgleich ist, weil ich dann bei Kunden im In- und Ausland rumdümple und mich da verpflegen muss. Aber ehrlich gesagt geh ich sowieso meistens Essen. Jedenfalls bin ich so in 2024 und 2025 jeweils auf ~50k Netto gekommen (Und Steuererklärung ist noch nicht gemacht, da kommt sicherlich auch noch einiges zusammen). Was für das Brutto wohl schon ordentlich ist. Muss allerdings dazu sagen, dass mein Brutto ohne Zulagen bei 65k liegt und mein Netto dann bei ~40k. Das höhrere Einkommen ist also nicht sicher.

    Bin ich zufrieden?

    Nein, ganz klar. Das Gehalt ist ausreichend für mich, aber meine Arbeitsbelastung ist schon oft enorm. Aussagen wie: "Wir arbeiten hier 7 Tage die Woche 12h am Tag" erwarten mich gerne Mal beim Kunden. ~70% meiner Arbeitstage haben mehr als 8h und ~35% auch mehr als 10h. 60h die Woche werden auch oft überschritten.

    Mein Arbeitgeber kommt für alles auf und jede Überstunde feier ich ab, lasse also nie was auszahlen. So fair will ich sein. Aber so oft kommt im Januar/Februar die Situation, dass ich 30 Tage Resturlaub und Hunderte Überstunden hab und dann 2 Monate Zuhause bleibe.

    Die Situation ist etwas unzufrieden stellend. Ich hätte meine Arbeit lieber aufgeteilt und hab keine Lust mehr irgendwo im Hotel zu schlafen.

    Quasi:

    Gehalt: Top

    Arbeit: Top

    Work/Life Balance: Nicht vorhanden

  • Finde ich schon interessant.

    Sind wir nicht alle ein wenig Bluna. Rational und außen betrachtet scheint das die rationale Entscheidung gewesen zu sein. Ich bin halt auch manchmal gerne ein Schnäppchen Jäger, gebe das gesparte Geld lieber für ein schönes Abendessen mit Freunden aus, die ich einlade und ich brauche keine Neuware.

    Und ich denke, dass sind auch so Persönlichkeitsmuster.

    Für mich mitgenommen: wieder was gelernt, weiter geht’s.

  • Na ja, wie misst man den Geschäfts Erfolg oder macht auch nur eine saubere Steuererklärung, wenn es keine saubere Trennung gibt?

    Obwohl ich nur einen kleinen Nebenerwerb habe sind Einnahmen und Ausgaben selbstverständlich sauber zugeordnet und ich ermittel auch monatlich Umsatz und Ertrag und tracke das.

    Aber vermutlich hast du dich nur unglücklich ausgedrückt.

    Achso, wenn das darauf bezogen war, dann habe ich mich in der Tat unglücklich ausgedrückt.: Die steuerliche Trennung ist natürlich gegeben :)

  • ... wie bald jedes Handwerk ☝🏻

    In den meisten Fällen kein Wunder. Die Bezahlung ist gerade als Berufseinsteiger und in kleineren Betrieben (ohne Tarifbindung) auch wahnwitzig. Habe das Spiel über ein Jahrzent durch und mit und ohne Ausbildung in vielen Handwerken gearbeitet. Davon hab ich jetzt vor allem eine gigantische Rentenlücke sowie ein geringes Vermögen.

    Bin immernoch Handwerklich tätig (dank zweiter (selbstfinanzierter Ausbildung, also ohne Umschulung), aber komme durch Tarifbindung zumindest mal beim Medianlohn raus.

    Stellenweise muss sich da einiges ändern. Übrigends wurden anderen in meinem Umfeld jobs für die Hälfte des Gehaltes angeboten. Wurde notgedrungen zumindest zeitlich befristet angenommen.

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