Haus der Eltern Kredit übernehmen

  • Meine Eltern haben Probleme eine Anschlussfinanzierung für ihr Haus zu bekommen, jetzt war der Gedanke das Haus schenkweise auf mich zu übertragen, ich soll dann die Restschuld begleichen, also die Kreditraten zahlen. Ich überlege ob das für mich eine sinnvolle Vorgehensweise ist, oder ob es finanziell für mich mehr Risiken als Chancen birgt. Ich bin 35 und verdiene 4.500 netto.

    Hauswert ca 550.000€

    Restschuld ca 155.000 €

    Meine Eltern wollen ein Nießbrauchsrecht haben und unentgeltlich weiter dort wohnen und nur ihre Umlagen als Strom usw zahlen. Instandhaltungen soll ich tragen. Derzeit investiere ich ca 1000€ monatlich in etf und bin damit sehr zufrieden, für mich ist das eine gute Strategie zum Vermögensaufbau, zumal etwas flexibler als eine Immobilie, weil ich auch meine Lebensentscheidungen (kinder usw) noch nicht getroffen habe.

    Meine Eltern argumentieren damit dass ich mehr Wert bekomme als ich abzahlen müsste, wenn sie es verkaufen müssten könnte ich es auch nicht mehr erben - ich mache mir aber Sorgen, dass mich das finanziell überfordert bzw es für mich wirtschaftlich keinen vorteil bringen würde, außerdem müsste ich meine bisherige etf rate für die kreditraten einsetzen, obwohl das keine gewählte strategie zum vermögensaufbau ist.


    Wie seht ihr diese Konstellation ? Mehr Chance oder mehr Risiko?

  • Unsere Empfehlungen zu diesem Thema

    Klickst Du auf eine Empfehlung mit *, unterstützt das unsere Arbeit. Finanztip bekommt dann eine Vergütung. Empfehlungen geben wir immer nur redaktionell unabhängig und nach strengen Finanztip-Kriterien. Mehr Infos

    Von unseren Finanztip-Experten getestet

    Was Finanztip ausmacht
    Finanztip Bewertungen
  • Kater.Ka 6. Oktober 2026 um 20:36

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Ein paar Gedanken dazu.

    • Was sagt dein Bauchgefühl? Klingt für mich, als wolltest du es nicht wirklich so machen wollen.
    • Nießbrauch heißt, dass deine Eltern alle Ausgaben und Einnahmen tragen müssen. Meinen die vielleicht ein Wohnrecht?
    • Wer steht im Grundbuch (im Hinblick auf Freibeträge bei der Schenkung)?
    • Hast du dir schon Angebote eingeholt?
    • Möchtest du das Haus überhaupt haben?
    • Was ist der Grund, dass deine Eltern keine Finanzierung bekommen?
    • Wie alt ist das Haus? Stehen Reparaturen etc. an?
    • Wann läuft die Zinsbindung aus?
    • Wurde in den letzten zehn Jahren der Freibetrag genutzt?
    • Viele, wenn nicht sogar alle, Banken möchten vom Rang her vor den Krediten stehen, damit sie die Immobilie im Fall der Fälle ohne das Nießbrauchrecht zu Geld machen können.
    • ….
  • Deine Eltern wollen was von DIR. Also machst DU auch die Regeln, nicht sie. Wenn sie Nießbrauch wollen, können sie ihn gerne haben. Dann zahlen aber auch SIE die Instandhaltung ;)

    Alles in allem hört es sich so an, als hättest du ein schlechtes Gefühl. Dem würde ich trauen....

  • Ui da wird mit der Immobilie viel Druck ausgeübt und wenn es nicht deinem freien Willen entspricht würde ich es nicht machen. Da deine Lebensentscheidungen noch nicht getroffen sind würde ich mir diese Freiheiten nicht verbauen.

    Meine Eltern wollten das damals auch. Den Übertragsvertrag habe ich dem Vater meines Freundes gegeben und der hat mir dann haarklein auseinander gedröselt.
    Das war sehr hilfreich und ich habe den Vertrag ausgeschlagen.

    Was passiert wenn deine Eltern griesgrämig werden und dich durch die Immobilie schikanieren wollen bzw. Können?

    Lass dir die Freiheit des Lebens nicht durch Steine blockieren die du nicht haben möchtest.
    Sollte der Verlust der Steine dich unglücklich machen musst du anders entscheiden.

    Lass dich zu nichts drängen und erkläre deine Entscheidung deinen Eltern.


    Du bist für dein Leben verantwortlich und nicht für das deiner Eltern. Deine Eltern können mit ihrem Vermögen machen was sie wollen, aber es sieht für mich so als ob sie dir damit Fussfesseln anlegen würden. Das kann nicht im Sinne deiner Eltern sein.

    Euch gute Finanzentscheidungen.

  • Danke für die bisherigen Antworten - meine Sorge sind in erster Linie die Kreditraten, die ich ohne derzeit spürbaren Gegenwert aufbringen müsste - normalerweise würde durch Kreditraten für eine Immobilie ja die eigene Miete wegfallen oder durch Vermietung eine Miete eingenommen werden. Ich hätte gegenwärtig die doppelte Belastung aus eigener Miete ubd Kreditrate für das Haus (insg. ca 2000€). Meine Eltern sagen andererseits bekäme so "für 150.000€ Kredit ein Haus im Wert von 550.000€". Das mag sein, aber ich habe etwas Sorge vor der finanziellen Belastung und unabsehbarer Entwicklungen, andererseits habe ich Sorge eine gute Gelegenheit für meinen Vermögensaufbau verstreichen zu lassen (jetzt ganz unabhängig von der emotionalen Komponente, die diese Konstellation auch birgt)

  • Meine Eltern haben Probleme eine Anschlussfinanzierung für ihr Haus zu bekommen

    Was sind denn die Probleme?
    Überhaupt eine Anschlussfinanzierung zu bekommen oder nur eine mit einem höheren Zins als aktuell?
    Je nachdem, kann man sich evtl. auch mit einem Teil der Rate beteiligen... was heißt es, wenn sie wirklich keine Anschlussfinanzierung bekommen? Hausverkauf?

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • Lass es ! Du wirst in was hineingedrängt das du eigentlich nicht willst. Du bist mit 35 und einer Sparrate von 1000€ !! (Respekt von mir dafür) auf gar kein Erbe angewiesen, sollen sie doch das Haus verkaufen und in Miete ziehen, ist dann das beste für alle. Bedenke das du wenn das Haus auf dich steht, du die Raten zahlen musst, du bei deinem Gehalt auch noch als Vermögend eingestuft wirst und auch noch die Pflege deiner Eltern im Notfall zahlen musst. Lass deine Eltern das Vermögen nach einem Hausverkauf haben, dann ist auch Geld für eine evtl. Pflege da.

  • Danke für die bisherigen Antworten - meine Sorge sind in erster Linie die Kreditraten, die ich ohne derzeit spürbaren Gegenwert aufbringen müsste - normalerweise würde durch Kreditraten für eine Immobilie ja die eigene Miete wegfallen oder durch Vermietung eine Miete eingenommen werden. Ich hätte gegenwärtig die doppelte Belastung aus eigener Miete ubd Kreditrate für das Haus (insg. ca 2000€). Meine Eltern sagen andererseits bekäme so "für 150.000€ Kredit ein Haus im Wert von 550.000€". Das mag sein, aber ich habe etwas Sorge vor der finanziellen Belastung und unabsehbarer Entwicklungen, andererseits habe ich Sorge eine gute Gelegenheit für meinen Vermögensaufbau verstreichen zu lassen (jetzt ganz unabhängig von der emotionalen Komponente, die diese Konstellation auch birgt)

    Ich kann dich komplett verstehen, und würde mich an deiner Stelle auch nicht drängen lassen.
    Dann sollen Sie das Haus halt verkaufen, und in eine kleine Wohnung ziehen. Wenn am Ende noch Geld vom Hausverkauf vererbt wird, ist das für dich deutlich angenehmer (jedenfalls mit deutlich weniger Pflichten verbunden).

    Ich stehe gewissermaßen auf der "anderen Seite". Wir haben ein Haus und zwei Kinder, und für mich war von Anfang klar, dass meine Frau und ich das Haus irgendwann mal verkaufen und uns vom Geld einen halbwegs schönen Lebensabend machen werden und was an Geld (falls überhaupt...)dann noch übrig ist, bekommen die Kinder 50:50 als Erbe. Meine Frau sieht das mittlerweile aber etwas anders, sie möchte das Haus unbedingt erhalten und den Kindern schenken. Auf meine Einwände, dass man das Haus schlecht teilen kann und es dann am Ende darauf hinauslaufen wird, dass die Kinder das Haus verkaufen und den Erlös teilen, geht sie momentan nicht ein. Da ist noch einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten ;) Aber bis das Thema wirklich akut wird, haben wir noch einige Jahre.

    Du solltest dich jedenfalls nicht drängen lassen. Die Entscheidung für das Haus haben deine Eltern damals getroffen, und sie müssen nun selbst sehen, wie sie damit klar kommen. Das klingt jetzt hart, aber du bist nicht dafür verantwortlich, die Entscheidungen deiner Eltern im Nachhinein zu "heilen".

  • Schwierige Entscheidung. Du bist etwas in der Zwickmühle. Nießbrauch hat so seine Eigenheiten. Insbesondere, wenn Deine Eltern mal zu Pflegefällen werden. Deswegen wäre ich hier auch hochgradig skeptisch.

    Die Frage ist, was ist die Alternative? Viel Familienärger und am Ende, wenn es hart auf hart kommt, würdest Du Deine Eltern ja auch nicht auf der Straße sitzen lassen.

    Wir haben relativ wenig Rahmenbedingungen.

    Wenn überhaupt, würde ich folgendes machen: Du kaufst Deinen Eltern das Haus zu einem vergünstigten Preis ab und die zahlen Dir eine Miete, die die Kreditrate und Instandhaltungskosten decken. Ohne jetzt Steuerberater zu sein, könnte das auch steuerlich interessant sein. Der Vorteil ist, Du hast hier eigentumsrechtlich zumindest klare Verhältnisse geschaffen.

    Die Alternative ist, wer einen Kredit nicht bekommt, kann sich das Haus nicht leisten und muss ausziehen. Da musst Du auch kein schlechtes Gewissen haben.

  • paris87, vorab der guten Ordnung halber: Bin nur Finanz-Laie, wenn auch ein an solchen Finanz-Themen Interessierter mit zudem ein bißchen eigenen Erfahrungen (ein Eigenheim (kreditfinanziert) hatte ich schon mit 20 erworben und seit gut 50 Jahren investiere ich u. a. in Aktien und Immobilien).


    Nach nur summarischer Prüfung (da zu den sonstigen Rahmenbedingungen relativ wenig bekannt ist; Alter Deiner Eltern, um nur ein Beispiel zu nennen) würde ich - ganz persönlich - Dir eher abraten, da "einzusteigen".

    Unabhängig von der Tatsache, daß solche finanziell-familiären Verquickungen (relevante Themen und/oder Summen betreffend) ein gewisses bis erhebliches (eigendynamisches) Ärger-, Streit- oder Stresspotential entwickeln können - und um nur einen wesentlichen Punkt aufzugreifen, mit dem Du Dir selbst zudem schon eine Art Antwort gegeben hast:

    normalerweise würde durch Kreditraten für eine Immobilie ja die eigene Miete wegfallen oder durch Vermietung eine Miete eingenommen werden. Ich hätte gegenwärtig die doppelte Belastung aus eigener Miete ubd Kreditrate für das Haus (insg. ca 2000€)

    Die finanzielle Gesamtsituation Deiner Eltern (Einkommen als (schon oder später) Rentner, freies Vermögen, finanzielle Absicherung im Pflegefall) weckt bei mir zudem gewisse Fragen oder Bedenken.

    Meine Eltern haben Probleme eine Anschlussfinanzierung für ihr Haus zu bekommen

    Hauswert ca 550.000€

    Restschuld ca 155.000 €

    Vor dem Hintergrund (Stichwort: Beleihungsauslauf; Verhältnis Restschuld vs "Hauswert") klingt obige Aussage etwas bis ziemlich seltsam.

    Behagt Deinen Eltern nur das Prolongationsangebot (Zinssatz) der Bank nicht (bei einer reinen Prolongation des Darlehens bei der bislang finanzierenden Bank ist in aller Regel keine erneute Prüfung der "Kapitaldienstfähigkeit" im Rahmen der sogenannten "Kreditwürdigkeitsprüfung" gemäß "EU-Wohnimmobilienkreditrichtline" (EU-WIKR) erforderlich - oder will die Bank das Darlehen nicht prolongieren (sprich bietet aus besonderen Gründern gar keine Anschlußfinanzierung mehr an und auch andere - seitens Deiner Eltern - angefragte Banken lehne die Weiterfinanzierung (Umschuldung des Darlehens zu ihrem Institut) ab ... ?!


    Du selbst scheinst mit Deinen privaten Finanzen auf einem soliden Weg, den ich Dir empfehlen würde (autark) weiterzugehen. Möglichst ohne derartige familiäre Verquickungen.


    Für meinen Teil hatte ich über die langen Jahre (bin Senior ü 70) einige Male in meinem näheren und weiteren familiäre Umfeld finanziell geholfen oder ausgeholfen. Allerdings ohne Verträge und dann gleich in Form einer Schenkung. Habe als Jugendlicher (rein finanziell gesehen) prekäre Verhältnisse erlebt aber sehr bald sehr gut verdient und eine glückliche Hand mit den privaten Finanzen gehabt. Diese Großzügigkeit konnte ich mir daher erlauben, da dies bei mir nicht ins Gewicht fiel ... Bei Dir dürfte es aber signifikant Deinen Finanzweg und ggf. auch Deinen Lebensweg bestimmen. Eventuell solltest Du - in genauer Kenntnis aller Details und des eigentlichen Problems - einmal prüfen, ob es eine andere Möglichkeit gibt, das "Problem" Deiner Eltern gemeinsam mit Ihnen zu entschärfen ...


    Dir gute Gedanken und danach ebensolche Entscheidungen, die möglichst gut kommuniziert werden sollten, um das Verhältnis zu Deinen Eltern nicht unnötig zu belasten. Viel Erfolg dabei wünsche ich Dir !

  • Meine Eltern sagen andererseits bekäme so "für 150.000€ Kredit ein Haus im Wert von 550.000€".

    Weder Deine Eltern noch Du wissen, was das Haus irgendwann einmal für einen Wert haben könnte.
    Letztlich ist eine Immobilie genau das Wert, was Dir irgendein Käufer dafür zahlt.
    Wir haben unser Elternhaus geerbt und versuchen seit geraumer Zeit das Haus zu verkaufen. Inzwischen liegen wir mit unserer Preisvorstellung schon deutlich unterhalb des Beleihungswertes der Immobilie. :/

    Bei einem Aktieninvestment kannst Du langfristig von 6-7% Rendite p.a. ausgehen. Aus 150.000€ die Du dort heute investierst können so in 30 Jahren locker > 800.000€ werden.
    Ob dann in 30 Jahren das Haus für 800.000 verkauft werden kann steht absolut in den Sternen. Vor allem auch welche Investitionen in den nächsten 30 Jahren noch über die 150.000€ hinaus fällig werden um die Immobilie zu erhalten.

    Es ist Dein Leben. Und Deine Eltern haben Ihr Leben.

    Wir haben ein Haus und zwei Kinder, und für mich war von Anfang klar, dass meine Frau und ich das Haus irgendwann mal verkaufen und uns vom Geld einen halbwegs schönen Lebensabend machen werden und was an Geld (falls überhaupt...)dann noch übrig ist, bekommen die Kinder 50:50 als Erbe. Meine Frau sieht das mittlerweile aber etwas anders, sie möchte das Haus unbedingt erhalten und den Kindern schenken. Auf meine Einwände, dass man das Haus schlecht teilen kann und es dann am Ende darauf hinauslaufen wird, dass die Kinder das Haus verkaufen und den Erlös teilen, geht sie momentan nicht ein. Da ist noch einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten ;) Aber bis das Thema wirklich akut wird, haben wir noch einige Jahre.

    Wollen die Kinder oder auch nur eins davon denn überhaupt das Haus übernehmen!?
    Meine Schwester und ich sind irgendwann aus der 'Heimat' weggezogen. Ich rund 170km meine Schwester rund 400km weit weg.
    Wir haben unseren Eltern immer gesagt, Sie sollen das Haus verkaufen so lange Sie noch etwas von dem Geld haben. Keiner von uns will/wollt je zurück. Und was wollten wir mit dem alten Haus? Wir Beide sind inzwischen selbst in einem Alter wo viele in unserem Bekanntenkreis schon daran denken sich zu verkleinern. :/
    Letztlich haben Sie unsere Eltern sich Ihr eigenes Gefängnis gebaut. Erst als es dann allein gar nicht mehr ging hat meine Mutter dann eingesehen, dass wir Kinder ja recht hatten.
    Sie hat sich schlussendlich sogar bei mir entschuldigt, weil ich mich jetzt um Alles kümmern muss (Haushaltsauflösung, Hausverkauf, usw.).
    Alles hat seine Zeit.

  • Das finanzielle ist das eine Problem, damit wärst du völlig alleine und bei Problemen bei dir, Arbeitsplatzverlust oder Krankheit, kommen ganz andere Probleme auf dich zu. Auf der anderen Seite stehen natürlich die menschlichen Probleme, dazu kenne ich euer Verhältnis nicht. Kann mir allerdings vorstellen, dass es bei Ablehnung deinerseits, massiv dazu kommen wird. Da bist du in einer gewaltigen Zwickmühle, vielleicht hilft ein reinigendes Gespräch weiter.

  • Eine Immobilie, die man nicht selbst nutzt und bei der man keine Mieten als Einnahmen hat um das Darlehen zu bedienen, finde ich ein hohes finanzielles Risiko.

    Das Darlehen will immer bedient werden, einen ETF Sparplan kannst du einfach aussetzen, wenn es finanziell mal (aus irgendwlechen Gründen) für eine Zeit lang knapp wird.

    Hört sich für mich nach einem schlechten Deal für dich an. Du solst ja auch noch zusätzlich die Instandhaltung tragen.

    Folgenden Blick solltest du auch haben: du gibst deinen Eltern damit ein zinslosen Darlehen.

    Das Geld könntest du aber ansonsten anderweitig anlegen. Die Opportunitätskosten sind da also nicht gerade klein.


    Wenn du dich mit deinen Eltern verkrachst, werden sie unter Umständen fordern, dass du das Haus "vernünftig" instand hälst und dich wohlmöglich wegen jeder Kleinigkeit drangsalieren.

    Das muss so nicht eintreten. Aber im Kopf sollte man stets das schlechteste Szebnario haben. Und dann zählt bei einer Immobilie nur das, was im Grundbuch steht bzw beim Notarvertrag festgelegt wurde.


    Solltest du dennochdeinen Eltern helfen wollen, würde ich Geld für einen Beratungstermin bei einem entsprechenden Fachanwalt/Notar in die Hand nehmen. Der soll dann eine Lösung erstellen, die für dich nicht nachteilig ist.


    Weiterhin relevant: das Alter deiner Eltern. Es kann sein, dass du deinen Eltern für 10 oder aber auch 30 Jahre ein zinsloses Darlehen über 155k gibst. Je länger sie leben umso wirtschaftlich schlechter wird es für dich.

    Das fände ich persönlich einfach mental nicht gut, ist aber nur meine Meinung dazu. wenn du in Zukunft Geld benötigst und das dann im Haus deiner Eltern gebunden ist, dann wäre es schade, wenn du dir dann wünschen würdest, dass das Geld so schnell wie möglich verfügbar wäre.

    Solche Gedanken wären dann mMn vollkommen verständlich. Denn es würde dann dein eigenes Leben u.U. stark einschränken.


    Können deine Eltern das Darlehen prinzipiell tragen oder geht das finanziell nicht mehr?

    Bei 155k Darlehen (und einem Haus mit 550k Wert an Sicherheit) wird man bei ca. 900-1000 Euro monatlich liegen.

  • Zu dieser seltsamen Geschichte fehlen einfach noch viele Fakten.

    Deshalb verbringt es auch nichts, sich damit zu beschäftigen.

    Eltern Alter ?

    Eltern Einkommen ?

    Anschlussfinanzierung ? Was soll dieser Begriff konkret hier bedeuten? Was für Kredite laufen denn überhaupt?

    Ein klassisches Hypothekendarlehen hat eine Zinsbindung, braucht aber keine Anschlussfinanzierung.

  • Ein klassisches Hypothekendarlehen hat eine Zinsbindung, braucht aber keine Anschlussfinanzierung.

    ?

    Nach meinen Erfahrungen als Finanz-Laie, wenn auch einem an Finanzthemen Interessierten, gibt es bei einem "klassischen Hypothekendarlehen" fast immer eine "Anschlußfinanzierung", weil Immobilienkredite hierzulande in der Regel eine Zinsbindung von fünf, 10, 15 oder 20 Jahren haben. Da die Gesamtlaufzeit des Darlehens bis zur vollständigen Tilgung meist 30 bis 35 Jahre beträgt, verbleibt am Ende der Zinsbindung eine Restschuld. Um diese weiter (annuitätisch) abzuzahlen, wird die Anschlußfinanzierung benötigt. Findet diese mit der bereits finanzierenden Bank statt in Form einer sog. Prolongation, findet diese mit einer anderen Bank statt in Form einer sog. Umschuldung. Die Ausnahme stellt ein Volltilgerdarlehen dar, als ein Immobilienkredit, der am Ende der vereinbarten Zinsbindung und Laufzeit komplett getilgt (abbezahlt) ist und somit keine Anschlußfinanzierung mehr erforderlich ist. Die Zinsbindung (Zinsfestschreibung) gilt beim Volltilgerdarlehen für die gesamte Dauer (Laufzeit) des Kredits (in der Regel meist 10 bis 30 Jahre; in manchen Fällen auch bis zu 40 Jahren). Im Ergebnis bleibt so die Rate (Annuität) beim Volltilgerdarlehen über die gesamte Laufzeit gleich - während sich die Rate über die Jahrzehnte hinweg und einigen Anschlußfinanzierungen über diese Strecke (sei es via Prolongation oder via Umschuldung) bei üblichen Hypothekendarlehen ändern kann (abhängig vom Zinsumfeld bei Ablauf der Zinsbindungsfrist).

    (Kundigere als meine Wenigkeit - als Finanz-Laie - mögen diese meine Erfahrungen gerne präzisieren oder korrigieren)


    Dir weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !

Passende Ratgeber für Dich

Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert

Was Finanztip ausmacht
Finanztip Bewertungen