ZitatAber Fakt ist eben, dass wir insbesondere zu Wochenstart und Wochenende besonders viele Krankheitstage haben. Das kann man, meine ich, nicht medizinisch erklären."
Was überhaupt nicht daran liegt, dass die Ärzte Samstag und Sonntag zu haben?
ZitatAber Fakt ist eben, dass wir insbesondere zu Wochenstart und Wochenende besonders viele Krankheitstage haben. Das kann man, meine ich, nicht medizinisch erklären."
Was überhaupt nicht daran liegt, dass die Ärzte Samstag und Sonntag zu haben?
Wir testen das Ganze einfach mal 5 Jahre und dann schauen wir, wie sich die Zahlen entwickeln. Ich bin erst einmal optimistisch und finde die Regelung sehr gut. Vor 2020 haben die Leute es ja auch geschafft, also sollten sie es auch nach 2026 wieder hinbekommen, zum Arzt zu gehen, wenn sie krank sind.
Das interessante hierbei: Die Regelung (so sie denn kommt), wird zu gestiegenen statistischen Werten führen, weil die "Blaumacher" bisher in keiner Statistik auftauchen. Die Statistik zum Krankenstand beruht auf Zahlen der Krankenkassen, die diese im Rahmen einer AU-Bescheinigung erheben. Die anderen Zahlen fallen komplett aus dem Raster. Die einzig logische Schlussfolgerung wäre daher: Die Zahlen steigen (signifikant). Die Frage, die sich dann stellt: Was leiten wir aus den gestiegenen Zahlen ab? Ziehen wir andere Beurteilungskriterien heran, die zwar irgendwie damit zusammen hängen, aber auch von anderen Faktoren massiv beeinflusst werden (und auch viel stärker) z.b. Wirtschaftswachstum? Ich wehre mich generell dagegen, dass wir überhaupt ein nennenswertes "Blaumacher" Problem hätten, dass dadurch jetzt gelöst werden würde.
Ich finde es generell schwierig, wenn politische Entscheidungen auf denkbar negativen Mutmaßungen erfolgen, die bei näherer Betrachtung gar nicht oder nur schwer zu halten sind. Das geht dann schon in Populismus über.
ps: Liebe geht raus an Rumänien.
Sollte kein front an Rumänien sein.
KaffeeOderTee Danke für deinen Beitrag. Da sind viele sinnvolle Fakten aufgelistet zur besseren Einordnung.
Das ist falsch. Du brauchst ab dem ersten Tag ein Attest ja, aber musst nicht am ersten Tag zum Arzt gehen. Wurde hier gestern schon thematisiert.
dann kann der artzt bereits u.u. nicht mehr feststellen dass man überhaupt krank war.
z.b. Durchfall, Schwindel, Kopfschmerzen, Dysmenorrhoe usw.
welchen sinn hat es dann überhaupt eine krankmeldung nachträglich anzufordern?
Ist eigentlich mal untersucht worden, ob und wieviel mehr krank die Leute sind, weil gesundheitliche Probleme nicht mehr zeitnah behandelt werden können, sondern stattdessen - trotz akuter Probleme - zeitlich entfernte Termine vergeben werden, bis zu deren Erreichung das eine oder andere Leiden sich so richtig schön festsetzen kann und deshalb dann die Behandlung auch aufwendiger und teurer wird?
Was überhaupt nicht daran liegt, dass die Ärzte Samstag und Sonntag zu haben?
bzw. der großteil der Menschen für diese tage gar keine AU brauchen weil diese an den genanten wochentagen nicht arbeiten.
Das Problem mit "dieser Kleinigkeit" ist nicht die Tatsache, dass der bürokratische Aufwand für den Einzelnen im akuten Krankheitsfall mal eben so angehoben wurde, sondern dass im Subtext (mal wieder*) dem arbeitenden Teil der Bevölkerung unterstellt wird, er sei einfach nicht fleißig genug.
*Lifestyle-Teilzeit
Einmal das und dann ist es auch wieder einmal "Präsenz > Performance".
Alles anzeigenNoch mal zurück zur AU bereits ab dem ersten Krankheitstag:
https://www.msn.com/de-de/finanzen…hen/ar-AA279mjR
Aber:
https://www.focus.de/gesundheit/new…a9714629cd.html
Ist es vielleicht die Arbeit am Montag, die am meisten krank macht?
Oder schlimmer noch
Arbeit macht offensichtlich generell krank.
Hier ist noch eine interessante Stellungnahme:
https://www.wiwo.de/politik/deutsc…/100237747.html
ZitatAlles anzeigen„Im Zweifel sage ich, dass wir hier nicht Doc Holiday sind“
Die Chefin des Hausärzteverbandes, Nicola Buhlinger-Göpfarth, empfindet die Pläne der Regierungskoalition zu einer Krankschreibung ab Tag 1 als eine Zumutung für Ärzte.
...
Der Plan stößt bei den Hausärztinnen und Hausärzten auf Unverständnis – weil sie einen Ansturm auf die Praxen befürchten und einen Generalverdacht gegen Beschäftigte vermuten.
...
Die Regierung führt an, dass die Krankenstände so hoch seien. Im Raum steht der Verdacht, dass manche arbeiten könnten, die krankgemeldet sind …
In Deutschland fallen Beschäftigte nach Zahlen der OECD im Schnitt 6,8 Prozent ihrer Arbeitszeit wegen Krankheit aus. Damit liegen wir im oberen Mittelfeld der Industrieländer. Die Zahlen geben aber nicht her, dass die Faulheit der Arbeitnehmer in diesem Land das Problem wäre.Sondern?
Das Problem liegt woanders. 43,8 Prozent der Krankheitstage kommen zustande, weil Menschen mehr als sechs Wochen krank sind. Da geht es vor allem um psychische Belastungen, beispielsweise Depressionen, oder Erkrankungen des Bewegungsapparats, etwa um Rückenprobleme.
...
Ich kann mir nicht vorstellen, dass in der Koalition jemand dabeisaß, der Ahnung hat, wie es im Gesundheitssystem aussieht.
...
Naja, wer krank ist, ist krank. Die wesentliche Zahl der Menschen kommt, weil sie krank ist, und nicht, wie der Kanzler unterstellt, weil sie blaumachen will. Das ist Misstrauen. Fast alle, die zu uns kommen, sind tatsächlich krank. Die haben nicht die Nacht durchgefeiert. Mit solchen Unterstellungen schaffen wir keinen Aufschwung in diesem Land.
...
ZitatKanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) hat die Neuerung bei der Krankmeldepflicht ab dem ersten Krankheitstag verteidigt und Beschäftigten gezieltes "Blaumachen" unterstellt – vor allem zu Beginn und zum Ende der Arbeitswoche.
vs.
ZitatDer jetzige Kanzleramtsminister Thorsten Frei sprach im November 2024 von 30 Milliarden, "die der Staat einsparen würde."
https://www.focus.de/politik/deutsc…4a72e5e34b.html
Seine Fehleinschätzungen sind legendär.
Ist eigentlich mal untersucht worden, ob und wieviel mehr krank die Leute sind, weil gesundheitliche Probleme nicht mehr zeitnah behandelt werden können, sondern stattdessen - trotz akuter Probleme - zeitlich entfernte Termine vergeben werden, bis zu deren Erreichung das eine oder andere Leiden sich so richtig schön festsetzen kann und deshalb dann die Behandlung auch aufwendiger und teurer wird?
Das wird sicher in einigen Fällen so sein, und auch völlig unzureichend in der Debatte gewertet. Genauso, wie es Fälle von völlig unnötigen Arztbesuchen gibt, und auch von den Blaumachern.
Politische und (gefühlt zunehmend) auch gesellschaftliche Diskussionen suchen sich - wie immer - das eine oder das andere Extrem aus, und dazwischen liegen dann so ca. 80-90% der Fälle, die eigentlich völlig "normal" und mit gesundem Menschenverstand an die Sache herangehen wollen und nur noch mit dem Kopf schütteln.
Das wird sicher in einigen Fällen so sein, und auch völlig unzureichend in der Debatte gewertet. Genauso, wie es Fälle von völlig unnötigen Arztbesuchen gibt, und auch von den Blaumachern.
Politische und (gefühlt zunehmend) auch gesellschaftliche Diskussionen suchen sich - wie immer - das eine oder das andere Extrem aus, und dazwischen liegen dann so ca. 80-90% der Fälle, die eigentlich völlig "normal" und mit gesundem Menschenverstand an die Sache herangehen wollen und nur noch mit dem Kopf schütteln.
Da kann ich auch mal was zum Thema weiterleiten, wo ich nicht unbedingt mit allem übereinstimme. Aber interessante Gedanken sind auf jeden Fall dabei. Und aus denen kann sich ja jeder backen, was er will:
Lesenswert sind auch die Kommentare dort. Und auch wenn der nachfolgende Kommentar nicht der zielführendste Kommentar ist - witzig ist er allemal:
ZitatIch bin krank bis ende Merz.
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Ist eigentlich mal untersucht worden, ob und wieviel mehr krank die Leute sind, weil gesundheitliche Probleme nicht mehr zeitnah behandelt werden können, sondern stattdessen - trotz akuter Probleme - zeitlich entfernte Termine vergeben werden, bis zu deren Erreichung das eine oder andere Leiden sich so richtig schön festsetzen kann und deshalb dann die Behandlung auch aufwendiger und teurer wird?
https://www.tagesschau.de/ausland/europa…europa-100.html
Darin ist auch eine Übersicht zu Spanien als letztem Punkt. Die haben eine massive Zunahme an Krankschreibungen, die sich vermutlich auf massive Wartezeiten bei Diagnostik und nochmals bei Behandlungen ergeben. Also in diesem Fall zumindest sinken sehr kurzfristig die Kosten und steigen überproportional langfristig.
Da kann ich auch mal was zum Thema weiterleiten, wo ich nicht unbedingt mit allem übereinstimme. Aber interessante Gedanken sind auf jeden Fall dabei. Und aus denen kann sich ja jeder backen, was er will:
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Oh, jetzt kommen die Querdenker!
Oh, jetzt kommen die Querdenker!
Hast Du Dir den Beitrag angesehen?
Und hast Du meine Einleitung dazu gelesen:
ZitatDa kann ich auch mal was zum Thema weiterleiten, wo ich nicht unbedingt mit allem übereinstimme. Aber interessante Gedanken sind auf jeden Fall dabei. Und aus denen kann sich ja jeder backen, was er will:
Oder hast Du das reflexartig - ohne zu denken - sofort rausgehauen?
Hast Du Dir den Beitrag angesehen?
Und hast Du meine Einleitung dazu gelesen:
Oder hast Du das reflexartig - ohne zu denken - sofort rausgehauen?
Reflexartig. Ich kenne den Mann und habe schon genug von ihm gesehen, um zu wissen, dass das nicht sein Thema ist.
Rieck ist Spieltheoretiker. Das ist auf viele Themen anwendbar.
Mein befreundeter Arzt hat als Anfänger angemessen krank geschrieben. So 2-3 Tage. Dann hat er die Patienten aber in der selben Woche nochmal da sitzen gehabt. Bekanntermaßen gibt es dafür kein Geld von der Kasse.
Also...
Ich frage mich bei der ganzen Krankschreibungsgeschichte, warum in Deutschland seit Corona, Ukraine, Syrien-, Israel/Gaza und Irakkrieg sowie der damit verbundenen zurückgehenden wirtschaftlichen Entwicklung es gefühlt eine Zunahme von Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen gibt? Seit dieser Zeit nehmen auch die hasserfüllten Äußerungen aller Couleur in den sogenannten sozialen Netzen und nun auch vermehrt in der breiten Öffentlichkeit bei ganz banalen Dingen zu. Was ich so von meinen Ex-Kollegen aus den Rettungsdiensten und anderen verbundenen Bereichen höre, erschreckt mich und ich bin froh da raus zu sein. Hier sehe ich grundsätzlich eine Verpflichtung der Regierung durch Tun und Handeln strikt dagegenzuhalten. Bei einer Politik, die dem Bürger zugewandt ist erreicht man imho mehr als mit solchen Kinkerlitzchen wie der Krankschreibung ab dem 1. Tag, die sowieso für diejenigen nicht gilt, bei denen das in den ausgestalteten Tarifverträgen, dem individuellen Arbeitsvertrag oder auch einfach aus dem geübten Handeln in der jeweiligen Firma eh nicht zum Tragen kommt.
Auch hier in diesem Forum hält man sich daran ungemein lange fest. Diese Regelung ist dumm aber das wars doch dann auch. Weiter zu anderen Punkten..... ![]()
Die Diskussion jetzt könnte gewollt sein. Vernebelungstaktik. Denn eigentlich gibts ganz anderes zu entdecken.
Die Diskussion jetzt könnte gewollt sein. Vernebelungstaktik. Denn eigentlich gibts ganz anderes zu entdecken.
https://de.wikipedia.org/wiki/Berechtigtes_Interesse
Das scheint der Bruder zu sein von
https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96ffentliches_Interesse
der hilft unliebsame Strafverfahren einzustellen.
In der Pressekonferenz teilte Bundeskanzler Friedrich Merz gerade mit, dass man sich auf eine Steuerentlastung geeinigt habe.
600 Euro im Jahr nannte er.
Die Koalition will die Menschen mit mittlerem und geringem Einkommen entlasten. Familien mit Kindern sollen am stärksten profitieren.
Dazu findet sich heute ein - nach meinem Dafürhalten (siehe auch hier bereits in Nr. 81)
Diese sog. "Steuerreform" (bei Licht betrachtet ein "minimales Steuerreförmchen mit bestenfalls homöopathischer Wirkung") wird jedenfalls den seit Jahren zu konstatierenden "Investitionsboykott von privater Seite" - der Staatskonsum dagegen wächst weiterhin ... - nicht umkehren.
ziemlich treffender Kommentar des meist recht kundigen Manfred Schäfers (in der FAZ):
Die Steuer-Mogelpackung
Die Koalition hat rechtzeitig vor der Sommerpause eine schöne Entlastung kleine rund mittlerer Einkommen ins Schaufenster gestellt. Eine Familie mit zwei Kindern und einem zu versteuernden Gesamteinkommen von 60.000 Euro werde um mehr als 600 Euro im Jahr 2028 gegenüber heute entlastet, lautet die frohe Botschaft. Union und SPD verkünden vollmundig: "Das Entlastungsvolumen der Reform beläuft sich auf insgesamt circa 10 Milliarden Euro pro Jahr". Das klingt nach viel - und ist erschreckend wenig. Denn das Paket enthält zu einem großen Teil Dinge, zu denen die Regierung ohnehin verpflichtet ist: Da der Staat nicht besteuern darf, was der Bedürftigen zur Sicherung ihres Existenzminimums gewährt, sind der Grundfreibetrag und der Kinderfreibetrag regelmäßig anzupassen. Das Kindergeld wird entsprechend erhöht. Das ist das absolute Pflichtprogramm ...
Ergänzend kündigen sie (Union und SPD) an, den Eckwert für den Spitzensteuersatz um 722 Euro zu erhöhen. Das streckt den Tarif - aber leider nur marginal. Entsprechend gering ist der damit verbundene Entlastungseffekt. Der erhöhte Arbeitnehmerpauschbetrag hübscht das neue Netto auf. Doch die schönsten Zahlen für Familien mit Kindern können nicht verdecken, daß die schwarz-rote Koalition nicht einmal gewillt ist die kalte Progression auszugleichen. Das heißt: Das nominal höhere Netto ist real weniger wert, weil das Leben teurer geworden ist.
Ganz oben im Steuertarif geht es nicht um Entlastung, sondern um Belastung. Die sogenannte Reichensteuer wird verschärft. Der aktuelle Satz wird früher greifen, hinzu kommt ein neuer Satz von 47 Prozent. Klingbeil nennt das "Superreichensteuer". Das mag die sozialdemokratische Seele streicheln, hilft aber bestimmt nicht, Wachstumsblockaden zu lösen. Wer dem Mittelstand gezielt Mittel entzieht, darf sich nicht wundern, wenn Investitionen ausbleiben.
Was Union und SPD vorgelegt haben, ist weder ein Programm für Wachstum und Beschäftigung noch eine reale Entlastung. Es gibt auch keinen Ansatz, das komplexe Steuerrecht zu vereinfachen. Kurzum: Das ist nichts, was den Namen Reform verdient.
Conclusio aus meiner Sicht (siehe schon Nr. 161):
Ein ganz wesentlicher Punkt - konkrete Maßnahmen zur Senkung von Staatsausgaben - fehlt meines Wissens komplett. Deshalb können Steuer- und Abgabenbelastung - als logische Kehrseite der Medaille - kaum sinken. Die Wachstumswirkung dürfte gegen Null tendieren. Es sei denn, es würde (endlich) der seit so vielen Jahren diskutierte und geforderte Durchbruch beim Thema "Bürokratie" gelingen. Dagegen sprechen aber sowohl die bisherige Vorgehensweise der deutschen Politik als auch die immer weiter noch zunehmende EU-Regulatorik.
An die großen und entscheidenden Fragen hat die Koalition sich nicht herangetraut wie eine wirksame Unternehmenssteuerreform, die international wettbewerbsfähige Bedingungen wiederherstellt, wie konkrete Maßnahmen zur Senkung von Staatsausgaben, ebensolche zu einem deutlichen Bürokratieabbau, Einhegung der überbordenden EU-Regulatorik usw.
Dir weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !
Was ist der Spitzensteuersatz - und wann zahlst Du ihn?
Einkommensteuererklärung: Hol Dir Dein Geld vom Staat zurück
Mehr Netto jeden Monat - mit dem Lohnsteuerfreibetrag
Wer muss den Soli 2026 noch zahlen?
Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert
Was Finanztip ausmacht