Lindner hat in einem Interview zu politischen Gestaltungsmöglichkeiten gesagt, wenn ein Politiker eine 180 Grad Wende ansagt, kann er froh sein, wenn er eine Kursänderung von 45 Grad erreicht (frei wiedergegeben).
Steuerreform 2027
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Tomarcy -
2. Juli 2026 um 09:10 -
Erledigt
KI-Zusammenfassung
: Welche Steuerentlastungen Familien und mittlere oder niedrige Einkommen erreichen und wie eine AU-Pflicht ab dem ersten Krankheitstag praktisch laufen soll, ist nach den Koalitionsplänen noch in vielen Punkten offen.
Welche Steuerentlastungen Familien und mittlere oder niedrige Einkommen erreichen und wie eine AU-Pflicht ab dem ersten Krankheitstag praktisch laufen soll, ist nach den Koalitionsplänen noch in vielen Punkten offen.
- Viele Beiträge sehen die Steuerentlastung kritisch, weil die genannten 600 € erst 2028 und nur für bestimmte Familien gelten sollen.
- Mehrere Beiträge betonen zur AU ab Tag eins, dass der Arztbesuch laut genannten Aussagen nicht zwingend am ersten Krankheitstag stattfinden soll.
- In der Community bleibt die Wirkung auf Praxen umstritten, weil einige weniger Missbrauch erwarten und viele mehr Belastung durch zusätzliche Arztbesuche befürchten.
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Lindner hat in einem Interview zu politischen Gestaltungsmöglichkeiten gesagt, wenn ein Politiker eine 180 Grad Wende ansagt, kann er froh sein, wenn er eine Kursänderung von 45 Grad erreicht (frei wiedergegeben).
Dann macht die Aussage von Annalena jetzt auch Sinn mit ihrer 360° Wende, die wollte nur in die andere Richtung und hat etwas stärker eingelenkt um am Ende Richtig rauszukommen, genial.
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Haben Wirtschaftswissenschaftler und erst recht Politiker dadurch sehr eingeschränkte Möglichkeiten, überhaupt gestalterisch erfolgreich in dem Bereich tätig zu sein? Müssten sie dann mehrere alternative - vielleicht sogar konträre - Optionen in Betracht ziehen und ausprobieren, die Ergebnisse und Konsequenzen hiervon permanent monitoren und ihre Aktivitäten entsprechend anpassen? Ist ein Politik-Apparat mit den gegebene Verfahren vielleicht sogar zu träge, um auf die raschen Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu reagieren?
Einfache Antwort - Ja.
Gerade in einer Demokratie und dann noch bei Großprojekten haben Politiker nur "sehr eingeschränkte Möglichkeiten". Man nehme nur so ein Megaprojekt, wie Stuttgart 21, unanhängig, wie man selber dazu steht. Inklusive den Planungen, sogar ohne den Bauverzögerungen, ist das ein Projekt über Jahrzehnte. Jetzt kann sich jeder mal ausrechnen, wie viele Regierungen auf Bundes-, Landes- und Stadtebene da mitgeredet haben. Hinzu kommen noch zig Firmen, Berater etc. Da sind wir wieder, wie ich oben geschrieben habe bei der Chaostheorie oder viele Köche verderben den Brei. Ganz ehrlich gesagt, da ist jeder überfordert. Natürlich gibt es auch dafür Lösungen aus der Lehre, sprich Wissenschaft. Das Großprojekt in möglichst kleine selbständige Einzelprojekte aufteilen, die natürlich einfacher zu händeln sind. Ich persönlich möchte mit den Verantwortlichen für ein solches Großprojekt auf jeden Fall nicht tauschen. Ich habe einen heiden Respekt vor diesen Menschen. Da gibt es keine 35 oder 38,5 Stunden-Woche.
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... mein Junior, ist 19 ...
Respekt, du Schwerenöter, du. 😉
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Man nehme nur so ein Megaprojekt, wie Stuttgart 21
Naja...das Problem bei solchen Großprojekten in Deutschland ist halt, dass man die erst absichtlich günstig rechnet, damit sie überhaupt durchkommen. Das ist ein rein politisches Problem. Die Volksabstimmung vor 15 Jahren war ja auch auf einer Basis, die mit heutiger Realität nur noch entfernt zu tun hat (und persönlich muss ich sagen, das überrascht mich nicht). Die Rechnung für die wahren Probleme bekommt dann irgendein Nachfolger. In der Schweiz läuft das anders...da werden erstmal alle Informationen gesammelt, die man bekommen kann und dann auf der Basis eine Ausschreibung gemacht. Das lässt die Projekte natürlich initial teurer erscheinen, dafür sind die Generalunternehmer dann auch in der Pflicht pünktlich und zum vereinbarten Preis zu liefern. Und erhalten sogar einen Bonus, wenn es schneller geht.
Wie gesagt, es ist eine rein politische Entscheidung, wie man Projekte aufzieht. Wer ehrlich ist, wird vermutlich nicht alle Herzensprojekte durchbekommen, aber so ist das Leben. Und manchmal ist es auch einfach sinnvoll, das begrenzt verfügbare Geld anderweitig zu investieren. Stuttgart war bei weitem nicht das einzige 21er Projekt: https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_21
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Haben Wirtschaftswissenschaftler und erst recht Politiker dadurch sehr eingeschränkte Möglichkeiten, überhaupt gestalterisch erfolgreich in dem Bereich tätig zu sein? Müssten sie dann mehrere alternative - vielleicht sogar konträre - Optionen in Betracht ziehen und ausprobieren, die Ergebnisse und Konsequenzen hiervon permanent monitoren und ihre Aktivitäten entsprechend anpassen? Ist ein Politik-Apparat mit den gegebene Verfahren vielleicht sogar zu träge, um auf die raschen Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu reagieren? Oder gibt es auch eindeutige Kriterien, wie die Verteuerung der Energiekosten, die eher einvernehmlich als Standortnachteil gewertet werden können?
Da gibt es in der Politikwissenschaft sehr viele Theorien dazu, die zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.
Meiner Ansicht nach ist es so, dass es diese Möglichkeiten zwar gibt, der politische Akteur aber gegen Beharrlichkeitskräfte ankämpfen muss, die umso stärker sind, je länger in diesem konkreten Politikfeld in die gleiche Richtung gefahren wurde.
Nehmen wir das Beispiel Verteuerung der Energiekosten, weil du es ins Spiel gebracht hast:
Maßgebliche Akteure sind hier pro Kostensenkung Verbraucher und Wirtschaft, im Contra finden sich Energieunternehmen, Umweltschutzverbände und Klimaschützer.
Als Politiker findet man sich jetzt sehr schnell in verschiedenen Terminen mit Vertretern dieser Stakeholder, dazu kommt noch, dass mittlerweile schnell und gerne geklagt wird, wenn das Ergebnis nicht den Wünschen entspricht, insbesondere auf der Contra-Seite.
Was würde helfen? Konsequente Regeln für Lobbyismus, Einschränkungen der Klagemöglichkeiten und Verfahren wie runde Tische. Letztere dauern aber wieder lange.
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Die Energiekosten sind hoch, weil Putin einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt und weil Trump den Iran angreift. Die Erneuerbaren wirken hier äußerst kostendämpfend.
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Runde Tische bringen Ergebnisse, die realitätstaugliche Kompromisse sind. Das ist ihre große Stärke. Gut besetzte Kommissionen bringen gute Vorschläge.
Bringt mehr als die Entscheidungsmacht eines Kanzlers, der sich nie in die "Niederungen" der Wahlkampfarbeit begeben hat und (auch) deshalb jeden Fettnapf mitnimmt.
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Was würde helfen? Konsequente Regeln für Lobbyismus, Einschränkungen der Klagemöglichkeiten und Verfahren wie runde Tische. Letztere dauern aber wieder lange.
Das doktert nur an den Symptomen rum. Kernproblem ist die Asymmetrie, die sich fast immer finden lässt. Für eine gewisse Gruppe geht es um sehr viel...egal ob wir jetzt über Förderungen für energieeffiziente Immobilien reden, Kaufanreize für Elektroautos oder was anderes. Für die Allgemeinheit geht es um relativ wenig...die Elektroförderung beispielsweise sind weniger als 40€ pro Kopf. Und das über mehrere Jahre. Und da reden wir nur über die finanziellen Aspekte, bei vielen Projekten geht es auch um sehr praktische Nachteile. Wer ein über 200m hohes Windrad in 600m Entfernung vom Dorf bekommt...
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Wer ein über 200m hohes Windrad in 600m Entfernung vom Dorf bekommt...
Es gibt immer eine Lösung. Aber dazu müssten alle an einen "runden Tisch".
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Es gibt immer eine Lösung. Aber dazu müssten alle an einen "runden Tisch".
Glaubst du? Mit ein bisschen Reden ist es in dem Fall nicht getan. Neben Wertverlusten am Eigenheim in der Größenordnung von einem bis mehreren Jahresgehältern kommen in dem Fall ja die ganz praktischen Nachteile wie Schall und Schattenwurf. Ich bezweifle, dass sich so ein Projekt rechnet, wenn man die Anwohner ehrlich entschädigen würde.
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In anderen Orten wurde der Standort verlegt und/oder ein anderes Windradmodell gestellt. Die teuerste Lösung für die Konzerne ist ein Abbau. Das ist auch schon vorgekommen.
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Neben Wertverlusten am Eigenheim in der Größenordnung von einem bis mehreren Jahresgehältern kommen in dem Fall ja die ganz praktischen Nachteile wie Schall und Schattenwurf.
Es gibt gesetzliche Regelungen. Hat jemand schon mal den DWD verklagt, weil der Wolken voraussagt, die dann auch noch real für Schattenwurf sorgen?
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Es gibt gesetzliche Regelungen. Hat jemand schon mal den DWD verklagt, weil der Wolken voraussagt, die dann auch noch real für Schattenwurf sorgen?
Das muss doch schon wehtun?
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Das doktert nur an den Symptomen rum. Kernproblem ist die Asymmetrie, die sich fast immer finden lässt. Für eine gewisse Gruppe geht es um sehr viel...egal ob wir jetzt über Förderungen für energieeffiziente Immobilien reden, Kaufanreize für Elektroautos oder was anderes. Für die Allgemeinheit geht es um relativ wenig...die Elektroförderung beispielsweise sind weniger als 40€ pro Kopf. Und das über mehrere Jahre. Und da reden wir nur über die finanziellen Aspekte, bei vielen Projekten geht es auch um sehr praktische Nachteile. Wer ein über 200m hohes Windrad in 600m Entfernung vom Dorf bekommt...
Das ist absolut richtig. Dazu kommt noch auf der kommunalen Ebene ein gewisser Pragmatismus. Einer meiner Dozenten hat im Bereich neue Steuerungsinstrumente geforscht. Das Problem ist, dass es da dann Vorgaben gibt, beispielsweise Budgetierung und Prioritätslisten, die Herrn Gemeinderäte sich aber trotzdem davon beeindrucken lassen, dass Einwohner bei ihnen vorsprechen und ihr Problem schnell und unbürokratisch gelöst haben wollen, egal ob Budget dafür da ist oder die interne Priorisierung es nach unten gesetzt hat.
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OT-Anfang
Werter andiii_98 , Du hast zum x-ten Male ein Smiley "verwirrend" unter mehrere Beiträge von mir - selbst unter einfache und schlichte - als sog. "Reaktion" geheftet (noch dazu in mehreren Strängen). Zudem ohne jede klärende Nachfrage.
Gehe Du bitte vom folgenden aus: Wie Beiträge von mir hier bewertet werden, ist für mich tendenziell und offen gesagt - von wenigen Protagonisten abgesehen - ohne Bedeutung. Hier lesen manchmal aber beispielsweise zwei meiner Patenkinder mit (eine um die 30, einer < 20). Selbst diese jungen Menschen (aus meiner Warte) haben noch nie einen meiner Beiträge als "verwirrend" empfunden - sondern sich oftmals gut informiert, gut unterhalten und teilweise auch amüsiert gefühlt ...
Hoffe daher, ich muß mir keine Gedanken um Dich und Dein Leseverständnis machen ... ?
Dir nichtsdestotrotz weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !
OT-Ende
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Das Problem ist, dass es da dann Vorgaben gibt, beispielsweise Budgetierung und Prioritätslisten, die Herrn Gemeinderäte sich aber trotzdem davon beeindrucken lassen, dass Einwohner bei ihnen vorsprechen und ihr Problem schnell und unbürokratisch gelöst haben wollen, egal ob Budget dafür da ist oder die interne Priorisierung es nach unten gesetzt hat.
Ja, aber woher kommt das? Das ist eben die Asymmetrie bei der Arbeit. Egal ob es um das neue Gewerbegebiet geht, das die Firma Müllermeier, großer Arbeitgeber im Ort, für ihren neuen Standort unbedingt sofort erschlossen haben will oder im ganz Großen um Zölle, Förderungen oder gesetzliche Regelungen für ganze Branchen. Milton Friedman hat das sehr schön beschrieben: https://drt.cmc.edu/2025/03/14/milton-friedman-on-tariffs/
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Wie in der Schule, wenn man etwas nicht versteht, bitte melden und nachfragen. Oder wie ich immer sage auch im Internet gilt die reale Welt.
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Hallo Forumsfreund Hmpf
Kompliment für die Matheaufgabe: Das ist eine "Eins Plus" !
Viele Grüße McProfit
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Einfache Antwort - Ja.
Gerade in einer Demokratie und dann noch bei Großprojekten haben Politiker nur "sehr eingeschränkte Möglichkeiten". Man nehme nur so ein Megaprojekt, wie Stuttgart 21, unanhängig, wie man selber dazu steht. Inklusive den Planungen, sogar ohne den Bauverzögerungen, ist das ein Projekt über Jahrzehnte. Jetzt kann sich jeder mal ausrechnen, wie viele Regierungen auf Bundes-, Landes- und Stadtebene da mitgeredet haben. Hinzu kommen noch zig Firmen, Berater etc. Da sind wir wieder, wie ich oben geschrieben habe bei der Chaostheorie oder viele Köche verderben den Brei. Ganz ehrlich gesagt, da ist jeder überfordert. Natürlich gibt es auch dafür Lösungen aus der Lehre, sprich Wissenschaft. Das Großprojekt in möglichst kleine selbständige Einzelprojekte aufteilen, die natürlich einfacher zu händeln sind. Ich persönlich möchte mit den Verantwortlichen für ein solches Großprojekt auf jeden Fall nicht tauschen. Ich habe einen heiden Respekt vor diesen Menschen. Da gibt es keine 35 oder 38,5 Stunden-Woche.
Es gibt Länder, da fällt so etwas wie Stuttgart 21 unter die Rubrik "Kleinprojekte".
In China baut man einen riesigen Bahnhof auf einem Berg innerhalb von 38 Monaten:
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