Steuerreform 2027

  • Wir leisten uns ein Gesundheitssystem, bei dem sich einige der Solidargemeinschaft entziehen können

    Der Gedanken bis hin zum Wunsch oder Drang, sich einem System zu "entziehen", dürfte mit dem Grad des immer weiter Auseinanderfallens des im oder vom System "Geforderten" einerseits mit dem dafür im oder vom System "Gebotenen" andererseits ursächlich zusammenhängen.

    Ein Beispiel aus diversen (da es in Deinem Beitrag um das "Gesundheitssystem" ging): Für meinen Teil stand in meiner aktiven und langen Zeit als Selbständiger und als sog. "freiwillig gesetzlich Krankenversichertem" der KV-Beitrag (zudem ohne Arbeitgeberanteil) in einem immer dysfunktionaleren bis fast bizarren Verhältnis zum dafür Gebotenen. Das Procedere "Vorlage des letzte Ekst.-Bescheides bei der Krankenkasse zwecks Festsetzung des KV- Beitrags hatte ich schon vor Ewigkeiten beendet, verbunden mit der Zahlung des jeweils gültigen Höchstbeitrags.

    Bei der Notwendigkeit zeitnah einen Spezialisten zu konsultieren (zum Glück bei mir selten), bin ich generell als Selbstzahler aufgetreten. Das hat zwar meinen KV-Beitrag nicht zu mehr Angemessenheit verholfen - aber dem System in dem Fall wenigstens zu deutlich mehr Funktionalität.

    Ob "immer noch mehr Geld in dieses System" generell und überhaupt der richtige Ansatz sein kann, wäre eine eigenständige Frage. Schon jetzt haben wir nämlich - meines Wissens - eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt (ggf. das teuerste in der ganzen EU ... ?) - ohne aber dabei auch die entsprechenden Ergebnisse zu erzielen (Stichwort: Lebenserwartung - um nur ein Beispiel zu nennen).

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  • Ich finde die Leute aus BW sollten unbedingt das Kindergeld so bekommen, da dort die Industrie massiv abbaut wird BW eh das neue Saarland in Deutschland werden.

    Wir haben ja Gott sei Dank noch ein paar Unternehmen außerhalb der Automobilindustrie... SAP, Bosch, Stihl, Heidelberg Materials...

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Bosch hängt zu über der Hälfte an der Autoindustrie. Und wenn wir in 10 Jahren nach Wunsch der Politik alle elektrisch fahren, wird ein großer Teil der klassischen Bosch-Produkte nicht mehr gebraucht. Die haben noch eine ziemlich harte und wilde Zeit vor sich

  • Bosch hängt zu über der Hälfte an der Autoindustrie. Und wenn wir in 10 Jahren nach Wunsch der Politik alle elektrisch fahren, wird ein großer Teil der klassischen Bosch-Produkte nicht mehr gebraucht. Die haben noch eine ziemlich harte und wilde Zeit vor sich

    Hoffentlich fahren wir alle bald elektrisch, schade das die Autoindustrie und deren Zulieferer alle Trends verschlafen haben und alles China überlassen haben. Nur weiter an fossilem festzuhalten macht das ganze nur noch schlimmer. Einfach mal den Arsch hoch kriegen in der Industrie und nicht immer über zu hohe Kosten jammern. Innovationen und Unternehmertum sind jetzt gefragt, die fetten Jahre sind vorbei, es kommen noch sehr sehr viele Herausforderungen auf uns zu.

  • Hoffentlich fahren wir alle bald elektrisch, schade das die Autoindustrie und deren Zulieferer alle Trends verschlafen haben und alles China überlassen haben. Nur weiter an fossilem festzuhalten macht das ganze nur noch schlimmer. Einfach mal den Arsch hoch kriegen in der Industrie und nicht immer über zu hohe Kosten jammern. Innovationen und Unternehmertum sind jetzt gefragt, die fetten Jahre sind vorbei, es kommen noch sehr sehr viele Herausforderungen auf uns zu.

    Wenn die divi aus dem Jobabbau und Subventionen bezahlt wird anstatt in Innovationen zu investieren muss man halt bei Staat rumweinen.

  • Wenn die divi aus dem Jobabbau und Subventionen bezahlt wird anstatt in Innovationen zu investieren muss man halt bei Staat rumweinen.

    Deswegen auch Staat (Subvention) abbauen und den freien Markt alles regeln lassen. Predige ich seit Monaten. Nur Wettbewerb führt zu Fortschritt und Innovation.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Deswegen auch Staat (Subvention) abbauen und den freien Markt alles regeln lassen. Predige ich seit Monaten. Nur Wettbewerb führt zu Fortschritt und Innovation.

    Ja das sieht man. Im Wettbewerb hat die deutsche Industrie komplett versagt trotz Subventionen.

    Daraus aber abzuleiten das man alles Deregulieren muss halte ich für die falsche These. Das sage ich auch seit Monaten. Und nu?

  • Dank Subventionen, nicht trotz...

    Genau. Blenden wir das vollkommene Versagen der Firmen mal aus und schieben es auf den Staat. Jetzt bitte noch über den hohen Strompreis beschweren und vom Staat Lösungen fordern, aber natürlich nicht mit Subventionen.

    Der Markt regelt nicht wirklich etwas. Die "unsichtbare Hand" ist eine veraltete Theorie die wenn überhaupt nur in perfekten Märkten, die faktisch niemals existieren werden, funktioniert. Das haben die Märkte in den letzten Jahrzenten eindrucksvoll bewiesen.

  • Genau. Blenden wir das vollkommene Versagen der Firmen mal aus und schieben es auf den Staat. Jetzt bitte noch über den hohen Strompreis beschweren und vom Staat Lösungen fordern, aber natürlich nicht mit Subventionen.

    Der Markt regelt nicht wirklich etwas. Die "unsichtbare Hand" ist eine veraltete Theorie die wenn überhaupt nur in perfekten Märkten, die faktisch niemals existieren werden, funktioniert. Das haben die Märkte in den letzten Jahrzenten eindrucksvoll bewiesen.

    Wir hatten in den letzten Jahrzehnten doch gerade keinen freien Markt. Der Staat hat an unzähligen Stellen massiv eingegriffen, durch Subventionen, Regulierungen, Steuern, Förderprogramme und industriepolitische Vorgaben. Wenn der Staat Risiken immer wieder sozialisiert und Fehlanreize durch Subventionen setzt, sinkt auch der Druck, effizient zu wirtschaften und sich rechtzeitig auf neue Entwicklungen einzustellen.

    Beim Strompreis liegt ebenfalls vor allem politisches Versagen vor. Deutschland hat funktionierende Kernkraftwerke abgeschaltet, obwohl der Ausbau von Netzen, Speichern und grundlastfähigen Alternativen noch längst nicht weit genug war. Das Ergebnis sehen wir heute -> hohe Strompreise und Stromimporte, unter anderem aus Kernenergie! Das war wiedermal eine ideologisch getriebene Entscheidung und keine technologische.

    Immer wenn etwas nicht funktioniert, lautet die Antwort “mehr Staat”. Ich halte den Staat aber nicht für den besseren Unternehmer oder Investor. Er sollte den Rahmen setzen, nicht permanent versuchen, den Markt zu ersetzen.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Wir hatten in den letzten Jahrzehnten doch gerade keinen freien Markt. Der Staat hat an unzähligen Stellen massiv eingegriffen, durch Subventionen, Regulierungen, Steuern, Förderprogramme und industriepolitische Vorgaben. Wenn der Staat Risiken immer wieder sozialisiert und Fehlanreize durch Subventionen setzt, sinkt auch der Druck, effizient zu wirtschaften und sich rechtzeitig auf neue Entwicklungen einzustellen.

    :thumbup:

    Beim Strompreis liegt ebenfalls vor allem politisches Versagen vor. Deutschland hat funktionierende Kernkraftwerke abgeschaltet, obwohl der Ausbau von Netzen, Speichern und grundlastfähigen Alternativen noch längst nicht weit genug war. Das Ergebnis sehen wir heute -> hohe Strompreise und Stromimporte, unter anderem aus Kernenergie! Das war wiedermal eine ideologisch getriebene Entscheidung und keine technologische.

    :thumbup:

    Immer wenn etwas nicht funktioniert, lautet die Antwort “mehr Staat”. Ich halte den Staat aber nicht für den besseren Unternehmer oder Investor. Er sollte den Rahmen setzen, nicht permanent versuchen, den Markt zu ersetzen.

    Einen ganz eigenen "Charme" entfaltet es übrigens, wenn ausgerechnet die Leute, die mit ihrem Etatismus, Interventionismus, Dirigismus und Zentralismus die Marktmechanismen fast oder nahezu ganz ausgeschaltet haben, dann posaunend feststellen:

    "Der Markt funktioniert nicht !"


    War sonst noch was ... ? Ach ja ...

    Erinnert mich an eine legendäre Runde in Brüssel (müßte um 2013 gewesen sein) mit einem legendären Einwurf eines Briten. Thema war (mal wieder) den Euro weiterhin irgendwie zu retten. In dem Kontext fiel die Aussage eines Franzosen: "This EU and the Euro are not working, which is why we need more EU and more Countries in the Euro". Die britische Stimme aus dem Hintergrund: "So even more of the same failing ?"

  • Auch wenn es hier nicht zum Thema gehört, muss man das schonmal klarstellen. Die Abschaltung der letzten Kernreaktoren hatte einen verschwindend geringen Einfluss auf die Strompreise. Im Gegensatz zu unserer immer noch viel zu hohen Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.

    Und wer auf Kernenergie steht, mag gerne mal einen Blick über die Grenze nach Frankreich werfen. Die ersten Reaktoren sind mal wieder abgeschaltet

  • Wir hatten in den letzten Jahrzehnten doch gerade keinen freien Markt. Der Staat hat an unzähligen Stellen massiv eingegriffen, durch Subventionen, Regulierungen, Steuern, Förderprogramme und industriepolitische Vorgaben. Wenn der Staat Risiken immer wieder sozialisiert und Fehlanreize durch Subventionen setzt, sinkt auch der Druck, effizient zu wirtschaften und sich rechtzeitig auf neue Entwicklungen einzustellen.

    Beim Strompreis liegt ebenfalls vor allem politisches Versagen vor. Deutschland hat funktionierende Kernkraftwerke abgeschaltet, obwohl der Ausbau von Netzen, Speichern und grundlastfähigen Alternativen noch längst nicht weit genug war. Das Ergebnis sehen wir heute -> hohe Strompreise und Stromimporte, unter anderem aus Kernenergie! Das war wiedermal eine ideologisch getriebene Entscheidung und keine technologische.

    Immer wenn etwas nicht funktioniert, lautet die Antwort “mehr Staat”. Ich halte den Staat aber nicht für den besseren Unternehmer oder Investor. Er sollte den Rahmen setzen, nicht permanent versuchen, den Markt zu ersetzen.

    Immer wenn etwas nicht funktioniert schreien alle mehr Markt. Das der es nicht kann sehen wir wenn es dann schlechter wird und schreien noch mehr Markt.🤷

  • Auch wenn es hier nicht zum Thema gehört, muss man das schonmal klarstellen. Die Abschaltung der letzten Kernreaktoren hatte einen verschwindend geringen Einfluss auf die Strompreise. Im Gegensatz zu unserer immer noch viel zu hohen Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.

    Und wer auf Kernenergie steht, mag gerne mal einen Blick über die Grenze nach Frankreich werfen. Die ersten Reaktoren sind mal wieder abgeschaltet

    Wir haben dafür jetzt einen der teuersten und gleichzeitig dreckigsten Energiemixe in Europa. Top! :)

    Anfang März zeigten sich an der Strombörse deutliche Preisunterschiede zwischen Deutschland und Frankreich. Während deutsche Stromverträge für den Mai bei rund 86,80 Euro pro Megawattstunde gehandelt wurden, lag der Preis in Frankreich laut EEX-Daten bei etwa 22,06 Euro pro Megawattstunde.

    Ein wesentlicher Grund für diese Differenz ist der Energiemix: Frankreich deckt rund 70 Prozent seines Strombedarfs über Kernenergie und setzt weiterhin stark auf Atomkraft, die dort auch langfristig bis 2050 eine zentrale Rolle spielen soll. Frühere Pläne zur Abschaltung mehrerer Reaktoren wurden inzwischen teilweise revidiert – viele Anlagen sollen weiterbetrieben oder länger genutzt werden. Dadurch bleibt die Stromversorgung auch bei schwankender Einspeisung aus Wind und Sonne vergleichsweise stabil.

    In Deutschland sieht die Situation anders aus. Hier müssen bei Dunkelflauten vor allem Kohle- und Gaskraftwerke einspringen, wenn Wind und Sonne nicht ausreichend Strom liefern. Die letzten drei Kernkraftwerke – Emsland, Isar 2 und Neckarwestheim 2 – wurden am 15. April 2023 endgültig vom Netz genommen. Gleichzeitig wurde ein Teil der Stromerzeugung als Reaktion auf die Energiekrise vom teuren Importgas auf Kohle verlagert, obwohl Kohlestrom hohe CO₂-Emissionen verursacht. Eine Rückkehr zur Atomkraft schloss Kanzler Merz allerdings im März aus.

    Quelle: https://www.fr.de/wirtschaft/rea…r-94373515.html


    Immer wenn etwas nicht funktioniert schreien alle mehr Markt. Das der es nicht kann sehen wir wenn es dann schlechter wird und schreien noch mehr Markt.🤷

    Die letzten 20 Jahre sind, wie bereits in Beitrag #955 erläutern, von staatlich-ideologischen Eingriffen geprägt (je nachdem, welche Partei[en] gerade das Sagen haben). Genau deswegen befinden wir uns gerade in der aktuellen Situation.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Ganz generell: Im Kontext mit dem Strangtitel "Steuerreform" dürfte es zu den schlechtesten Empfehlung überhaupt gehören

    gerne mal einen Blick über die Grenze nach Frankreich werfen.

    ausgerechnet "seinen Blick nach Frankreich zu werfen". Ein Land, das schon lange als Paradebeispiel für Reformunfähigkeit gilt.

    Zugegebenermaßen: Hierzulande scheint man diesem Paradebeispiel seit einigen Jahren unbedingt nacheifern zu wollen ...

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