Wir leisten uns ein Gesundheitssystem, bei dem sich einige der Solidargemeinschaft entziehen können
Der Gedanken bis hin zum Wunsch oder Drang, sich einem System zu "entziehen", dürfte mit dem Grad des immer weiter Auseinanderfallens des im oder vom System "Geforderten" einerseits mit dem dafür im oder vom System "Gebotenen" andererseits ursächlich zusammenhängen.
Ein Beispiel aus diversen (da es in Deinem Beitrag um das "Gesundheitssystem" ging): Für meinen Teil stand in meiner aktiven und langen Zeit als Selbständiger und als sog. "freiwillig gesetzlich Krankenversichertem" der KV-Beitrag (zudem ohne Arbeitgeberanteil) in einem immer dysfunktionaleren bis fast bizarren Verhältnis zum dafür Gebotenen. Das Procedere "Vorlage des letzte Ekst.-Bescheides bei der Krankenkasse zwecks Festsetzung des KV- Beitrags hatte ich schon vor Ewigkeiten beendet, verbunden mit der Zahlung des jeweils gültigen Höchstbeitrags.
Bei der Notwendigkeit zeitnah einen Spezialisten zu konsultieren (zum Glück bei mir selten), bin ich generell als Selbstzahler aufgetreten. Das hat zwar meinen KV-Beitrag nicht zu mehr Angemessenheit verholfen - aber dem System in dem Fall wenigstens zu deutlich mehr Funktionalität.
Ob "immer noch mehr Geld in dieses System" generell und überhaupt der richtige Ansatz sein kann, wäre eine eigenständige Frage. Schon jetzt haben wir nämlich - meines Wissens - eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt (ggf. das teuerste in der ganzen EU ... ?) - ohne aber dabei auch die entsprechenden Ergebnisse zu erzielen (Stichwort: Lebenserwartung - um nur ein Beispiel zu nennen).