ETF - Portfolio (Bewertung benötigt)

  • Hey zusammen,

    ich bin ein Neuling im Finanzsegment und wollte sobald wie möglich anfangen Rücklagen in Form von Sparplänen in ETF zu bilden.

    Ich habe monatlich 1.500€ über, die ich auf verschiedene ETF verteilen wollte. Ich hätte die folgenden ETF bespart und wollte fragen, was ihr denkt:


    1. Amundi MSCI World

    ISIN: IE00BKT6FV49

    Gewichtung: 25%


    2. Emerging Markets ETF

    ISIN: LU0908500753

    Gewichtung: 18%


    3. STOXX Europe 600 ETF

    ISIN: IE00BKM4GZ66

    Gewichtung: 12%


    4. Japan ETF

    ISIN: IE00B4L5YX21

    Gewichtung: 5%


    5. iShares Core S&P 500

    ISIN: IE00B5BMR087

    Gewichtung: 3%


    6. Vanguard Information Technology ETF (VGT)

    ISIN: US92204A7028

    Gewichtung: 10%


    7. Europe Health Care ETF

    ISIN: IE00BMW42181

    Gewichtung: 7%


    8. Global X Cybersecurity UCITS ETF

    ISIN: IE00BMH5Y871

    Gewichtung: 7%


    9. iShares Global Infrastructure ETF

    ISIN: IE00B1FZS467

    Gewichtung: 6%


    10. iShares MSCI India ETF

    ISIN: IE00BZCQB185

    Gewichtung: 3%


    11. Physical Gold

    ISIN: IE00B4ND3602

    Gewichtung: 4%

  • Kater.Ka 22. Mai 2026 um 16:34

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Ein (!) weltweiter ETF reicht.

    FTSE All World,

    MSCI World


    Gibt genügend Threads und Empfehlungen dazu.

    Btw, aus wessen Feder stammen die Vorschläge?


    Wie sieht es mit Tagesgeld/ Notgroschen aus? Ist der vorhanden?

  • Warum nicht alles in einen globalen ETF: ACWI oder FTSE All World? Da ist alles aus Large und Mid Cap enthalten, incl. ca 10% Schwellenländer.

    Core-Satellite-Strategie wäre: 90% der Sparsumme. Und 10% für deine Themen-ETF-Sammlung.

    Ein Problem ist, dass sich die vielen ETF nicht lange in der von dir zugedachten Gewichtung bleiben werden. Was machst du dann?

    Was sind deine Sicherheitsbausteine? Wichtige Frage von Finanzinvestor.

    https://www.finanztip.de/geldanlage/

  • Bis auf Punkt 11 (mag halt einfach Gold) reicht wie der Vorschreiber rät ein Welt ETF, schau auf einen niedrigen TER und sonstige Gebühren, schliesse ein Konto bei einem Neobroker ab und zieh keine (Bank)Berater mit ins Boot. Hier im Forum findet man eigentlich alle Infos und hilfsbereite Menschen.

  • -> SamusAran, Du kannst das so machen, wenn Du a) viiiel Zeit, b) keine anderen Hobbies und c) keine Scheu davor hast, Geld in Form von Gebühren beim dauernden Rebalancing zu verlieren.

    Wenn nichts davon zutrifft, nimm einen AllWorld-ETF und fäddich.

  • Also erst mal, schöne Sparrate, die hab ich auch :)

    Aber mit deinen ETF Ideen und Gewichtungen wird dein Schiff gnadenlos kentern. Ich sehe weder den Sin hinter so vielen ETFs noch lässt sich diese von dir erdachte Gewichtung auch nur ansatzweise irgendwie vernünftig handelbar beibehalten. Das führt zu dauerndem Rebalancing, Anpassungen der Sparrate und Arbeit ohne Ende die sich sicher nicht auszahlen wird.

    Mach lieber einen All World ETF und fertig.
    Da kannst du dann in kleiner Menge noch 1 oder 2 Themen ETFs beimischen wenn du den willst und etwas Gold aber der große Brocken bitte ganz easy ein All World.

    Einmal überlegen und dann laufen lassen, da braucht’s dann auch kein ständiges Rebalncing oder neue Ideen.

    Ich geh zum Beispiel auf den World und Tech, aber das ist halt immer Risiko und Spielerei wenn man so eigene Ideen hat.

  • ich bin ein Neuling im Finanzsegment und wollte sobald wie möglich anfangen Rücklagen in Form von Sparplänen in ETF zu bilden.

    Viele Vorredner haben sehr viel wichtiges bereits erwähnt. Neben den ETFs ist vielleicht ein Investment in deine Finanzbildung auch sehr renditestark. Für Einsteiger kann ich das Buch von Finanztip, Finanzfluss oder z.B. Gerd Kommer ("Souverän investieren für Einsteiger: Wie Sie mit ETFs ein Vermögen bilden") empfehlen. Einen Überblick über die gesamte Materie, sowie grundlegende Begriffe zu bekommen.

    Die Vorredner haben schon viele gesagt und ich ergänze nur folgendes. Stelle dir die Fragen und überlege dir deine Antworten dazu:

    • Warum möchte ich Regionen selbst zueinander gewichten?
    • Welchen Vorteil sehe ich in der eigenen Gewichtung und aufgrund welcher Datenlage wähle ich die Gewichtung?
    • Bei höheren Kosten (die ETFs sind teurer als ein einfacher Welt-ETF), muss ich mehr Rendite erwirtschaften, allerdings beinhalten deine ETFs das gleiche wie der kostengünstige Welt-ETF. Warum also den Aufwand?
    • Wie gestalte ich das Rebalancing? Bei welchen Grenzwerten? Warum? Negativeinfluss des Rebalancing durch Steuerereignisse, schmälern den Zinses-Zins und somit auch deine Rendite. Das muss gegenüber dem Welt-ETF berücksichtigt werden.
    • Was erhoffe ich mir mit den Sektorwetten, und warum erreichen genau diese Sektoren eine Outperformance gegenüber dem Markt? Was ist mein Investmentcase? Gewichtung der Sektorwetten im Depot? (Laut deiner Übersicht = 30% in Sektorwetten)
      Weiterhin - wenn die Sektoren eine stärkere Performance als andere hinlegen, werden sie im marktkapitalisierten Welt-ETF automatisch höher gewichtet.
    • 4% Gold? Eher homöopathische Wirkung. Ich gehe davon aus, dass du das Gold als Zertifikat erwerben willst, also als strategisches Investment. Was erwartest du bei dieser Gewichtung vom Gold-Asset? Bei Physischem Gold sehe ich andere Gründe noch als valide, wodurch eine "geringere" Gewichtung im Gesamtvermögen auch sinnvoll ist.

    Abschließend würde ich sagen, dass du im Bereich des Overengineering bist. Du setzt rein auf marktkapitalisierte ETFs, welche Regionen bzw. Sektoren abdeckt, d.h. aus meiner Sicht wirst du mit einem normalen Welt-ETF (z.B. inkl. Schwellenländer und ggfs. inkl. SmallCaps) nach Kosten, nach Steuern deutlich besser abschneiden. Dein größtes Problem sehe ich im Rebalancing und ständiger Gewichtung der Regionen zueinander.

    Mögliche Welt-ETFs auf einen der folgenden Indizes sollte deine oben genannten Aufteilungen erfüllen:

    • FTSE All World
    • ACWI / ACWI IMI
    • Prime All Country World

    Zu diesen Indizes wirst du jeweils verschiedene ETFs von verschiedenen Anbietern finden. Dann kannst du immer noch moderat deine Sektor-ETFs dazu mischen, wenn du der Meinung bist. Ich würde allerdings deren Gesamt-% auf max. 20% vom Depot & max. 5% Einzelgewicht begrenzen, denn wie gesagt: i.d.R. sind diese bereits im Welt-Index enthalten.

  • was ihr denkt:

    Mit so einem kleinteiligen ETF Depot a la Kommer habe ich auch angefangen.

    Dann war es mir irgendwann zu mühsam. Die ganzen Abrechnungen, VAP, ggf. alles zusätzlich in Excel Tracken, Kosten. Puh.

    Jetzt min ich simpel unterwegs.

    Hätte ich mit dem kleinteiligen Depot eine Outperformance generiert, ok. Aber das Gegenteil war der Fall.

    Insofern: das kannst du tatsächlich so machen. Vermutlich wirst du nach einer gewissen Wegstrecken dann auch den eingeschlagenen Weg ein wenig verändern.

    Daher ist der Rat der vielen Vorredner:innen tatsächlich Gold wert. Was Mehrwert, Zeit und Aufwand angeht.

    Und du kannst sicher sein: wenn dieses kleinteilige mehr Rendite abwerfen würde, dann würden das hier viel mehr Personen machen und propagieren. Ich kenne hier praktisch niemanden im Forum...

  • Ich finde, gerade als „Neuling im Finanzsegment“ sollte man sich auf einen einzigen ETF konzentrieren. Bei mir war es ein MSCI World, jetzt würde ich einen All-World nehmen, etwa den von Xtrackers.

    Alles andere macht nur Arbeit und ist eher verwirrend als nützlich, gerade für einen „Neuling im Finanzsegment“.

    Auch mich würde interessieren, wie du auf diese Aufteilung kommst.

  • Hey zusammen,

    ich bin ein Neuling im Finanzsegment und wollte sobald wie möglich anfangen Rücklagen in Form von Sparplänen in ETF zu bilden.

    Ich habe monatlich 1.500€ über, die ich auf verschiedene ETF verteilen wollte. Ich hätte die folgenden ETF bespart und wollte fragen, was ihr denkt:

    Hallo SamusAran , willkommen im Forum.

    Nachdem du bislang überwiegend Kritik geerntet hast, hier zunächst mal ein Lob :saint:

    Die Grundidee eines Vermögensaufbaus über einen ETF Sparplan ist sehr gut. Auch ist die Sparrate von 1500 EUR monatlich äusserst solide. Chapeau. Da können die meisten nur von träumen. Bis an die Stelle ist das alles top.

    Die erste Frage die ich mir nun stelle: man springt ja selten von einer Sparrate null auf eine in dieser Höhe. Wie hast du denn bislang dein Geld angelegt und wie hoch ist dieses ggf. angesparte Kapital?

    Was die ETFs angeht: du hast dir vermutlich stundenlang Gedanken über diese und deren Gewichtungen gemacht. Und nun bekommst du hier durchgängig den Ratschlag, das sei alles viel zu kompliziert, ganz wenige oder sogar ein einziger Welt-ETF würden reichen. Das klingt natürlich unlogisch für dich. Du denkst vermutlich, "Pah, ein einziger ETF? Das ist doch nur was für Anfänger. Die erfahrenen Profis machen das viel cleverer, und ich will es ja perfekt machen."

    Aber es ist tatsächlich so, Einfachheit ist King. Die meisten Anleger machen sich viel zu viele Gedanken über die einzelnen Bestandteile des Aktienteils im Portfolio. Und gleichzeitig zu wenige Gedanken über dessen Höhe im Gesamtportfolio. Der wichtigste Hebel ist nicht die inhaltliche Optimierung des Aktien-ETF-Portfolios, sondern die "Asset Allocation", die Gewichtung zwischen diesem Aktienteil und sicheren Anlagen. Der Aktienteil liefert dabei langfristig die Rendite. Du erntest einfach die "Equity Prämie", als Entlohnung für das allgemeine Marktrisiko das du eingehst. Der sichere Anteil sorgt dafür, dass du das Portfolio auch in Krisen durchhalten kannst. Nun kennen wir dein Alter nicht, aber in jungen Jahren kann und sollte die Aktienquote aber sehr hoch sein.

    Fazit: ein simples Portfolio aus einem einzigen weltweit diversifizierten Aktien-ETF wie einem SPDR MSCI ACWI IMI oder einem Vanguard (oder Xtrackers) FTSE-All-World und einem sinnvoll dosierten Sicherheitsbaustein, bspw. einem Tagesgeld oder sicheren Anleihen ist tatsächlich sinnvoller ;)

  • Als erstes Basisinvestment: Das Buch von Saidi Sulilatu: Finanzen ganz einfach für Euro 15.-

    Als zweites Basisinvestment: Einen kostengünstigen, weltweit streuenden ETF auf den MSCI ACWI oder FTSE-All World Index.

    Sich dann nach Lust und Laune weiter mit dem Thema 'Geldanlage' beschäftigen, z.B. mit dem Buch von Kommer oder mit Finanztip-Videos zu Grundlagen und Spezialthemen wie Altersvorsorge, etc.. Daraus kann sich dann eine persönliche Strategie entwickeln, die neben dem Basisinvestment Welt-ETF noch weitere Bausteine enthalten kann.

  • Leute, vielen vielen Dank für all euer Feedback!
    Ich bin gerade aufgrund von Pfingsten bei der Familie und werde mich nochmal auf eure Rückfragen melden. Ob ihr mir abratet oder nicht. Euer Feedback ist gold wert und ich bedanke mich vorab dafür, dass ihr euch die Zeit für mich genommen habt :) !!!

  • SamusAran, ich würde es an Deiner Stelle vereinfachen. Ich selbst bin kein Freund von einem ETF.

    Inspiration von mir, auf Basis Deiner Verteilung:

    ETFISINAnteilTER
    Xtrackers S&P 500 UCITS ETF 4C (Acc)IE000Z9SJA0635%0,03
    Xtrackers FTSE All-World ex US (Acc)IE000YKHGYN250%0,15
    Amundi Core Stoxx Europe 600 EUR (Acc)LU090850075310%0,07
    EUWAX Gold IIDE000EWG2LD75%0,00

    Bei Deiner hohen Sparrate sind mehrere ETF's vollkommen ok.

    Viel Spaß beim investieren und viel Glück!

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