Frage zum Gehalt

  • Vielleicht auch ein bisschen Raffinese walten lassen. Ich hatte mich auch mal einfach beworben bei einer anderen Firma, obwohl ich ich damals in der ehemaligen Firma wohlgefühlt hatte, nur war mir das Gehalt zu gering und wollte erst mal den Marktwert abschätzen (war noch zu DM Zeiten). Ich hätte die neue Stelle auch bekommen mit deutlich mehr Gehalt, wollte aber trotzdem nicht dahin. Dann habe ich einer sehr geschwätzigen Kollegin von meiner Bewerbung erzählt, weil ich dann wusste wo es am Ende landen würde. Es hatte zwei Wochen gedauert und mein damaliger Chef hat mich in meinem Büro aufgesucht, ich musste noch nicht mal zu ihm kommen. Er sagte mir ihm wäre zu Ohren gekommen (:)) ich hätte mich wo anders beworben, das fände er nicht gut und duldet sowas eigentlich nicht. Ich sollte aber nächste Woche mal einen Termin mit ihm machen um mal über mein Gehalt zu reden. Eine Woche später gab es ohne das ich verhandeln musste 1000 DM mehr !

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  • Mal ein paar Gedanken von mir dazu:

    1. Dein Teamleiter ist der Führungshirachie ja selber nicht besonders weit oben und hat vermutlich keine Budgetverantwortung. Das bedeutet, er musste sich für die 6 Prozent schon ziemlich bei seinem AL reinhängen. Insbesondere, wenn er nicht so genau weiss was Du tust. ;). Nimm das nicht unbedingt als fehlende Wertschätzung seinerseits.

    2. Gehalt ist hier garnicht so wichtig. Du hast ein Problem, was eher organisatorisch ist. Ich würde das direkt beim Chef adressieren. Sag ihm einfach. Ich bin überfordert, ich kriege das so nicht mehr hin. Kannst Du mir helfen. Und das vollkommen ergebnisoffen.

    Ich lese zwischen den Zeilen, das Du dir sehr viele Schuhe anziehst. Man neigt dazu. Dieses "ohne mich fällt der Laden auseinander". "Das kann nur ich." Daran musst Du! was ändern. Dieses Problem begleitet dich sonst auch in den nächsten Job.

    Hier aus der Sicht einer Führungskraft: Es ist oft garnicht so leicht, solche Mitarbeiter zu führen. Ggf. ist es relativ intransparent, was Du tust und wie du es tust. Wenn das nicht mal eben an einen Kollegen übergeben werden kann, habt ihr ein grundsätzliches Strukturproblem. Eigentlich sollten die Prozesse so standardisiert sein, dass jederzeit ein Kollege übernehmen kann. Manchmal hab ich auch das Gefühl, dass einzelne Kollegen Sachen absichtlich so kompliziert machen, um sich selbst unabdingbar zu machen. Das aufzudröseln erfordert aber unheimlich viel Zeit der Führungskraft, die die ggf. auch einfach nicht hat.

    Ich kann das von aussen natürlich nicht einschätzen. Fakt ist, so geht es nicht weiter. Dass Dein Teamleiter schlicht zu faul ist, glaube ich nicht. Vielleicht ist er auch einfach nur überfordert mit der Situation.

    Also sprecht offen darüber, wie sich Dein workload reduzieren lässt. Ohne Androhung von Kündigung und ganz losgelöst vom Gehalt. Das muss Dich ja nicht daran hindern, auch mal die ein oder andere gezielte Bewerbung los zuschicken.

  • Es ist niemand gezwungen dort zu arbeiten.
    Einfach dorthin ziehen wo normal gezahlt wird.

    Schwieriges Thema. Da müssen einige bei Mama weg...

    Bitte keine Politikwissenschaftler und kein Marcel Fratzscher mehr im TV.

    Satt 300k+ Neubauwohnungen brauchen wir 300k+ Abschiebungen, um schnellere Arzttermine zu ermöglichen, Krankenkassenbeiträge zu senken und Stadt- und Gemeindeabgaben zu senken.

  • Alleinstehende können für sich alleine entscheiden. Wenn Partner und Familie mit dranhängen, kann man zu anderen Entscheidungen kommen. Und dann gibt es auch noch Menschen, die in ihrer Umgebung tief verankert sind. Ganz so einfach ist die Entscheidung oft nicht, man muss immer für sich selbst abwägen.

  • Das kann doch gar nicht die Frage sein. Warum hast Du Dich denn nicht längst "umgeschaut"? Warum sollte man mit irgendetwas drohen?

    Entweder ist man woanders bereit, das von Dir geforderte Gehalt zu bezahlen. Dann kannst Du gehen (nicht drohen). Oder es ist niemand bereit, das von Dir geforderte Gehalt zu bezahlen. Dann hast Du Pech gehabt. Dann kannst Du gern drohen soviel zu möchtest.

    ...
    Ich habe daher bereits letztes Jahr um eine Gehaltserhöhung gebeten. 300 EUR mehr brutto hatte ich bei einem Gehalt von 3.900 EUR gefordet. Bekommen hatte ich 150 EUR, was für mich fast eine Beleidigung war und unterm Strich quasi verpufft. Nach nunmehr einem weiterem Jahr habe ich dem Vorgesetzten (auch schriftlich) klargemacht welche mittlerweile wichtige Schlüsselposioin ich einnehme und was ich alles leiste, das er gar nicht sieht. Hierzu hatte ich ihm auch schriftlich eine Aufstellung zukommen lassen welche Aufgaben alle dazugekommen sind und welche Verantwortung das ist den Laden ständig am laufen zu halten.

    Was mich immer irritiert, ist der Umstand, dass angeblich überlastete Mitarbeiter immer sehr viel Zeit haben, um anderen zu erklären, was sie alles leisten.

  • Es ist niemand gezwungen dort zu arbeiten.
    Einfach dorthin ziehen wo normal gezahlt wird.

    Was bedeutet normal ? Die Unterschiede in den Tariftabellen von IG Metall und ÖD halten sich mittlerweile in Grenzen, bzw es gibt da gar keine mehr.

    Und in der freien Wirschaft macht es für viele auch wenig Sinn wegen 2-3 Euro Unterschied Stundenlohn seinen Lebensmittelpunkt aufzugeben, da hängt viel mehr dran als nur das Einkommen bzw. Gehalt.

  • Es wirkt halt manchmal von außen immer so, als würde der Durchschnittsverdiener in D heute locker 4.500 nach Hause nehmen. Beim TV Gehaltsvergleich kann man schon staunen was mancher (auch nicht studierter) verdient und kommt ins Grübeln. Vielleicht ist das aber auch nicht wirklich repräsentativ.

    Auch deshalb wollte ich mir ein paar Meinungen einholen.

    War das diese Sendung vor einigen Tagen auf RTL?

    Da bin ich beim zappen für ca. 30min hängen geblieben, und konnte meinen Augen/Ohren auch kaum glauben. Die Leute dort hatten alle ausnahmslos mehr verdient als ich, teilweise bei einer 35 Std-Woche. Da dachte ich dann auch mal kurz, ich verdiene viel zu wenig. Dann habe ich mich an die ganzen Angebote erinnert, die via Xing und LinkedIn immer mal wieder eintrudeln. Ab und an steige ich auf diese Angebote ein (um eben ein Gefühl zu bekommen, was beim Gehalt möglich ist), und abgesehen von einem Angebot aus der Schweiz lag kein in Aussicht gestelltes Jahresbrutto höher als mein jetztiges.

    Also keine Ahnung, was die da bei RTL alles in das Monatsbrutto reingerechnet hatten, aber repräsentativ waren die Gehälter in dieser Sendung auf keinen Fall. Das würde ich jedenfalls nicht als Maßstab nehmen.

  • ...

    Ich würde auf RTL nicht blind vertrauen.

    Doch, unbedingt!:D

    Ich habe dazu diese Liste gefunden. Bitte bedenken, dass es brutto Gehälter sind.

    Erstaunlich niedrig finde ich die Ärzte.

    https://www.rtl.de/leben/geld-rec…id30816954.html

    Das ist auch die Wahrheit und nichts als die Wahrheit.

    Damit wäre das Problem doch gelöst. Einfach auf Domina umsatteln. Dann hat man auch nicht mehr soviel Probleme bei den "Verhandlungen".

  • Mein Beruf wird dort gar nicht geführt.


    Allerdings unter durchschnittlich 4500€/monat würde ich als Fachkraft in der industrie eh nicht arbeiten gehen...


    Zum thema gehalts verhandlung und anderen Dingen hier im thread

    Verhandlungen sind höchst individuell und kommen stark auf den betrieb an wie dieser das handhabt, pauschal lässt sich dazu nicht viel sagen.


    Bzgl mehrarbeit/mehrleistung "immer eine Schippe drauf"

    Punkt 1 man arbeitet nicht unbezhalt erst recht nicht am Wochenende

    Punkt 2 gibt es keine urlaubs Vertretungs regel hat der Arbeitgeber eben Pech gehabt. Bleibt das Zeug eben liegen, wenn es doch eine gibt konsequente Einrichtung der Weiterleitung an diese. Was in meinem Urlaub dan nicht bearbeitet ist von der Vertretung muss eben nochmal eingehen.

    Punkt 3 niemals nie unebzahlt in die Mails am Wochenende schauen, wenn der arbeitgeber dies verlangt soll er es auch bezahlen und entsprechende Ruhezeiten einhalten.


    Punkt 4 nur so viel arbeiten wie es gür einen selbst das richtige Tempo ist, ist die arbeit in der regulären Arbeitszeit nicht zu machen bleibt diese eben liegen und es muss eine weitere Person eingelernt bzw. Eingestellt werden.


    Punkt 5 Jeder ist ersetzbar, das gefühl "ohne mich bricht der Laden auseinander" ist trügerisch es finden sich erst betriebliche Lösungen wenn man nicht ständig auf eigene kosten (zeit/gesubdheit) den karren zieht

    Einfach einen Gang zurückschalten, wenn das auflaufende arbeitspensum zu groß wird und auch mal NEIN sagen und aufgaben abgeben.

  • Moin,

    aus meiner Sicht wirst Du dort verheizt. Dein Arbeitgeber kommt ganz offensichtlich in keinster Weise der Fürsorgepflicht gegenüber seinen Mitarbeitenden nach.

    Ich selbst kenne das nur zu gut, ich war 35, als ich einen Burnout hatte mit langer anschliessender Reha weit weg von zuhause. Als ich dort Zeit zum Überlegen hatte, habe ich dem Physiotherapeuten vormittags auf der Liege erzählt, dass ich heute meinen Job kündige, obwohl noch nichts Neues in Aussicht war und der meinte, das könne ich schon aus Verantwortung für meine beiden Töchter und Familie so nicht machen. Ich habe es aber dennoch getan und nachmittags das Einschreiben zur Post gebracht. Und es war, als ob in einem Fluss ein Stauwehr geöffnet wird, schlagartig war das Gedankenkarussell beendet und es kamen neue Gedanken, wie wenn in einem stickigen Raum die Fenster geöffnet werden und frische Luft hereinweht.

    Ich musste dort lernen, auf mich selbst zu achten. Aber wenn sich eine Tür schliesst, öffnet sich irgendwo eine neue.

    Achte bitte auf Deine Gesundheit, das kannst nur Du, denn Deinen Arbeitgeber interessiert sie offensichtlich nicht. Gesundheit und Wohlergehen kann man sich nicht kaufen.

    Von Herzen wünsche ich Dir viel Mut, Kraft und Resilienz für Deinen weiteren Weg.

  • Bei RTL sind das Gehälter inklusive Zuschläge... Und ich bezweifel das eine normerle Hundefriseurin 7.000 Euro Brutto verdienen kann, wenn ich das meinen (normalen) Friseur zeige bekommt er Schnappatmung. Er selbst verdient knapp die Hälfte und das mit Meisterbrief, wenn seine Angabe so stimmt und dem vertraue ich mehr als jene von RTL.

    Wenn man eine Orientierung für sein Gehalt bekommen will, sollte man sich an die Tabellen der IG Metall, ÖD und co orientieren und dann wird man schnell feststellen das die Angaben mit jenen von RTL für die Allgemeinbevölkerung so nicht stimmen können.

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