Wie optimiert seid ihr?

  • Hallo zusammen, ich habe mir Finanzblick von buhl zugelegt und möchte ab April beginnen, sämtliche Ausgaben zu kategorisieren und verschiedenen Budgets zuzuweisen. Bisher habe ich das immer so nach Gefühl gemacht.

    Mich würde interessieren, ob ich damit überoptimiert bin oder das in dieser Finanzbubble vielleicht sogar nur der Norm entspricht.

    Deshalb meine Frage an euch: Wie handhabt ihr eure Ausgaben? Habt ihr feste Budgets jeden Monat oder geht nur die Sparrate am Anfang weg und ihr lebt mit dem Rest?

    Ich bin weder Finanzprofi noch gebe ich Anlageberatungen.
    Meine Beiträge sind als Impulse zu verstehen, um sich selbst zu informieren.

  • Am Monatsersten gehen unsere Sparraten direkt vom Giro runter.

    Ich nutze MoneyMoney für unseren diversen Konten und Depots.

    Jedem so, wie er es für richtig hält.

    Nicht zu granular, sonst wird es zu aufwändig und unübersichtlich.

  • Moin PerAnnum

    Ich habe kein so ein Tool, sondern die laufenden Cashflows über ein Jahr im Voraus geplant. Dabei habe ich für unsere Familie ein tgl. Budget/Betrag reserviert, der mal unter- und mal überschritten wird. Dann fallen Dividenden/Ausschüttungen mal höher und mal tiefer aus. Dann kommen mal unerwartete Einnahmen und Ausgaben die Steuer ist ja nicht immer zu 100% planbar. Größere Ausgaben und Investitionen werden separat erfasst.

    So habe ich einen sehr guten Überblick ohne auf das Klein Klein zu fokussieren.

    Ich denke, jeder hier hat vermutlich andere Bedürfnisse und befindet sich bzgl. Vermögensaufbau und -erhalt in einer anderen Lebensphase.

  • Moin, ich überweise das was am Monatsende übrig ist, auf mein Tagesgeldkonto bei TradeRepublic, von dem danach meine Sparrate in den MSCI ACWI geht.

    Parallel dazu habe ich meinen Sicherheitsbaustein in einem Geldmarkt-ETF.

    So habe ich nur meinen Monatsbedarf auf dem Girokonto alles andere arbeitet.

    Consors, meine Hausbank kategorisiert zudem automatisch alles Aus- ubd Eingänge. So hat man auf Wunsch einen perfekten Überblick. Ich nutze diese Funktion allerdings nur selten.

    Gruß

    Fuchs

  • Ich habe Daueraufträge eingerichtet.
    (siehe: Meine Finanzstruktur)

    • Dauerauftrag für Sparpläne gehen nach Gehaltseingang auf mein Depot-Verrechnungskonto
    • Vom Verrechnungskonto gehen die Sparpläne weg
    • Dauerauftrag für Tagesgeldkonto "Rücklagen" & Notgroschen (Auto, Urlaub, ...). Rücklagen und Notgroschen sind absolut definierte Geldbeträge.
    • ca. 2 Tage vor neuem Gehaltseingang: Girokonto wird auf Betrag X (definierte Summe) gestutzt und automatisch aufs Tagesgeld "Konsum" überwiesen. Der Betrag auf dem Konsum Tagesgeld ist für mich gedanklich frei verfügbar, worauf ich Lust habe.
    • Monatliches Tracking der Ausgaben/Einnahmen

    Am Ende des Jahres werden alle Konten (Rücklagen, Konsum) auf den jeweilig definierten Betrag zurückgesetzt, indem der Überschuss ins Depot übertragen wird.

    Es ist nicht auf den letzten € optimiert, aber mit gewissen Budgets/Größen kann ich arbeiten. Ansonsten stehe ich jedes Mal erneut vor der aktiven Entscheidung ... und da bin ich mein größter Feind. Aus meiner Erfahrung heraus wirst du starten, dein System aufbauen und praktizieren. Mit der Zeit hier und da anpassen, verändern.

  • Wie Finanzschlumpf: das ganze Jahr mit im Blick. Sparraten am Monatsbeginn, paar Euro übrig zum Leben, was man so braucht, fertig.

    Ab und an kommt etwas Extrageld rein, dann leiste ich mir mal was von der Wunschliste. Ansonsten: Geld zusammenhalten, Konsum kontrollieren.

  • Da mein Einkommen die Ausgaben deutlich überschreiten spare ich mir die Mühe einer Planung. Was am Monatsende übrig ist, wird gespart.

    Nur bei größeren Ausgaben und vor allem bei allen laufenden Verpflichtungen wird erstmal überlegt, ob es wirklich notwendig ist. Und die werden auch regelmäßig auf den Prüfstand gestellt. Also es gibt keine ungelesenen Abos oder so, die jahrelang laufen, weil es soviel Mühe macht diese zu kündigen.

    Es gibt auch keine Abbuchungen von meinen Konten, wo ich nicht weiß wieso weshalb. Dafür nutze ich den Lexware Finanzmanager.

  • Alle Sparpläne und laufende Abbuchungen funktionieren automatisch. 1 x Barabhebung am Monatsanfang und Verteilung auf verschiedene Töpfe: z.B. ein wöchentliches Budget für Lebensmittel, monatliches Budget für Tanken, Essen gehen, etc.: Taschengeld. Haftpflicht-
    Kfz-Haftpflicht- sowie Hausratversicherung werden 1x am Jahresanfang abgebucht. Wenn in den Töpfen Geld übrig ist, wandert es in den nächsten Monat und es wird weniger Geld abgehoben. Übriges wird ins Tagesgeld ( 8 Monatseinkommen ) bzw. bei Erreichen in eine 12-stufige Festgeldtreppe (liegt in den letzten Zügen des Aufbaus) überwiesen. Urlaubkosten werden aus dem Tagesgeld genommen und dieses wird dann wieder befüllt aus Überschüssen aus den o.a. Töpfen bzw. den monatlichen Festgeldzinsen. Zwischendurch wird auch mal antizyklisch in die ETF`s zusätzlich investiert. Wie weiland im April 2025 und jetzt nach Beginn des Irakkriegs.

  • Simple WORD-Datei, in der pro Monat die zu erwartenden Abbuchungen/Rechnungen notiert sind. Ist auch nützlich, damit mich quartals- oder jahresweise anfallende Kosten nicht kalt erwischen. Aufgrund dieser Datei monatlicher Schmierzettel (gerade heute für April geschrieben) mit Anfangsbestand, unvermeidlichen Abbuchungen plus sicherheitshalber 500 Euro "slush". Was übrig bleibt, wird ins Tagesgeld geschubst oder angelegt. Alles, was komplizierter wäre als diese Datei und der Schmierzettel, würde mir nur auf den Keks gehen.

    Keine Budgetfestlegung z.B. für Lebensmittel oder Klamotten, also kein "zero based budget". Wenn's mal mehr wird als sonst, z.B. wg. Vorratseinkäufen bei Sonderangeboten oder weil ich endlich meinen Traum-Wintermantel finde, ist das von den 500 Euro für "slush" gedeckt.

  • Wie handhabt ihr eure Ausgaben? Habt ihr feste Budgets jeden Monat oder geht nur die Sparrate am Anfang weg und ihr lebt mit dem Rest?

    Es wird das ausgegeben, was ich ausgeben will. Das ist seit 30 Jahren nie mehr wie reinkommt (scheint bei mir eine natürliche oder anerzogene Schranke zu sein).

    Höhere, planbare Ausgaben sind vorab bekannt und werden angespart. Je nach Lust, Laune und anstehenden Geldeingängen (mein AG leistet übers Jahr immer mal wieder tarifliche Sonderzahlungen) wird das Geld auf dem Girokonto gespart oder im TG. Dafür brauche ich aber kein extra Budget oder ein Extrakonto. Meine allgemeine Barreserve und diese Ansparung kann ich noch im Kopf aus einander halten.

    Ob die paar hundert Euro für die KFZ-Versicherung nur einen oder 3 Monate auf dem Girokonto rumliegen, ändert werder an meine Ausgabeverhalten etwas noch an meinem Vermögen.

    Es gibt "irgendeine" Sparrate am Anfang des Monats für den Aktien-ETF. Die Höhe hat sich irgendwann automatisch ergeben damit am Ende des Monats meist noch der "Bodensatz" auf dem Girokonto bleibt, den ich dort haben möchte.

    Meist bleibt vor dem neuen Geldeingang mehr übrig, was entweder durch Erhöhung der Sparrate für den Folgemonat oder durch Einmalinvest investiert wird.

    Genaue Klassifizierung der Ausgaben? Das war mir schon immer zu lästig, insb. so Kleinteilig, wie das manchmal vorgeschlagen wird.

    Ich unterteile alle Bewegungen auf dem Girokonto grob in 8 Kategoien. Das sind aber nur so viele, weil ich seit ein paar Jahren ermitteln wollte, wie hoch die Ausgaben in der Erwerbsphase und in der Rente sein dürften (also mit und ohne den Versicherungen/Kredittilgung/ETF-Sparrate, die spätestens zur Rente wegfallen).

    Hebe ich Bargeld ab, wird das unter "Leben" verbucht. Völlig egal, ob ich davon Grundnahrungdsmittel kaufe, essen gehe, ins Kino, Klamotten kaufe oder Teile davon gespendet werden.

  • Ich bin so optimiert das ich gar nichts mehr finde was ich noch optimieren könnte, ich geb aber nicht auf weiter zu suchen :D

    Ich bin einfach ein sparsamer Mensch (wurde so erzogen) der sich überlegt was er braucht, was mir wirklich was bringt und werfe das Geld nicht zum Fenster raus. In der Banking App sehe ich auch meine Ausgaben, kenn die aber eh und am Monatsende kommt alles was übrig geblieben ist ins Depot, ich hab übrigens eine 99% Aktien und Risikoassets Quote.

    Auch macht es mir Spaß gute Deals zu finden für Produkte die ich will/brauche (was auch ein teures iPhone 17 Pro sein darf).

    Meine Fixkosten sind super gering, günstige, tolle Wohnung, 28€ für Internet und Handytarif Kombi, immer günstiger Strom, günstige Krankenkasse die mir meine Apple Watch geschenkt hat, Netflix Zusatzperson Abo, keine weiteren Abos.

    Auf dem Girokonto bleibt nur so viel drauf was für die monatlichen automatisch abgezogenen Fixkosten nötig ist, der Rest ist auf einem EZB verzinsten Konto von wo aus ich auch investieren kann und Einkäufe 1% Cashback geben.

    Meine Sparquote liegt trotz Durchschnittseinkommen bei über 50%

  • Mich würde interessieren, ob ich damit überoptimiert bin

    ich denke, du wärst damit "über-engineered" (falls dieser Anglizismus erlaubt ist)

    denn was helfen dir deine Budgets, wenn das Geld vor Monatsende verbraucht ist? Zahlst du dann nicht deine Versicherung, bloss weil der Budgettopf leer ist?

    Wie viele andere hier, mache auch ich eine rückblickende Betrachtung meiner Ausgaben (basierend auf den Kontodaten vom Giro) und das schon seit vielen Jahren. Ich weiss deshalb, dass die Höhe meiner monatlichen Gesamtausgaben stark schwankt, und noch stärker schwanken sie innerhalb der einzelnen Kategorien.

  • Ich mach Excel, weil ich Spaß dran habe, irgendwelche Formeln zu entwickeln. Kleiner Nerd 🤓 Aber auch eher so im Nachhinein. Jeden Monat. Sehe dann was ich ausgegeben habe und was mein monatlicher Bedarf ist (Gehalt minus ETFs , Sparen und private Rente), so dass ich hochrechnen kann, was ich brauche wenn ich aufhöre zu arbeiten bzw was ich im Depot brauche etc etc 👩🏻‍💻

  • Mit "Budgets" haben wir noch nie gearbeitet. Die Fixkosten ändern sich kaum und es bleibt immer mehr übrig als wir ausgeben, da wir grundsätzlich recht wenig ausgeben und es selten irgendwelche unerwarteten Ausreißer gibt.

    Das, was ich unter Budget verstehe, würde nur dazu führen, dass ich dann mehr ausgebe als ich müsste, weil ich laut Planung noch Platz für entsprechende Ausgaben hätte.

  • denn was helfen dir deine Budgets, wenn das Geld vor Monatsende verbraucht ist? Zahlst du dann nicht deine Versicherung, bloss weil der Budgettopf leer ist?

    Mir geht es hauptsächlich darum, den Überblick zu behalten. Ich würde in dem Fall natürlich das Budget sprengen, habe aber dadurch dann den Trigger, dass das Budget überschritten worden ist und ich kann mir dann Gedanken darüber machen. Wenn das häufiger passiert ist entweder mein Budget zu gering eingeplant oder meine Ausgaben sind - warum auch immer - zu sehr gestiegen.

    Ich bin weder Finanzprofi noch gebe ich Anlageberatungen.
    Meine Beiträge sind als Impulse zu verstehen, um sich selbst zu informieren.

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