Steuerreform – Spitzenverdiener müssen ihren Beitrag leisten

  • Dem kann ich zu 100% zustimmen.

    Ich will das mal mit ein paar Beispielen untermauen, die auch noch zeigen, daß der Staat ein Ausgabenproblem hat.

    Meiner Frau und mir geht es finanziell sehr gut, trotzdem haben wir immer noch Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage. Wir haben erst ein neues eAuto gekauft, auch dafür eine staatliche Förderung erhalten. Zusätzlich haben wir uns noch eine Balkonsolaranlage geleistet - keine Mehrwertsteuer gezahlt.

    Ebenso Schwiegermutter. Sie hat ein Bruttojahrseinkommen von ca. 45.000,- Euro, aus Renten und Kapitalerträgen, und zahlt 0,- Euro Einkommensteuer. Zusätzlich bekommt sie noch Pflegegeld.

    Aus meiner Sicht sollten viele dieser staatlichen Leistungen einkommensabhängig sein. In der heutigen Form sind sie teilweise Wahlgeschenke für die Reichen.

    Die Einkommensabhängigkeit von Leistungen führt leider zu unerwünschten Ausweichbewegungen. Als mein Schwiegervater gestorben ist hat meine Schwiegermutter die Arbeitszeit reduziert weil sonst gäbe es ja keine Wittenrente (was auch immer der Sinn von so einem Quatsch sein soll).

    Besser: gar keine Leistungen. Wer braucht Wien Arbeitnehmersparzulage? Oder eine EAuto Förderung? Oder PV Anlagen bei denen gut betuchte Eigenheimbesitzer die Bevölkerung ungeniert abzocken? Alleine ums Eigenheim kann man so viel Streichen…alles völlig sinnlos

  • Wenn ich hier so manchen lese, dann ist "Neoliberalismus" eine viel zu moderate Beschreibung.

    Was wird am Eigenheim eigentlich groß gefördert, hab nix bekommen. Aber klar die Eigentumsquote ist ja eh viel zu hoch und der Sparfuchs wohnt sowieso zur Miete.

    Ach Witwenrente braucht auch keiner, wenn es die nicht geben würde, müsste ich wohl meine Mutter alimentieren.

    Arbeitnehmer Sparzulage musst du als Verheiratete zusammen unter 80k sein, hm. Das ist bei zweimal Vollzeit schon dürftig. Aber du zahlst sicher Spitzensteuersatz.

    Haut einfach weg den scheiss, ihr wollt scheinbar in einem anderen Land leben.

  • Wie lange hat's bei Söder gehalten?

    https://www.br.de/nachrichten/me…eform,3007c4e16

  • Der Staat besteht aus Bund, Land und Kommune und die Probleme sind unterschiedlich gelagert.

    Ich weiß, ich hau hier jetzt einen undenkbaren Gedanken nach dem andern raus, aber wie wär’s mit einer Reform im föderalismus. Crazy, unvorstellbar, ist mir klar. Aber wär ja auch mal disruptiv. Gerne, solang die Demokratie hier noch standhaft ist. Nicht erst wenn die Wirtschaft gänzlich abgewickelt wurde. Ich möchte tragfähige Perspektiven. Und ja, die kommunale Ebene ist latent überfordert. Aber sowas passiert eben, wenn jede Gemeinde die gesamte Verwaltung in Eigenregie digitalisieren muss. Unnötig, ineffizient, teuer. Typisch deutsch.

  • Man wird aber an dem Ausgabenproblem nicht so schnell etwas drehen können. Das wird länger dauern, da wieder die Kurve zu kriegen.

    Warum nicht? Das geht recht einfach, wenn man die entsprechenden Gesetze beschließt. 2025 hat Deutschland 35 Mrd. EUR Entwicklungshilfe gezahlt, darunter auch an Raumfahrtnationen wie China und Indien. Weg damit. Wer kein Geld hat, kann auch keines verschenken. 16,5 Mrd. EUR wurden 2025 aus dem Bundeshaushalt an EEG-Subventionen gezahlt. Kann auch weg. Mir fallen da noch viele andere Positionen ein, die man sofort ersatzlos streichen könnte. Wir zahlen 11 Mrd. EUR jährlich Zwangsgebühren an die GEZ, egal ob man sich die Sendungen des ÖRR antut oder nicht. ÖRR/GEZ abschaffen und die 11 Mrd. in die GKV umleiten. Da wäre deren Defizit schon mal gedeckt.

  • Auch wenn’s keiner wahr haben will, der Staat hat ein Ausgabenproblem, kein Einnahmenproblem.

    Das kann sicher sein, aber wie kommst du darauf?

    Der Staat hat dem Vernehmen (also den Haushaltsdebatten, manchen Jahresrechnungen...) nach ein Defizit, also ein Problem. Würde das zu einem signifikanten Anteil an der Einnahmeseite liegen, wie erklärt man sich dann diese Zahlen hier?

    https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Sta…reinnahmen.html

  • Was wird am Eigenheim eigentlich groß gefördert, hab nix bekommen.

    Aber klar die Eigentumsquote ist ja eh viel zu hoch und der Sparfuchs wohnt sowieso zur Miete.

    Was bei mir alle gefördert wurde:

    - Baukindergeld

    - KfW Förderung mit Kredit und davon ein ordentlicher Batzen rückzahlungsfrei

    - Bafa Förderung

    - städtisches Grundstück viel zu billig

    - PV Anlage mit Speicher

    Ich sehe nicht das eine hohe Wohneigentumsquote erstrebenswert ist. Die reichsten Länder Europas haben eine niedrige Eigentumsquote die ärmsten die höchste.

    Haut einfach weg den scheiss, ihr wollt scheinbar in einem anderen Land leben

    Zu alt. In jungen Jahren würde ich auf jeden gucken das ich weg komme.

  • . 16,5 Mrd. EUR wurden 2025 aus dem Bundeshaushalt an EEG-Subventionen gezahlt. Kann auch weg. Mir fallen da noch viele andere Positionen ein, die man sofort ersatzlos streichen könnte. Wir zahlen 11 Mrd. EUR jährlich Zwangsgebühren an die GEZ

    Die Folgen sind egal? Eine Medienlandschaft abschaffen, die nicht durch Millionäre übernommen werden kann?

    So wie hier z.B.? Meldung von heute:

    KI-Agent löscht Daten: Katastrophe für PocketOS | heise online

    Diese "Profis" haben eine KI auf ein Produktivsystem losgelassen und das Backup war 3 Monate alt. Finde den Fehler.

  • Würde das zu einem signifikanten Anteil an der Einnahmeseite liegen, wie erklärt man sich dann diese Zahlen hier?

    Was meinst du da genau? Das die Steuereinnahmen steigen? Ich kann dort leider nirgendwo sehen das die Inflation rausgerechnet wurde. So viel ich weiß sind die Einnahmen in den letzten 10-15 Jahren abzüglich Inflation leicht gestiegen. Ist das verboten oder schlecht?

  • So viel ich weiß sind die Einnahmen in den letzten 10-15 Jahren abzüglich Inflation leicht gestiegen.

    Hast du zufällig eine Quelle?


    Ist das verboten oder schlecht?

    Kommt drauf an: Wenn man morgen vor die Tür geht und sich denkt: „Boah, geiler Laden – alles läuft, Infrastruktur top, Versorgung top, Bildung top …“, dann würde ich sagen, dass es nicht schlecht oder schlimm ist, wenn die Einnahmen (netto) in den letzten Jahren leicht gestiegen sind.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Die Folgen sind egal? Eine Medienlandschaft abschaffen, die nicht durch Millionäre übernommen werden kann?

    Nutzt diese Medienlandschaft überhaupt noch wer? Wie viele Leute schauen sich die dritten Programme an oder nutzen so wichtige Dinge wie das Fernsehorchester? Wozu braucht es mehr als eine Wenseite, mehr als einen Fernseh und Radiosender? Oder mehr als eine Straming App?

  • Hast du zufällig eine Quelle?

    Leider nein, nur für einzelne Jahre (2019 bis 2024 laut dieser Quelle Iwkoeln:

    'Die von 2019 bis 2024 um insgesamt 14 Prozent gestiegenen Steuereinnahmen bedeuten einen realen Aufkommensrückgang. Die Inflation, gemessen als Deflator des Bruttoinlandsprodukts (BIP), betrug im gleichen Zeitraum rund 22 Prozent"

    Unter Merkel gabs meines wissens ein reales Plus da sehr niedrige Inflation aber Quelle...

    vllt hilfst du mit? Du willst ja nicht diesen Fehler begehen: https://steuermythen.de/mythen/mythos-11/

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