Ruhestand hat begonnen - Bei jetziger Lage Wertpapiere umschichten / verkaufen?

  • An der Diskussion erkenne ich den Unterschied zischen:

    a) Man verdient noch Geld, das bei einem Kursrückgang geschickt investiert werden kann, und lebt noch nicht von der Substanz.

    b) Es kommt kein Geld mehr rein und man muss allein von der Substanz leben.

    Im Fall b) führt jeder Kursrutsch zu Sorgen bzgl. Einschränkung der zukünftigen Möglichkeiten. Dem kann man eigentlich nur begegnen, wenn man außerhalb der Depotsubstanz genügend Spielgeld hat.

    Im Fall b) freut man sich dass man (Stand Jahreswechsel 25/26) gute 20% in TG und Geldmarkt gelenkt hatte.
    Die gut 20% reichen bei uns für 3-5 Jahre "Rentenaufstockung", je nachdem wie wir entnehmen wollen.
    Und bis dahin hat sich der Markt auch wieder beruhigt.
    Mit Spielgeld hat das nix zu tun!

    Börse ist nun mal nichts für kurzfristige Investitionen, hier braucht man Zeit und Geduld, daher stören kurzfristige Auf- und Abs überhaupt nicht, um das auszugleichen hat man TG und Geldmarkt ETFs und für mittelfristige Investitionen eventuell noch FG. Hatten wir alles schon zig mal und haben genauso oft schon drüber diskutiert.

    Genau.

  • Tja, genauo ist es: in meinem falle reden wir nicht von spielgeld. 7% buchhalterischer Verlust innerhalb der letzten 7 Tage - und der Boden ist m. E. Noch lange nicht erreicht. Das wieder nur auf den Wert von vor 7 Tagen aufzuholen, wird Monate wenn nicht sogar Jahre dauern.

    Wer die Hitze in der Küche nicht aushält, sollte nicht in der Küche stehen.
    Seit dem 01.01.26 liegt mein 'Vermögen' jetzt ca. 2,5% im Minus. Bei täglichen Schwankungen von ca. 1% mache ich mir da überhaupt keine Gedanken. Zumal ich auf das Depot voraussichtlich noch Jahrelang nicht angewiesen sein werde.
    Evtl. ist Deine Aktienquote schlichtweg zu hoch für Dich bzw. Deine Psyche.
    Seit 3 Wochen hättest Du schon etwas daran ändern können. :/

  • So ist es: einfach die Einzeltitel gemütlich verkaufen und dann noch alle seltsamen ETF.

    Den Tipp gab’s am 28. Februar 2026 hier kostenfrei.
    Warum? Einzeltitel bringen es nicht.

    Danke für die Belehrung😏Ich werde Dich mal versuchen, nicht in Panik zu verfallen. Immerhin habe ich mich ja schon von NVIDIA, Rüstung ETF und Hensoldt getrennt. Da es gerade eher (noch) täglich abwärts geht, kleben Rheinmetall und der Tech-ETF noch im Depot. Stichwort „nicht ins fallende Messer greifen „

  • Hallo monstermania, ich bin noch nicht so erfahren wie Du - danke dir aber für deine bisherigen Ratschläge.

    Anhand der Reaktionen und für meine Wahrnehmung harschen Formulierungen vieler Mitglieder (deren Empathie fehlt mir halt) denke ich inzwischen, ich bin hier im Forum mit meinen Anliegen falsch aufgehoben.

    Ich werde wohl zukünftig eher mitlesen statt eigene Posts zu eröffnen....

  • Ich werde wohl zukünftig eher mitlesen statt eigene Posts zu eröffnen....

    Das fände ich schade. Ich vermute, jeder hat sich hier im Forum schon mal eine verbale Watsche abgeholt. Nicht alle sind des anderen Freund. Viele divergierende Ansichten. Der eine formuliert Kritik so, der andere so.

    Zumindest bei meinen Hinweisen kann ich keine harsche Formulierung, sondern viel Wohlwollen, Gratulation und Wertschätzung erkennen.

    Aber klar: hier wird inkognito schriftlich diskutiert und ausgeteilt. Oft ist da ein persönlicher Austausch besser.

    Überlegenswert wäre in diesem Kontext vielleicht mal eine persönliche Honorarberatung bei dir vor Ort.

    Viel Erfolg auf deinem Weg 😃

    2 Mal editiert, zuletzt von Finanzschlumpf (23. März 2026 um 11:56) aus folgendem Grund: Typo

  • Hallo monstermania, ich bin noch nicht so erfahren wie Du - danke dir aber für deine bisherigen Ratschläge.

    Anhand der Reaktionen und für meine Wahrnehmung harschen Formulierungen vieler Mitglieder (deren Empathie fehlt mir halt) denke ich inzwischen, ich bin hier im Forum mit meinen Anliegen falsch aufgehoben.

    Ich werde wohl zukünftig eher mitlesen statt eigene Posts zu eröffnen....

    Ja, der Umgangston ist hier, in den letzten Jahren, erheblich schlechter geworden. Leider gibt es User, die zwar nicht viel Ahnung haben aber anderen erklären wollen wie die Welt funktioniert. Setze die Extremfälle hinter den blauen Balken und lass dich nicht beirren.

  • Hallo monstermania, ich bin noch nicht so erfahren wie Du - danke dir aber für deine bisherigen Ratschläge.

    Ich bin auch erst etwas über 6 Jahre an der Börse investiert. Das würde ich nicht gerade als 'erfahren' bezeichnen. :/
    Ich habe mich aber vor meinem Investment an der Börse eingehend mit den Risiken auseinander gesetzt.
    Und nach -35% während Corona regen mich die aktuellen Rücksetzer gar nicht auf.
    Ich gebe Dir aber den Tip nicht nur Dein Depot zu betrachten, sondern Dein Gesamtvermögen. Und mit rund 250K€ im sicheren Vermögensteil sollten sich doch einige Jahre im Unruhestand ganz entspannt verleben lassen. Und zwar völlig unabhängig davon was das Depot gerade macht.
    Ich habe zwar keine 250€ auf der 'sicheren' Seite, aber min 'sicherer' Teil würde mich aktuell auch mehrere Jahre durch eine Börsenkrise tragen.

    Anhand der Reaktionen und für meine Wahrnehmung harschen Formulierungen vieler Mitglieder (deren Empathie fehlt mir halt) denke ich inzwischen, ich bin hier im Forum mit meinen Anliegen falsch aufgehoben.

    Ich werde wohl zukünftig eher mitlesen statt eigene Posts zu eröffnen....

    Das fände ich schade. Zumal Du ja bereits in Deinem ersten Post dieses Threads Deine eigene Lage perfekt analysiert hast. Und zu Deinen Ideen zur Umgestaltung kamen ja auch genug positive Rückmeldungen.
    Die Frage ist einzig, warum Du nicht das getan hast, was Du Dir schon selbst überlegt hast?:/

  • Da es gerade eher (noch) täglich abwärts geht, kleben Rheinmetall und der Tech-ETF noch im Depot

    Nicht täglich, halbtäglich. Heute morgen lag mein Depot bei -1,15% zum letzten Handelstag, jetzt hat Trump was von Verlängerung des Ultimatums gesagt und ich bin -Stand eben- bei +0,36%. Und wenn die Amis ihre Börsen aufmachen, wirds nochmal turbulent.

    Ich bin im 30. Börsenjahr. Solange Trump US-Präsident ist, würde ich auf Kursverläufe gar nichts geben. Die Gewinne vom 1. Amtsjahr können auch noch im 4. Amtsjahr von Trump pulverisiert werden, nur weil er irgendwas sagt oder macht. Am besten man lässt das Depot in Ruhe und schaut erst mit dem neuen Präsidenten wieder drauf, alles andere sind volatile Zwischenergebnisse.

  • Anhand der Reaktionen und für meine Wahrnehmung harschen Formulierungen vieler Mitglieder (deren Empathie fehlt mir halt) denke ich inzwischen, ich bin hier im Forum mit meinen Anliegen falsch aufgehoben.

    Ich werde wohl zukünftig eher mitlesen statt eigene Posts zu eröffnen....

    =O Warum das denn, guck mal heute auf den DAX (derzeit 2,0% im Plus) und deutele nicht so viel in den Ton mancher hier vertretenen User. :)

    Vorschlag: Setz dich mal hin und erstelle eine Liste deiner Einzelwerte mit Kaufpreis. Wenn du diese verkaufen möchtest, siehe zu, dass du entweder damit keinen Verlust erleidest (.. und darauf Steuern zahlst) oder aber bewusst den Verlust in Kauf nimmst, um dadurch andere Gewinne der Einzelaktien auszugleichen. Nicht dabei vergessen den Steuerfreibetrag auszureizen!

    Im Allgemeinen gilt: Empathie ist besser im persönlichen Umfeld abzuholen und nicht im anonymen Netz. Solltest du dort mal auf Empathie stoßen (im monetären Bereich) sollten deine Alarmglocken klingeln, den der Empathiegeber will immer nur dein Bestes, dein Geld! Dir noch einen angenehmen Tag und nicht soviel Gestaltungsdrang mit den Finanzen.

  • Würde erstmal nur die Rüstungswerte verkaufen. Zudem das Verhältnis Rentenpapiere zu aktienbasierten Investitionen überdenken.

    Ich bleibe bei meiner Meinung. Auch sollte man persönliche Befindlichkeiten von jedweder Geldanlage trennen. Mit Rüstungswerten läßt sich oft über Jahre nichts verdienen. Und falls doch, sieht man nur die Rheinmetalls dieser Welt.
    Eine Aktienquote von 70% passt in jedes Lebensalter. Die 100 minus Lebensalter Regel ist beim derzeitigen Zinsumfeld unsinnig.

  • Mein Depot hat seit Jahresbeginn eine Rendite von 0%. Vor ca. 1 Monat (Januar 2026) betrug der Depotwert noch 265 K :(

    Das Zitat stammt aus deinem initialen Beitrag. Ich habe den Eindruck, dass du dich mit der Volatilität eines Aktieninvestments noch nicht wirklich angefreundet hast. Diese Schwankungen sind eben der Preis für die Aussicht auf eine höhere Rendite als auf einem Tagesgeldkonto. Es sollte dir egal sein, wie dein Depot, gemessen in Euro, schwankt. Dein Invest in Einzelaktien für natürlich dazu, dass diese Schwankungen noch einmal höher sind als z.B. bei einem Welt-ETF.

    Allerdings sagen Schwankungen des Depotwertes nicht unbedingt etwas über die reale Rendite aus. Um die zu beurteilen, schaut man besser auf den internen Zinsfuß der einzelnen Positionen und auch des gesamten Portfolios. Das kann man übrigens recht einfach mit Excel realisieren. Die KI deines Vertrauens hilft hier recht zuverlässig weiter. Der interne Zinsfuß hat außerdem den Vorteil, dass er durch Kursschwankungen nicht so drastisch beeinflusst wird wie der Depotwert selbst. Ein Blick darauf stürzt dich dann nicht sofort in Depressionen.

    In meinem Fall sieht das so aus. Da ich nicht nur in Aktien, sondern auch in Edelmetalle investiere, hatte ich plötzlich im Januar sechsstellige Zuwächse, die im März fast komplett wieder verschwunden waren und nun langsam wieder zurückkommen. Tägliche Schwankungen im niedrigen fünfstelligen Bereich sind keine Seltenheit. Ich finde das zwar interessant, aber keineswegs bedrohlich. Auch mache ich mir keine Gedanken darüber, ob ich in der Hochphase im Januar hätte verkaufen sollen, um danach wieder günstig einzukaufen. Das erzeugt nur Stress, und Market Timing ist meist Glücksspiel. Und wenn ich dann auf den internen Zinsfuß meiner Positionen schaue und sehe, dass Aktien bei 10% und Edelmetalle bei 19% liegen, bin ich eigentlich ganz zufrieden.

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